i^nOP?<.!?!?S-?S?!?drs!, iß^^^F^F^^^e^if^ JJ1\ ^SiSSS'Ä'^f"'"' ^^Ar>r\0'^.^^r>r>K WSi^^m^fmm&^ "m .^^r/^*r*'?a<^,«^^^5^^,f^Ä'^^, ^^rr- rvArA^ Ml^jijl^^f^M^^^^^^M^ ' A«^ ^Nhl^l^K®! r^rnr nf% a,f^f \IÄ ^ w i^ /f^o ^?£>/^W^ *s , ü. 8. National Museum Abbild ungen und Beschreibungen ^ Pis>^ der Fische Syriens, nebst einer neuen Classification und Characteristik sämmtlicher Gattungen der i JOH. JAKOB HECKEIa, Inipectoi am k. k. Hof-Natur.-iUenkabinete in Wien, mehr, yelelirt. UeHtllMeii. MIfglivd. STUTTGART. E. Schweizerbart' sehe Verlagshandlung, 1843. 11 5^ %5 f ll;^riül^' JÄbgebrucht aus Tlii flrgar c' j tlriftn. I, jDairt, 2. '®l)fil. ff e f r, mW -^ Ciiiileitting. üiitei' den reichen naturhistoiischen Sauimlungen , die ;•. Theodor Kotsehy dem Wiener Museum aus Syrien ig;esendet, blieb die Partie der Süsswasser - Fische keine •r schwächsten ; ja sie überbietet vielleicht an wissenschaft- hem Interesse die der übrigen Gegenstände am bedeutend- en, i» so ferne sie uns ein neues fast noch ganz unbe- '.nntes Feld aufschliesst, — Alexander Russell* war ;4entlich der erste Gelehrte, der etwas über syrische Fische schrieb. Er machte uns im Jahre 1756 durch gute Abbil- dungen mit vier neuen Arten aus dem Flüsschen Coic bei Aleppo und dem Orontes bekannt, und führte noch mehrere andere, in welchen er europäische Arten zu erken- nen glaubte, blos namentlich an. Valenciennes hat diese vier neuen Arten, nach Rüssel Is Abbildungen, in der gros- sen Histoire naturelle des poissons aufgenommen, und mit seinem bewährten Scharfblick, auch ohne Autopsie den ent- sprechenden Gattungen zugewiesen, bis auf eine, deren Zahn- system entscheidend , aber aus der Abbildung nicht zu er- mitteln war**. Noch fünf andere Species, einen Siluroiden * Natural histoiy of Aleppo and paiis adjacciil. London 1766. *■' Silunis Cous Lin. g'chöit in die Gattunjj;- Ariu,s Valenc. und nicht zu Pimdodtix Cuv. 4 (994) [ und vier Cyprinoiden. die ßove nach Paris g-ebraeht, be- sclireibt Valenciennes im XV. und XVI, Bande g^edach- ten Werkes. Weiter reichte die Kenntniss der syrischen Süsswassei-Fische bis jezt nicht. Aus den angränzenden Län- dern Syriens ist gleichfalls sehr Weniges von Süsswasser- Fischen bekannt. Man darf den Maler Corneille Le- ßrnn* wohl als den ältesten nennen, der auf seiner Reise durch Russland und Persien (1718) mehrere Fische, doch mei- stens nur aus dem persischen Meerbusen erhaltene, ab- gebildet, unter ihnen aber auch noch einen, Sjir-majie ge- nannt, aus Ispalian, der mit einem unserer syrischen Arten übeleinzustimmen scheint. Ungefähr 32 Jahre später be- reiste Hasselquist Palästina und Egypten**. Seine riussfische gehören aber sämmtlich dem Nil an, mit Aus- nahme etwa von zwei undeutlich beschriebenen: Cyprbms Orientalis und rufescens , deren Fundort nicht angegeben ist. Weiter entfernt von Syrien hat Guide nstädt die Gewässer untersucht, welche vom Kaukasus in das Kaspische Meer fallen. Unter den von dortherstam- menden und abgebildeten Fischen *** erkenne ich zwei Arten, den Cyprinus Capoeta und Mursa, als solche, die sich auch unter unsern syrischen vorfinden. Hrn. Theo- dor Kotschy verdanken wir hingegen mit einem Male 57 S p e c i e s von Süsswasser - Fischen aus den beiden Hauptfluss-Gebieten Syriens, dem Orontes und dem Eu- phrat, in vielfachen Exemplaren und Alters- Verschieden- heiten, von welchen , nach Abzug der wenigen bekannten, 50 Species als neu verbleiben. Aus diesem reichhaltigen Zuwachse, der uns eigentlich erst jetzt einen Blick in die ichthyologische Fauna Syriens zu werfen erlaubt, ersehen wir, dass es hauptsächlich Cyprinen sind, die sowohl hier, * Corneille Le-Brun: Voyage par la Moscovie Pcrse etc. Am- nlerdiim 171S. *'•' Hasselquist: Itcr palacstiiium edit. C. Linnacus. Stockholm 1TS7. "■** Nov. Connncnt. Petrop. Toni. 16. 17. et 19, 1 5 (995) als auf der ganzen südlichen Hälfte Asiens vorlieiTscliend, charakteristisch für die Süsswasserfisch-Fauna dieser Länder auftreten. Keine Forelle bewohnt die Gebirgsbäche von Kurdistan, ebenso wenig wie das Hochland Mittel-Asiens*. Barbus-artige Cyprinen ersetzen sie dort und gleichen ihnen durch ihre kleine Schuppen **. Gestalten zwischen dem Labeo des Nils und unserem Gohio vertreten die Stelle dieses lezteren und endlich gesellt sich noch eine dritte Form hinzu, die des rasch schwimmenden Alburnus , der schon im südöstlichen Europa , wo die Forellen allmälig verschwinden , in grösserer Menge auftritt ***. Unser Cy- primis, im engern Sinne, unser Barbus, Abramis, Chon- dro stomus , Leuciscus finden im Orontes, £uphrat und Tigris ihre Repräsentanten, so auch unser Cobilis und Silurusf, ja sogar unser Cyprinodon erscheint als Lebias wieder; nur zu Petromyzon, Acipenser, Esox, Cottus, Gas- terosteus und unsern Percoiden erhielten wir von dortiicr keinen verwandten Zuwachs ft- Dagegen treten , wiewohl sparsam, rein tropische Formen in den, mit einer Fettflosse • Hcckel: Fische aus Caschniir, gesammelt und heiaiisgegoben von Baron Hügel. Wien 1838. Einleitung p. II. ** Nach A i n s w o r t h , Researches of Assyria, Babylonia and Chaidea, Londou 1838 pag. 45. sind Forellen noch im Taurus gemein. Wir ha- ben durch Hrn. Kotschy weder aus der Umgegend von Damaskus am Libanon, noch aus dem Gebirge Kurdistans Forellen erhalten, lind da wir den Fleiss unseres Sammlers kennen, bezweifeln wir ihr Vorkommen daselbst. *** So wird Alburnus Scoranz-a Heck, eine dem Alburnus vulgaris ähnliche Art, in dem Flüsschen Cettinje in Monte-negro und im Lago di Scutari so häufig gefangen, wie die Sardellen im Adriati- schen Meer. Sie machen auch gleich diesen einen Handelsartikel aus, und werden eingesalzen und geräuchert in Menge versendet. t Ainsworth 1. c. spricht auch von Aalen, die im See von An- tiochia vorkommen. tt I» den indischen Siisswassern vertreten vorzüglich Labyrinlhi- formen die Stelle unserer Percoiden, die dort nur den einzigen Luleg nobilis aufzuweisen haben. 6 ^996) versehenen Slhcroiden, dem Mystus Artedi und Mastacacem- ölus auf. Im Allgemeinen sind die siidasiatischen Süss- wasser-Fische durch ihre Organisation mehr auf eine vegeta- bilische Nahrungsweise angewiesen 5 ja es scheint überhaupt, dass Mammalien und Süsswasser-Fische als die beiden hetero- gensten Gebilde unter den Vertebraten im umgekehrten Veriiältnisse zu einander auftreten, so: dass in Länderstre- cken, wo die Rapac es unter den einen vorherrschen, diese unter den anderen abnehmen. Eine grosse Anzahl Süss- wasser-Fische im tropischen Asien, dem Sitze der grimmigsten Raubthiere, nähret sich mit zahnlosem Munde, zarten, zugeschärften Lippen und fadenförmig verlängertem Darmkanale ausschliesslich von vegetabilischen Substanzen; während im tropischen Amerika, das so arm ist an reissenden Säugethieren, unter den Fischen niclit e i n pflan- zenfressender sich befindet. Im Gegentheile leben dort Schaaren raubgieriger Salmoniden, die mit scharfem Gebisse und seltener Verwegenheit grosse Hausthiere, ja sogar Men- schen, anfallen, die genöthigt sind, einen Fluss zu durch- schwimmen. Wie bereits erwähnt, sind es vorzüglich Cyprinen, wel- che die Flüsse Syriens bewohnen, und wirklich gehören auch aus den von dorther eingesandten 57 Species Süss- wasser-Fische , 45 dieser alten Linnäischen Gattung an. Ferner fallen davon 5 Species der Gattung Cobitis , 2 den Poecilien, 3 den Siluroiden und eine den Gattungen Masta- cacemhlus und Mugil zu. Die Eintheilung der natürlichen Familie der Cyprinen von Cuvier ist bekannt; nicht minder aber auch, wie unzureichend und schwankend seine Untergattungen, wel- che später zu Gattungen erhoben worden, nach so vie- len neuen Entdeckungen geworden sind. Richardson*, * Richardson: Fauna Boreali - Auiericana. London 1836. 7 (997) ßouaparte*, Rüppell**, Smith***, Sykesf und ich ff haben diess erfahren und Einschaltungen und Verbesserungen angebracht. Agassiz hat zwar neue Spaltungen eingeführt und die Charalvtere im Ganzen befestigt, allein es geschah meistens nur in Beziehung auf europäische Typen. M'Clel- land ttt hätte sich um die Cyprinologie Indiens hoch verdient gemacht, wenn er mit den europäischen Arten, so wie mit unserm Begriffe der Gattungen näher bekannt gewesen wäre; allein so bietet sein übrigens schätzbares Werk eine Menge von Zweifeln, die es unmöglich machen, sehr vielen der in demselben enthaltenen Arten ihre wahre Stellung anzuwei- sen. Nach Beendigung meiner gegenwärtigen Arbeit erschien der XVI. Band der Histoire naturelle des poissons , worin Valenciennes einen Theil der Cyprinen, nämlich solche mit Bartfäden , beschreibt. Es thut mir leid , bemerken zu müssen, dass bei der darin vorkommenden Eintheilung und Bildung von Gattungen zu ängsthch auf das Vorhaiiden- seyn, die Anzahl und Stellung der Bartfäden Ri'icksicht genommen wurde. Bartfäden können an Gyprinea nur Charaktere sehr untergeordneter Wichtigkeit seyn ; hier- über stimmen alle Ichthyologen und Valenciennes selbst iiberein. Meine alte Vorliebe für Cyprinen Hess mich längst bemerken, dass es weit mehr ihre Schlundzähne sind , die ein Hauptmerkmal abgeben die Arten dieser schwierigen Familie auf die sicherste Weise zusammenzustel- len ; auch Agassiz hat auf dieses unwandelbare Kennzeichen, • Bonaparte: Iconografia della fauna itaiica. Roma. 1832—1841. ** Rüppell 1. c. et Beschreib, und Abbild, neuer Fische im Nil entd. 1829. Fortsetzung 1832. *** Smith: Illustrations of the zoology of south Africa. London 1838—1841. t Sykes: On the fishes of the Dukhun, enthalten in den Trans- actions of the zool. society of London. Vol. II, Part 5. 1841. tt Hecke 1: Fische aus Kaschmir 1. c. ttt" M'Cleland: Indian Cypvinidae, ontlialtm in den Asialic He- ai-nvches Vol. XIX. Part 2. Cafculla. 1839. 8 (998) dessen Wichtigkeit keinem Zweifel unterliegt, den gebüh- renden Werth gelegt. Es hat mir viele Mühe gekostet, die Schlundknochen aller mir zu Gebot stehenden Arten (über 400) zu präpariren, zu untersuchen und sie nach Ge- stalt und Anzahl ihrer Zähne zu ordnen. Mit Sicherheit konnte ich nun, auf dieses freilich künstliche System gestüzt, die Stelle bezeichnen , welche jede neue Species einzu- nehmen habe. Die meisten Arten schlössen sich in natür- licher Reihenfolge einander an , doch blieb auch manche harte Trennung ganz nahe verwandter Gestalten unvermeid- lich. Um nun die natürliche Verwandtschaft, zufolge der Uebereinstimmung in einem einzigen , wenn gleich sehr wichtigen Theile, nicht zu zerreissen , habe ich fürs Erste mehrere Tribus nach dem Totalhabitus, nach Mund- und Flossen-Bildung zusammengestellt, die jedoch der schwan- kenden Merkmale wegen keine scharf begränzten Gruppen bilden konnten. Dagegen sind diese Tribus nach der Zahl, dem Bau und der Stellung der Schlundzähne, wie selbst der Schlundknochen, in scharf begränzte Gattungen getheilt wor- den, zu deren Erkennung das Zahnsystem als Schlüssel dient. Bei Untersuchung der Arten nach ihrem Zalinbaue zer- fielen sie von selbst in jene zwei Hauptgruppen, in welche M'Clelland sie theilte und von welchen auch Bona- parte sprach, ich meine die Paeonominae und Sarco- borinae des ersten, oder die Phytophagae und Z o o- phag ae des lezteren, obschon die Gränzen derselben etwas verschieden festgesezt werden mussten. Es ist bekannt, dass im Allgemeinen die Länge des Darmkanals, so wie die Rich- tung der Mundspalte der Nahrungsweise der Thiere ent- spricht; allein bei unseren Cyprinen dürfte diese Regel wohl die geringste Anwendung finden, denn der gemeine Karpfen, dessen Darmkanal nur zweimal der ganzen Kör- perlänge gleich kommt, nähret sich eben so gut von Vege- tabilien, wie die indischen Arten mit ihrem knaulförmig gewundenen gegen eilfmal die Körperlänge überschreitenden 9 (999) Darmkanale. Im Gegensätze iiähren sich z. ß. Barbus-Arlen, deren Darinkanal an Kürze jenem der Karpfen gleicht, oder unser Rhodeus , der einzige Enropäer, der nach der Weise indischer Arten seine langen Eingeweide in einen Knaul gewunden hat, ausschliesslich von Thieren. Alle Abramis^ Arten, ihr Mund sey nach oben oder unten gerichtet, sind Thierfresser. Ich habe daher diese oben erwähnten , aber unpassenden Benennungen der beiden Hauptabtheilungen in Macroentri und Brachy entri verändert. Inder erste- ren enthält der Darmkanal die Länge des ganzen Fisches 1^ bis 11 3Ial, in der zweiten ^ bis 1^ IMal. Ich komme nun zu dem Systeme selbst, welches ich weit entfernt bin für vollständig und abgeschlossen zu hal- ten, nachdem es mir nicht möglich war, alle von den ver- schiedenen Ichthyologen beschriebenen und abgebildeten Arten in Beziehung auf den Bau ihrer Schlundzähne zu untersuchen und von diesen auch nur wenige jenen Theil gehörig zu würdigen wussten, um nach ihrer Angabe bei der Einreihung keinen Irrthum zu begehen. Bei der Ein- schaltung solcher Gattungen, von welchen ich keine Reprä- sentanten zu Gesicht bekam, bin ich daher nur dem Habitus gefolgt und habe sie mit einem ? bezeichnet. Schliesslich bleibt nur noch zu erinnern, dass die bei- gefügten Abbildungen mittels eines von mir zu dem Behufe erdachten Instrumentes* mit vollkommener Genauigkeit, und in einer als Norm angenommenen gleichen Grösse, oder viel- mehr Länge ausgeführt sind. Nur Individuen, welche dieser Länge gleich kommen oder dieselbe nicht erreichten, sind in Naturgrösse dargestellt. Eine horizontale Linie, die Achse des Fisches genannt, ist durch die Mitte des Kopfes am Ende des Hinterhauptes und durch die Mitte des Schwanzes vor seiner Flossenbasis als gezogen gedacht. Von dieser Achse, * He ekel: Fische aus Kaschnnr 1. c. Anhang. — — Neue Flussfische Brasiliens, enthalten in den Annalen des Wiener Museums Bd. II. H ecket, Ichthyologie. 2 / 10 (1000) welche zur näheren Bestimmung; bei der Lage des Mundes, des Auges, der Seitenlinie u. s. w. dient, ist nur der Anfang und das Ende angegeben, um jede Störung in der Zeichnung selbst zu vermeiden. Ferner sind bei jeder Art zwei Schup- -pen vergrössert dargestellt, die eine ist der Seitenlinie, die 'andere dem Rücken zwischen der Rückenflosse und der Seitenlinie entnommen. Von dieser lezteren ist abermals ein Keulschnitt aus ihrer unbedeckten Seite bis zum Mittel- punkte unter noch stärkerer Vergrösserung gezeichnet. ( Wien, den 8. Okt. 1842. tT. MMechei* Zahn -System der Cyprinen, Die Schlundzähne der Cyprinen zerfallen der Gestalt ihrer Krone nach in vier Hauptformen, die sich wieder nach der Anzahl und Stellung der Zähne auf den Schlundknochen, in mehrere Un- terabtheilungen bringen lassen. Die vier Hauptformen derselben sind : Hohlzähne (Dentes excavati). Kauzähne (Dentes masticatorü). Hakenzähne mit Kauflächen (Dentes uncinato-sub- molares). Hakenzähne ohne Kauflächen (Dentes uncinato- subconici). Die beiden ersten dieser Formen gehören jenen Arten an, die ich der Länge ihres Darmkanales wegen Langdärmer Macroentri nenne; die beiden lezteren dagegen sind jenen mit kurzem Darm- kanale, oder den Kurzdärmern, Brachyentri, eigen. A. HoMzähne (Dentes excavati). Haben eine hohlkehlenartige Vertiefung an ^d&r Rück- seite der hinteren Kronen, die meistens hakenföi^mig auf oder vorioärfs gebogen sind. (Taf. I.) Sie spalten sich in zwei Gruppen : 1) Löffelzähne (Dentes cochleariformes^: cylindrisch, mit einer Hakenkrone und einem löffelartigen Grübchen unter dem Haken. Bald 9 bald 10 Zähne sind auf jeder Seite in drei lockeren Reihen gestellt: 2* 12 <1002) 2 j 3 I 5—5 1 3 I 2 a. Fünf Zähne auf der inneren, drei auf der mittleren und zwei auf der äusseren Reihe jedes Schlundknochens. Die vordersten Zähne sind oft unthätig; und stumpf- konisch, die hinteren zuweihn so stark vorwärts g'ekrümmt, dass sie einander zu überdecken scheinen. Schlund- knoclien stark, halbkreisförmig auffi;ebog;en mit vorspringendem, mei- stens abgerundetem Flügelwinkel. Zahnbasis rückwärts breit, ohne Vorsprung zum Aufsitzen der hintersten Zähne. (Taf. I. Barbus fluvia- tilis et Barbus Bynni.) 2 I 3 1 4—4 1 3 I 2 b. Vier Zähne auf der inneren, drei auf der mittleren und zwei auf der äusseren Reihe jedes Schlundknochens, voran sizt zuweilen das Rudiment eines fünften Zahnes der inneren Reihe, welches jedoch selten eine Eiiiailkrone zeigt, die an älteren Individuen spurlos verschwindet. Die Schlundknochen sind den vorhergehenden gleich, nur haben ihre Flügel selten einen vorspringenden Winkel. (Taf. I. Luciobarbus eso- cinus.) 2 I 3 I 4—4 1 3 I 2 2) Schaufelzähne (^D enfes paleaeformes) : cylindrisch, an den Kronen comprimirt, die hinteren breit, schaufeiförmig ausgeliöhlt mit einer schmalen halbmondförmigen Kaufläche ; die vorderen Zähne dicker, ohne Schaufelbug, öfters am vordem Rande mit einem kleinen Haken versehen. Vier Zähne, vor wel- chen bisweilen das Rudiment eines fünften ohne Emailkrone steht, sitzen auf der inneren, drei auf der mittleren und zwei auf der äusseren Reihe jedes Schlundknochens. Alle neun Zähne sind thätig, die hinteren vorwärts gekrümmten jedoch weniger, sie stehen beinahe aufrecht, gegen einander geneigt und bilden zusammen eine den nachfolgenden Pflasterzähnen ähnliche, wiewohl minder geschlossene Kauebene. Kurze nur wenig aufgebogene Schlund- knochen, welche durch den starken Winkel ihrer Flügel oft die Gestalt eines gleichseitigen Dreieckes annehmen, unterscheiden diese Zahnformation noch vorzüglich von den vorhergehenden Löffel- zähnen, die zuweilen durch Abnützung ihrer Kronenhaken den Schaufelzähnen ähnlich sehen. (Taf. I. Scaphiodon Capoeta) B. CLauzäline (D e n t e s masticatorii). Haben nach aufwärts gerichtete Kauflächen ohne Haken, deren Rand (die Kainm%ähne ausgenommen^ von einer leistenförmigen Erhöhung gebildet wird. Sie lassen sich nach ihrer Gestalt in sechs Gruppen bringen : 1) Piasterzähne (D enfes aggregatij: comprimirt, mit schief abgeschnittenen Kronen, deren schmal elliptische Kauflächen zuweilen von einer erhabenen Leiste der Länge nach durchzogen { ) 13 (1003) werden. Alle Zähne sind gegen einander geneigt, so dass ihre Kronen zusammen eine meistens sehr dicht gefügte, pflasterförmige Kauebene darstellen. 2 I 4 I 5—5 I 4 I 2 a. Fünf Zähnp auf der inneren, vier auf der mittleren und zwei auf der äusseren Reihe jedes Schlundknochens, alle eilf gleich thätio^. Die Schlundknochen sind sehr kurz, im Viertelkreise aufgebogen, mit sehr breiten, spitz vorspringenden Flügelwinkeln. Die Zahnbasis hat einen unmerklichen Vorsprung zum Aufsitzen des hintersten Zahnes. (Taf. I. Labeo niloticus.) 3 I 3 { 6 — 6 I 3 I 3 b. Sechs Zähne auf der inneren, drei auf der mittleren und aber- mals drei auf der äusseren Reihe jedes Schlundknochens. (Valcn- ciennes: Hist. nat. des poissons, T. XVI. p. 249.) 1 I 1 I 3—3 I 1 ! 1 2) Mahlzähne (Dentes molar es J: an der Basis cylindrisch, mit kopfförmig verdickten Kronen, deren fast kreisrunde Kauflächen von einem erhabenen Rande umgeben und von mehreren dicht an einander stehenden, bogenförmig gekrümmten, zackenrandigen Leisten durchzogen sind. An jedem Schlundknochen sitzen drei Zähne auf der inneren Reihe, wovon der mittlere bei weitem der grösste ist; neben diesem sizt nach aussen ein kleinerer Zahn, welchem ganz nach aussen ein noch kleinerer zur Seite steht. Zuweilen ist das Rudiment eines zweiten Nebenzahnes neben diesem lezteren sichtbar, der aber niemals eine Krone hat. Vier dieser Zähne sind thätig und ihre Kronen stossen in einer Ebene aneinander, nur der vorderste Zahn ist abgesondert und hat eine sphärische Krone mit stumpfer Spitze. Die Schlundknochen sind gross, halbkreis- förmig aufgebogen, ihre breiten Flügel mit vorspringenden Winkeln nehmen die ganze Unterseite, von der Symphyse bis zur oberen Ein- lenkung, ein. Die Zahnbasis ist breit, mit einem starken Vor- sprung zum Aufsitzen des hintersten Zahnes. (T a f. I. Cyprimis hungaricus.) 1 1 4—4 1 1 3) Becherzähne [Dentes calyciformes'): cylindrisch, dick, mit halb comprimirten Kronen, deren elliptische Kaufläche von ei- nem erhabenen Rande umgeben (nämlich konkav) ist, ohne Quer- leisten. Vier Zähne sitzen auf der inneren Reihe, ein einzelner Zahn steht nach aussen dem zweiten und dritten zur Seite. Selten zeigt sich ausser diesem Nebenzahne noch das Rudiment eines an- dern. Vier Zähne sind thätig, der vorderste allein ist meistens stumpf-konisch und abgerundet. Die Schlundknochen sind wie 14 (1004) an den Mahlzähnen, jedoch mit minder spitzen Flügelwinkeln. (Taf. I. Carpio striatus.) 4—4 4) Meisselzähne (Dentes scalpriformesj: an der Basis cylindrisch mit breiten vollständig comprimirten Kronen , so dass der erhabene Rand an jeder Kaufläche, zu parallelen Wülsten zu- sammengedrückt, sich gegenseitig berührt und an der hinteren Wand des lezten Zahnes gänzlich verschwindet, wodurch dieser vorzüglich die Gestalt eines zugeschärften Meisseis erhält. Vier Zähne sitzen convergirend in einfacher Reihe; der vorderste ist unthätig, kegelförmig mit abgerundeter Krone, die folgenden drei nehmen allmälig an Breite so zu, dass der hinterste am grössten und breitesten ist. Zusammen stellen sie eine ziemlich dicht geschlos- sene Kauebene dar. Die Schlundknochen sind halbkreisförmig aufgebogen, mit breiten vorspringenden Flügelwinkeln. Die Zahn- basis hat keinen Vorsprung zum Aufsitzen des hintersten Zahnes. (Taf. I. Carassms Gibelio.) 40—40 bis 60—60 5) Kammzähne (Dejites pectiniformes): comprimirt, mit schmaler, blättchenförmiger Krone, deren konvexe Kaufläche kei- nen erhabenen Rand hat. Vierzig bis sechszig sitzen gleich den Zähnen eines Kammes gedrängt, in einfacher Bogenreihe längs der ganzen inneren Seite des Schlundknochens, so dass nur dessen oberes Siebentheil frei bleibt. Die vorderen Zähne sind die grössten; nach hinten, oder vielmehr nach oben zu, werden sie immer kleiner, und der innere Winkel ihrer Kronen verwandelt sich allmälig in eine sehr kleine Hakenspitze. Die Schlund- knochen selbst sind halb-kreisförmig gekrümmt, äusserst schwach und brüchig, mit sehr schmalen Flügeln, die gleich nach der Sym- physe mit einem Winkel beginnen und bis zum hintersten fast un- bemerkbar kleinen Zahn hinaufreichen. — Die ausgezeichnetste Zahnbildung unter den Cyprinen. (Taf. I. Catostormis teres.) 6) Messerzähne (^Dentes cultriformes) : cylindrisch, mit klingenförmig comprimirten Kronen, deren Rücken, oder vielmehr schmal - elliptische , nach einwärts zugespizte Kaufläche von einem erhabenen Rande umgeben ist. Alle Zähne sind thätig, beinahe gleich gross und sitzen rechenartig in einfacher Reihe, dabei ist der vorderste Zahn etwas rückwärts geneigt. 7—6 a. Sieben Zäline stehen auf dem linken, sechs auf dem rerh- ten Sdilundknocben. Die Schlund k nochen sind klein, oben stark 15 (1005) hakenförmig vorwärts gekrümmt, haben breite, geradlinig abgestuzte Flügel, die sowohl oben als unten einen Winkel bilden, so dass jeder Schlund- knochen einem rechtwinkligen Viereck ähnlich sieht. Die Zahnbasis macht einen kleinen Vorsprung zum Aufsitzen des hintersten Zahnes, (Taf. I. Chondrochylus regius.) 6 — 6 b. Auf jedem Schlundknochen stehen sechs Zähne, deren Kaufläche zuweilen durch die Mitte und der Länge nach von einer schwachen Leiste durchzogen wird. Schlundknochen wie an den Vorigen. (Taf. L Chondrostomus Nasus.) 5—5 c. Fünf Zähne stehen auf jedem Schlundknochen, diese lezleren sind rechtwinkelig aufgebogen, haben breite, gerade abgestuzte Flügel, die oben, besonders aber unten, einen spitzen Winkel bilden. Die Zahn- basis verlängert sich unbedeutend zum Aufsitzen des hintersten Zahnes. (Taf. L Rhodeus amarus.) C. Hakenzähne mit Käuflichen (Deiites unci- nato - sub molar es). Sie haben schmale, nach innen %u in einen Haken aus- laufende, etwas konkave Kauflächen, welche Qbei den Keulen- zähnen ausgenommen^ durch blosses Abreiben entstanden^ zwar einen scharfen, oft gekerbten Rand, aber keine leisten- förmige Randerhöhung , wie die Kauzähne, darbieten, Sie theiien sich in drei Gruppen : 4—5 1) Keulenzähnc QVentes clavatij: comprimirt, mit keu- lenförmigen breiten Kronen und nach einwärts gewendeten Kau- flächen, deren erhabener glatter Rand nur durch eine schmale Mit- telfurche getrennt ist. Vier Zähne sitzen in einfacher dicht gedrängter Reihe auf dem linken und fünf auf dem rechten Schlundknochen (selten sind vier rechts und fünf links). Der vor- derste Zahn an jeder Seite ist unthätig, weniger comprimirt und hat eine abgerundete Krone. Der nachfolgende oder der dritte Zahn ist der breiteste und beginnt sich einwärts in eine stumpfe Spitze zu erheben, die an den hinteren etwas kleineren Zähnen zum deutlich ausgesprochenen Haken wird. Die Schlundknochen sind stark, halbkreisförmig aufgebogen, mit breiten, abgerundeten Flügelwinkeln. Die breite Zahnbasis verlängert sich in einen starken Vorsprung zum Aufsitzen der beiden hintersten Zähne. (Taf. I. Tinea chrysitis.) 2) Drückzähne (Dentes contusorii) : cylindrisch, mit com- primirten Kronen, deren schmale Kauflächen am vorderen Rande 16 (1006) zuweilen gekerbt sind. Sie stehen auf jedem Schlundknochen nur in einfacher lockerer Reihe. Einer oder zwei der vorde- ren Zähne sind stumpf-konisch und unthätig, im hohen Alter schlei- fen sich aber alle dergestalt ab, dass die Haken spurlos verschwin- den und sie einigermassen abgerundeten Mahlzähnen ähnlich wer- den. Sie lassen sich ferner eintheilen, wie folgt: 6—5 a. Sechs Zähne auf dem linken, fünf auf dem rechten SchUnid- knochen, die Kauflächen nach oben gevrendet. Die unthätigen Zähne sitzen ganz nahe an der Symphyse, die hinteren zwei oder drei sind an jüngeren Thieren bisweilen am vorderen Rande unmerklich gekerbt. Die Schi und k noch en sind sehr stark, dabei kurz und rechtwinkelig aufgebogen, ihre breiten Flügel haben einen vertikal abgestuzten, etwas einwärts gebogenen Rand, dessen oberer und unterer Winkel spitz vor- springt. Die Zahnbasis macht einen grossen Vorsprung, worauf die zwei hinteren Zähne sitzen. (Taf. 1. Leuciscus cephalus.) 5—4 b. Fünf Zähne auf dem linken, vier auf dem rechten Sehhind- knochen; ihre Kauflächen sind etwas mehr rückwärts gewendet, die bei- den hinteren stets am Rande gekerbt. Die Schlundknochen sind halb- kreisförmig aufgebogen, gegen die Symphyse sehr verdünnt; die massig breiten Flügel sind vertikal abgestuzt, bilden nach oben einen stumpfen, nach unten einen spitz vorspringenden Winkel. Die Zahnbasis hat kei- nen Vorsprung. (Taf. II. Phoxinellus alepidotus.) 5—5 gekerbte. c. Fünf Zähne auf jedem Schlundknochen, die Kronen der drei hinteren sind am Vorderrande gekerbt und nach aufwärts gerichtet, die vorderen beiden haben stumpfe, glatte^ rückwärts geneigte Kronen. Die Schlundknochen sind robust, kurz, halbkreisförmig aufgebogen, mit breiten vertikal abgestuzten Flügeln, die oben einen stumpfen, nach unten einen spitzen Winkel bilden. Die Zahnbasis endet in einen starken Vorsprung zum Aufsitzen der beiden hintersten Zähne. (Taf. I. Leueos Basak.) 5—5 glatte. d. Fünf sehr comprimirte schwache Zähne auf jedem Schlundkno- rhen, der vordere unthätig, die übrigen vier mit glatten, rückwärts ge- wendeten, sehr schmalen Kauflächen. Die etwas schwachen Schlund- knochen sind halbkreisförmig aufgebogen, gegen die Symphyse hin zu- weilen verlängert: ihre schmalen Flügel springen nach unten in einen spitzen Winkel hervor. Die Zahnbasis bildet einen grossen Vorsprung zum Aufsitzen der beiden hintersten Zähne. (Taf. I. Abramis Bratna.) 3) Greifzähne (Denfes preheiisilesj : an der Basis cylin- drisch mit comprimirten Kronen, deren Kauflächen alle rückwärts gewendet, am vorderen Rande meistens gekerbt sind. Auf jedem 17 (1007) Schlundknochen befinden sich zwei Reihen durch Zwischen- räume getrennter Zähne. 3 I 5—5 I 3 a. Fünf Zähne auf der inneren, drei auf der äusseren Reihe jedes Schlundknorhens. Die inneren Zähne, deren vorderster unfhätip^ ist, schwach gekerbt. Die Schliindknoc h en sind kurz, haibkrei.sformig aufgebogen, mit ziemlich breiten Flügeln, die abwärts in einen spitzen Winkel vorspringen. Die Zahnbasis macht einen kleinen Vorsprung für den hintersten Zahn. (Taf. I. B liccopsis Buggenhagii.) 2 I 5—5 I 2 b. Fünf Zähne auf der inneren, zwei auf der äusseren Reihe jedes Schlundknochens. Die vordersten Zähne sind unthätig, die Kau- flächen der beiden hinteren unmerklich gekerbt. S c h I u n d k n o c h e n kurz, halbkreisförmig aufgebogen, mit ziemlich breiten Flügeln, die abwärts in einen spitzen Winkel vorspringen. Zwischen diesem Winkel und der Symphyse erweitert sich der Knochenrand zu einem vorderen schmäleren Flügel. Die Zahnbasis hat einen kleinen Vorsprung zum Aufsitzen des liintersten Zahnes. (Taf. I. Blicca argyroleuca.) 2 I 4—4 [ 2 c. Vier Zähne auf der inneren, zwei auf der äusseren Reihe jedes Schlundknochens, mit schmalen gestreckten Kronen, deren Kaufläche glatt, d. h. nicht gekerbt ist. Die Schlundknochen sind schwach, halb- kreisförmig aufgebogen, mit etwas schmalen, unten in einem spitzen Winkel vorspringenden Flügeln. Die Zahnbasis macht rückwärts kei- nen Vorsprung. (Taf. I. Argyreus rubripinnis.) D. Hakenzäline oliiie Kaufläclieii (Dentes iin- c i n a t o - s u b c n i c i). Sie haben langgestreckte , weniger comprimirte Kronen, die nach innen zu in einen rückwärts gewendeten Haken endigen. Die Stelle der Kaufläche vertritt eine abgerundete Schneide, welche zuweilen gekerbt ist und mir zufällig an einem oder dem andern Zahne ein abgeriebenes Fleckchen zeigt. Sie bilden zwei Gruppen: 1) Fangzähne (^Dentes raptatorii): die Kronen in ei- nen starken Haken endigend; die Zähne auf jeden Schlundknochen in zwei Reihen gestellt. 2 I 5—5 1 2 a. Fünf Zähne auf der inneren, zwei auf der äusseren Reihe jedes Schlundknochens, mit starken Kronenhaken; die vordersten lang-konisch Eugespizt oder etwas comprimirt, die hinteren schwach, sehr selten nicht gekerbt. Die Schlundknochen sind meistens stark und gross, von der Symphyse bis zum Flügelwinkel cyliiidrisch (selten auch depri- mirt), dann halbkreisförmig aufgebogen. Die Flügel sind vertikal ab- gestuzt und beginnen erst am zweiten und dritten Zahne mit einem vor- 18 (1008) springenden rechten Winkel. Die Zahnbasis bildet einen kleinen Vor- sprung zum Aufsitzen des hintersten Zahnes. (Taf. I. Squatius Dobula.) b. Fünf Zähne auf der inneren, drei auf der äusseren Reihe jedes Schlundknochens; sie haben: 3 I 5—5 I 3 gesägte, langgestreckte, sehr coniprimirte, durchaus tief gekerbte Kro- nen, und massig starke, halbkreisförmig aufgebogene Schlund- knochen, mit vertikal abgestuzten Flügeln, die oben einen stumpfen, unten einen spitzen Winkel bilden. Die Zahnbasis macht einen kleinen Vorsprung zum Aufsitzen des hintersten Zahnes. (Taf. II. Scardinius erythrophthalmus.) 3 I 5—5 I 3 comprimirte, kurze Kronen und starke, halbkreisförmig aufgebogene Schlund- knochen, mit etwas schmalen Flügeln, deren abgerundeter Winkel dem zweiten Zahn gegenüber liegt. Die Zahnbasis macht einen kleinen Vorsprung für den hintersten Zalm. (Taf. I. Idus me- lanotus.) 3 1 5—5 1 3 cylindrische, konisch -verlängerte, in einen starken Haken endende Kronen. Die Schlundknochen sind von der Symphyse bis zur Zahubasis sehr lang und am oberen Ende hakenförmig vorwärts gebogen. Die Flügel sind schmal, gerade abgestuzt mit vorspringendem, dem zwei- ten Zahne gegenüber liegendem Winkel. Die Zahnbasis hat kei- nen Vorsprung. (Taf. 1. Aspius rapax.) 3 I 5—5 1 2 c. Fünf Zähne auf der inneren, zwei auf der äusseren Reihe des rechten; fünf Zähne auf der inneren und drei auf der äusseren Reihe des linken Schlundknochens; die vordersten stehen nahe an der Sym- physe. Die Schlundknochen sind halbkreisförmig aufgebogen, mas- sig stark, mit nach unten abgerundeten Flügelwinkeln. Die Zahnbasis hat keinen Vorsprung. (Taf. I. Gobio vulgaris.) 2 I 5—4 1 3 d. Vier Zähne auf der inneren, drei auf der äusseren Reihe des rechten; fünf Zähne auf der inneren und zwei auf der äusseren Reihe des linken Schlundknochens. Die Kronen sind robust und an den Haken weniger gekrümmt. Die starken Schlundknochen sind halbkreis- förmig aufgebogen, mit Flügeln, die an der Symphyse beginnen und einen massigen Winkel bilden. Die Zahnbasis macht rückwärts durchaus keinen Vorsprung. (Taf. I. Leucosomus argyroleucus.) 2) Würgezähne (^Dentes voratorii^: die Kronen in einen minder gekrümmten Haken endigend, unter welchem an den hinter- sten Zähnen eine sehr kleine Reibfläche kaum bemerkbar wird. 19 (1009) Sie sind an jedem Schlundknochen in drei Reihen gestellt, die sich abermals durch Anzahl und Gestalt unterscheiden. 2 I 3 I 5—5 I 3 I 2 a. Fünf Zähne auf der inneren, drei auf der mittleren und zwei auf der äusseren Reihe jedes Schlundknochens, mit etwas compriniirteu Kronen, Die Schlundknochen sind schwach, halbkreisförmig aufge- bogen und haben schmale Flügel ohne vorspringenden Winkel. Zahn- basis ohne Vorsprung nach hinten. (Taf. I. Opsarius thebensis.) 2 I 4 I 5—5 I 4 I 2 b. Fünf Zähne auf der inneren, vier auf der mittleren und zwei auf der äusseren Reihe jedes Schlundknochens, cylindrisch mit sehr ge- spizten Kronhaken. Die Schlundknochen sind schwach, halbkreisförmig aufgebogen, mit schmalen Flügeln, die zwischen dem dritten und vierten Zahn durch einen kleinen Winkel beginnen. Zahnbasis ohne Vor- sprung nach hinten. (Taf. I. Chela alburna.) 20 (1010) Gattungfen der Cyprinen nach MACROENTRI [Langdärmer). DENTES EXCAVATI. DENTES MASTICATORII. Hohlzähne. Kauzähne. I. Dentes coclileari» UI. Deiites agfg^reg^ati formes (Löffelzähne). \ CPflasterzähne). 2 13 1 5—5 13 12 3 1 3 1 5—5 1 3 1 3 9. Barbus Cuv. 19. Lab 60 Cuv. 10. Labeobarbus RiXpp. 20. Cyrene Heck. 12. Schizothorax Heck, 22. Tylognathus Heck. 8. Systomus M'Clell. 23. Discognathus Heck. 35. Osteobrama Heck. 15. ? Abrostomus Smifh. 2 13 1 4-4 13 12 3 1 3 1 6— G 1 3 1 3 5. 1 1 r 1 Cyprinion Heck. 21. Rohila Valenc. 11. Luciobarbus Heck. IV. Dentes molares 11. Dentes palaeformes C Mahlzähne). 1 1 1 1 3 — ;j 1 1 1 1 C Schaufelzähne). 1. Cyprinus Cuv. 2 1 3 1 4-4 1 3 1 2 V. Deiiteis calycifop- 13. Scaphiodon Heck. mes (Becher Zähne). 26. ? Isocephalus Heck, 1 1 4—4 1 1 2. Carpio Heck. VI. Dentes scalprifor- ines (Meisselzähne). 4—4 3. Carassius Nils. 4. ? Gibelion Heck. 14. Aulopygc Heck. VII. Dentes peetinifor- mes (Kammzähne). 40—40 bis 60— ÜO 16. Catostomus Lesueur. 17. Rhitidostomus Heck. 18. Exoglossum Rafin. VIII. Dentei« cultrifor- ineis (Messer Zähne). 7—6 27. ? Gymnostomus Heck. 29. Chondrochylus ÄecÄ. 6—6 28. Chondrostomus Agass. 5-5 30. Chondrorhynchus Heck. 7. Rhodeus Agas$. 21 (lOU) ihren Sicliluildzälineii g^eordnet. BRACH YENTRl (Kurzdärmer). DENTES ÜNCINATO - SÜBMO- LARES. Hakenzähne mit Kauflächen. DENTES ÜNCINATO - SUBCO- NICI. Hakenzähne ohne Rauflächen. IX. Deutes clavati (^Keulen-Zähne)^ 4—5 25. Tinea Rondel. X. I>eiites contusorii (DrückzähneJ. 6—5 48. Leuciscus Rondel. 5-4 49. Phoxinellus Heck. 5 — 5 gekerbte 46. L eu c o s Heck. 5 —5 glatte 31. Abramis Cuv. 37. Ballerus Heck. 34. Acanthobrama Heck. 36. ? Glossodon Heck. 6. ? D eva rio Heck. XI. Deutes prelieiisiles (^Gr ei f Zähne). 3 I 5-5 I 3 33. Bliccopsis Heck. 2 I 5—5 I 2 32. Blicca Heck. 2 I 4—4 I 2 51. Argyreus ÄecÄ. XII. Deutes raptatorii QFangzähne). 2 I 5—5 I 2 52. Squalius Bonap. 50. Phoxinus Rondel. 47. ? Pachystomus Heck. 40. Feie cus Agass. 42. Alburnus Rondel. 3 I 5 — 5 I 3 gesägte 44. Scardinius Bonap. 3 I 5 — 5 I 3 coniprimirte 45. Idu s Heck. 3 I 5 — 5 I 3 cylindrische 43. Asp ius Agass. 3 I 5-5 1 2 24. Gobio Cuv. 2 I 5—4 I 3 53. Leucosomus Heck. XIII. Deutes voratorii ClVürgezähne). 2 I 3 I 5-5 I 3 I 2 54. Opsarius M'Clell. 2 I 4 I 5— 5 I 4 I 2 38. Chela Buchan. 39. ? Esomus Swaison. 41. ? Perilampus M'Clell. 22 (1012) Gattungen der Cyprinen in natürlicher Reiliefolg^e. 1. Cyprinus Cuv. 28. 2. Carpio Heck. 29. 3. Carassius Nils, 30. 4. Gibelion ÄecÄ. 31. 5. Cyprinion Heck. 32. 6. Devario Heck. 33. 7. Rhode US 4^«ss. 34, 8. Syst om US M'Clell. 35. 9. Barbus Cwr. 36. 10. Labeobarbus Rüpp. 37. 11. Luciobarbus Heck. 38. 12. Schizothorax /TecÄ. 39. 13. Scaphiodon Heck. 40. 14. Aulopyge Heck. 41. 15. Abrostomus Smith. 42. 16. Catostomus Lesueur. 43. 17. Rhytidostomus Heck. 44. 18. Exoglossum Raftn. 45. 19. Labeo Cwr. 46, 20. Cyrene Heck. 47. 21. Rohita Valenc. 48. 22. Tylognathus KecAr. 49. 23. Discognathus Heck. 50. 24. Gobio Ciw. 51. 25. Tinea Rondel. 52. 26. Isocephalus Heck. 53. 27. Gymnostomus Äec/r. 54. Cho ndr ostonvus Agassi. Chondrochylus Heck. Chondrorhynchus tfecÄ. Abramis Cuv. B 1 i c c a Heck. Bliccopsis Heck. Acanthobrama Heck. Osteobrama Heck. Glossodon Heck. Ballerus Heck. Chela Biichan. Esomus Swaison. Pelecus Agass. Perilampus M'Clell. Alburnus Rondel. A s p i u s Agass. Scardinius Bonap. Idus Heck. L e u c s Heck. Paehystomus Heck. Leuciscus Rondel. Rhoxinellus Heck. R h o X i n u s Rondel. Argyreus Heck. S q u a 1 i u s Bonap. Leucosomus Heck. Opsarius M'Clell. ]>ispositio systematica faiiiiliae Cyprinorutn* TRIBUS I. Os anticum vel inferum; labia carnea vel fenuia et ferefia vel in aciem attenuaia; cirrhi quatuor, duo mit nulli. Praeoperculum pone occiput, vel suh occipite. Pinna dorsa^is elongata, analis brevis ; radius osseus mit tantiäm in illa, mit in utraque, rarissime (in %inico gener e Gibelion) in neutra. D:3— 4 13—24 A: 3 5-7 Habitus Cyprini Carpionis Lin. 1. Cyprinus Ciw. 2. Carpio Heck. 3. Carassius Nilson. 4. Gibelion Heck. 5. Cyprinion Heck» Fossil. Cycliims Agas s. Cyprinus CUV. Dentes molares 1 | 1, 3 — 3 | 1 [ 1. Os anticum, labia carnea molüa; cirrhi quatuor: duobus in ang;ulis oris, duobus in maxilla superiore. Pinna dorsalis basi elong;ata, vel ante vel super pinnas ventrales incipiens; ana- lis brevis ; utraque radio osseo serrato. — Tractus intesti- nalis aequal. 2 long. corp. ^Cyprinus Carpio Lin. * „ hungaricus Heck. Annal. d. Wien. Mus. IL p. 222 tah. 19. Fig. 1. \ M ,, Nordmannil Valenc. hist. nat. XVI. p. 66. * elatus B n a p. Icon. della fauna ital. '^ SL«'/!!! Heck. nov. spec. (Hungaria). o * « thermalis ) An merk. Ein * bezeichnet die selbst untersuchten Arten. 24 (1014) Carpio HECK. D eilte s calyciformes 1 ] 4—4 ] 1. In reliquis cha- racteribus cum Cyprino plane cong^rnit et non nisi labiis minus carneis ciirliisque brevioribus differt. — Tractus in- testinalis aequal. \\ — 1| long. corp. * Cypriniis Kollarü Heck. Annal. d. Wien. Mus. I. p. 223. \ tab. 19. Fig. 2. f c ? „ regina Bonap. Icon. della fauna ital. / 3 * „ striatus Holandre in S dys Faune beige 1842. X"^ p. 198. I ' Carassius NILSON. Dentes scalpriformes 4—4. Os anticum ; labia te- nuia, moUia; cinhi nulli. Pinna dorsalis basi elongata, super pinnas ventrales incipiens; analis brevis: utraque radio osseo serrato. — Tractus intestinalis aequal. \\ — 1| long. corp. *Cyprinus Carassius Lin. Bloch, tab. 11; Scandinav. Fish. VI. tab. 31. * „ Gibelio Gmel. Bloch, tab. 12; Skandin. Fish. TT. tab. 32. \ W * „ Moles Agass. Valenc. hist. XVL. p. 89. ? „ Jncobia Bonap. Icon. della fauna ital. Intro- ^ ^ duzione. * Carassius humilis Heck. Annal. d. Wien. Mus. Bd. II. p. 156. tab. 9. Fig. 4. * „ Bncephahis Heck. ibid. p. 157. Cyprinus lineatus Valenc. hist. XVI. p. 96, Macao. ^^ thoracatus Valenc. ibid. p. 97. Isle de France. ^y Langsdorfii Valenc. ibid. p. 99. Japan. „ auratus Lin. Bloch tab. 93. China. Oibelioii HECK. Dentes? — Os anticum; labia carnea, teretia; cirrhi nulli vel quatuor. Pinna dorsalis basi subelongata, ante pinnas ventrales incipiens; analis brevis; utraque absque ladio osseo. — Tractus intestinalis ? Cirrhi nulli. Cyprinus Catta Buch an. gang. p. 287. pl. 13. Fig. 81. jj abramoides Sykes Transact. of the zool. soc. of Lond. Vol. II. Part 5. p. 353. \ ^ pl. 63. Fig. 2. „ Potail Sykes ibid. p. 354. Varicorhinus Bobree Sykes. ibid. p. 355. pl. 61. Fig. 3. o 25 (1015) CiRRHI qUATUOR. Cyprinus Nancar Buchan. Gang. p. 299; Valenc. ) , hisl. XVL p, 70. \ *°^'^- Cyprinion HECK. Den t es coclileavifoimes 2 | 3 I 4—4 | 3 | 2. Os inferum in aciem cartilagineain attenuatum ; labia nulla; cirrJii duo in angulis oiis, aut nulli. Pinna dorsalis basi elongata , vel ante vel super pinnas ventrales incipiens, radio osseo munito ; a n a I i s brevis. Squamae pronotae in vertice divisis. — Tractiis intestinalis 3 — 5 long. corp. CiRRHI DUO, *Cyprinion Kais Heck. 1 * „ macrostomus Heck.) Syria. * » Cypris Heck. ) CiRRHI NULLI. Cyprinus semiplotus M'Clell. Ind. Cyprin. p. 346. ( , ,. pl. B7. Fig. 2. \ " *^- TRIBUS IL Os suhinferum vel superum; labia ieretia; cirrhi nulli) praeoperculum pone occiput, vel sub occipife. Pinna dorsalis etanalis elongata; radius osseus aut tantum in illa, aut in neutra. D : 2 — 3 A : 2 — 3 9 — 16 9 — IG Habitus Cyprini amari hin» 6. Devario Heck. 7. Rh odeus Agass. Devario HECK. Dentes? — Os superum; labia teretia; cirrhi nulli. Pinna dorsalis et analis basi elongata, illa pone pin- nas ventrales, ante medium corporis sitas, incipiens; radius osseus nuUus. — Tractus intestinalis toto corpore brevior. Cyprinus Devario Buchan. Gang. pl. 6. Fig. 94; M'Clell. j ^ Ind. Cyp. p. 391. pl. 45. Fig. 2 Perilampus osteograp/ms M'Clell. Ind. Cyprin. p. 392. pl. 46. Fig. 3. Heckel, Ichtliyologie. 3 => 26 (1016) Rhodeu» AGASS. Dentes ciiitrifoimes 5—5. Os subfnferum ; labia sub- teretia; clnlii luilli. Pinna dorsalis et analis basi lon- giores, illa radio osseo super pinnas ventrales incipiens. — Tractus mtestinalis 2^ long. corp. * Cyprinus amarus Bloch, tab. 8. Fig. 3. Europa. TRIBUS m. Os anticxim vel inferum; labia vel carnea, v. tenuia et terelia, v. in aciem attenuatct} cirrhi quatuor mit duo; praeoperculum ante occiput, rarius suh occipite. Pinna dorsalis hrevis, analis brevior; radius osseusinilla, rarissime etiam in altera, nonnnmquam in neutra. D : 3—4 8 — 10 5—6 Habitus C2/;^rini &«röi Lin., \e[ Cyprini Bynni Forsk. 8. Systomus M'Clell. 9. Barbus Cuv, 10. Labeobarbus Riipp. 11. Luciobar bus Heck. 12. Schizothorax Heck. 13. Scaphiodon Heck. 14. Aulopyge Heck. 15. ?Abrostomus Smith. l§>yjStoiiius M'CLELL. Dentes coehleariformes 2 | 3 | 5 — 5 | 3 | 2. O s anticum; labia mollia subteretia: cirrhi duo in angulis oris, aut nulli. Pinna dorsalis basi brevis; analis brevior illa radio osseo super pinnas ventrales incipiens. — Tractus intestinalis 2 — 2^ long. corp. ' RADIO OSSEO SERRATO. ClKRHI DUO. Systomus Chola M' Clell., Ind. Cypr. p. 384, pl. 68, fig. 3. chrysosomus M'ClelL, /. c. p. 284. Cirrhi NULti. i g leptosomus M'Clell. /. c. p. 387. pl. 44. fig. 2. pyrropfertis l. c. p. 383. pl. 44. fig. i. caninus l. c. p. 387. pl. 44. fig. 6. gelius l. c. p. 286. p. 44. fig. 4. 27 (1017) - Systomns conchonius M'Clell. l. c. p. 384. pL 44. fig. 8.j 3 Cypriniis Ticto B u c h a n. Gang. pl. 8. fig. 87. > o- Rohtee Pangut Sykes: fishes of Dukhun p. 365. ) » BarMts apogon Kühl in Valenc. hist. nat. XVI. p. 392. Java. RADIO OSSEO LAEVI. CiRBHI DUO. * Systomus albus Heck. ) Svria « „ lutexis H e c k. 1 ^ ' * Barbus Kolus Sykes: fishes of Buk. pl. 62. fig. i. Bombay. Varicorhinus Beso Rüpp. Nilfische Taf. 3. Fig. 2. Aegyptus. CiRRHI NUI.LI, Systomus tetrarupagus M'Clell. Ind. Cypr. p. 381. pl. 44. fig, 3. jj gibbosus l. c. p. 385. pl. 44. fig. 7. „ malacopterus l. c. p. 386. pl. 44. fig. 9. jj chrysopterus l. c. p. 381. Cyprinus Sophore B u c h a n. Gang. pl. 19. fig. 86. Barbus CUV. D eilt es cochleariformes 2 | 3 | 5 — 5 | 3 | 2. Os anticiim; labia teretia, interdum carnea; cirrhi quatuor, duo in angulis oris, duo ad latera maxillae superioris. Pinna dorsalis mox ante, mox super pinnas ventrales incipiens, basi brevis; analis brevior; radius osseus validus in pinna dorsali, rarius etiani in pinna anali, nonunquam in neutra. — Tractus intestinalis 1^ — 2 long. corp. RADIO OSSEO SOLUMMODO IN PINNA DORSALI, Margine POSTICO SERBATO. ^ Barbus fluviatilis Agass. Cypr. Barbus; Lin. Bloch. Taf. 18. 1^ „ Mayori Valenc. hist. nat. XVI. p. 138. „ plebeius Valenc. l. c.p. 139; Bonap. Iconog. ^ eques Valenc. /. c. p. 141; Bonop. Iconog. „ leptopogon Bonap. Iconog. della fauiia ital. ,j deliciosus M'Clell. Ind. Cypr. p. 342. pl. 39. fig. 3. „ ^pilopholus l. c. p. 341, pl. 39. fig. 4. „ sarana l. c. p. 340. „ rododactylus l. C. p. 273. Systomus immaculatus l. c. p. 380. pl. 44. fig. 5. Cyprinus kunnamvo Rüssel: fishes of Vizag. et Corom. pl. 204. Barbus Kakus Valenc. hist. nat. XVI. p. 153. „ siibnasutus l. c. p. 154. 3* ff 28 (lOlB) BarhuH gibbosus Valenc. hht. not. XVI. p. 155. „ gardonides l. c. p. 156. „ balleroides l. c. p. 158. „ chrysopoma l. c. p. 165. „ Durcmcelii l. c. p. 167. „ roseiphinis l. c. p. 169. „ Polydori l. c. p. 170. „ brmnoides l. c. p. 160. „ lateristriga l. c. p. 161. „ armatus l. c. p. 163. „ marginafns l. c. p. 164. „ hypsylonotns l. c. p. 168. „ binotaius l. c. p. 168. Cyprinus chlybahis Pallas: Zoogr. p. 292. ) Marc y, capifo l. c. p. 294. ) Caspicum. ^■^ Barbus Lacerta Heck. Syria. -* }} Schleus Heck. * }} Kersin Heck. * }) Rdjnnorum Heck. * n perniciosus Heck -;;* >y pectoralis Heck. ^ » longus Heck. }} callensis Valenc. M setivimensis l. c. \ Margine postico laevi. * Barbus Bynni Ciiv. Cypr. lepidotus ; Geoffr. Egypfe ' jj^ pl. 10. fig. 2. I o. „ Surkis Rüpp. Nilfische fab. 1. fig. 1. \^ *> ^, intermedius l. c. fab. 1. fig. 2. /"^ „ affinis l. c. tab. 1. fig. 2. I ff ^f „ Perince l. c. tab. 2. fig. 2. J ^ „ labecula Yalenc. Iiisf. XVI. p. 185. Palaestina. „ capensis Smith: Afric. Illust. pl. 10. fig. l.j . - . * „ Burchellii l. c. pl. 11. fig. 1. meViV „ pallidus l. c. pl. 11. fig. 2. J ' „ hejcastichus M ' C 1 c 1 1. Ind. Cypr. p. 333. pl. 39. ^ fig. 2. „ he.xagonolepis l. c. p. 336. pl. 41. fig. 3. ,^ macrocephalus l. c. p. 335. pl. 55. fig. 2. ,, cheilinoides l. c. p. 340. pl. 57. fig. 5. , ^ y, megalepis l. c.p. 337. Cypr. Mosal. Gray. Illust.) ^ pl. . . . fig. 1. Cyprinus Kadoon Rüssel: fishes of Vizagap. pl. 206. Barbus Mussullah Sikes: fishes of Dukhun p. 356. pl. 6t. fig. 4. „ micropogon Valenc. hist. nat. XVI. p. 185. j 29 (1019) Bulbus deauratxis Valeiic. his(. nat. XVI. p. 188. ^ dauronensls l. c. p. 187. j^ Soro l. c. p. 191. yj laevis l. c. p. 192. \ ij. .- ^, orphoides l. c. p. 193. ^ riibriphmis l. c. p. 194. ,y maculatus l. c. p. 195. „ setigerus l. c. p. 203. RADIO OSSEO IN PINNA DORSALl ET ANNALI, MaRGINE POSTICO 8HKKAT0. •'* Barbus carassioides Heck. (^nov. apec.) Borneo. MaRGINE POSTICO LAEVI. ^ „ Tambra Valenc. hist. nat. XVI. p. 190. Java. Radio osseo nüllo. „ canimis Bonelli, Bonap. : Iconog. } „ Canali Valenc. hist. nat. XVI. p. 143.S Europa. „ peloponensis l. c. p. 144. \ „ gobioides l. c. p. 189. Africa merid. liabeobarbus RÜPP. Character geiieris Barbi, a quo diflfert processu cavneo ad symphysin maxillae infeiioris, radio osseo tan- tum in pinna dorsali. — Tractus intestinalis 1^ — 2 long. corp. Labeobarbus Nedgia Rüpp. Nilßsche , im Museum Senkenb. Bd. II. p. 14. Taf. II. fig. 3. * „ macrolepis Heck. Fische aus Caschmir p. 63. tab. 10. fig. 2. ^ „ Kolschyi Heck. Syria. Barbus progenius M'CleU. Ind. Cypr. p. 334. pl. 56. fig. 3. liuciobarbus HECK. Deiites coclileariformes 2 | 3 | 4 — 4 | 3 | 2. In re- liquis cum genere Barbo congruit, capite porrecto Esocis ad instar pleiuinque diversus. — Tractus intestinalis 1^ — 3 long. corp. * Luciobarbus xanthopterus Heck.^ * „ Schech Heck. S Syria. -M^yOSf * ^, esocinus Heck. 5 * Cyprinus Mursa Güldenst. Noi\ Comm. Petrop.) Mare XVII. p. 513. tab. 8. fig. 3—5. ^ Caspic. Barbus Gorguari Rüpp. Nil/', im Mus. Senkenb.) Bd. II. p. 9. Taf. 1. fig. 4. /Aegyptus. affinis l. c. p. 8. Taf. 1. fig. 3. 30 (1020) Barhus elongaius Rüpp. Nilf. im Mus. ^enkenb.) , . Bd. IL p. 11. Taf. 2. fig. ^^^^egypius. „ longiceps Valenc^ hist. nciL XVI. p. ^79.\ ^^^^^^.^^ ^ canis l. c. p. 186. \ IScIiizothorax HECK. Dentes coclileariformes 2 | 3 ] 5—5 j 3 1, 2. Os inferiim, in aciem caitilagineam attenuatum, aut labiis tere- tibjis munituin; cirrlii quatuor; duo in augulis oiis, duo in lateie maxillae superioris. Pinna dorsalis basi brevis; analis brevior; illa ladio osseo senato super pinnas ven- tralcvS incipiens, hac cum p I i c a I o n g i t u d i n a 1 i, anum te- gente, squamis magnis instiucta; squamae minimae. — Tractiis intestinalis 4|— 6 long. corp. <■ Schizothorax plagiostorrms Heck. Fische aus Kasch-' mir p. 16. tab. 1. * jj sinuatus l. c. p. 21. tab. 2. * jj curvifrons l. c. p. 25. tab. 3. ^'- ^ longipinnis l. c. p. 27. tab. 4. * ^ niger l. c. p. 29. tab. 5. \ s- * „ nusus l. c. p. 32. tab. 6. ( 3 * fj Uügelii l. c. p. 36. tab. 7. * p micropogon l. c. 41. tab. 8. fig. 1. * ^ planifrons l. c. p. 44. tab. 8. fig. 2. * ;, esocinus l. c. p. 48. tab. 9. Scaphiodou HECK. Dentes palaeformes 2 j 3 | 4—4 | 3 ] 2. Os infe- rum in aciem caitilagineam attenuatum ; labia nulla; cirrhi plerumque duo uiinuti in angulis oris (accedentibus nonnuni- quam duobus in latere maxillae superioris), Pinna dor- salis brevis, analis brevior; illa radio osseo vel ante vel super pinnas ventrales incipiens. — Tractus intestinalis 3g — 10 long. corp. RADIO OSSEO SERRATO. Cirrhi duo. <• Scapiodon peregrinorum Heck. V' ^, fraiercula Heck. V- ,y socialis Heck. ) Syria. <= „ Trntta Heck. * „ Umbla Heck. * Cyprinus Capoeta G ü 1 d e n s t. .Vor. Covim. Petrop. j Mar e XVII p. 507. tab. 8. fig. l—2.\ Caspir. ^ 31 a021) Oremus giiüahis M'Clell. Ind. Cypr. p. 344. pl. 89. fig. 1.1 ^ „ progaslus l. c. p. 343. pl. 40. fig. 4. i o. Cyprimis Richardsonii Gray: Ind. llltist. pl. . . fig. 2. i p CiRRHI gUATUOR. ^> Scaphiodon Tinea Heck, f Natolia. Oreinus maculatus M'Clell. Ind. Cypr. p. 345. | \ a pl. 57. fig. 6. \ *"'*'*■ RADIO OSSEO LAEVI. CiRKHI DUO. Capoela macrolepidola Valenc. hist. XVI. p. 280 Java ,y amphibia l. c. p. 282. I n d i » Aulopyg^e HECK. D eilt es scalpriformes 4 — 4. Os infenim; labia niol- lla, teietia ; iiares simplices ; cirrlii quatiior : diio in angulis oris, duo in latere maxillae superioiis. Pinna dorsalis basi brevis, analis brevior, illa radio osseo seirato super pinnas ventrales incipiens. Fem i na processu carneo, radiis primis pinnae annalis adnato, canaii tum urogenitali tum anali perforato. Squainae nullae. — Trachis intesti- nalis If long. corp. *'* Aulopyge Hügelii Heck, tt Europa. t Scaphiodon Tinea. Körper gestreckt, etwus comprinilrt, Kopf kurz, i der Gesammtlänge de.s Fisches, oder der orössten Körperhöhe am Anfange der Rückenflosse gleich. Mund breit halbkreisförmig; Unfer- kieferrand mit gelber knorpliger Schneide. Nase stumpf dick. Augen klein, ^ der Kopflänge. Bartfäden sehr kurz, zwei in den Mundwin- keln, zwei an den Seiten des Oberkiefers. Stirne und Rücken stei- gen in sanfter Erhöhung bis zur Flosse auf. Schuppen sehr klein, 17 Reihen über und 9 Reihen unter der Seitenlinie, welche selbst aus 76 —80 Schuppen besteht. Rücken- und Analflosse gleich hoch, | der Kopflänge; Knochenstrahl in ersterer schwach, aber mit langen spitzen Zähnen, lezlere sehr schief abgestuzt. Aus Brussa in Natolien. D : 3 I 8. A : 2 I 5. tt Auloppge Hügelii. Ein Mittelding zwischen Cobitis barbntula und unserm Barbus, beinahe walzenförmig mit zugespiztem Kopf, der J der Gesammtlänge ausmacht, aber die grösste Körperhöhe unter der Rückenflosse am Männchen um ^, am Weibchen um ^ übertrifft. Nase weich, vorgestreckt. Mund klein; Bartfäden massig lang. Am Weibchen fängt der Rücken nach dem Hinterhaupt mit einer Er- höhung an. Rückenflosse schief abgestuzt, mit massigem Knochen- strahl, I der Körperhöhe. An alf lossen -St r ahle n kurz mit dem Kör- per parallel abgestuzt. Am Weibchen münden Urogenital- und Anal- Oeffnungen durch ein mit den 1—2 Analßossen-Strahlen verwachse- nes Rohr an der Spitze dieser Flossenstrahlen. Farbe gelblich-silbern, Rücken blass-grüu, mit wolkigtcn schwarzbraunen Flecken. Dalmatien und Bosnien. D : 3 1 8. A : 2 I 5. 32 (1022) Abrostoitius SMITH. Dentes? — Os infeium transversum; labia carnea teretia ad suctum apta; cirrhi qiiatuor : duo in angulis oris, duo in lateie inaxillae superioiis. Pinna dorsalis basi brevis, analis bievior; illa ante pinnas ventrales inclpiens; radius osseus nullus. — Tractus intestinalis S — 9 long. corp. Abrostomus umbratus Smith: Afric. lllustr, No. XIV. ] * f ^ j . „ Vi- i^- fio- i merid. ^^ capensis l. c. pl. i2. fig. 2, ) TRIBUS IV. Os inferwn; labia carnea, lata, rugosa, suctui apta; cirrhi nulli', praeoperculum «n?e occ?/>«/. Pinna dor- salis brevis, rariiis elongata; analis brevior, titraque ra- dio osseo nullo. Dentes phary'ngei pectiniformes. D A 8—13—29 5-7 Habitus Cyprini teretis Älitchill v. Cyp. Ca- to Storni Forst. 16. Catostomus Lesueur. 17. Rhytidostomus Heck. 18. ? Exoglos.sum Raßn, Catostomus LESUEUR. Dentes pectiniformes 40 — 40. Os inferuni; labia car- jiea, lata, rug-osa, ad suctum apta; cirrhi nulli. Pinna dor- salis et analis brevis, illa ante pinnas ventrales incipiens; radius osseus nullus, — Tractiof intestinalis 2i— 3 long, corp. Catostomus gibbosus Le Sueur; Journ. of the Acad. of nat. scienc. ofPhilad. Vol. 1. p. 92. cum tab. „ tubercnlatus l. c. p. 93. cum tab. i ^ „ macrolepidotus l. c. p. 94. cum tab, | g „ aureolus l. c. p. 95. cum tab. „ communis l. c. p. 95. cum tab. „ longirostrum l. c. p. 102. „ nigricans l. c. maculosus l. c. p. 103. rilfatus l. c. p. 104. Duquesnii l. c. p. 105. cum lab. Hostoniensis l. c. p. 106. cum tab. > 3 33 (1023) Calosiomus HudsoniusLe S u e.ur: Journ. of the Acad. ofnat. scienc. of Philad. Vol. 1. p. 107. * „ teres l. c. p. 108. fy oblongus l. c. . „ sucetta l. c. p. 109. „ Forsteriamis Richards. Fauna bor. aineric. p. 116. ,j Sueuri l. c. p. 118. Rliytidostoinus HECK. Dentes pectiniformes 60 — 60. Pinna dorsalis basi elongata, raclio tertio vel quarto longissinio. In reliquis cum genere Catostomo congruit. *^ Cyprinus Catostomus F o r s t e r : Phil. Transact.^ Vol. 63. f America Catostomus elongafus Le Sueur: Journ. of the) sept. Acad. of Phil. Vol. I. p. 103. cum tab.) Exoglossuiti RAFIN. Dentes? — Character genevis Catosfomi , a quo dif- fert processu carneo ad symphysin maxillae inferioris, uti in genere Labeobarbo. Exoglossum Lesuerianum Rafin. Journ. of the Acad. of Phil. Vol. 1. p. 420. jj macropterum l. c. p. 420. pl. 17. fig. 3. ^ annulatum l. c. p. 421. pl. 17. fig. 4. „ nigrescens l. c. p. 422. Amer i ca sept. TRIBUS V. Os inferum, molle, in aciem attenuatum, vel labiis stic- tui aptis tectum, vel tantum mento in plicam ad sugendum extenso} cirrhi quatuor, duo autnulli; praeoperculum ante occiput, rarius sub occipite; apertura branc hialis brevis. Pinna dorsalis brevis, rarius elongata ; a n a 1 i s brevior, utraque radio osseo nullo. Ossa pharyngea brevia, dentibus masficatoriis aggregatis munila. D 10—27 5-7 Habitus Cyprini nilotici Geoffr. 19. Lab CO Ciir. 20. Cyrene Heck. 21. Rohita Valenc 34 (1024) 22. Tylognathus Heck. 23. Disco gnathus Heck. I.abco CUV. D eilt es ag;gTegati 3 | 3 | 5—5 1 3 [ 3. Os inferum, in aciem mollem attenuatuin, labiis duobus carneis, lugosis vel verrucosis obtectum; labium superius siib margiiie cuta- neo i'ostri incrassati occultum; cirrhi duo breves in angulis oiis, vel nulli. Pinna dorsalis basi plus minusve elon- oata, ante pinnas ventrales incipiens ; analis brevis; radius ossens nuUus. — Trachis intestinalis S — 9 long. corp. Cirrhi duo. * Labeo niloticus Cuv. Cypr. niloticiis; Geoff., Descripf. de VEgypte, poiss. pl. IX. fig. 2. * „ Cubie Rüpp. Neue Nilßsche, Fortsetzung 1842. p. 11. Taf. 3. fig. 1. * fj Forskalii Rüpp. Nilfische Mus. Senkenb. Bd. IL p. 18. Taf. 13. fig. 1. „ Sellii Valenc. hist. nat. des poiss. T. XVI. p. 345. ^ senegalensis l. c. p. 346. fj cephalus l. c. p. 347. yy Dussumieri l. c. p. 350. „ Raynoldi l. c. p. 351. „ microlepidotus l. c. p. 352. jy fimbriotus l. c. p. 353. yy erythropterus l. c. p. 354. yy hispidus l. c. p. 356. yy oblongus l. c. p. 357. yy falcifer l. c. p. 358. 3 3 Cirrhi nulli. Labeo Curchius M'CIell. Ind. Cypr. p. 327. pl. 38. fig. 2 et pl. 40. fig. 3. Cyprinus rostratus Tilesius: Mem. de VAcad. Imp. se- conde Ser. T. IV. pl. 15. p. 454. ( -• Gobio ricnorhynchus M'CIell. Ind. Cypr. p. 363. pl. 55. fig- i. ? Cyprinus rufescens Hasselq. Iter. p. 393. Palaestina. Cyreue HECK. (DANGILA VALENC.) Dentes aggregati 3 | 3 | 5 — 5 | 3 | 3, latei'e canalicu- lati. Os inferum, maxilla superior raargine pleiumque serie papillarum dentiformium instiucta, sub processu cutaneo ro- stri occulta; inferior in aciem attenuata, ad symphysin elcvata; 35 (1025) plica menti versus marginem orls directa ; cirrhi quatuor. Pinna dorsalis basi elongata, ante pinnas ventrales in- cipiens ; a n a 1 i s brevis, utraeque radio osseo nullo. — Trac- tus intestinalis 4i— 6 long- corp. ^>i Cvi'ene festiva Heck. ) » » ., ^ „ , TT I 1 Ins. Born eo. * ;, ocellata Heck. ) *!* „ cyanopareja Heck. ) . nu-i. •• ^, " f.,. ' . . TT , , } Ins. Philippinicae. ^* „ plnhppinia Heck, f ) ^^ Dangila Curieri Valenc. hist. nat. des poiss. p. 230. ,j Knidii l. c. p. 231. ^ lipocheila l. c. p. 232. „ leptocheila l. c. p. 234. f. Leschenaultii l. c. p. 235. India, Pondichery. Rohita VALENC. Dentes aggregati 3 | .'J | 6 — 6 | 3 | 3. Os inferum; maxilla superior carnea, margine fimbriata, sub rostro crasso poroso occulta; inferior in aciem cartilagineam, möllern •{• Cyrene philippinia. Gestalt gestreckt, besonders gegen den Riickenfirst stark comprimirt; Kopf kloin, stumpf, j*^ der Gesanimt- länge, oder f der grössten Körperhölie gleich. Augen ^ des Kopfes. Rückenflossenbasis sehr lang, li Diametern der grössten Kürper- höhe gleich. Die Mitte der Analflossenbasis steht unter dem Ende der Rückenflossenbasis. Schuppen gross, beinahe durchaus gleicli, in der Lin. lat. 37 Schuppen, 6 Schuppenreihen über und 5 unter derselben. D : 3 I 23. A : 3 I 5. — Länge des Exemplars 6 Zoll. Cyrene ocellata. Gestalt des vorigen, nur ist der Kopf etwas grösser, | der Gesammtlänge gleicli. Die Schuppen sind um die Hälfte kleiner, besonders gegen die Rückenfirste hin ; die Lin. lat. besteht aus 68 Scliuppen, 14 Schuppenreihen liegen über und 10 unter ihr. In einer halben Kopflänge nach dem Schultergürtel liegt ein schwarzer Fleck un- ter den Lin. lat., ein zweiter etwas grösserer befindet sich an der Wur- zel der Schwanzflosse. D : 3 | 27. A : 3 | 5. — Länge des E.vemplars 6 Zoll. Cyrene festiva. Gestalt der beiden vorigen. Kopf spitzer ^f der Gesammtlänge. Schuppen gross, gegen die Rückenfirste kleiner. Die Lin. lat. enthält 33 Schuppen, 8 Schuppenreihen liegen über und 4 unter derselben. Die Rückenflosse hat einen breiten schwarzen Saum. Die Schwanzflosse ist sehr tief ausgeschnitten. Ein schwarzer Streif bedeckt, sowohl im oberen als unteren Lappen, den 3., 4. und 5. Strahl von der Basis an bis zum Ende. D ; 3 | 26. A : 3 | 5. — Länge des Exemplars 5 Zoll. Cyrene cyanopareja. Gestalt der Cypr. Idiish. Kopf etwas weniger als ^ der Gesammtlänge, oder § der grössten Körperhöhe gleich. Augen klein, { der Kopflänge. Die Rücken flossenb asis ist der grössten Körperhöhe, ihre ersten Strahlen einer Kopflänge gleicli. Die Analflossc entspringt nach dem Ende der Rückenflossenbasis. Schup- pen gross, besonders im Ani'ang der Lin. lat.; diese besteht ans 35 Schuppen, hat 5 Reihen ülier und 4 unter si( h. Ein blauer Fleck auf dem Deckel, gegen den obcrn Winkel der Kicmcnspalte. D : 3 | 17. A : 3 | 6. — Länge de.f Exemplars 5 Zoll. 36 (lü26) atteiuiata, lablo reflexo fimbriato instriicta; ciirhi qua- tuor: duo in angulis oiis, duo in maxilla siiperiore; non- mimquam Uli desunt, laiiiis omiies. Pinna doisalis basi niediocris, ante pinnas ventrales incipiens; anaiis bievis; radius osseus iiullus. — Tractiis intestinalis — ? CiRRHI QUATUOR. Cyprinus fi7nbriatns Bloch: tab. 409. ^ ;, JSkmdina Buchan. Gang. pl. 8. fig. 84 ; M'Clell. Ind. Cypr. p. 318. pl. 41. fig. 1. „ Rohita Buchan. pl. 36. fig. 85; M'Clell. p. 321. pl. 41. fig. 2. ^ Calbasn Bucfhan. pl. 2. fig. 33. ^ Changunio Buchan. p. 295; Valenc. hist. nat. XYl. p. 257. ^ Gonius Buchan. pl. 4. fig. 82. „ Morula Buchan. pl. 18. fig. 91; Gray: Ind. Ilhistr. jj Joalius Buchan. Cirrhinus Joalius; M'Clell. p. 327. pl. 42. fig. 6. „ Kursis Buchan. Labio Cursis ; M ' C 1 e 1 1. p. 329. pl. 38. fig. 3. Rohita Reynoldi Valenc. hist. nat. XVI. p. 247. ^ Belangeri l. c. p. 255. jy rostellatns l. c. p. 256. ^ Lechenaultii l. c. p. 261. fy Duvaucelii l. c. p. 262. ^ tincoides l. c. p. 269. ^ Rou.xii l. c. p. 270. ^ chlypeata l. c. p. 271. „ vitlata l. c. p. 267. ^ erythrura l. c. 268. yj Hasselfii l. c. p. 274. jj microcephalus l. c p. 275. Gonorhynchiis fimbriatns M'Clell. Ind. Cypr. p. 375. pl. 43. fig. 3. CiRRHI DUO. „ brems M'Clell. Ind. Cypr. p. 373. pl. 43.[ »- fig. 6; Cypr. Gohama Buchan. \ ^ ^ macrosonms M'Clell. p. 372. pl. 43. fig. 7 ;[ ^• Cypr. latins Buchan. CiRRHI NULI.I. „ gobioides M ' C 1 e 1 1. ;>. 369. pl. 43. fig. 1. Cyprinus Mmcha Buchan. Gang. p. 392. 37 (1027) Tylog^iiatlius HECK. Dentes aggregati 3 | 3 [ 5—5 | 3 | 3. Os inferum in aciem niollem attenuatum, supra margiiie cutaneo rostii in- ciassati tectum ; plica menti versus marginem oris inferiorem directa; labia iiulla; cirrhi modo (juatuor, modo duo vel iiiilli. Pinna dorsalis basi subelongata , ante pinnas ventrales incfpiens; analis brevis; radius osseus nullus. — Tractus intestinalis 4 — 4^ long. corp. Cirrhi quatuor. Gobio hirticeps Kü^^. Nilfische, neu. Nachtrag in Mus. \ Senkenb. Bd. IL pg. 23. Taf. 3. fig. 4.( ^ ,, quadrimaculatus l. c. p. 22. Taf. 3. fig. 3. ) ~ * Barbus diplochilus Heck. Fische aus Kaschmir ) ^ . . p. 53. Taf. iO. fig. i. j Caschmir. ^'•^ Tylognathus nanus Heck, Syria. * „ porcellus Heck, in Hügels Reise^j Bd. IV. [ India. Cyprinus Lamta Buchan. Gang. fish. p. 343. ) Cirrhi duo. ^ Varicorhimis diplosiomus Heck. Fische aus ) „ i n 1 • ^19 m fi ^j \ Caschmir. Caschmir p. 67. Taf. H. ) Cirrhi nulli. Labeo diocheilus M'Clell. Ind. Cypr. pl. 37. fig. 1. j ^ ?? Leuciscus Sandkhol Sykes: Fishes of Dukun p. 363.\ o- ?? „ Chitul l. c. J M I>iscog:natlius HECK. Characteres offert generis Tylognathi, habitmn vero Gobionis; distinguitm* ab illo plica menti disciformi, medio callosa, pinnis pectoralibus horizontalibus, rot im da- tis. — Tractus intestinalis 8 — 9 long. corp. Cirrhi quatuor. Cyprinus Cotyla Gray: Ind. Illustr. pl. 5. fig. 3. i^ Gonorhynchus bimaculatus M'Clell. Ind. Cypr. p. 374.1^ pl. 43. fig. 2. i^- * Discognathus fnsiformis Heck, in Hügels Reise^ Bd. IV.}' ^ Disco gnathus rufus Heck. ^ S ' * „ obtusus Heck, i ^ ' Cirrhi duo. Gonorhynchus brachypterus M'Clell. Ind. Cyp. ) i d " a p. 374. ) * Discognathus variabilis Heck. Syria. 38 (1028) ' CmRHi rsuLLi. Gonorhyncfms rupeculus M'Clcll. IM. Cypr. p. 373. pl. 4 et 5. . j3 „ petrophyius l. c. p. 371. \ o- jj candahis l. c. p. 375. Platycara nasuta l. c. p. 428. pl. 57. fig. 2. TEIBUS VI. Os anticum vel inferum} labia teretia mollia; cirrhi duo , vel nullt; praeoperculum ante occipnt. Pinna d o r s a 1 i s basi brevis rarius subelongata ; a n a 1 i s brevis ; V a d i u s osseus nullus. D : 3—4 A : 3—4 7— lÖ 5—7 Habitus Cyprini Gobionis Lin. vel Cyprini Tincae Lin. 24. G o b i Cuv. 25. Tinea Cmi'. 26. Isocephalus Heck. eiobio CUV. Dentes raptatorii 3 | 5 — 5 | 2. Os anticum; labia teretia; einiii duo in angulis oris. Pinna dorsalis et analis basi brevis; illa pleiumque snper, rarius ante pin- nas ventrales incipiens; radius osseus nullus. — Tractus intestinalis 1 long. corp. ^ Gobio fluviatilis Cuy. Valenc. hisl. XVI. p. 300; ^ Bloch, tab. 8. fig. 2. i « * „ uranoscopus Agass. Isis 1828. p. 1047. tab. 12. fig. 1. a. „ venatiis B o n a p, Iconog. della fauna ital. „ obtusirostris Valenc. hist. XVI. p. 311. j, damascinns l. c. p. 314. Syria. „ calaractae l. c. p. 315. Amefi'ca sept. Tinea CUV. Dentes clavati 4 — 5. O s anticum ; labia mollia te- retia; cirrhi duo in angulis oris. Pinna dorsalis et analis crassiuscula, basi brevis, margine rotimdata; illa pone pinnas ventrales incipiens; radius osseus nullus. Squamae minutae, mucosae. — Tractus intestinalis 1 long, corp. 39 (1029) * Tinea vulgaris Cuv. Valenc. /. c. p. 322; T. chry- ) „ sitis Agass. Bloch: tab. 14. ) ^ ' ? Cyprimis Perenurtts Pall. Zoogr. p. 290. Sibiria. Isoeeplialus HECK. Dentes? — Rostrum crassum porrectum, os iiife- rnni ; labia mollia teretia ; cirrhi duo vel nulli. Pinna d o r s a 1 i s basi brevis, rarius subelongata ; a n a 1 i s brevior, illa ante piniias ventrales incipiens; radius osseus nullus. — Ti-actus intestinalis S lo7ig. corp. CIRRHI DUO, IN ANGULIS ORIS, Bangana Hamiltonii Gray: Ind. Illust. pl. 31 — Gobio .^ Angra M'CIell. p. 354. Cyprimis Curmuca Buchan. Mysore f. HL pl. 30 — Go- bio Curmunna M'Cell. p. 353. CIRRHI DUO, IN APicE ROSTRi. (CIRRJIINUS CUV.) ;, Mrigala Buchan. Gang. pl. 6. flg. 79 — Gobio\ Mrigala M'CIell. p. 350. pl. 38. fig. 1. et pl. 58. fig. 1. „ Reha Buchan. p. 280. jy Dero l. c. pl. 22. fig. 78. — Cirrhinus Vero\ M'CIell. p. 326. „ cirrhosiis Bloch: tab. 411. — Cirrhina Blo-^ chii Val. hist. XVI. p. 290. Cirrhina rubripinnis Valenc. hist. nat. Tom. XVI. p. 288. „ plumbea l. c. p. 289. „ Dussumieri l. c. p. 291. ' fj breviceps l. c. p. 293. Java. Cirrhi nulli. Bangana falcata Gray: Ind. Illustr. pl. . . . — Gobio malacostomus M'CIell. p. 280. i ^ Cyprimis Boga Buchan. Gang. pl. 28. fig. 80. — Gobio f 2: Boga M'CIell. p. 261. Cirrhinus Pausio M'CIell. Ind. Cypr.p.267. pl. 42, fig. 4, TRIBÜS VII. Os infenim in aciem cartilagineam attenuatum, labiis et plica menti deficientibus; rostrum incrassatum; prae- operculum ante occiput. Pinna dorsalis subelongata, analis brevis, utraque radio osseo nullo. — Tractus intestinalis longissimus , tenuissimus. 40 (1030) Adnot. In gpeciebus Europae indigenis pinna dorsalis et anulis longitudine aequales, tractus intestinalis brevior et amplior. D : 2 A : 2 8—10 5—11 Habitus Cyprini Nasus Lin. 27. Gymnostomus Heck. 28. Chondro stomus Agass. 29. Chondrochylus Heck. 30. Chondrorhynchus Heck. Oyiniiostoinus HECK. D e n t e s ? — R o s t r ii m hemispliaeiiciim ; o s inf erimi in aciem caitilagineam atteniiatiim ; cirrlii nulli. Pinna dorsalis basi longior, analis brevis, illa ante vel super pinnas ventrales incipiens; radius osseus nullus. — Trachis intestinalis 8 — 11 long. corp. Cyprinus Ariza Buch an., Mysore T. III. pl. 31. Gobio lissorhynchus ÄrClell. Ind. Cypr. p. 355. pl. 55 fig. 5. ,, bicolor l. c. p. 360. pl. 40. fig. i. ,j anisurus l. c. p. 360. pl. 40. fig. 2. „ limnophilus l. c. p. 358. pl. 55. fig. 3. et pl. 58.^ =" fig. 2. Chrondrostoma Fnlungee Sykes: fishes of Dukhun p. 358. jy Boggut l. c. p. 359. jj Kaivrus l. c. pl. 62. fig. 2. „ Wattanah l. c. pl. 62. fig. 4. jj Mullya l. c. pl. 62. fig. 3. fj dembensis B.npp. Nilfische, Mus. ) . Senkb. Bd. II. p. 16. taf. 2.fig.4.\ ^^^"^^^ ®* Clioiiclroi§to]iius AGASS. Dentes cultriformes 6 — 6. Os inferuin, transversuin, in aciem attenuatum ; labia nulla ; cirrhi nulli. Pinna dorsalis et analis basi brevis, illa super pinnas ventra- les incipiens; radius osseus nullus. — Tractus intestinalis 2f lotig. corp. * Chondro Stoma A^asus Agass. — Cypr. Nasus } Lin. Bloch, tab. 3. l Europa. * Chondroslomus Knerii Heck, f \ t Citondr ostomu.t Knerii unterscheidet sich von Chond. Nasus durch einen kürzeren, höheren, an die Gestalt der Cypr. ruHlus Lin. gränzendcn Körper, durch einen kürzeren Kopf, weniger Schuppen in der Lin. lat. und weniger Strahlen in Rücken und Analflosse. D : 3 | 8. A : 2 I 9. Lin. lat. .squani. 52 — 54. — Narenta in Dalmatien. 41 (1031) * Chondrostomus Phoximis H e c k. f Europa. Cyprmus Labeo Pallas: Nov. act. Pefrop. I. p. 335. ) . . tab. 11. fig. 8-9. \ '^' Clioiidrocliylus HECK. Deutes cultiiforines 7 — 6. In reliqiiis cum geneie Chondrostomo congruens. — Trachis intestinalis 2 long, corp. * Chondrochylus regius Heck, Syria. * „ nasicus H e c k. ff Europa. CIioiidrorliynclBU«« HECK. Den t es cultriformes 5—5. In reliquis cum generö Chondrostomo congruens. — Tractiis intestinalis 2 long. corp. * Chondrostoma Soetta B o na n. Icon. della faiina ) ^ itai.m \ ^^^^p^- TRIBIJS Vlli. Os änticitm, superum vel inferwn- labia teretia mol- lia; cirrhi niilli} praeoperc u 1 um siib occipile vel pan- hifum ante illiid, Pinna dorsalis basi brevis , a n a I i s elongafa; radius osseiis tantum in illa, plerumque nulluH. Corpus elatum compressum. D : :i S— 11 A ; 3 14—41 Habitus Cyprini Bramae Lin* 31. Abramis C%w. 32. Blicca Heck. 33. Bliccopsis Heck. f Chondr ostoinus Phoximis. Gestalt und Schuppen des öypr. Phoxinus Lln. Eine ausg^ezeichnete Species. 17 Schuppen- reihen licj2:en über, 9 unter der Lin. lat., welche selbst aus 88 bis 90 Schuppen besteht. Wird höchstens 5 Zoll lang; aus den Bächen um Li vno in Bosnien. D : 3 | 8. A : 2 | 8. ' tt Chondr ocliilus nasicus ist äusserlich von Chondrosl. Nasiia wenig verschieden: die Analflosse enthält um 1 — 2 Strahlen mehr. D : 3 I 9. A : 2 I 12 Lin lat. squam. 60. Lag'o di Garda. ttt Mein Exemplar, das aus Turin stammt und nur 5 Zoll lang; ist, hat D : 3 I 8. A : 2 | 8, dann 9 Schuppenreihen über, 5 unter der Lin. lat., die selbst aus 53 Schuppen bestellt. Ungeachtet dieser kleinen jibvveichung in Strahlen und Schuppenanzaiii, welche in der Jconor/rafiä nicht selir p,eiiau angej^eben sind, halte ich diesen Cffpr. des Pö für die wahren Chondro.^i. Soella: übrigens mögen die S; likindzähne cntstheiden; Heckel. Ichthvolosie. 4 ■T3 ■' 4'2 (1032) 34. Acaiithobiama Heck. 35. Osteobrama Heck. 36. Glossodon Heck. 37. Ball er US Heck. Abramis CUV. Dentes contusorii 5—5 laeves. Os anticum vel siib- inferuni, obliquiim; labia teretia; ciirhi nuili. Pinna dor- salis brevis, pone pinnas ventrales incipfens 5 analis elon- gata ; radius osseus niillus. Dorsum altum, sqiianiis an- terioribus in vertice divisis fectum. — Tractus intesthialis f— I long. corp. * Cyprbms brama L i n. Scand. Fiskar Häf. VII. Taf. 42. * „ Vimba Lin. — Bloch. Taf. 4. m^ * Abramis Vetula Heck. Annal. des Wien. Mus. Bd. ^- f == p. 230. tab. 20. fig. 6. ) S * „ Leuckartii l. c. p. 229. tab. 20. ßg. 5. * „ Schreibersii l. c. p. 227. tab. 20. fig. 4. * „ ' melanops l. c. Bd. II. p. 154. tab. 8. fig. 3. * „ Frivaldszkyi Heck, f Cyprinus Persa in Gmel. Pallas: Zoogr. Tom. III. p. 310. „ chrysoprasius l. c. p. 318. „ gibbosus l. c. p. 324. Blicca HECK. D e n t e s prebensiles 2 | 5 — 5 | 2. Os anticum; labia teretia; cirrbi nuili. Pinna dorsalis brevis, pone pinnas ventrales incipiens; analis elongata. Dorsum altum. — Tractus intestinalis ^ long. corp. "^Cyprinus Blicca Gmel. — Bloch. Taf. 10 n „ Scand. Fiskar, Haft II. Taf. 12.) *'"^0P^- Bliccopsis HECK. Dentes prebensiles 3 | 5—5 [ 3. In reliquis cum ge- nere Blicca congruit. * Cyprinus Buggenhagii Bloch. Taf. 95. t Abramis F rivaldsfskyi g^ehört zu jenen Arten mit dicker vorspringender Nase, an denen der Mund unten liegt, wie: Abr. VitiibUf Schreibersii , melanops; mit dieser lezteren kommt er der Gestalt nach am meisten iibcrein, unterscheidet sich aber wesentlich von ihr durch Scluippen- und Strahlenanzahl. Ucber der Lin. lat. liegen 9, unter ihr 5 Schuppenreihen, sie selbst enthält 52 — 53 Schuppen. D : 2 | 8. A : 2 I 17 — 19. Aus Brussa in Not die n; woher sie das Wien. Mus. durch Hrn. Prof. Dr. Frivaldszky von Frivald erhielt. Länge der E.vetnplare 5 — 6 Zoll. 43 (1033) ^caiitliobrama HECK. Den t es contusoiii 5—5 laeves. Os anticum obliquum; labia teretia; cinhi nulli. Pinna dorsalis brevis, radio osseo, pone pinnas ventrales incipiens; analis eiongata. Corpus compressum, squamis minutis tectum. — Tractns intestinalis ^ long. corp. * Trachibrarna Marmid Heck. \ * „ cnpida Heck. I „ . * cenfisqnama Heck.' ^ ' Arrhada Heck. Osteobrama HECK. Dentes cochleariformes 2 | 3 | 5 — 5 1 3 | 2. Os siib- inferiim, obliquum; labia teretia; cirrhi nulli. Pinna dor- salis brevis, radio osseo serrato, vel ante vel super pin- nas ventrales incipiens; analis basi eiongata. Corpus compressum. — Tractus intestinalis 2 long. corp. "^'Cyprinus Cotis Buch an. Gang. p. 339. pl. 39. fig. P3. j ^ Rohtee Ogilbii Sykes: Fishes of Bukhun pl. 63. fig. 2. \^. * " Vigorsii l. c. pl. 63. fig. 3. \^ eiossodoii HECK. Dentes? — Os superum ; maxilla inferior apice ele- vata, superior e contrario emarginata; labia tenuia, teretia; lingua dentibus mnnita; ciirlii nulli; nares subapicales. Pinna dorsalis basi brevis, pone pinnas ventrales inci- piens; analis eiongata, utraque radio osseo. Corpus com- pressum. — Tractns intestinalis ? — Cvprinus (Abramis?) Smithii Richards. ) ,, , ^., ^'^ ). . ' . ..^ j. Massachusets. fauna bor. Amer. p. HO cum fig. ) Ballems HECK. Dentes contusorii 5 — 5 laeves. Os superum; maxilla inferior apice elevata, superior e contrario emarginata; labia teretia, cirrhi nulli. Pinna dorsalis basi brevis, pone pin- nas ventrales incipiens; analis eiongata; radius osseus nullus. Dorsum squamis anterioribus , in vertice divisis tectum. — Tractus intestinalis f long. corp. ^^ Cyprinus Ballerus Lin. — Bloch, fab. 9. — ) p ,roDa Scandinav. Fiskar Haft V. tab. 26.\ ^ ' 44 (1034) TRIBUS IX. Os superum; maxilla inferior apice elerata, snperior e contrario emarginata; labia feretia temiia; cirrhi milli vel qnafuor, rarissime duo ; praeopercii lum suh occipile, vel ante vel pone illud. Pinna dorsalis basi brevis, a n a 1 i s snbelongata ; r a d i ii s osseiis nullus. Corpus ralde compressuni elongat\im, subtus carinatnm. D : 2—3 2—3 5?— 10 5?— 27 Habitus Cyprini alburni et cultrati Lin. 38. Chel a Buchan. 39. Esomus Swains. 4.0. Pelecus Agass. 41. Perilampus Bl'Ctell. 42. Alburnus Rondel. 43. Aspius Agass. Chela BUCHAN. Deutes voratorii 2 j 4 | 5 — 5 | 4 | 2. Os supernm; maxilla inferior apice elevata, superior e contrario emargi- nata; labia tenuia teretia; cirrhi nulli. Pinna dorsalis basi brevis, super analem elongatam incipiens; radius os- seus nullus. Corpus compressum , elongatura. — Tracfus intestinalis ^ — f long. corp. Perilampus guttatus M ' Cl e 11. Ind. Cypr. p. 394. pl. 45. fig. 4. „ perseus l. c. pl. 46. fig. 5. „ aeqnipinnatiis l. c. pl. 60. fig. i. Chela Balookee Sykes: Fishes of Dukhun p. 360. ' ^ „ Oweni l. c. p. 360. pl. 63. fig. i. „ Jorah l. c. p. 361. „ Teekonee l. c. p. 362. „ Alkootee l. c. 363. * » alburna Heck, in Hügels Reise. Esomus SWAISON (NURIA VALENC). Deutes? — Character generis Chelae, a quo differt cirrhis longis, aut quatuor, binis in angulo oris, aut dno- bns. ufrinqne nnico. — Tractns intestinalis? ^ 45 (1035) ^^B ClRRHI VUATUOn. ^^Kyprinvs Danrica vel Danrua Buch an. Gant/, p. 325. pl.\ ^( i6. fig. 88. Perilampus reticulatus M'Clcll. lud, Cypr.p. 397.pl. 45. fig. i. str latus l. c. p. 398. pl, 46. fig. 2. „ macrouru l. c. p. 398. pl. 46. fig. 3. \ ^ „ thermophilits l. c. p. 399. pl. 54. fig. 19. Nuria thermoicos Valenc. hist. nat. XVl. p. 238. CiRRHI DUO. Cyprimis chapalio Buch. Gang. p. 324. — Valenc. hist. XVI. p. 416. Pelecus AGASS. Dentes raptatorii 2 | 5 — 5 | 2, Os superum; maxilla inferior apice elevata, superior e contrario emarginata; la- bia tenuia teretia; cirrhi nuili; ossa frontalia brevis- sima 5 praeoperculum remotissime pone occiput. Pinna dorsalis brevis, super pinnam analem elong^atam incipiens; radius osseus nuilus. Linea lateralis undniata valde de- flexa. Squamae deciduae. Corpus cultriforme. — Trac- tus intestinalis | long. corp. * Cyprimis cultratns Lin. — Tilesius in Mem. de\ Eu- VAcad. de Petersb. 1813. T. IV. pl. 15. fig. 6. S r o p a. „ chipeoides Bloch, lab. 408. „ Bacaila Buch an. pl. 8. fig. 76. — Salmopha- siaoblonga Swains. Fishes and Amph. p. 284. „ novacula Jacquemont: Voy. pl. 15. fig. 2. Opsarius pholicephalus M ' C 1 e 1 1. Ind. Cypr. p. 415. pl. 47. fig. 2. „ leucerus l. c. pl. 47. fig. 3. „ albulus L c. p. 416. pl. 48. fig. 10. Leuciscus niloticus De Joannis in Guerin. Mag.^ . de Zool. Poiss. pl. 3. ) Aegyp- ,,..., , , l tus. Bibie l. c. pl. 4. 1 Perilampus M'CLELLAND. Dentes? — Character generis Chelae , a quo diflfert pinnis ventralibus thoracicis? angustioribus, longiiis ra- dialis. — Tr actus intestinalis ? — brevis. Perilampus psilopl er omus M'Clell. Ind. Cypr. p. 396. j T pl. 46. fig. 4. \ ~ „ macroplerus l. c. p. 396. pl. 46. fig. 6. \ p 40 (1036) Alburiius ROND. Dentes raptatorü 2 j 5 — 5 [ 2. Os superum; maxilla iiifeiioi- apice subelevata, superioi* e contrario emarginata; labia teretia; cirrhi iiulli. Pinna dorsalis brevis; ana- lis subelongata, illa pone pinnas ventrales incipiens; radius üsseus nullus. Corpus compressum. Squainae deciduae. — Tractus intestinalis f — | long. corp. * Cyprinus alburnus L i n. — Bloch. Taf. 8. fig. 4; Alburmis i lucidus Heck. * „ bipunctalus Lin. — Bloch. Taf. 8. fig. 1. * Aspiiis Mento Agass. — Heck. Annal. des Wien. Mus. T.l.\ ^ p. 225. taf. i9. fig. 3. 1 ^ * „ Alborella Bonap. Icon. della faiina ital. [^ * Alburnus obtusus Heck, fj parionia * „ acutus Heck. ) * „ Scoranza Heck. Monte-Negro. * „ alburnoides Selys: faune Beige p. 2i4. * „ Sellal Heck. * „ caeruleus Heck. * „ capito Heck. * „ mossulensis H e c k. ^ Sy r i a. * „ hebes Heck. * „ microlepis Heck. * „ pallidus Heck. Aspius AGASS. Dentes raptatorü 3 | 5 — 5 | 3 laeves, cylindrici. Os .superum ; maxilla inferior apice elevata, superior e contrario emarginata; labia teretia; cirrhi nulli. Pinna dorsalis et analis longior, illa pone pinnas ventrales incipiens; ra- dius osseus nullus. Corpus subteres. — Tractus hitestina- lis I long. corp. * Aspius rapax Agass. — Cypr. Aspius Bloch.) „ Taf. 7. j * „ vorax Heck. Syria. Cyprinus leptocephalus Fall. Nov. Act. Petrop. I. p. 337. \ tab. 11. fig. 10. I > „ chalcoides Güldenst. Nov. Comment. Petrop.S- 'ül. XVI. p. 540. i ^ Tarichi Güldenst. — Fall. Zoogr. 111. p. 335. ) •f üeVer die iiocli iinbescliriebenen iiiländisclien Arten verweise ich auf meine Süsswassertisclie des Oesterreidiisclien Kaiserstaats, die ehe- stens erscheinen werden. 47 (1037) TRIBUS X. Os anticwn vel super um, labia teretia, mollia; cirrhi nulli, rarius duo velquatuor; praeoperculuii» sub occi- pife vel pone illud. Pinna dorsalis et analis basi brevis ; r ad ins osseus nullus. Abdomen pone pinnas ventrales plus minusve carinatum. D 2 — 3 I 7—11 A 2—3 I 6—13 Habitus Cyprini rutili et Dobnlae Lin. 44. S c a r d i n i u s Bonap. 45. Idus Heck. 46. Leuc s Heck. 47. Pachystomus Heck. 48. Leuciscus Rond. 49. Phoxinellus Heck. 50. Phoxinus Rond. 51. Argyreus Heck. 52. Squalius Bonap. 53. Leucosomus Heck. 54. Opsarius M'Clell. Scardiniu!« BONAP. Dentes raptatoiii 3 | 5 — 5 | 3 serratl. Os superum; labia teretia; cirrhi nulli, rarius duo in an^ulis oris. Pinna dorsalis et analis brevis, illa pone pinnas ven- trales incipiens ; radius osseus nullus. — Tractus intestina- lis 1 long. corp. Cirrhi nulli. * Cyprinus erythrophthalmus Lin. — Scandinav. Fiskal Hüft III . Taf. 15. * Scardinius Scardafa Bonap. Icon. della fauna ital. \ c „ Hec/eri l. c. * „ Plotizza Heck. } _. I .• i'^ Dergle Heck, i D«»»««^'«- * „ hesperidus Heck. Lage dl Garda. Cirrhi duo. Leuciscus distomus M'Clell. Ind. Cypr. p. 106. w pl. 56. fig. 4. laus HECK. India. Dentes raptatorii 3 ] 5— .5 \ 3 laeves, conipressi. Os anlicuni, subobli(j[uum : labia teretia; cirrhi nulli. Pinna ►a 48 (1038) dorsalis et analls brevis, illa aliquantulum pone pinnast ventrales incipiens ; radius osseus nulliis, — Tractun inte- stinalis 1^ long. coiy. * Cyprimis Idus Lin, — Scandin. Fiskar Hüft IL Taf. H.\ ^ * „ Orfns Lin. — Bloch, tab. 96, * Idus miniatns Heck. "^ Leiiciscus neglectus Selys: faune beige p. 20S. lieucos HECK. Dentes contusorii 5 — 5 emarginati. Os anticum ; la-^ bia teretia ; cirrhi iiulli. Pinna dorsalis et a n a 1 i s brevis, illa super pinnas ventrales incipiens; radius osseus nuilus. — Tractus intestinalis 1^ long, corp. * Lencos cisalpinus Heck. — LagodiGarda, \ * „ rubella H e c k, f ) | ^ * „ Basak Heck. [ D a 1 m a 1 1 a. I c * „ adsperstis Heck.) > o * Leuciscus Selysii Heck. — Selys: faune beige, p. 210 pl. 6. ? „ rutiloides l. c. p. 212. pl. 7. Pacliystomus HECK. Dentes? — Os anticum; maxillae tuinidae, porosae, superior immobilis; cirrbi quq,tuor vel nulli; hunierus in an- gulum acutum prodiictus. — Pinna dorsalis et analis brevis, illa pone pinnas ventrales incipiens; radius osseus pullus. — Tractus intestinalis ? — Cirrhi quatuob. Cyprimis Schagra Buch an. Gang. p. 271. — Babus Scha-^ gra Valenc. hist. XVI. p. 196. „ Cocsa Buchan. pl. 3. flg. 77. — Leuciscus Cocsa M'Clell. p. 411. Leuciscus brachiatus M' Cl eil. Ind. Cypr. p.409.pl. 42. fig. 5. Cirrhi isülli. Cyprinm Chedra Buchan, — Gray: Ind. Illnstr. pl. 4. fig, 3, „ Morar Buchan. Gang. pl. 31. fig. 3. t Alle Lcucos haben das Aussehen des Cypr. ruHltis Lin. mit Aus- pnhnie des adspersiis, welcher dem Cypr. Aphya näher steht. Diese sehr 9HSgezeiGhnete Art ist mit schwarzen Flecken dicht besäet, hat 16 Sehuppen- rpihßn über und G unter der Lin. lat. , die selbst aus 60 Schuppen be- stellt. Er wird kaum 4 Zoll huig. Kommt hei Iniosky vor. D o | 7 4 2 I 7, 49 (1039) Cyprinus apiatus Jaquemont: Voyage pl. 15. flg. 3. Tila Buchan. p. 274; Valene. hist. XVI. p, 422. Leuciscns margarodes? M'Clell. In^. Cypr. p. 411. pl. 56. fig. 2. lieuciscus ROND. D e n t e s contusorii i) — 5. O s anticum ; labia teretia ; ciri'lii iiulli. Pinna dorsalis et analis brevis , ilia su- per pinnas ventrales incipiens ; radius osseus nullus. — Tractus intestinalis ^ long. corp. CORPUS TERETIUSCULUM. * Leuciscus Frisii Nordni. Fauna ponf. f — Cypr. gris-\ lagine M e i d i n g e r : Icon. pisc. Anstr. * Cyprimis cephalus Lin. — Scand. Fiskar Hüft. III. taf. 13. — Cypr. Jeses Jurine. Corpus compressum. ■ ^ * Cyprimis rntilus Lin. — Scand. Fiskar Hüft III. taf. 15.\ c * Leuciscus liiidns Heck. — (Plattensee, Marizza.) * „ Paiisingeri Heck, ff — (Egelsee in Austr.j s u p r.) * „ prasinus Agass, 3Iem. de Neuchat. Tom. JJ p. 46. pl. 2. * „ roseus B o n a p. Icon. della fauna ital. * „ Genei l. c. * „ pulchellus Storer : in Repoi'ts of t/ie \ , „ , n *i j r,- j ^America. fislies, Reptiles and Birds of ) , . Massachus. Boston, 1839. ) Plioxiiiellus HECK. Dentes contusorii 5 — 4. Os anticum; labia teretia; cirrhi nuUi. Pinna dorsalis et analis brevior , illa radio osseo apice flexili pone pinnas ventrales incipiens. Squa- inae ininutae aut nuUae. — Tractus intestinalis 1 long, corp. t Wir bedauern, bis jezt dieses kostbare Werk nicht gesellen zu liaben. tt Beide Arten sind dem Lexic. ruiilus ähnlich. Die er st er e (L. lifi(ht.s') unterscheidet sich leicht durch einen höheren, ain Rücken mehr comprimirten, fast Abramis-artigen Körper. Die zweite, welche wir einem besonderen Verehrer und Gönner der Wissenschaft, Hrn. Pau- singer. Gutsbesitzer in Oberösferrcich , verdanken, zeichnet sich durch einen breiten fleischigen Rücken, etwas grössere Schuppen und ein bedeutend grösseres, feurigrothcs Auge aus, das den vierten Theil der Koptlängc einnimmt. 8 Schuppenreihen über, 4 unter der Lin. lat.- >velthe selbst '1-2 Schuppen enthält. D : 3 | 9 — 10. A : 3 ' 10. 50 (1040) * Phoxinellus Zeregi Heck. Syria. * „ alepidoius Heck, f Europa. Plioxiuus RONDEL., AGASS. D e n t e s raptatorii 2 [ 5 — 5 1 2. O s anticiim ; labia teretia; ciniil nulli. Pinna dorsalis et analis bre- vior, illa pone pinnas ventrales incipiens. Sqiiaraae rnini- mae, membranaceae , adherentes, vix se invicem tegentes. — Tractus iniestinalis f long. corp. * Phoxinus laevis Agass. — Heck, m Anal, des) Wien. Mns. Bd. I. p. 232. \ ^^^^ * H Marsilii Heck. l. c. p. 232. l •" P». Cyprinus Lwnaireul B o n e 1 1 i. ) Argyreus HECK. Dentes piehensiles 2 j 4 — 4 | 2. Os anticum; labia teretia; cirrhi nulli, Pinna dorsalis et analis bre- vis, illa super pinnas ventrales incipiens; radius osseus nullus. Squamae molles, membranaceae. — Tractus in- testinalis ^ long. corp. * Cyprinus atronasus Mitchili. Transact. of the i New York Soc. Vol. I. p. 460\ America * „ rubripinnis Mus. Paris. Qpar Msr.l bor. Milber t de New-York.^ \ Squalius BONAP. Dentes raptatorii 2 | ,5 — 5 | 2 tf. Os anticum; la- bia teretia; cirrhi nulli. Pinna dorsalis et analis brevis, illa vel super vel plerumque aliquantulum pone pinnas ventrales incipiens; radius osseus nullus. Corpus tere- tiusculum. — Tractus intestinalis 1 — H long. corp. SQUAMAE MAJORES. * Cyprinus Dobula Lin. Bloch, taf. 5. \ * „ Leuciscus vel grislagine Lin. — j ^ ' t Phoxinellus alepidotus, eine höchst merkwürdige Art, die in Grösse und Gestalt dem gemeinen Phoxinus unserer Bäclie gleichet, sich aber vorzüglich durch den Mangel aller Schuppen auszeiclmet. Der Rücken ist sdiwärzlich- braun, der Bauch silbern, die Flossen gelb- lieh. D : 3 I 7. A : 2 I 7. A%is den Gewässern um Livno in Bos- nien. tt Bonaparte gibt seiner Gattung Squalius , in der Ironografia della fauna ital. , drei Reihen Zäiinc auf jedem Schlundknochen. Es scheint aber diese Angabc auf einem Irithume zu beruhen, denn mir sind, ausser den Gattungen Barbus und fi//>/mM,» keine europäischen Ci/firinen mit drei Zahnrcilicn bekannt. 51 (1041) Scandhuw. Fiskar Hüft HL Taf. 14. — v Leite, argenteus A g a s s. \ * Leuciscus rodens Agass. 3Iem. de Neuchat. Tom. I. p. 39. pl. i. fig. 1—2. „ majalis l. c. p. 43. pl. 1. fig. 3. * „ rostratus l. c. p. 41. „ dolabrattis Hollen die in Selys: faune beige p.\ 207. pl. 5. t « Sqiialius fibermus Bonap. Icon. della fauna ital. \ c „ caredanus l. c. „ trasimenicus l. c. „ rubilio l. c. „ albus l. c. „ mbella l. c. „ Fucini l. c. „ aula l. c. „ elalus l. c. „ pareti l. c. * „ delineatus Heck, ff * „ Berag Heck. \ * „ spnrms H e c k. f c • * 1 • I TT I > S y r 1 a. „ lepidus Heck./ ^ * „ cephalopsis Heck. ) Ijeuciscus elingulatus M' Cl e 1 1. Ind. Cypr. p. 412. ) j a- ■ pl. 57. fig. 4. j n la. * Cyprinus balteatus Mus. Paris, (de New-York par \ Msr. M i 1 b e r t.^ | Arne r. * „ cotnpressus Mus. Par.(de Carol.parMsr. ] bor. Los c.J SQUAMAE MINUTAE {Telestes Bonap.). Telesfes muticellus Bonap. Iconog. della fauna ital. \ ^ Savygnii l. c. c * Cyprinus Aphya L i n. , Bloch. Taf. 97. fig. 2. i -o * Squalius Turskyi Heck, f |f i ^ t Vielleicht zu Scardinius gehörig:. tt Squalius delineatus. Ein ebenso niedliches als ausgezeich- netes Fischchen, das nicht über 3 Zoll lang wird und in der Ebene des Marchfelds bei Wien, so wie auch in Mähren die einzelnen Feld- lachen häufig bewohnt. Es sielit einem jungen Squal. Dobula ähnlich, jedoch mit weit kürzerem Kopf und nach aufwärts gerichtetem Mund. Was es aber sogleich kenntlich macht, ist der Mangel der Lin. lat., die nur an den ersten 3 , höchstens 7 Schuppen sichtbar ist. 12 Schuppen- reihen liegen zwischen Rücken und Bauchflossen, deren mittleren 44 Schup- pen enthalten. Die Farbe gleicht hell geschiiftcnem Stahl. D : 3 ] 8. A : 3 I 10. "tti" Squalius Turskyi. Eine der schönsten Arten unter den klein- schuppigen S'(/^fa^^^*, mit blaugrünem Rücken, goldgelben Seiten, die von einem schwärzlichen Längsstrcif durchzogen sind, und silberglän- zendem Bauche; alle Flossen, nur die Rückenflosse ausgenommen, an 52 (1042) * Squalius microlepis H e c k. f i * „ tenellus H e c k. f 1 1 Europa. * „ Ukliva Heck, fft ' lieucosomus HECK. Dentes raptatorü 2 ] 5 — 4 | 2. Os anticum; labia teretia, crenata, saperiore infeiius subtegente; cinhi duo minimi in aiigulis oris. Pinna dorsalls et analis brevis, illa super piunas ventrales incipiens ; radius osseus iiullus. — Tractus intestinalis ^ long. corp. * Cyprimis chrysoleuciis Mitchill: Fishes of New-York\';s^ in Transact. of New-York T. I. p. 459. i 3 * „ laevigatns 3Ius. Paris, (de New-York par Msr. ( ^ Milbe rt.) / '^ Leuciscus gracilis Richards, fauna bor, amer. Part III. \ o p. 120. pl. 78. ) ^ der Basis hoch orange. Körper beinahe walzenförmig, Kopf dick, stumpf, I der Gosanimtiänge , oder Ij der grössten Körperhöhe gleich. Nase etwas vorstellend: Mund klein. 15 Schuppenreihen über, 5 unter der Lin. lat. , welche selbst aus 72 Schuppen besteht. Die Rücken- flosse beginnt etwas nacii den Bauchflossen D : 3 ] 7. A. 3 | 8. Die- scs, in aller Faibcnpraclit glänzende, bis 6 Zoll lang werdende, Fiscli- eben , das ganz allein die Dümpel des im Sommer vertrockneten Felsen- bachcs Cicola bei Dernis bewolint, widme ich ehrfurchtsvoll dem Hrn. General, Ritter v. Tursky, Gouverneur von Dalmatien, ohne dessen kräftigem Beistand und väterlicher Fürsorge es mir unmöglich gewesen wäre, die Fauna Oesterreichs durch die Kenntniss der bisher unerforschten Süsswasseifisclie Dalmatiens zu vermehren. t Squalius microlepis. Gestaltdes Cypr. Leuciscus T-, in. Kopf schmal, lang und spitz, j der Gesammtläiige, oder li der grössten Körper- hölie gleich. Mund vorn etwas aufwärts, gross. 15 Schuppenreilien über, 7 unter der Lin. lat., die selbst aus 74 Schuppen besteht. Rücken- flosse nach den Bauchflossen entspringend. D : 3 | 8. A : 3 ' 8. Silber- glänzend; Rücken braun - grün ; Flossen gelblich; kein Längsstreif. 7 — 8 Zoll lang. Gewässer von Imosky. tt Squalius tenellus. Gestalt des C'ypr. Dobula Lin. Kopf breit, stumpf, | der Gesammtlänge, oder l^ der Körperliölie gleich. Mund etwas aufwärts, gross. 18 Schuppenreilien über, 8 unter der Lin. lat., die selbst aus 80 Schuppen besteht. Rückenflosse nach den Bauch- fldssen beginnend, D : 3 j 8. A : 3 | 8. Silberweiss: Rücken und Seiten eisengrau; alle Flossen, bis auf die Rückenflosse gelb. 6 Zoll lang. Gewässer um Livno in Bosnien. ttt Sqtiaiius Vkliiia. Körper etwas comprimirt: Ko pf kurz, dick, stumpf, ^\ der Gesammtlänge oder ~ der grössten Körperiiöhe gleich. Nase dick, vorragend; Mund klein. 11 Schuppenreilien über, 6 unter der, aus 64 Schuppen bestehenden Lin. lat.; Rückenflosse perpendi- kulär über den Baucliflossen entspringend; D : 3 | 7. A | 3 ] 8. Gelblich- silbern mit schwäizlich grünem Rücken und einem schwärzlichen breiten, oft aber kuum sichtbaren Längsstreif an jeder Seite; Basis der Flos- sen orange, wie an der vorbeschriebenen Art. von welcher er sich vor- züglich durch hölicien Körper, kürzeren Kopf und grössere Schuppcu unterscheidet Länge 6 Zoll. Im Flusse Cettina. 53 (1043) Ijeiiriscfis argenlius Storer: in Reports of the \ Fhhes, Rept. and Rerds of] America Massachusets. Roston, 1819. ' bor. Opsariiis M'CLELL. Dentes voratoiii 2 | 3 | 5 — 5 | 3 J 2. Os anticum, commissnra sub oculos usque protracta; inaxilla inferior apice subelevafa, superior e contrario subemarginata; labia tere- tia ; cirrhi nulli, rarius quatuor vel tluo. Pinna dorsa- lis et analis brevis, iila plerumque pone pinnas ventrales incipiens; radius osseus niillus. — Tractus intestinalis | — ^ long. corp. ClBRHI NULLT. * Leuciscus thebensis De Joannis: poiss. du Nil. ) . — Guerin Mag. de Zool. pl. ll.\ ^^^^ ' Opsarius maculalus M'Clell. Ind. Cypr. p. 417. pl. 47. fig. 4. — Cypr. Tileo B u c h a n. „ brachialis l. c. p. 418. pl. 48. fig. 6. „ anisocheilus l. c. p. 422. pl. 48. fig. 8. — Cypr. barila Buchan. „ fasciafus l. c. p. 417. pl. 48. fig. 9. ? „ acanthopterus l. c. p. 422. pl. 48. fig. 7. „ megastomiis l. c. p. 420. pl. 48. fig. 5. „ isocheilus l. c. p. 421. pl. 56. fig. 1. „ Leuciscns Goha Hamilt. in Gray: lllustr. pl. 3, fig. 2.\^ Cyprinus Mola Buchan. Gang. pl. 38. fig. 92. — Leu- ^ cisciis M'Clell. „ Rasbora l. c. pl. 2. fig. 90. „ Vaniconicus l. c. pl. 15. fig. 89. Anjana l. c, p. 328. — M'Clell. p. 405. Cirrhi duo. Cyprinus Bendilisis Buchan. Mysore III. pl. 32. Cirrhi quatuor. Opsarius cirrhatus M'Clell. Ind. Cypr. 416. pl. 56. fig. 5. Süsswasser - Fische Syriens Barbus liacerta. (Taf. II. Fig. 1.) Habitus Barhi fliirialilis ; rostro infra, oculo cum oper- culi apice super axin corporis; capite subacuto, ^ corporis; praeoperculo sub occipite; radio osseo in pinna dorsali gra- cili, semiflexili, acute serrato, pinnis ventralibus superpo- sito ; (lorso nigro-maculato ; pinna dorsali et anali nigro- punctatis. 7 XII P.i.lß. V.1.8. D.3.8. A.3.5. C.-^. Lin.Jat. 60—62** ^ VII 6 Seine Gestalt gleicht unserem Barbus fltiviaülis; der Kopf, dessen Länge die grösste Körperhöhe um ^ übertrifft, ist 4^mal in der Gesammtlänge des Thieres enthalten. Der Mund liegt unter der vorragenden zugespizten Nase, hat wulstige fleischige Lippen und ziemlich dicke Bartfäden; die längeren über den Mund- winkeln sitzenden erreichen zurückgelegt den Voi'deckel- Winkel; die kürzeren sitzen sehr weit vorn, über dem Maxillarrand. Die Nasenlöcher befinden sich senkrecht über den hinteren Bart- fäden Das etwas längliche Auge, welches i- der Kopflänge ent- hält, liegt in der Mitte derselben, über der Achse des Körpers. * Von den 57 durch Hrn. Theod. Kotschy erhaltenen Arten folgen liier vorläufig- nur 39 mit vollständigen Beschreibungen nnd Abbil- dungen; die Charaktere der übrigen 16 gebe ich einstw^eilen, und werde ihnen spater vollständige Beschreibungen folgen lassen. ''"'•' D. h. die Pinna pect, hat einen Stützenstrahl und 16 geth eilte u. s. w.; die Pinna caudalis hat 9 getheilte und 7 Stützcnstrahlen im oberen, 8 getheilte und 6 Stützenstiahlen im unteren Lappen; die Seitenlinie besteht aus 60 — 62 Schuppen; über ihr liegen bis zumAn- fange der RiicktMiflossc 12 horizontale Schuppenrcihen : unter ihr, bis zur Einlenkung der Baudiflosscn , 7 Reihen auf jeder Seite des Fisches. Die oberste Reihe auf dem Rückenfirste, vor der Rückenflosse, ist als eine neutrale Reihe nicht mitgezälilt, ebenso die Reihen unter den Bauchflossen; die Anzalil der S cli u p p en reihen zuischen der Lin. lat. und diesen lezteren bleibt bis zum Anfange der Analllosse unverändert. 55 (1045) Die Breite der Stirne zwischen beiden Augen gleich! zwei dieser Augendiameter. Der hintere Rand des V'or deckeis liegt senk- recht unter dem Ende des Hinterhauptes, ^ der Kopflänge von der Nasenspitze entfernt. Der Deckel endigt in einem rechten Win- kel über der Achse, ziemlich weit hinter dem oberen Anfang der Kiemenspalte. Die Rückenflosse entspringt vertikal über dem Anfang der Bauchflossen, in der Mitte des Körpers (ohne der Schwanzflosse); sie ist nicht sehr schief abgeschnitten, und ihre Basis, die einer halben Kopflänge gleicht, wenig kürzer als ihre vordere Höhe; der fein, aber scharf gesägte Knochen strahl ist schwach und endet schon im obern Dritttheil in eine weiche zahnlose Spitze. Die Anal- flosse beginnt mit dem lezten Viertheil der Körperlänge; ihre Basis, ^ der Kopflänge gleich, ist etwas über zweimal in der Läiige ihrer vorderen Strahlen enthalten. Die Schwanzflosse ist sehr wenig ausgebuchtet. Die grössten Schuppen liegen in der Mitte des Rumpfes unter der Lin. lat., enthalten über 4- Augendiameter-Länge und sind vorwärts wenig ausgebuchtet, rückwärts etwas spitz zugerundet. Auf der Brust sind die Schuppen am kleinsten, etwas grössere bedecken den Vorderrücken, so dass 13 — 14 die erste Bogenreihe nach dem Hinterhaupte zwischen den Kiemenspalten oder dem Anfange der Seitenlinien bilden. Die lezteren sind sehr wenig abwärts gebogen und laufen mit der Achse des Körpers, auf welche sie erst unter dem Ende der Rückenflosse, oder mit ihrer 25 — 35. Schuppe herab- kommen, beinahe in gleicher Höhe. Die Textur der Schuppen be- steht aus einem kleinen chaotischen Mittelpunkt, der von sehr feinen concentrischcn Ringen umgeben ist. Die Ringe sind von zahlrei- chen Fächerstrahlen oder Radien durchzogen, wovon circa 30 an den Seiten und rückwärts auslaufen und 20 sich nach vorn zu wenden. Die Hauptfarbe scheint im Leben, über den Rücken hin hell oder röthhch-braun, unter der Lin. lat. gelblich-silbern gewe- sen zu seyn. Zahlreiche Gruppen dunkelbrauner Flecken bedecken die obere Hälfte des Rumpfes, wodurch er oft ganz marmorirt er- scheint; Rücken- und Schwanzflosse sind punktirt. Er kommt im Flüsschen Kueik bei Aleppo vor, woselbst er Kar- rid oder Karad Achmar, der rothe Krause, oder Zottige, wahr- scheinlich der Farbe und der langen Bartfäden wegen, genannt wird. Das Wiener Museum besizt viele Exemplare von 4 — 9 Zoll Länge. Barbus pectoralis. (Taf iL Fig. 2.) Corpore compresso; rostro et oculo supra, operculi apice intVa axin corporis; capite obtuso, ^ totius corporis; praeopei'culo ante occiput; radio osseo in piiina dorsali 5(i (1046) serrato, pinnis ventralibus superposito ; squamis pectoralibns ininimis. 6 X P.1.14. V.1.8. D.3.7. A.3.5. C.-|-- Lin. lat. 44 ; VII 8 Er gehört zu den Barben mit kürzerem, mehr comprimir- tem Körper, die einen kleinen Mund mit runden, nicht fleischigen Lippen und kurzen dünnen Bartfäden haben. Der etwas stumpfe Kopf, dessen Länge der grössten Körperhöhe gleich ist, macht i der Gesammtlänge des ganzen Thieres aus. Die Mund spalte öffnet sich ziemlich weit vorn , unter der abgerundeten Nase und reicht nur bis in die Mitte zwischen dieser und den Nasenlöchern zurück. Die vorderen Bartfäden sitzen am oberen Maxillar- rand zwischen den Mundwinkeln und der Symphyse in der Mitte ; die hinteren reichen zurückgelegt nur bis unter die Pupille. Das Auge berührt mit seinem unteren Rande die Achse des Kör- pers, welche zugleich den Anfang der Mundspalte trifft, und liegt um li- seiner Diameter, deren einer ^ der Kopflänge ausmacht, von der Nasenspitze entfernt; eben so viel beträgt die Entfernung beider Augen oder die Breite der Stirne zwischen ihnen. Der Vor decke 1, dessen hinterer Rand sich gegen den stark abgei'undeten Winkel vorwärts wendet, beginnt ein wenig vor dem Ende des Hinterhaupts; der hintere Winkel des eigentlichen Deckels liegt etwas un- ter der Achse. Die schief abgestuzte R ü c k e n f 1 o s s e entspringt vertikal über den ersten Bauchflossenstrahlen , in der Mitte des Körpers (die Schwanzflosse nicht gerechnet); die Basis derselben übertrifft eine halbe Kopflänge und ist iT^mal in der vorderen Sirahlenhöhe ent- halten. Der Knochen strahl ist ziemlich stark, fein und scharf gesägt. Die schief zugespizte Analflosse beginnt mit dem lez- ten Viertheile der Körperlänge ; ihre Basis , die ^ der Kopflänge ausmacht, ist über 2mal in den ersten Strahlen enthalten. Diö Schwanzflosse ist massig ausgebuchtet. Die grössten Schuppen liegen in der Mitte des Rumpfes un-^ ter der Lin. lat., enthalten | eines Augendiameters, sind vorwärts nuf wenig ausgebuchtet und rückwärts abgerundet. Die Schuppen auf der Brust sind auffallend klein, kaum i so gross als die des Vorder- rückens, welche wiederum nur einem Drittheile der grössten des Rum- pfes gleichen. Die erste Schuppenreihe nach dem Hinterhaupt besteht aus ^18 — 19 Schuppen, die sich in einem Bogen von ei- ner Kiemenspalte zur andern ziehen. Die Seitenlinie zieht sich anfangs jäh herab, indem sie über der Mitte der Brustflossen, schon mit ihrer 4- — 5. Schuppe die Achse des Körpers durchschnei- det und unter derselben bis zum Anfange der Analflosse fortläuft. Die Textur der Schuppen ist jener der vorhergehenden Art ziemlich 57 (1047) gleich, nur sind etwas weniger Radien, im Ganzen 35 — 40, vor- handen. Die Haupt färbe mag ganz einfach gelbliches Silberweiss ge- wesen seyn, das auf dem Rücken in das Braune übergeht. Er bewohnt den Orontes und scheint nicht sehr gross zu werden; unser Exemplar misst 6 Zoll in der Länge. Barbus perniciosus. (Taf. II. Fig. 3.) Corpore elong-ato; oculo magno et cum rostro super, operculi apice infra axin corporis; capite obtuso ^ totius corporis; praeoperculo ante occiput; radio osseo in pinna dorsali valido, serrato, pinnis ventralibus praeposito, corpo- ris aititudinem superante. 'o' VIII P.1.15. V.i.S. D.5.8. A.4.5. C.-|-. Lin.lat. 42 9 ^' Der Körper ist mehr gestreckt als in der vorher beschriebe nen Art, welcher er dem Munde und den Lippen nach gleicht. Der mehr walzenförmige stumpfe Kopf, dessen Länge die grösste Körperhöhe um ^ übertrifft, ist 5mal in der Gesammtlängc enthal- ten. Die Nase ist etwas vorragend, die dünnen Bartfäden, Mund und Augen sind wie an Barb. pecforalis gestellt, nur ist der Diameter dieser lezteren , die etwas länglich sind , grösser, denn es macht derselbe y von der Kopflänge aus. Der Vor- deckel beginnt ziemlich weit vor dem Ende des Hinterhauptes und der Endwinkel des beinahe abgerundeten Deckels liegt unter der Achse. Die schief abgestuzte Rückenflosse entspringt in der Mitte des Körpers etwas vor den Bauchflossen ; die Länge ihrer Basis ist nicht ganz 2mal, sowohl in der Kopflänge, als in der Länge des starken und tief gesägten Knochenstrahls enthalten. Die schmale, zugespizte Analflosse, deren Basis nur ^ der Kopflänge enthält, beginnt etwas nach dem lezten Viertheile der Rörperlänge. Die Schwanzflosse ist tief eingebuchtet. Die Schuppen sind , wie an der vorigen Art , nur minder klein auf der Brust und haben gedrängtere Radien, wovon circa 30 nach rückwärts und seitwärts gewendet sind, während circa 20 vor- wärts auslaufen. Die erste Schuppenreihe nach dem Hinter- haupt enthält 15 Schuppen, die eine Bogenlinie zwischen den Kie- menspalten bilden. Die Seitenlinie fällt zwar wie an Barb. pectoralis herab, so dass ihre 4 — 5. Schuppe schon die Achse erreicht, allein sie senkt sich viel tiefer unter dieselbe. Heckel, Ichthyologie, 5 58 (1048) Dirso Art findet sich geniririsdiaftlich mit der vorbeschriebenen, von welrber sie der Farbe natli wenig verschieden seyn mag, in den Gewäs- sern bei Damascus, Barbus Grrypus. (Taf. III. Fig. 1.) Corpore tereti; caiicia elongata; rostro et operculi apice cum axi corporis coincidente, ocnlo supra haue posito; ca- pite lato, obtuso, brevi, ^ totins corporis; labio infero ad symphysin iiitegro ; praeopercnlo ante occiput ; radio osseo pinnae dorsalis laevi, pinnis ventralibus praeposito. 9 V P.1.I6. V.1.8. D.3.8. A.3,5. C.-— . Lin.lat.40 ® III 7 Der Kor per ist walzen- oder vielmehr spindelförmig gedehnt; der Kopf kurz, mit breiter Stirne und sehr stumpf abgerundet; seine Länge, welche der grössten Körperhöhe gleich kömmt, ist 6^- mal in der Gesammtlänge des Thieres enthalten. Die Profil- linie der Stirne fällt in einem paraboüschen Bogen über die Nase herab. Der Mund liegt etwas unten, er ist massig gross, seine Spalte reicht bis vertikal unter die Nasenlöcher. Die Lippen sind rund, ziemlich fleischig; die untere ist an der Symphyse des Unterkiefers nicht wie gewöhnlich getrennt, sondern mit einem breiten ununterbrochenen Umschlag versehen. Die über den Mund- winkeln sitzenden Bartfäden reichen zurückgelegt bis hinter die Augen; die vorderen sitzen am Winkel des ziemhch weit vor- geschobenen, grossen Suborbitalknochens. Das kleine Auge, des- sen Durchmesser weniger als i der Kopflänge ausmacht, liegt in der vorderen Hälfte des Kopfes über der Achse des Körpers, welche zugleich die Nasenspitze durchzieht. Zwischen den Augen ist die Stirne 3 Augendiameter und darüber breit. Der hintere Rand des Vordeckels Hegt vor dem Hinterhaupte, welches leztere mit dem dritten Viertheile der ganzen Kopflänge, von der Nasenspitze bis zum hinteren sehr abgerundeten Deckelrande, endigt. Die Rückenflosse entspringt um einen Augendiameter vor den Bauchflossen und zwar so, dass nicht der Anfang, sondern die Mitte ihrer Basis , über dem Mittelpunkte der Körperlänge (ohne die Schwanzflosse) steht; ihr Rand ist nicht sehr schief abgestuzt und ihre Basis, welche nicht viel weniger beträgt als die Höhe der längsten Strahlen, kommt f einer Kopflänge gleich. DerKnochen- ßtrahl dieser Flosse ist robust, rückwärts stark ausgehöhlt und hat scharfe, aber ungezähnte Kanten. Die Anal flösse beginnt um einen Augendiameter vor dem lezten Viertheile der Körperlänge ; ihre Basis, ^ der Kopflänge gleich, ist zweimal in der Länge der ersteren Strahlen enthalten. Die Schwanzflosse ist sehr tief ausgebuchtet. 59 (1049) Die grössten Schuppen liegen in der Mitte des Rumpfes über der Lin. lat. und übertreffen den Diameter eines Auges, die übrigen sind, mit Ausnahme jener, welche die Brust decken, oder die erste Bogenreihe nach dem Hinterhaupt bilden, nicht viel kleiner. Diese Bogenreihe besteht aus 9 Schuppen , auf welche sogleich 5 viel grössere folgen. Die Seitenlinie senkt sich ziemlich schnell abwärts, denn ihre 2 — 3. Schuppe erreicht schon die Achse, unter welcher sie bis gegen ihr Ende fortläuft. Der vordere Rand der Schuppen ist beiderseits stark einge- buchtet; die feinen concentrischen Ringe sind auf der unbedeckten Fläche zerrissen und von zahlreichen, 40 — 50 Radien durchzogen, welche ihren Strahlenpunkt nicht erreichen. Die Hauptfarbe dieses Fisches ist, nach ganz frisch erhal- tenen Individuen in Weingeist, gelblich -weiss und silber- glänzend, Oberkopf und Rücken grünlich-grau, Unterkopf und Brust milchweiss ; die Lippen blassroth. Brust-, Bauch-, Anal- und Schwanzflossen waren an der Basis schön orange, übrigens schwärzlich ; die Bücken flösse hatte mit dem Rücken gleiche Färbung. Er wird im Tigris bei Mossul gefangen. Die Exemplare des Wiener Museums sind 4 — 24 Zoll lang *. lidbeobarbus Kotscliyi. (Taf. III. Fig. 2.) Coi^pore subelong-ato ; lostro infra axin corporis; apice opercnli et oculi segmento inferiore cum axi coincidente; *■ Ferner erhielten M'ir noch aus der Gattung Barbus, ausAlcppo: 1. Barbus Scincus : dem Barbus Lacerta der Farbe nachnahe verwandt, allein beinahe walzenförmig", mit kurzem Kopf, stark herab- gebogener Stirne, kleinem Mund und kleinen Augen. In der Rücken- flosse, deren ßasislänge die Höhe beinahe übertritft, ist der Knochen- strahl kurz und gesägt. X D.3.8. A.3.5. Lin. lat. 55—56. VII 2. Baclins Rajanornm: im Ganzen unserem Barbtts flu- viatilis ähnlich, von dem er sich vorzüglich durch den stumpfen Kopf mit dicker abgerundeter Nase unterscheidet. Der Mund liegt ganz unten und ist, so wie die Bartfäden, klein. Rückenflosse und ihr Knochen strahl wie an unserer Barbe, nur weiter vorn entspringend. XIII Ü.3.8. A.3.5. Lin. lat. 65. VII Vielleicht ist diese Art der Mursa der Georgier, welchen Pallas, Zoogr, VOSS. as. Tom. III. p. 291. mit unserem Barbus fluviatilis für idcntister der Mund- spalte , mit welcher sie parallel läuft. Von der Nase und dem Maxillar-Rand hängt eine fleischige Klappe herab, welche die Mund- spalte überdeckt und sich hinter derselben lippenähnlich an die Kinnfalte anschliesst. Der Rand dieser Klappe erscheint etwas ge- kerbt; bei näherer Untersuchung zeigen sich aber kleine Falten, welche diese Täuschung verursachen. Vier kurze Bartfäden sitzen über den Mundwinkeln und an den Seiten des Oberkiefers. Das Auge liegt in der vorderen Kopfhälfte, mit seinem unteren Rande ein wenig unter der Achse des Körpers ; der Diameter eines Auges ist 5mal in der Kopflänge und zweimal in de Stirnbreite zwischen beiden Augen enthalten. Der hintere Rand des Vordeckels liegt •nach dem ^ der Kopflänge , um einen Augendiameter vor dem mit dem ^ der Kopflänge endenden Hinterhaupt. Die kurze Kiemen- spalte reicht nur bis zum Hinterrand des Vordeckels hinvor. Die Rückenflosse entspringt in der Mitte des Körpers, bei- nahe vertikal über den Bauchflossen ; ihr Rand ist etwas abgerundet, ihre Basis, welche l^mal in der Kopflänge enthalten ist, kommt beinahe den vorderen längsten Strahlen gleich. Etwas vor dem lezten Körper- Viertheile beginnt die schief abgestuzte Analflosse, deren Basis Hmal in der vorderen Strahlenlänge oder 3mal In der 84 (1074) Kopflange enthalten ist. Die Schwanzflosse ist wenig ausge- buchtet. Die grössten Schuppen, welche einen Augendiameter ent- halten, liegen nach dem Schultergürtel, und auf der Brust wie ge- wöhnlich die kleinsten. Die Seitenlinie macht nur eine schwache Beugung nach abwärts und läuft dann beinahe in der Achse fort. Die Gestalt der Schuppen ist beinahe kreisförmig; die Mitte bil- det ein Chaos, um das sich sehr feine concentrische Ringe lagern, die aber an der unbedeckten Fläche beinahe ganz verschwinden, ihre Stelle nehmen daselbst viele aneinander gedrängte und ineinan- der sich verzweigende Radien ein. Die Färbung^ dieses kaum 3 Zoll lanjf werdenden Fischclieiis hat an unsern Exemplaren in Weingeist zu sehr p^elitten, um etwas darüber an- heben zu können. Wir erhielten nur 3 Individuen aus den Gewässern bei Damascus *. Acaiitliobraina ceiitisquama. (Taf. IX. Fig. 1.) Corpore elongato, compresso; dorso attenuato; capite acute, j^y corporis; ore ohliquo ; pinna dorsali praealta; ra- dio osseo valido ; squamis miniinis. 10 XX P.1.17. V.1.8. D.3.S. A.3.20. C.-|-. Lin.lat.100. An dem starken Knochenstrahle und den sehr kleinen Schup- pen ist diese Art leicht zu erkennen; dabei ist der Körper stark comprimirt und längs der RQckenfirste beinahe schneidig verdünnt ; diese leztere schliesst sich ohne besondere Erhöhung an das Hinter- haupt an. Der Kopf ist etwas spitz mit geradem Stirnprofd; seine Länge ist 5|mal in der Gesammtlänge des Thieres oder li-mal in der grössten Körperhöhe am Anfange der Rückenflosse enthalten. Die Nase steht ein wenig vor der Spitze des schief aufsteigenden Unterkiefers. Der halb aufwärts gerichtete Mund ist bis unter die Nasenlöcher gespalten. Das Auge liegt in der vorderen Kopfhälfte, halb über, halb unter der Achse des Körpers, welche zugleich die Nasenspitze und den Endwinkel des Deckels durchzieht. Der Dia- meter eines Auges ist 4mal in der Kopflänge und l^mal in der * Nach wiederholter genauer Vergioichung mit der Beschreibung des Oobio hirliceps und quadrimnnilatns Rüppeli {Seuer Nachtrag ron Beschreib und Abbild, neuer Fische, im Nil entdeckt, enthalten im Mu- seum Senkenberg. Bd. II, p. 28 et 23.) scheint mir keiner von beiden mit der {rog^enwärtigen Art identisch zu seyn ; ich vermuthe vielmehr nach der Stellunj«^ der Brustflossen, dass ihr Kinn eine Saugscheibe haben mag und sie demnach meiner Gattung Discognathus angehören: ja es scheint mir sogar ausser Zweifel, dass sie dem vorbeschriebenen DiS' cognnthus obtn.ws sehr nahe stehen müssen. 85 (1075) Stirnbreite zwischen beiden Augen enthalten. Der hintere Rand des Vordeckels liegt gerade im ^ der Kopflänge, etwas nach dem Ende des Hinterhauptes. Die Kiemenspalte öffnet sich unter dem hinteren Augenrande. Die Brustflossen reichen, zurückgelegt, bis über die im ^ der Körperlänge (ohne Schwanzflosse) sitzenden Bauch flössen. Um einen Augendiameter nach diesen beginnt, noch vor der Körper- mitte die hohe, sehr schief abgestuzte Rückenflosse, deren Basis zweimal in ihrer vorderen Höhe oder l^mal in der Kopflänge ent- halten ist. Der Knochenstrahl ist stark, glatt und spitz, seine Länge kommt der grössten Körperhöhe gleich. Die ganz Abramis - arüg ausgeschnittene Analflosse entspringt unter dem Ende der Rücken- flossenbasis oder des dritten Fünftheiles der Körperlänge, auf einer Basis, welche der Kopflänge gleicht und die Länge der vorderen Strahlen nicht viel übertrifft. Die Schwanzflosse ist tief aus- geschnitten. Die Schuppen sind durchgehends klein, jedoch sind jene nach dem Schultergürtel, deren Länge ^ und deren Breite ^ Augen- diameter ausmacht, die grösseren; auf der Brust und nach dem Hinterhaupt sitzen die kleinsten. Die Rückenfirste wird regelmässig von zwar sehr kleinen , aber gewölbten Schuppen bedeckt. Die Seitenlinie fällt ziemlich schnell herab, durchschneidet die Achse schon mit der 7 — 8. Schuppe und erreicht über den Bauchflossen die grösste Tiefe mit 1^ Augendiameter unter der Achse. Die Gestalt der Schuppen gleicht einer stehenden Ellipse, deren hinterer oder freier Rand wellenförmig ausgebuchtet ist; feine concentrische Ringe laufen mit dem Umriss parallel um einen rei- nen Mittelpunkt; allein eine unter Cyprineii seltene Erscheinung ist es, dass hier, wie an Forellen-Arten, keine Radien vorhanden sind. Die Farbe scheint silberweiss, mit blaulichgrauem Rücken und schwärzlichen Flossen, gewesen zu seyn. Wir erhiellen nur ein Exemplar, von 7 Zoll Länge, aus den Gewäs- sern bei Daniascus. Acaiitliobraina ]9Iarinicl. (Taf. IX. Fig. 2.) Corpore obovato, coinpresso; dorso pone occipiit in6ato, crasso; capite obtuso, \ corporis. ^ XIII P.t.l7. V.1.8. D.3.8. A.3.17. C.^. Lin. lat. 65—70. 9 Er zeichnet sich durch einen fleischigen, nach dem Hinter- haupte mit einer starken Erhöhung oder einem Höcker beginnenden Rücken aus. Dieser Höcker ist besonders an alten Individuen sehr 80 (1076) auffallehd. Der Kopf ist ein gerade ausgestreckter stumpfer, seit- wärts mehr als der Rumpf comprimirter Kegel, dessen Länge 5^- mal in der Gesammtlänge und l^mal in der grössten Körperhöhe enthalten ist. Die Nase ist dick und ahgerundet, etwas vorstehend ; der Mund ist nur wenig schief bis unter die Nasenlöcher gespal- ten. Das grosse Auge liegt in der vorderen Kopfhälfte um ^ unter der Achse des Körpers, welche die Nase an ihrer Basis und den Deckel an seinem Endwinkel durchzieht. Der Diameter eines Au- ges ist 5mal in der Kopflänge und l^mal in der Stirnbreite zwi- schen beiden Augen enthalten. Der hintere , stark nach vorwärts gezogene Rand des Vordeckels beginnt senkrecht unter dem Knde des Hinterhauptes, mit dem 6. Siebentheile der Kopflänge; eben so weit zieht sich die massig geöffnete Kiemenspalte hervor. Brust und Bauch flössen sind kurz, leztere entspringen bei- nahe um einen Augendiameter vor der Rückenflosse oder der Körper- mitte. Die Basis der schief abgestuzten, nur massig hohen Rücken- flosse ist limal in der Länge ihrer vorderen Strahlen oder 1§- mal in der Kopflänge enthalten. Der Knochenstrahl ist massig stark, gegen die Spitze dünn und weich. Die Anal flösse beginnt senk- recht unter dem Ende der Rückenflossenbasis, um einen Augendia- meter vor dem lezten Drittheile des Körpers ; ihre Basis ist bei- nahe doppelt so lang, als die vorderen Strahlen derselben oder -^ der Kopflänge gleich. Die Schwanzflosse ist massig- ausgeschnitten. Die Schuppen sind etwas grösser als an der vorhergehen- den Art, übrigens verhältnissmässig ebenso vertheilt. Ihre Gestalt ist beinahe scheibenförmig, am freien Rande gekerbt, an der Basis beiderseits sanft eingebuchtet ; die feinen concentrischen Ringe wer- den an der unbedeckten Fläche voa einem 12 — 13strahligen Fä- cher durchzogen. Der Darmkanal ist nicht ganz so lang als der Körper mit der Schwanzflosse ; die Bauchhaut ist schwarz. An frischen Exemplaren im Weingeist ist die Grundfarbe glän- zend silberweiss mit röthlichbraunem Rücken und Oberkopf. Die Seiten sind gleichsam mit einem schwärzlichen Schatten , der aus vielen feinen schwarzen Punkten besteht, bedeckt. Die Bauchflossen sind hochroth, Brust und Analflossen schwächer roth ; Rücken- und Schwanzflosse sind nur an der Basis röthlich, gegen ihr Ende schwarz. Das Wiener Mu.seum erhielt eine Anzahl dieser Fische, von 3 — 7 Zoll Längte, unter verschiedenen Namen aus den Gewässern bei Aleppo; sie werden nämlich von den anwohnenden Fischern bald IHannid, bald' Marmid handscherti mit einem Dolche bewaffneter Marmid, bald Marmid abbiad weisser Marmid, oder Marmid asphar gelber Idarmid, genannt*. * Ausser diesen beiden Arten der Gattung Acanthobrama erhielten wir noch zwei andere Arten, nämlich: 1* Acantitobrainn Arrliada, den Arrhada oder Löwen der Araber in JVIosäuI, der aber seinem Aussehen nach gar uichts Löwenartiges^ 87 (1077) Chondrochilus reg^ius. (Taf. IX, Fig. 3.) Habitus Chondrostomi NasiiSy sed gracilior; capite brevi, ^ corporis; pinnis aiirantiis, dorsali et caudali nig;ro — veii- trali et anali albomarginatis. 8 XI P.1.15. V.i.S. D.3.9. A.3.10— 11. C— . Lin.lat. 64— Ö5 8 VI 7 Die Gestalt ist im Allgemeinen unserem Condrosfoma Na- siis Agass. sehr nahe verwandt, nur sind Kopf und Schuppen klei- ner und der Rumpf^ g^gen den Schwanz zu schlanker, oder min- der hoch. Die Länge des Kopfes ist 7mal in der Gesammt- länge des Fisches, oder l^mal in dessen grössler Körperhöhe unter der Rückenflosse enthalten. Die Nase ist stumpf abgerundet. Die Sehne des quergespaltenen Mundes gleicht einem Augendiameter, und ist l^mal in der Stirnbreite zwischen beiden Augen enthalten; der Unterkiefer hat einen weichen stumpf zugeschärften Rand mit einer starken Erhöhung über seiner Symphyse; der Oberkiefer ist sehr dünn und schiebt sich beim OefTnen des Mundes weit nach abwärts hervor. Das Auge, de.ssen Diameter 4^mal in der Kopf- länge enthalten ist, liegt in der vorderen Kopfhälfte, halb über, halb unter der Achse der Körper, welche die Nase in der Mitte und den Deckel über seinem Endwinkel durchschneidet. Der ver- tikale Rand des Vordeckels befindet sich vor dem, mit dem ^ der Kopflänge endenden und beiderseits etwas ausgebuchtelen Hin- terhaupt. Die Rückenflosse entspringt vertikal über den Bauch- flossen um 1^ Augendiameter vor der Körpermitte, sie ist schief abgestuzt und ihre Basis ist limal in den längsten Strahlen der- selben oder in der Kopflänge enthalten. Die ebenso gestaltete Analflosse beginnt mit dem lezten Drittheile der Körperlänge auf einer Basis, welche der grössten Strahlenlänge gleich kommt und I der Kopflänge ausmacht. Die Schwanzflosse ist wenig ausgebuchtet. Die grössten Schuppen, von halbkreisförmiger, an der Basis hat, ausser dass seine Augen und sein Mund grösser und lezterer mehr vorschiebbar ist, als am Marmid, welchem er in Schuppen und Strahlenanzahl glpiclit. Der Rücken erhebt .«sich ohne Höcker. Die Hauptfarbe ist milchweiss mit Silberglanz, der Rucken schwärzlich, alle Flossen schwacli-orange, die verfikaleii am Ende schwarz. 3. Acantfiobrania cupida, in Schuppen und Sfrahlenanzahldem Acanthob. Marmid und Arrhada gleich, allein Gestalt gestreckt. Rücken allniälig erliölif , Kopf länger, spitz und die Augen klein. Er hei.sst in Aleppo: Marmid mahlite, der verschlingende Marmid, es müs- sen daher diese beiden Arteu zu den gefrässigsten Cgyrinen geiiüren. 88 (1078) abgestuzter Gestalt, liegen in des Rumpfes Mitte und nehmen über ^ Augendiameter ein; gegen das Schwanzende zu werden sie aber länger und ihr üniriss gestaltet sich allmälig zu einem Sechseck. Die Seitenlinie durchschneidet mit ihrer 5 — 6. Schuppe die Achse, erreicht am Ende der Brustflossen die grösste Tiefe unter derselben und steigt erst nach der Analflosse wieder empor. Die Textur besteht aus einem reinen Strahlenpunkte, von zarten con- centrischen Ringen umgeben, welche nur auf der unbedeckten Fläche von 10 — 12 Radien durchzogen sind, die am Rande eben so viele Einkerbungen hinterlassen. Das ganze Thier ist hell silberglänzend, Oberkopf und Rücken schwärzlich überflogen ; alle Flossen sind hoch orange gefärbt, nur die Brustflossen blässer ; Bauch- und Analflosse haben einen weissen Saum; die Spitze der Rückenflosse ist schwärzlich, und der Rand der Schwanzflosse ist von einem breiten tief-schwarzen Saum um- geben. Eine auffallend schöne Färbung, die den Flossen ein flag- genähnliches Aussehen gibt. Diese Art, welche im Orontes und im Tigris ebenso gemein zu seyn scheint, als in der Donau unser Chondrostomus Kastts, erhielt das Wiener Museum in einer Mehrzahl von Individuen, welche 2 — 10 Zoll lang sind. In Aleppo wird sie Terris oder Terris achmar meleki, Terris oder der rotlie königliche Terris genannt; in Mossul aber zeigt ihr Name, Zurrt, der Schädliche, keine enipfehlungswerthe Eigenschaft an. Squalius Berak. (Taf. X. Fig. 1.) Corpore subcompresso; dorso subelevato; capite obtuso, ^ corporis; fronte lata, plana; ore obliquo, super axin cor- poris sito; diametro oris spatium interoculare subaequante; maxillis aequalibus: pinna dorsali et anali subrotundatis, pectoralibus et ventralibus brevibus. 8 VII P.1.14. V.1.8. D.3.7. A.3.8. C.-^. Lin. lat. 42— 43. ^ III 7 Die Profil-Ansicht dieser Species hat viele Aehnlichkeit mit Scardinius Scardafa Bonap., jedoch ist der Rücken und besonders der Kopf viel dicker und breiter ; der Querdurchmesser des lezteren ist beinahe seiner Höhe gleich. Die Länge des Kopfes ist 4|mal in der Gesammtlänge des Thieres und etwas über ein- mal in dessen grösster Körperhöhe, über dem Ende der zurück- gelegten Brustflossen enthalten. Die Stirne ist sehr breit, beinahe flach und wenig abgedacht; der Mund breit, bis hinter die Nasen- löcher nach abwärts gespalten; die Sehne seines Bogens enthält ^ der Stirnbreite zwischen den Augen oder 3 Diameter eines Au- ges. Ober - und Unterkiefer sind gleich lang ; lezterer ist senkrecht 89 (1079) unter dem vorderen Augenrande eingelenkt. Die Zunge ist sehr dick und fleischig. Das Auge, dessen Durchmesser Jimal in der Kopflänge enthalten ist, liegt weit in der vorderen Kopfhälfte, hoch über der Achse des Körpers, welche den Kopf unter der Symphyse des Unterkiefers und den Endwinkel des Deckels durchschneidet. Der vertikale, unten stark vorwärts gezogene Rand des Vordeckels beginnt mit dem lezten Drittheile des Kopfes etwas nach dem Ende des Hinterhaupts. Die kurzen kaum ^ Hopflänge erreichenden Bauchflossen ent- springen um einen Augendiameter vor, und die Rückenflosse um eben so viel nach der Körpermitte ; die Basis dieser lezteren ist l^mal in der Strahlenhöhe oder 2^mal in der Kopflänge enthalten. Die Analflosse beginnt etwas nach dem § der Körperlänge, ist wie die Rückenflosse abgerundet und steht auf einer Basis, die ih- ren längsten Strahlen oder j der Kopflänge gleich kommt. Die Schwanzflosse ist wenig ausgebuchtet. Die grössten Schuppen, welche einen Augendiameter über- treffen, liegen zu beiden Seiten in der Mitte des Rumpfes und wer- den in jeder Richtung nur wenig kleiner. Die erste Bogenreihe nach dem Hinterhaupt, zwischen den Kiemenspalten, besteht aus 9 Schuppen, und 19 decken in einer Längsreihe die Rückenfirste bis zu ihrer Flosse. Die Seitenlinie durchzieht schon mit ihrer vierten Schuppe die Achse und erreicht über dem Anfang der Anal- flosse ihre grösste Tiefe mit 1^ Augendiameter unter der Achse. Die Textur stellt in der Mitte ein grosses Chaos dar, von feinen concentrischen Ringen umgeben , die rückwärts , wo sie von vielen weflenförmig sich verzweigenden Strahlen durchzogen sind, nur als zerrissene Rudimente erscheinen; eben so viele dicht stehende Strahlen sind auch vorwärts gegen die Schuppenbasis gewendet. Nach frischen Individuen im Weingeist war die Hauptfarbe silberweiss, Oberkopf und Rücken hellbraun, jede Schuppe an der Basis mit einem schwärzlichen Fleck. Alle Flossen erscheinen röth- lichgelb, Rücken- und Schwanzflosse am Ende schwärzlich. Die Exemplare, welche wir aus Aleppo erhielten, sind 3 — 13 Zoll lang; man nennt ihn dort ÄgraA, welches Brust bedeutet, und vielleicht eine Beziehung hat auf sein fleischiges breites Kinn. Squaliuii lepidus. (Taf. X. Fig. 2.) Corpore gracili, parte anteriore cylindrica; maxilla in- feriore prominente; diainetro oris ^ spatii interocularis ; pinna dorsali et annali truncata, pectoralibus et ventralibus iongioribus. P.1.17. V.1.8. D.3.8. A. 3.9— 10. C.-?-. Lin. lat. 48—49 Hecke I, Ichthyologie. VII ;— 4 HI 90 (1080) Der Körper ist gestreckt, vorn walzenförmig, rückwärts mehr Comprimirt; der Kopf vorgestreckt, dick mit beinahe ganz flacher Stirne ; sein Längendurchmesser ist 4|mal in der Gesammllänge enthalten und übertrifft etwas die grösste Körperhöhe unter der Rückenflosse. Der Mund ist, wie an der vorhergehenden Art, schief gespalten, allein der Unterkiefer ist vorragend, an der Symphyse etwas erhöht, der Oberkiefer an derselben Stelle concav; die Mundspalte selbst ist weniger breit, denn die Sehne ihres Bogens macht nur ^ der Stirn- breite zwischen den Augen aus. Das etwas grössere Auge liegt ebenfalls weit in der vorderen Kopfhälfte, allein nur wenig über der Achse des Körpers, welche den Kopf unter der Symphyse des Unterkiefers und unter dem Endwinkel des Deckels durchschneidet. Der Diameter eines Auges ist 6mal in der Kopflänge und 2^mal in der Stirnbreite zwischen beiden Augen enthalten. Das Hinter- hau pt endet ein wenig nach dem § der Kopflänge und der ver- tikale Rand des Vordeckels liegt noch etwas weiter rückwärts. Brust- und Bauch flössen sind länger als an Sißial. Be- ruh. Die Rückenflosse entspringt in der Mitte des Körpers um I Augendiameter nach den Bauchflossen. Sie ist, so wie die Anal flösse, geradlinig! abgestuzt oder verschoben viereckig und ihre Basis l^mal in der grösstch Strahlenhöhe oder 2mal in der Kopf- länge enthalten. Diese Anal flösse beginnt mit dem lezten Dritt- theile der Körperlänge auf einer Basis, die ihren längsten Strahlen gleicht und \ Kopflänge etwas übertrifft. Die grössten Schuppen, welche den Diameter eines Auges erreichen, liegen nach dem Schultergürtel, von wo aus sie nach allen Richtungen etwas abnehmen. Die erste Bogenreihe nach dem Hinterhaupt besteht ebenfalls aus 9 Schuppen, allein 20 decken die vor- dere Rückenfirste bis an ihre Flosse. Die Seitenlinie, welche die Achse auch mit ihrer 4 — 5. Schuppe durchschneidet, erreicht aber ihre grösste Tiefe schon über dem Ende der zurückgelegten Brust- flossen. Die Gestalt der Schuppen ist etwas länger als an be- sagter vorhergehender Art, die Textur übrigens dieselbe, nur dass der Strahlenpunkt rein, ohne Chaos, vorhanden ist. Die Hauptfarbe war silberglänzend weiss mit schwärzlichem Rücken und Oberkopf; alle Flossen waren röthlich, Bauch- und Analflosse stärker gefärbt, Rücken- und Schwanzflosse am Rande schwärzlich. Das Wiener Museum erhielt mehrere Exemplare dieser Art von 2—10 Zoll Länge, welche im Tigris bei Mossul gefangen wurden; ninn nennt sie dort Baraan*. * Ausser diesen beiden Si/naltus - Arien erhielten wir noch zwei andere aus Aleppo, welclie den Cliarakter unseres f;eiueii\cn Squat. Do- bula an sich (ragen. Die cistcrf: Squnliiis cepltnlu|isi<< .sieht ihm täuschend ähnlich, jedoch ist der Kopf grösser, nur Ömal iu der Gcäummtläuge enthalten*, da>>Auge 91 (1081) Ai^pius vorax. (Taf. X. Fig. 3.) Corpore elongato compresso; capite porrecto, ^ corpo- ris; ore aperto magno, iiifundibuliformis; squamis ininimis. 7 XVI P.I.17. V.1.8. D.3.9. A.2.10. C.-|-. Liii. lat. 94— 96 ^ VI 8 Der Typus dieser Gattung, die Gestalt unseres gemeinen As- pins rapax Agass. ist dieser Art unverkennbar aufgeprägt. Der Körper ist gestreckt, und massig comprimirt; der Rücken, welcher ohne merkliche Erhebung nach dem Hinterhaupt sich wagrecht bis zu seiner Flosse zieht, ist so, wie der Bauch, abgerundet. Der vor- gestreckte Kopf mit seiner beinahe wagrechten, abgerundeten Stirne ist 4|^mal in der Gesammtlängc enthalten, während die grösste Kör- perhöhe nur ^ der Kopflänge ausmacht. Der Mund ist bis unter die Nasenlöcher schief abwärts gespalten ; die Sehne und Länge der Mundspalte sind sich gleich und übertreffen etwas die Stirnbreite über den Augen. Der vorstehende Unterkiefer ist noch einmal so stark, als der obere, welcher sich beim Oeffnen des Mundes zwar wenig vorschiebt, aber nach oben erhebt und so dem weiten Rachen ein trichterförmiges Aussehen gibt. Die Augen sind klein und liegen weit in der vorderen Kopihälfte, hoch über der Achse des Körpers, welche den Unterkiefer unter der Symphyse und den Endwinkel des Deckels durchschneidet. Der Diameter eines Auges ist über 9mal in der Kopflänge und 2mal in der Stirnbreite zwi- schen beiden Augen enthalten. Der hintere, ziemlich abgerundete Rand des Vordeckels liegt beinahe um einen Augendiameter nach dem mit dem ^ der Kopflänge endenden Hinterhaupt. Die Bauch flössen entspringen in der Mitte des Körpers (ohne der Schwanzflosse), um 11 Augendiameter nach ihnen beginnt die etwas schief abgestuzte Rückenflosse auf einer Basis, die 1 Jmal in der Höhe ihrer vorderen Strahlen und 2imal in der Kopf- länge enthalten ist. Kurz nach dem Ende der Rückenflosse fängt mit dem lezten Körperdrittheile die Analflosse an, deren Basis um wenig länger ist und deren Strahlen etwas kürzer sind als in kleiner: die Mundspalte gegen die Winkeln rasch abwärts gewendet und endlich sind weniger Schuppen in der Seitenlinie enthalten. VII D.3.8. A.3.7. Lin. lat. 40—41. III Die zweite: Squalius f^purius, unterscheidet sich von der crste- ren durch einen .schlankeren Körper, spitzeren Kopf, eine längere Analflossenbasis und bedeutend kleinere Schuppen. X D.,J.7. A.3.10. Lin. lat. 50. IV 92 (1082) ersterer. Die Schwanzflosse ist sehr schwach eingebuchtet, von ihren breiten Lappen ist der obere etwas kürzer. Die Schuppen variiren der Grösse nach nicht viel, die gröss- ten , welche ^ Augendiameter übertreffen , liegen jedoch über den Brustflossen unter der Lin. lat. ; gegen den Vorderrücken und mehr noch gegen die Brust verjüngen sie sich am meisten. Die Seiten- linie fällt rasch abwärts und erreicht, nachdem sie mit ihrer 4 — 5. Schuppe die Achse durchschnitten, über dem Ende der Brustflossen die grösste Tiefe, nämlich im untern Drittheile der Körperhöhe, aus welchem sie sich erst über dem Anfange der Analflosse wieder erhebt. Gestalt und Textur der Schuppen sind wie an unserm Asp. rapax, jedoch sind mehrere und feinere Radien sichtbar, die nur allein den hinteren unbedeckten Theil durchziehen. Die Hauptfarbe ist hell silberglänzend weiss, Oberkopf und Rücken schwärzUch, alle Flossen blassgelb. Das Wiener Museum erhielt mehrere Exemplare dieser Species von 3 — 22 Zoll Länge, ans dem Tigris bei IMossul; die Araber nen- nen ihn dort Kaschschasck, ■welches Einen bedeutet, der alles aufzehrt, was er findet: Vielfrass. Er scheint aber auch seiner Zeit für sie ein leckerer Bissen zu seyn. Alburnus Sellal. (Taf. XL Fig. 1.) Corpore gracili elongato; dorso subelevato; capite sub- acuto, ^ corporis; praeoperculo sub occipite; oculo ma^no; pinna dorsali et anali basi inaequalibus, hac longiore pone dorsalem iocipiente. 6 XIV V P.1.16. V.1.8. D.2.S. A.3.11 — 12. C.^-. Lin. lat. 73—80 7 Der Körper ist gestreckt, comprimirt mit einem runden, nach dem Hinterhaupt erhöhten Rücken. Der kleine, etwas spitze Kopf hat eine sehr wenig abgedachte runde Stirne, ist 6mal in der Ge- sammtlänge und einmal in der grössten Körperhöhe enthalten, welche leztere von den Brustflossen an bis zur Rückenflosse sich gleich bleibt. Die schiefe Mundspalte reicht nicht ganz bis unter die Nasenlöcher; der Unterkiefer ist vorragend. Das Auge liegt in der vorderen Kopfhälfte mit seinem unteren Rande auf der Achse des Körpers, welche den Mundwinkel und den Deckel über seinem stumpfen Endwinkel durchschneidet. Der Diameter eines Auges ist 4mal in der Kopflänge und l^^mal in der Stirnbreite zwischen bei- den Augen enthalten. Der hintere vertikale Rand des Vordeckels liegt sehr wenig vor dem, mit | der Kopflänge endenden Hinter- haupt. Die Bauch flössen beginnen um einen ganzen Augendiameter 93 (1083) vor, die Rückenflosse um i nach der Körpermitte ; erstere sind um ^ kürzer als die ^ der Kopflänge erreichenden Brustflossen; leztere ist schief abgeschnitten und nimmt eine Basis ein, die li- mal in ihrer vorderen Höhe oder 2mal in der Kopflänge enthal- ten ist. Die Analflosse ist gleichfalls schief abgestuzt mit einem etwas concaven Rande und beginnt, obschon nach dem Ende der Rückenflosse, ein wenig vor dem lezten Körperdrittheile auf einer Basis, welche ^ der Kopflänge einnimmt und ihre eigene Strahlenhöhe um 1^ übertrifft. Die Schwanzflosse ist ziemlich stark ausgebuchtet. Die Schuppen sind an den Seiten beinahe durchaus gleich, kaum ^ Augendiameter gross, und werden nur nach oben und unten zu kleiner. Die Seitenlinie macht einen starken Bogen abwärts, durchschneidet die Achse schon mit ihrer 3 — 4. Schuppe und senkt sich beinahe bis zur Mitte zwischen den Bauchflossen und der Achse herab. Die gewöhnlichen Schuppen gleichen einem stehenden Oval, die aus der Lin. lat. sind mehr rund; ihre Textur besteht aus feinen ganzen concentrischen Ringen, die sowohl vor als rückwärts von nur 6 — 7 Radien durchzogen sind. In Weingeist erscheint die Farbe glänzend silberweiss, doch lange nicht so hell und spiegelnd, wie an unserm gemeinen Albnrnus luci- dus {Aspius Alburmis Agass.) mit einem hell-bräunlichen Rücken. Am Vorderrumpfe sind die Schuppen in und über der Lin. lat. an der Basis schwarz punktirt. Die Flossen sind gelblich -weiss und die Schwanzflosse ist am Ende schwärzlich. Das Wiener iVIuseum erhielt diese Art in vielen Exemplaren von 3^6^ Zoll Länge aus dem Flüsschen Kueik. Sie scheint in Aieppo ge- mein zu seyn, wo man sie iSW/a^ oder iSW/a/ abbiad, Korbmacher oder der weisse Korbmacher nennt. Alburnus microlepis. (Taf. IX. Fig. 2.) Priori similis sed graciiior, capite breviore, tenuiore, cum dorso rectiiineo; praeoperculo ante occiput; pinna dor- sali et ventrali basi aequalibus ; squamis dorsalibus minimis. ^ XVI ' P.1.15. V.1.8. D.2.8. A.3.12. C.-^. Lin. lat. 73 8 y 8 Er sieht dem Vorhergehenden sehr ähnlich, nur ist sein min- der hoher Kopf gerade ausgestreckt, so dass Stirne und Rücken in einer Linie liegen; daher befindet sich auch der Mund nebst dem etwas kleineren Auge höher über der Achse des Körpers. Der hintere," unten stark vorwärts gewendete Rand des Vordeckels beginnt viel weiter vor dem Ende des Hinterhauptes, welches nach dem f der Kopflänge liegt. 94 (1084) Brust- und Bauch flössen sind etwas kurzer; leztere ent- springen um li Augendiameter vor, und die Rück enflo ss en um 1 Augendiameter nach der Körpermitte. Die Anal flösse beginnt vertikal unter dem Ende der Rückenflosse mit dem lezten Körper- drittheile. Der Gestalt nach sind diese beiden, nicht sehr schief ab- gestuzten, vertikalen Flossen einander gleich, nur ist die Rücken- flosse ein wenig höher ; die Basis einer jeden macht | der Kopflänge aus und kommt den längsten Strahlen der Analflosse gleich. Die Schwanzflosse ist minder tief ausgebuchtet. Der Hauptunterschied von dem vorhergehenden Albiirnus Sel- lal liegt in der Grösse und Vertheilung der Schuppen. Vom Schultergürtel bis zur Analflosse liegen unter der Lin. lat. die grössten, -^ Augendiameter gleichenden ; über der Lin. lat. nehmen sie, gegen den Rücken zu, so bedeutend an Grösse ab, dass die obersten kaum noch ^ der unteren ausmachen ; ebenso klein sind auch die vor den Brustflossen sitzenden. Die Seitenlinie senkt sich noch tiefer herab , durchschneidet die Achse mit ihrer 2 — 3. Schuppe und erreicht das untere Drittheil zwischen den Bauchflossen und der Achse des Körpers. Die Farbe ist, wie an der vorhergehenden Art, nur sind die Seitenschuppen an der Basis nicht punktirt. Wir erhielten nur ein Exemplar dieser Art von 5^ Zoll Länge und zwar ebenfalls unter dem Namen Sellat von Aleppo. ytlburiius caeruleiis. (Taf. XF. Fig. 3.) Corpore elliptico, compresso ; capite triangulär!, ^j cor- poris; pinna anali basi dorsalem dimidio superante et sub illa medio incipiente; vitta longitudinali eaeruleseente; pin- nis verticaiibus apice nigro-caerulescentibus. 7 XI P.1.13. V.1.8. D.3.8. A3.15— 16. C.-|-. Lin. lat. 48—50 8 ly 8 Die systematische Stellung dieser ausgezeichneten Art erregte wegen ihrer auffallenden Aehnlichkeit mit unseren .4&rrtmis- Arten anfangs einige Zweifel; allein ihre weichen, leicht abfallenden Schup- pen mit der ovalen Gestalt und zarten Textur, die Form des Mun- des und der Schlundzähne entschieden gar bald. Zwar sind leztere in der Stellung und Anzahl mit jenen meiner Gattung Blicca gleich, aber ihrer Gestalt nach weit verschieden, sie nähern sich vielmehr durch ihre tief gekerbten Kronen, die gar keine Kaufläche bieten, jenen in der Gffttung Scardinms B o n a p. Der Körper ist an älteren Individuen hoch, stark comprimirt, und hat einen schmalen, aber abgerundeten Rücken, der sich ohne besondere Erhöhung in sanft ansteigendem Bogen an das Hinterhaupt 95 (1085) anschliesst. Jüngere sind minder hoch, daher mehr gestreckt. Der Kopf ist beinahe dreiecliig, sein Längedurchmesser 5|mal in der Gesammtlänge und l^mai in der grössten Körperhöhe enthalten. Die Mund spalte ist klein, schief aufwärts gerichtet. Das Auge liegt nicht ganz in der vorderen Kopfhälfte, mit seinem unteren Rande auf der Achse des Körpers, welche zugleich die Mundwinkel und den Endwinkel des Deckels berührt. Der Diameter eines Au- ges ist 3^mal in der Kopflänge und nur einmal in dem Zwischenräume beider Augen enthalten. Der hintere Rand des Vorderdeckels ist gegen seinen Winkel vorwärts gewendet und liegt vertikal unter dem, mit dem ^ der Kopflänge endenden Hinterhaupt. Die zurückgelegten Brustflossen reichen bis zu den, um Ik Augendiameter vor der Körpermitte eingelenkten Bauchflos- sen. Die schief abgestuzte Rückenflosse beginnt um ^Augen- diameter nach der Körpermitte auf einer Basis, die ^ ihrer vorderen Strahlen oder § der Kopflänge erreicht. Die lange, schief abgeschnit- tene Analflosse entspringt beinahe unter der Mitte der Rückenflosse mit dem dritten Fünftheile der Körperlänge ; ihre Basis, welche um die Hälfte länger ist, als die ersten Strahlen derselben, übertrifi"t noch die Kopflänge ein wenig. Die Schwanzflosse ist tief ausgebuchtet. Die grössten Schuppen liegen in der Mitte des Rumpfes an beiden Seiten, ihre Höhe erreicht i Augendurchmesser, gegen den Vorderrücken, den Schwanz und die Brust zu werden sie aber um sehr Vieles kleiner. Die Seitenlinie, welche bereits mit ihrer 3 — 4. Schuppe die Achse durchzieht, macht eine sehr starke Biegung nach abwärts, so dass sie in der Nähe der Bauchflossen |^ der Körper- höhe über sich lässt. Die Gestalt der gewöhnlichen Schuppen ist ein schmales stehendes Oval, die aus der Seitenlinie aber bilden eine nach hinten zu gedehnte Scheibe mit einem langen Röhrchen. Die Textur ist äusserst zart und einfach, 6 — 7 Radien durchzie- hen die, einen reinen Mittelpunkt umgebenden feinen Ringe, in der einzigen Richtung nach rückwärts und verursachen am freien Rande, wie am vorhergehenden Alb. microlepis, eben so viele kleine Bo- genschnitte. Die frisch angekommenen Exemplare in Weingeist waren hell silberglänzend mit schwärzlichem Rücken, ein breiter blaugrauer Streif zog sich vom oberen Winkel der Kiemenspalte längs der Achse des Körpers bis zur Schwanzflosse hin. Alle Flossen er- schienen gelblich, nur die drei vertikalen waren über die Hälfte, |)esonders aber gegen ihr Ende intensiv blauschwarz. Das Wiener Museum erhielt viele Individuen dieser schönen Art, die nicht ganz 4 Zoll lang zu werden scheint. Ihr Name Teffiif, mit dem wir sie erhielten, vermuthlich das arabische Tnffaf, bedeutet ein Würmchen, oder die Larve eines Käfers, welche das Leder zernagt; auch nennt man sie Te/faf asrak in Aleppo, das blaue Würmchen*. * Wir erhielten noch vier andere Arten aus der Gattung Alburnus von daher, als: 9(5 (1086) COBITI!» AGASSIZ.* A. Corpus st/iiamis minimis mucosis tecfum. Cobiti!^ freiiata. (Taf. Xir. Fig. 1.) Rostro fascia nio^ra; capite et parte truiici anteriore punctulatis, concoloribus; posteriore cum piiina eaudali sub- emarginatamaculatis; pinna dorsali recto truncata, piinctnlata. 8 P.1.13. V.1.6. D.3.8. A,i.5. C.~ 9 7 Der Körper ist gleich hoch, vorn walzenförmig , rückwärts stark comprimirt; der Kopf dick, sehr stumpf, 6mal in der Ge- sammtlänge enthalten. Vier kurze Ba rtfäden sitzen wie gewöhn- lich unter der dicken, stumpfen Nase und einer an jedem Mund- winkel. Die Rückenflosse ist viereckig, so dass ihre Basis und Höhe, die einander gleichen , jede | der Kopflänge ausmachen ; die Anal flösse ist um die Hälfte schmäler und abgerundet; die Schwanzflosse sehr wenig eingebuchtet. Kopf und Vorderrumpf sind fein punktirt ohne Flecken, welche erst unter der Rückenflosse an der Seitenlinie beginnen, und sich gegen die Schwanzflossenbasis ausbreiten. Ein schwarzer Streif oder Zügel geht von beiden Augen um die Nasenspitze herum. Alburnus liebes, ähnWdi dem Alb. Sellal , von dem ersieh durch einen stumpferen Kopf mit konvexer Stirne und grösseren Rücken- schuppen unterscheidet. — Aleppo. XU D.2.8. A.3.11— 12. Lin. lat. 77. V Alburnus inossulensis, niederer und schlanker, wie Alb. Sellal, mit einem breiten blaugrauen Längsstreif, von der oberen Kiemcnspaite bis zur Schwanzflosse. — Tigris bei Mossul. XllI D.37— 8. A.3.11 — 12. Lin. lat. 75 — 78. V Alburnns capiio, sehr schlank mit einem dicken Kopf, der 5mal in der Gasammtlänge enthalten und dessen Länge die Körperhöhe übertrifft. Weniger Schuppen in der beinahe bis zu den Bauchflossen herabgebo- genen Seitenlinie. — Aus den Gebirgsflüssen Kurdistans. D.3.8. A.3.11. Lin. lat. 67. ^' V Alburnus pallidus, dem Alb. coeruleus ähnlich, aber etwas nie- derer mit kleineren Schuppen; ganz silberweiss, ohne Schwarz auf den Flossen. — Aleppo. • XIJI D.3.8. A.3.14. Lin. lat. 64. IV * Heckel: Fische aus Caschmir, Wien. 1838. p. 76. 97 (1087) Die Schwanzflosse ist mit undeutlichen Querbinden aus schwarzen Fleclten besezt. Die Rückenflosse ist schwärzlich punktirt; Anal- und Bauchflossen sind es gleichfalls, aber schwächer und an den Brustflossen sind nur wenige Punkte merklich. Die Schuppen sind dem freien Auge nicht sichtbar, unter einer 1024maligen Vergrösserung erscheinen sie als eine ziemlich breite stehende Ellypse, mit einem sehr lockeren Gewebe und ex- centrischen Strahlenpunkt, gegen welchen vom ganzen Umkreise aus ganze und halbe Radien in gleichmässiger Vertheilung laufen, ohne sich in demselben zu berühren. Wir erhielten diese Cobitis von 2 — 3i Zoll Länge aus dem Tigris, sie führt in Mossul den Namen Tetay, welches im Arabischen einen nie- dergebeugten Kopf bedeutet. Cobitis Panthera. (Taf. XII. Fig. 2.) Corpore maculis confertis, irregularibus , nigris; pinna caudali truncata, punctulata, basi nig^ra; dorsali rotundata punctata. 9 P.i.8. V.1.6. D.3.7. A.2.5. C.4- 8 Der Körper ist walzenförmig, gegen den Schwanz zu niede- rer und sehr comprimirt; der Kopf etwas zugespizt, 5i-mal in der Gesammtlänge enthalten. Sechs Bartfäden, davon vier unter der Nase und zwei in den Mundwinkeln sitzen. Die Rücken- flosse ist abgerundet, ihre Basis gleicht den mittleren Strahlen oder f der Kopflänge ; die Schwanzflosse gerade abgestuzt. Der Kopf ist mit feinen Punkten besäet, die auf der Stirne etwas grösser werden. Rücken und Seiten haben ziemlich gedrängt stehende unregelmässige schwarze Flecken, wovon sich kleinere über die vertikalen Flossen verbreiten; um die Basis der Schwanzflosse zieht sich eine tief schwarze Binde. Unterkopf, Brust und Bauch sind weiss und fleckenlos. Die Schuppen sind unter derselben Vergrösserung um die Hälfte kleiner als an der vorhergehenden Art, mehr rund und von etwas dichterer Textur. Drei Zoll laug. Aus Damascus. Cobitis insig^nis. (Taf. XII. Fig. 3.) Corpore maculis nigricantibus marmorato; pinna caudaii emarginata, basi nigra, bifasciata; dorsali oblique truncata dilute bifasciata. 98 (1088) 9 P.i.lO. V.1.6. D.3.7. A.2.5. C.-|- o 7 Der Körper ist sehr schlank, dabei walzenförmig und rückwärts comprimirt. Der kleine spitze Kopf ist beinahe 6mal in der Ge- sammtlänge enthalten. Die sechs Bartfäden sind sehr fein und sitzen an den geAVÖhnlichen Stellen. Die Rücke nflo s s e ist nach hintenzu schief abgestuzt; ihre Basis, welche ^ Kopflänge aasmacht, ist li-mal in den vorderen längsten Strahlen enthalten. Die Schwanzflosse ist massig eingebuchtet. Die Zeichnung dieser Art variirt sehr und es bleibt nichts be- ständig, als drei breite tiefschwarze Binden , die sich auf dem röth- lichgelben Grunde der Schwanzflosse auszeichnen. Die erste um- gibt die Basis und die beiden andern ziehen sich parallel mit ihr durch die Mitte, meistens sind auch die Lappenspitzen und der Rand schwarz gefärbt. Oberkopf und Rumpf ist mit kleinen Punk- ten dicht bestreut, die sich meistens zu unregelmässigen wolkigten Flecken versammeln, oft aber auch, wenigstens am Vorderrumpfe, Längsreihen grösserer Punkte darstellen , indem sie sich über den Rücken hin zu breiten Querflecken gruppiren. Zwei mehr oder weniger ausgesprochene Binden durchziehen die Rückenflosse. Die Schuppen erscheinen unter der angenommenen 1024- maligen Vergrösserung, etwas grösser und runder als an Cobitis fernata; haben einen mehr verworrenen Strahlenpunkt und gleich jenen der Cobitis Panthera eine dichtere Textur. Länge: 3— 3^ Zoll. Aus Damaskus. Cobitis Tig^ris. (Taf. XII. Fig. 4.) Corpore fasciis verticalibus 14 — 16; pinna caudali et dorsali truncatis, seriatim puiictatis, iila basi nigra. 20 P.1.9. V.1.6. D.3.8. A.2.5. C.^- o 12 Der Körper hat ganz die Gestalt, wie an Cobitis frenata, nur ist der Kopf ein wenig spitzer; die gleichfalls viereckige Rü- ckenflosse sizt auf einer längeren Basis, welche | der Kopflänge ausmacht und die Schwanzflosse ist gerade abgestuzt, wie an der oben beschriebenen Cobitis Panthera. Die fette Membrane der zahlreichen kleinen Stützenstrahlen über und unter dem Schwanzende ist ziemlich breit. An frischen Exemplaren im Weingeist ist die Grundfarbe gelb- lichweiss; 14—16 vertikale braune Binden umgeben den Rumpf, 99 (1089) mit Ausnahme des Bauches, in gleichen Zwischenräumen und flies- sen am Vorderrücken in eine braune Schattirung zusammen , die sich auch über den Oberkopf erstreckt. Oft sind diese Binden an der Lin. lat. unterbrochen, verzweigen sich unter derselben oder setzen sich unter den Zwischenräumen der darüberstehenden Binden fort. An der Schwanzflossenbasis zeichnet sich eine breite tief- schwarze Binde aus ; zuweilen zeigt sich auch die Spur einer zwei- ten dem Ende der Flosse, welche übrigens, so wie die Rücken- flossen, mit 3 — 4 Querreihen brauner Punkte durchzogen ist. Gestalt und Textur der Schuppen ist ganz mit jener an Cobitis insignis gleich. Das Wiener Museum erhielt diese Art in ziemlicher j^nzahl aus dem Flüsschen Ku eik bei Aleppo, woselbst sie Kebiidi, der B iä u I ing;, genannt wird; es scheint daher, dass die Hauptfarbe im Leben blaiigrau war. Zur Fastenzeit ist sie sehr geschäzt und wird noch theurer ver- kauft als der Babutsch, unser Ariu.f Coiis. 3—4 Zoll lang'''. liebias mento. (Taf. VI. Fig. 4.) Corpore subelongato ; capite \ corporis seu corporis al- titudinein aequante; ore obliquo; inento subprominente. Pinna dorsalis niaris nio:ra. 7 III ß.3. P.i.16. V.1.5. D.2.10. A.2.9. C.-^. Lin. lat. 27. b IV 6 Der Körper ist gegen den Kopf walzenförmig, gegen den Schwanz zu aber stark comprimirt. Der Kopf selbst ist nieder- gedrückt und breit; seine Länge, welche der grössten Körperhöhe vor der Rückenflosse gleichet, ist 4.mal in der Gesammtlänge des Thieres enthalten. Der kleine geschlossene Mund ist nach auf- wärts gerichtet und das Kinn vorstehend; beim Oeffnen des Mundes tritt der Zwischenkiefer sehr weit hervor, sein Rand ist in kleinen Zwischenräumen mit 12 spitzen Zähnchen besezt, deren jedes an beiden Seiten seiner Basis noch ein kleines Seitenspitzchen trägt. Der Unterkiefer hat eine dicht geschlossene Reihe von 18 längeren meisselförmigen Zähnen, deren Schneide in drei Zacken oder Spi- tzen getheilt ist. Die Augen sind gross, liegen in der vorderen Kopfhälfte mit ihrem oberen Rande in der Stirnebene, welche zwei Augendiameter, deren einer \ der Kopflänge ausmacht, breit ist. Die Bauchflossen stehen kaum vor der Mitte des Körpers; die Rückenflosse entspringt aber um einen ganzen Augendiameter * Eine fünfte Art von Cobitis, die wir aus Damascus erhielten: Cobitis lieopardus zeichnet sich dmcli ringförmige kleine Flecken aus, womit der ganze Rumpf dicht bedeckt ist. Die vertikalen Flossen sind fein punktirt und die Schwanzflosse hat oben und unten einen schmalen schwarzen Saum, 100 (1090) nach derselben ; sie ist schief abgeschnitten, die Basis gleicht ihrer vorderen Höhe oder ^ der Kopflänge. Die Analflosse beginnt unter der Mitte der Riiclienflossc mit dem lezten Drittheile der Körperlänge, sie ist abgerundet, wie die Schwanzflosse, und ihre Basis enthält nur ^ der Kopflänge. Die Schuppen sind stark und hart, diegrössten, deren Diameter dem eines Auges gleichen, liegen auf dem Vorderrücken und über der Achse des Körpers ; gegen Schwanz und Bauch zu werden sie etwas kleiner; die kleinsten bedecken den Oberkopf, die Deckeln und Wangen, fallen aber daselbst leicht ab. Eine Seitenlinie mit Röhrchenschuppen ist gar nicht vorhanden. Die Gestalt der Schup- pen ist eine halb scheibenförmige, ihr halbrunder rückwärts gewen- deter Rand ist von ziemlich locker stehenden Halbkreisen, ohne Ra- dien durchzogen, deren sich 15 — 17 allein nur gegen die, durch eben so viele Kerben geränderte Schuppenbasis hinziehen. Der Bauch ist gelblichweiss, der Rücken braun. Die Männchen sind dunkler und haben schwarze Flossen mit weissen Punkten ; die Weibchen heller mit einfarbig weissen oder gelblichweissen Flossen. Beide werden nur bis l.i Zoll lang. Um Mossu], woher sie das Wiener Museum ohne Namen er- hielt, mögen sie nicht sehr häufig seyn *. Silurus triostegus. (Taf. Xm. Fig. 1.) Capite subelongato; cirrhis quatuor; oculis et dentibus majoribus; radio osseo pinnae pecturalis valido, serrato; pinna dorsali radiis tnbus. 1 B.14. P.i.ll. V.l. 10. D.1.2. A.3.86. C.14. 2 Er sieht unserem Sihmts Glania oder vielmehr dem Silu- rus dauricus Pallas sehr ähnlich, von welchem lezteren er sich durch einen längeren Kopf, stark gezähnten Knochenstrahlen in den Brustflossen, eine abgerundete Schwanzflosse, vorzüglich aber durch nur drei Strahlen in der Rückenflosse unterscheidet. Der Kopf, dessen Länge nur 5imal in der Gesammtlänge ent- halten ist, hat eine beinahe gleiche Breite, welche zwischen den Mundwinkeln seiner grössten Höhe am Hinterhaupt oder ^ Kopf- länge gleich kommt; nach vorn zu ist er sehr platt gedrückt, mit "^ Eine zweite Art: I^ebias Cypris, von eben daher, unterschei- det sich durch einen in der Mitte hohen Pvücken und viel spitzeren Kopf;; die Rückenflosse steht weiter vorn; Strahlen- und Schuppenanzahl sind verschieden. 5 P.1.13. V.l. 4. D.2.9— 10. A.2.8. 7 III c. I . Lin. lat. 28. 8 V. 6 101 (1091) einem halbkreisförmig abgerundeten, weit vorstehenden Unterkiefer, der gleich dem Oberkiefer eine sehr breite Binde starker rückwärts starrender Zähne trägt. Diese Binde ist breiter und die Zähne sind robuster und länger als in unserem Sil. Glanis. Bartfäden sind nur vier vorhanden, zwei als Fortsetzung der Maxillarknochen rei- chen nur bis an das Kopfende und die beiden unteren, welche ge- rade um die halbe zwischen den Augen liegende Stirnbreite aus- einander sitzen, bis zur Einlenkung des Unterkiefers, in der halben Kopflänge. Das Auge ist viel grösser als an unserem Sil. Glanis, denn sein Diameter, obschon lümal in der grösseren Kopflänge enthalten, macht nur \ der Entfernung beider Augen aus, welche selbst ^ der Kopflänge erreicht. Die Entfernung der beiden vor- deren Nasenlöcher, deren Röhrchen in Spitzen gleich kurzen Bartfäden auslaufen, ist l^mal in dem Zwischenräume der Augen enthalten. Das Hinterhaupt endet mit dem p der Vor deckel mit I der Kopflänge. Die Bauchflossen erreichen ^Kopflänge, ihr dicker stum- pfer, rückwärts grob gesägter Knochenstrahl ist um ^ kürzer. Die breiten abgerundeten Bauchflossen sitzen im Anfang des zwei- ten Körperdrittheils. Ueber den Brust- und Bauchflossen in der Mitte steht die schmale dreistrahlige Rückenflosse, deren Höhe '■^ der Kopflänge ausmacht, während ihre Basis 12mal kürzer ist, als der vordere längste Strahl. Um zwei Augendiameter nach den Bauchflossen fängt die 3 Kopflängen enthaltende Analflosse an, ihr lezter Strahl ist an der Basis durch eine Membrane mit der am Ende abgerundeten Schwanzflosse verbunden. Nach Exemplaren in Weingeist lässt sich über die zarte Farbe eines Silurus nicht urtheilen, da sie zu schnell verändert wird, allein bei einem Vergleiche mit einem ebenso conservirten Sil. Gla- nis erscheint die Färbung dieser syrischen Art viel heller: Unter- kopf und Bauch ganz weiss, Rücken und Oberkopf hellbraun, die Seiten auf weisslichem Grund kaum merklich gefleckt, der Rand des Unterkiefers und die Maxillar-Bartfäden schwarzbraun. Das Wiener Museum erhielt 4 Exemplare von 1 Scliuh 8 Zoll bis 3 Schuh Länge, aus dem Tigris bei Mossul, mit dem arabischen Namen DschirriJ, welches Aal bedeutet. Bag^rus halepensiis VALENC. (Taf. XIII. Fig. 2.) Mystus Alex. Rüssel, Hist. of Aleppo, p. 76. tah. 13. fig. i. „ cirris oclo etc. Gronov. Zoophyl. p. 126. n. H88. tab. VIII. fig. 6. Bagrus halepensis Cuv. Val. hist. nat. des poiss. T. XIV. p. 413. Corpore elong^ato, compresso, antice subtrianjj^ulari; ca- plte .i corporis, subacuto; cirrhis octo longioribus; occfpite sinuato ; ossibus interparietariis acuiniiiatis , usque ad os 102 (1092) primum pinnifenim productis; ore spatio interoculari majore; iiaribus simplicibiis; radio osseo pinnae dorsalis ancipite, ser- rato ; illo pinnae pectoralis uncinatim dentato; pinna adiposa praelonga; apertura anali pone pinnas ventrales; urinali rcniotiore. 9 B.7. P.1.8. V.1.5. D.2.7. A.2.8. C-|- 7 7 Der Körper ist vorn beinahe dreieckig, unten flach, nach rückwärts stark comprimirt; der Kopf etwas zugespizt, unten breit, oben mit einer schmalen flachen Stirne. Die Breite des Kopfes ist l^mal in dessen Länge, und diese leztere nicht ganz 6mal in der Gesammtlänge enthalten. Die grösste Körperhöhe unter der Rücken- flosse erreicht die Kopflänge nicht. Die Nasenlöcher sind ein- fach, sitzen weit vorn, ihr Rand erhebt sich vorwärts in einen haar- feinen Bartfaden, der zurückgelegt bis hinter die Augen reicht. Der Mund liegt unten, seine Breite übertrifft um i den Zwischen- raum beider Augen, welcher 3|mal in der Kopflänge enthalten ist. Die grossen Bartfäden des vorragenden Oberkiefers sind durch- gehends walzenförmig und erreichen mit ihrem fadenförmigen Ende beinahe die Analflosse; von den vier kleineren, welche am Unter- kiefer in gleicher Entfernung von einander sitzen, sind die äus- seren noch einmal so lang, als die mittleren und erreichen den Anfang der Rückenflosse. Eine breite Binde scharfer Karden- zähne bedeckt den Ober- und Unterkiefer und eine etwas schmä- lere läuft hinter der ersteren parallel über die Pflugschar. Die ovalen Augen liegen in der Mitte des Kopfes hoch an der Stirne, ihr Diameter ist 5mal in der Kopflänge oder l^mal in der Stirn- breite zwischen ihnen enthalten. Das Hinterhaupt endet, etwas vor dem Anfang der Kiemenspalte, mit einer halbmondförmigen Ein- buchtung, deren rückwärts laufende Enden an den Schultergürtel anschliessen ; aus der Mitte dieses Halbmondes entspringt ein pfrie- menförmiger Fortsatz, der sich mit der entgegen kommenden Spitze des Rückenflossen-Gehäuses verbindet. Der Seh ultergürtel ist über den Brustflossen mit einem starken Dornfortsatze versehen, unter welchem sich die vordere Hälfte dieser Flosse im angelegten Zustande verbirgt. Ueber diesem Dornfortsatze und parallel mit ihm zeigt sich durch die Haut ein bogenförmiger Knochen, der mit dem Schultergürtel in Verbindung zu stehen scheint, eigentlich aber der Apophysenrand jener, unter Aen Siluroiden oft vor- kommenden und ihnen eigenthümlichen Wirbelverschmelzung ist. Hier sind es die vier ersten Wirbel ohne Rippen, welche nebst ihren breiten Apophysen verwachsen sind, und so ein festes Schutz- dach bilden, worunter die kurze herzförmige, durch einen engen Kanal mit der Speiseröhre verbundene Schwimmblase angeheftet 103 (1093) ist. Diese Stelle, nämlich zwischen dem Schultergürtel dessen Dorn- fortsatz und dem besagten Apophysenrand ist nur von der allgemei- nen äusseren Haut überspannt, die nach dem Tode des Thieres in die Höhle einsinkt und vermöge ihrer Durchsichtigkeit ein bleifarb- nes Grübchen bildet. Man kann bei dieser Erscheinung sich des Gedankens nicht erwehren, diese unter einer dünnen Decke liegende sogenannte Schwimmblase als eine Resonanz-Trommel zu be- trachten, welche die leiseste Erschütterung des umgebenden Mediums der mit ihr fest verbundenen Wirbelsäule und dem Gehirne selbst miltheilt; mit einem Worte, sie für ein modificirtes Ohr zu halten. lieber dem Ende dieses Schutzdaches beginnt mit dem zwei- ten Körperdrittheile die schief abgestuzte Rückenflosse auf ei- ner Basis, die l^mal in der Länge ihres Knochenstrahles oder 1§- mal in der Kopflänge enthalten ist. Dieser Knochenstrahl ist ziemlich stark, an der Basis cylindrisch, gegen die rückwärts schief abgestuzte und daselbst ausgehöhlte Spitze aber comprimirt und zweischneidig; die vordere Schneide ist nebst den rückwärts gewen- deten zwei oberen Drittheilen des Strahles fein, aber scharf gesägt. Wie gewöhnlich an Siluroiden, ist dieser Knochenstrahl in einem eigenen, ihn an der Basis halbmondförmig umgebenden, von den Flossenträgern gebildeten Gehäuse eingelenkt, welches dazu dient, ihm mit dem Willen des Thieres eine unbeweglich aufwärts star- rende Richtung zu geben. Der starke Knochenstrahl in den Brust flössen ist etwas gebogen, flach und rückwärts mit 14 — 15 haken- förmigen Zähnen besezt. Die Bauchflossen sitzen unter dem Ende der Rückenflossen noch etwas vor der Körpermitte; die Anal- flosse beginnt mit dem lezten Dritthelle des Körpers auf einer Basis, die kaum kürzer als ihre längsten Strahlen, ^ Kopflänge ent- hält. Die lange Fett flösse erhebt sich schon von der Rücken- flosse an, erreicht über der Analflosse -| Körperhöhe und endet um ^ Kopflänge vor der Schwanzflosse; diese ist tief ausge- buchtet und ungleich, so dass ihr oberer Lappen länger ist, als der untere. Die Analöffnung erscheint als ein kleiner glattrandiger Längs- schnitt in einem Grübchen, das gleich hinter den Bauchflossen liegt; zwischen diesem und der Analflosse in der Mitte ist eine eben so gestaltete OcfTnung für die Harnblase. Die Farbe ist eintönig graubraun, unten weisslich, Rücken und Schwanzflosse sind am Ende schwärzlich und ein schmaler Rand der Fettflosse ist schwarz. Das Wiener Mu.seum erhielt mehrere Exemplare dieser Art von 4 — 8 Zoll Länge, .sowohl aus dem Flü.ssclien Kueik bei Aleppo, als aus dem Tigris bei Mossul. An ersterem Orte nennt man sie Zagxug, in Mossul aber, vermuthlich der langen Bartfäden wegen, Jahudi, d. b. J u d e. m # * 104 (1094) Arius Cous. (Taf. Xm. Fi«;. 3.) ^ lUtfstus Alex. Rüssel: Hist. of Aleppo, p. 76. lab. 13. fig. 2. Mystus cirri» octo etc. Gronov. Zoophyl. p. 1'46. n. 887, tab. VIII. a. fig. 7. Silurus Cous Lin. Pimelodus Cous Cuv. Valeiic. hist. nat. des poiss. Tome XV. p. 140*. Corpore brevi, crasso, antice triangulari ; capite ^ cor- poris, depresso, obtuso; cirrhis octo brevibus; occipite si- iiiiato; ossibus interparietarils acuininatis usque ad os pri- innm pinniferum prodnctis : oris diametro 1^ spatii interocu- laris aequante; oculis miniitis; naribus geminis apicalibus; radio osseo valido, in pinna dorsali serrato, in pinnis pecto- ralibus uncinatiin dentato; pinna adiposa brevi apertuia anali inargine crenata; pinnis nigro fasciatis, basi nigris. 7 B.7. P.1.7. V.1.5. I).2.6. A.2.S. C.-|- 7 7 Der Körper ist vorn dick, beinahe dreieckig, unten breit, nach hinten zu comprimirt. Der Kopf ist niedergedrückt, unten ganz flach ; seine Länge und Breite, die einander gleichen und die grösste Körperhöhe unter der Rückenflosse nur wenig übertreffen, sind 4^mal in der Gesammtlange des Thieres enthalten. Die Nase ist flach und breit; die grossen doppelten Nasenlöcher sitzen beinahe ganz vorn, eines hinter dem andern, ihr häutiger Rand verlängert sich zwischen ihnen zu einem zarten Bartfaden, der rückwärts bis zu den Augen reicht. Der Mund liegt unten; in seiner Breite oder Sehne ist der Zwischenraum beider Augen, der ^ der Kopflänge ausmacht, l^mal enthalten. Die beiden Bartfäden des Oberkie- fers sind an der Basis breit und reichen zurückgelegt bis zu den Brustflossen. Zwei kurze Bartfäden sitzen am Unterkiefer gegen die Mitte, zwei etwas längere diesen zur Seite, unter den Mund- winkeln. Der Oberkiefer ist länger als der untere und hat eine breitere Binde sammtartiger Zähne: an der vorderen und zugleich äusseren Seite jedes Gaumenbeins sitzt auf einer Basis von zwei Augendiametern eine ovale Gruppe scharfer Sammtzähne, jenen auf den Kiefern gleich. Die Augen liegen ganz oben mit der fla- chen etwas concaven Stlrne in beinahe gleicher Ebene, etwas nach der Mitte des Kopfes; sie sind sehr klein, denn ihr Durchmesser ist 15 — 16mal in der Kopflänge enthalten. Das Hinterhaupt en- det mit einer halbmondförmigen Einbiegung, deren rückwärts gewen- dete Spitzen sich an dem Schultergürtel anschliessen; aus der Mitte * Valenciennes hat diese von ihm selbst nicht gesehene Species nach Gronov ius Cl- f^-J falscher Angabe unter die Gattung PimelodtU gestellt, welche keine Gauraenzähne haben. 105 (1095) dieses Halbmondes springt ein pfriemenförmiger Fortsatz der hin- teren Stirnbeine hervor, der etwas weiter rückwärts als die beiden Enden des Halbmondes reicht. Die Rückenflosse beginnt gegen dem Ende des ersten Kör- perdrittheiles (die Schwanzflosse nicht gerechnet) auf einer Basis, die ihrem dritten längsten Strahle oder i Kopflänge gleich ist ; von ihren beiden starken Knochenstrahlen ist der vordere sehr kurz und breit , der zweite sieht mit seiner scharfen , rückwärts ausge- höhlten Spitze aus einer dicken ihn umgebenden Haut hervor, die sich weichstrahlig über ihn erhebt. Beide Knochenstrahlen sind zwischen den Flügeln eines halbmondförmigen, durch die ersten Flossenträger gebildetes Gehäuse so eingelenkt, dass sie durch den Willen des Thieres unbeweglich in die Höhe starren. Die vorwärts gerichtete Spitze dieses Flossengehäuses berührt beinahe den pfrie- menförmigen Fortsatz der hinteren Stirnbeine. Die horizontalen Brustflossen haben einen sehr starken, breiten, etwas gebogenen Knochenstrahl, der rückwärts mit 8 — 11 starken hakenförmigen Zähnen versehen ist, und sich auf die an Silnroiden gewöhnliche Weise, aufgerichtet, feststellen lässt. Die abgerundeten Bauch- flossen sitzen etwas nach der Mitte des Körpers und die Anal- flosse beginnt mit dem lezten Viertheile desselben, sie ist an der Basis , welche i Kopflänge gleicht, sehr fleischig. Vertikal über dieser lezteren und beinahe auf gleicher Basis befindet sich die rückwärts abgerundete Fettflosse. Die Schwanzflosse ist an ihren Spitzen etwas abgerundet und in der Mitte wenig ausge- buchtet. Die weite trichterförmige Analmündung hat einen hervorstehenden vorn ausgebuchteten, seitwärts durch mehrere Ker- ben gezackten Rand. Die Art und Weise, auf welche hier wie bei Siluroiden überhaupt der grosse Rückenflossenstrahl in seinem , aus den zwei ersten starken Flossenträgern gebildeten Gehäuse eingelenkt wird, und wie dessen willkürliche Hemmung bei aufrechter Stellung geschieht, ist eine höchst merkwürdige. Fig. A. stellt ein solches leeres Gehäuse (von Arius Cous) vor, nachdem die beiden Kno- chenstrahlen herausgenommen wurden ; aus seiner vorderen Tiefe , erhebt sich der konische Fortsatz a., mit dessen stumpfer Spitze ein auf dem zweiten Flossenträger entstehender Haken b. durch ein kurzes Band zusammenhängt und so einen ganz geschlossenen Ring bildet. Fig. B. zeigt den herausgenommenen zweiten Knochen- strahl von vorn mit einem Loche c. an der Basis, seinen Grübchen d. d., seinen Gelenkkugeln e.e. und seinen Buchten f. f. Fig. C. ist der erste oder kleine Knochenstrahl mit seinen Spitzen g. g. Fig. D. stellt die drei Theile A. B. C. in ihrer natürlichen Ver- bindung vor: der grosse Knochenstrahl wird durch zwei dehnbare Bänder mit seinen Gelenkkugeln e. e. in den Grübchen der Gehäusbasis h. h. gehalten, zugleich bietet der Ring a. b., welcher H ec k e I , Ichthyologie. 8 ^ 106 (1096) durch das Loch c. geht, die eigentliche Gelcnktläche dar und fes- selt, wie das Glied einer Kette, den grossen Strahl. Wird dieser ganz aufgerichtet, so tritt der dickere konische Theil des Ringes oder der Vorsprung a. in das Loch c, und füllt es, wie ein genau passender Zapfen aus, wodurch jede Seitenbewegung des jezt auf seine Gelenkkugeln e. e. gestemmten Strahles ganz unmöglich wird. Der kleine, wie eine hohle Schuppe gestaltete erste Strahl C. ist dem Fortsatze a. aufgesattelt und nur durch ein häutiges Band in der Rundung i. des Gehäuses gehalten ; zugleich verbindet ihn, wie ge- wöhnlich , eine feste Membrane ziemlich enge mit dem grossen Strahle. Nun geht durch die Oeffnung k. (Fig. E.), längs der Vorderseite des ersten Flossenträgers, eine Muskel hinauf und rich- tet den kleinen Strahl und dieser wieder durch seine Verbindungs- Membrane den Grossen auf. In dieser Stellung stemmt sich der Rücken des kleinen Strahles an den Rand i. des Gehäuses an, die beiden Spitzen g. g. drücken gegen die Grübchen d. d. des grossen Strahles und dieser steht nun ganz unbeweglich fest in seinem Ge- häuse. Um diese Hemmung zu lösen und den Strahl wieder nie- der zu legen, ist die Funktion zweier anderer Muskelpaare nöthig, deren vorderes und stärkeres Paar an der concaven Seite des klei- nen Strahls haftet, durch zwei grosse OefTnungen I. 1. (Fig. E.) an den Seiten n. n. der die beiden Flossenträger verbindenden Wand hinab reicht und vorerst den kleinen Strahl an den grossen anpres- send, die Spitzen g. g. wieder unter die Einbuchtungen f. f. hinabzieht. Das zweite schwächere Paar haftet an den Spornen m. m. des gros- sen Strahls, geht hinter dem zweiten Flossenträger hinab und legt den grossen und dieser zugleich durch die Verbindungs- Membrane den kleinen oder ersten Strahl nieder. Nach frischen Exemplaren im Weingeist ist der untere Theil des Kopfes nebst den unteren Bartfäden, der Brust und dem Bauche gelblichweiss ; der übrige Körper hellbraun, gegen den Rücken dunk- ler marmorirt. Alle Flossen sind gelblichweiss mit einem grossen schwarzbraunen Fleck an der Basis und einer dessgleichen Binde über die Mitte, nur die Fettflosse hat keine Binde, die schwarzbraune Färbung ihrer Basis zieht sich bis gegen den Rand; an Brust- und Bauchflossen ist der Basisfleck nur oben stark ausgedrückt. Da.s Wiener Museum erhielt viele Exemplare dieser Art in ver- schiedenem Alter, deren grösste jedoch niclit über 8 Zoll lang .sind: sie wurden im Fliisschen Kueik bei Aleppo gefangen, woselbst sie für die Tafel sehr geschäzt und unzenweise verkauft werden. Ihr gewöhnlicher Name i.st Babutsch, das heisst: Schuh. ■>¥ Barbus Rajanorum. (Taf. XIV. Fig. 1.) Heckei. , p. 59, Anmerk. Corpore gracili , compresso; rostro obtiiso et operculi apice paululum iiifra axin corporis, oculo minuto supra haue posito; capite crassiusculo ^y totius corporis; praeoperculo ante occiput; radio osseo in piuna dorsali anguste serrato, pinnis ventralibus praeposito. ® XIII P.1.17. V.1.8 D.3.S. A.3.5 C.-?-. Lin. lat. 65. 8 VII Ausser den früher beschriebenen und auf der Tafel II, Fg. 2 und 3 abgebildeten stumpfnasigen Barbus-Arten {B. pectoralis et perniciosus) hatten wir noch 2 anderer erwähnt, die ihnen sehr nahe stehen. Eine derselben, die hier zu beschreibende Art, gleicht am meisten unserem B. pectoralis aus dem Orontes, von dem sie sich jedoch auf den ersten Bück durch eine etwas schlankere Gestalt, etwas kürzeren Kopf, ein viel kleineres Auge, viel zahl reichere und dadurch kleinere Schuppen hinlänglich unterscheidet. In der etwas vorgerückten Stellung der Rückenflosse gegen die Bauchflossen stimmt die gegenwärtige Art mehr mit unserem B. perniciosus überein, von dem sie jedoch, den übrigen Merkmalen nach, noch weit stärker abweicht. Der Körper ist schlank, massig comprimirt; der Vorder- rücken anfangs rund , dann gegen die Flosse zu allmälig etwas schneidend erhöht. Der stumpfe, ziemHch dicke Kopf, dessen Höhe am Hinterhaupte ^ seiner Länge erreicht, ist 5^mal in der Gesammtlänge des Fisches und l-i-mal in der grössten Körperhöhe, unter dem Anfange der Rückenflosse, enthalten. Die dicke stumpf abgerundete Nase ist vorragend; hinter ihr liegt der kleine halb- kreisförmige Mund, beinahe ganz unten. Die Mundwinkel ziehen Heckei, Ichthyologie. §** # 0. %» • 108 (210) sich bis unter die Nasenlöcher zurück und ihre Entfernung, oder die Sehne des Mundbogens, übertiifTt kaum den Diameter -eines Auges. Die fleischige Oberlippe verbirgt sich vorn beinahe ganz unter die herabhängende Nasenklappe ; ihr häutiger Wulst umgibt «zwar die Mundwinkel, verschwindet aber unter der Mitte des Unter- kiefers gänzlich. Das Auge befindet sich mit seinem hinteren Rande genau in der Kopfhälfte und liegt mit seinem unteren Rande auf der Achse des Körpers, welche die Mitte der Nase nebst dem , Winkel des Deckels etwas unter sich lässt und die Lin. lat. bei ihrer sechsten oder siebenten Schuppe durchschneidet. Der Diameter eines Auges ist beinahe 6mal in der Kopflänge und 2imal in der Slirnbreite zwischen beiden Augen enthalten. Um einen Augendiameter hinter dem Auge ist der Vordeckel mit seinem vertikalen Rande eingelenkt; der Deckel selbst, über dessen Mitte ^ das Hinterhaupt endet, enthält 1^ Augen-Diameter. Brust und Bauch flössen sind beinahe gleich lang und erreichen ^ der Kopflänge. Die Rückenflosse beginnt um einen Augendurchmesser vor den Bauchflossen oder vor der hal- ben Körperlänge (die Schw^anzflosse nicht gerechnet); ihre Basis nimmt ^ der Kopflänge oder |- ihres eigenen massig starken, durch 30 Paar scharfe Zähne eng gezähnten Knochenstrahles ein. Die Analflosse entspringt mit dem fünften Siebentel der Körper- länge und ihre Basis gleicht der halben Länge ihrer vorderen Strahlen, oder ^ der Kopflänge. Die Schwanzflosse ist ziem- lich stark ausgebuchte!. Die Schuppen sind an der Basis M'enig ausgebuchtet und rückwärts abgerundet, dabei haben alle eine beinahe gleiche Grösse von 1 Augendiameter , nur die am Vorderrücken sind kleiner und jene auf der Brust sehr klein. 16 Schuppen bilden die erste Querreihe nach dem Hinterhaupt, zwischen dem Ursprung beider Seitenlinien, deren jede aus 65 Rührchenschuppen besteht. Diese Seitenlinie senkt sich allmälig bis über die halbe Länge der zu- rückgelegten Brustflosse nur etwas Weniges unter die Achse herab und läuft dann vyagrecht aus. Die Textur der Schuppen gleicht jener der zunächst verwandten Arten. Im Weingeist ist die gegemvärtige Farbe silbern, am Rücken und Oberkopf röthlichgrau ; die vertikalen Flossen sind blassgrau, nur der Rücken sowohl an den vorderen Strahlen in der Rücken- flosse als in den oberen der Schwanzflosse ist schwarz. Wir erhielten nur ein Exmiplar dieser Spezies, von 9^ Zoll Länjie, aus den Gewässern von Aleppo, welches den beiden g;leichfalls von dorther eihalleiien und mit Kersin liandscheli (vinsei cm Scupliiodon Capoeta) bezeiclineten Stücken beigegeben war. Die Araber scheinen daher diese beiden Arten nicht zu unterscheiden , die sich übrigens in nichts als in der Anzahl ihrer horizontalen Scliuppenreiheu über der Lin. lat. gleichen. * # 109 (211) Barl>u» K.erüin. (Taf. XIV. Fi^. 2.) Heckei. , p. 59, Anmerk. Corpore latiusculo Leu eiset rutili'^ rostro obtuso et oper- cull apice cum axi corporis coiiicidente, oculo supra haue posito ; capite crassiusculo y-y totius corporis; praeoperculo obliquo, ante occiput; radio osseo in pinna dorsali ruditer serrato, pinnis ventralibus siiperposito; pinnis pectoralibiis et ventralibus brevibus. P.1.17. V.1.8. D.3.S. A.3.5. C.^. Lin. lat. 55— 5ß. 8 V" Die zweite stumpfnasige Barbe gleicht sehr dem vorhergehen- den B. Rajanoriirn, so wie auch unserem früher beschriebenen B. pectoralis, doch sein mehr gedrungener, höherer, dem Leu- cisciis riitiltis ähnlicher Körperbau, sein dickerer Kopf, seine liurzen Brust- und Bauchflossen, sein grob gesägter Knochenstrahl in der Rückenflosse und seine 55 — 56 Schuppen in der Seiten- linie unterscheiden ihn auf das Bestimmteste von beiden Arten. Der Körper ist massig comprimirt und zwar mehr gegen den Vorderrücken, der sich durch einen sanften Bogen an das Hinterhaupt anschliesst, als gegen den Bauch. Die Länge des Ko- pfes, welche die Höhe desselben am Hinterhaupte nur um ^ über- triö't, ist 5imal in der Gesammtlänge des Thieres und über l^mal in der grössten Körperhöhe, unter dem Anfange der Rückenflosse, enthalten. Die sehr abgerundete Nase ragt etwas vor. Der Mund liegt nicht so tief unten als an B. Rajanomm und seine bogenförmige Spalte reicht weiter zurück, die Sehne zwischen bei- den Mundwinkeln erreicht 1^ Augendiameter. Die nicht sehr flei- schige Oberlippe wird vorn von der Nasenklappe etwas bedeckt, ihr Wulst umgibt zwar die Mundwinkel, verschwindet aber ganz gegen die Mitte des Unterkiefers. Das Auge liegt mit seinem hinteren Rande in der Kopfhälfte, mit seinem unteren Rande auf der Achse des Körpers, welche die Mitte der Nase nebst dem Winkel des Deckels durchschneidet. Der Durchmesser eines Auges ist 4i^mal in der Kopflänge und 2^mal in der Sürnbreite, zwischen beiden Augen, enthalten. Der etwas schief vorwärts gezogene Hinterrand des Vor deck eis beginnt um einen Augendiameter hinter dem Auge; die Länge des Deckels nach diesem Rande enthält 1^ Augendiameter. Vertikal über der Mitte des Deckels endet das beinahe etwas concav ansteigende Hinterhaupt. Brust- und Bauch flössen gleichen nur | der Kopflänge. Die Rückenflosse entspringt vertikal über den vorderen Strahlen der Bauchflossen und zwar beide etwas vor der Körpermitte (ohne 8* • ^ 110 (212) der Schwanzflosse) ; ihre Basis enthält nicht viel über | der Kopf- länge oder ^ ihres eigenen massig starken, aber grob gezähnten Knochen Strahles, der höchstens 24 Paar Zähne zählt. Die Anal flösse beginnt mit dem dritten Viertheile der Köi'perlänge auf einer Basis, die halb so lang ist als jene der Rückenflosse, oder als ihre eigenen vorderen Strahlen. Die Schwanzflosse ist massig ausgebuchtet. Die Schuppen sind beinahe durchgehends von gleicher Grösse, jedoch genau betrachtet, liegen über den Brustflossen die grössten, von mehr als i Augendiameter; am Vorderrücken, besonders nach dem Hinterhaupte, sind sie kleiner und an der Brust wie gewöhn- lich sehr klein. 13 kleine, von einer dicken Haut überzogene Schuppen bilden die erste Querreihe nach dem Hinterhaupt, woran sich jederseits 4 gewöhnhche Schuppen bis zu dem Ursprünge beider Seitenlinien anreihen. Die Seitenlinie besteht aus 55 — 56 Röhrchenschuppen und senkt sich allmälig bis sie gegen das Ende der zurückgelegten Brustflosse die Achse erreicht, die sie mit ihrer zehnten Schuppe berührt und alsdann gerade mit ihr ausläuft. Die Gestalt der Schuppen weicht wenig von jener der drei früher be- schriebenen stumpfnasigen Barben ab , ihr Umriss ist etwas mehr oval, Radien und concentrische Schichtenringe zarter, feiner. Die gegenwärtige Farbe im Weingeist ist hell silberglänzend an den Seiten , röthhchbraun auf dem Rücken und am Bauche weiss ; Rücken - und Schwanzflossen sind gegen das Ende ihrer Strahlen schwärzlich. « Das Wiener Museum besitzt mehrere Exemplare dieses Cypri- noiden von 3 — 8 Zoll Länge, er sclieint in den Gewässern von Aleppo einer der gemeineren Arten zu seyn, die Fischer nennen ihn dort Kersin. Barbus Scincus. (Taf. XIV. Fig. 3.) Heckel, p. 59, Annierk. Corpore teretiusculo; rostro arcnato, infra axin corporis; opercnli apice cum lila coinciilente; oculo minnto super axin; capite ^ totius corporis; praeoperculo ante occiput; radio osseo in pinna dorsali tenniter serrato , pinnis ventralibus superposito; pinnis pectoralibus ventralibus et caudali bre- vibus. Dorso cum fronte maculis brunneis nebulosis; pinna caudali fascia nigra transversa cum punctis sparsis, dorsali subpunctata. ^ X P.1.14. V.1.8. D.3.8. A.3.5. C.^^. Lin. lat. 55— 56. ^ VH 8 Unter den syrischen Barben nähert sich diese Art am meisten % 111 (213) unserem Barbns Lacerfa, Taf. I, Fig. 1, von dem er sich jedoch durch einen mehr walzenförmigen Körper, kürzeren, vorn stark abwärts gebogenen Kopf, kleineren Mund, kleinere Au- gen und etwas grössere Schuppen hinreichend unterscheidet. Der Körper, welcher sich ohne besondere Erhöhung an das Hinterhaupt anschliesst, ist gestreckt und beinahe walzenförmig, denn seine grösste Dicke, nach den zurückgelegten Brustflossen, misst über ^ der grössten Körperhöhe ebendaselbst. Die Länge des Kopfes gleicht der grössten Körperhöhe und ist 5|mal in der Gesaninitlänge des Thieres enthalten. Das Stirnprofil ist von den Nasenlöchern an rasch abwärts gebogen, so dass der Kopf weit unter der Achse eine stumpfe Spitze bildet. Die nicht fleischige Nase ragt vor der ganz unten liegenden, kleinen, halbkreisförmigen Mundspalte vor, deren Sehne 1^ Augendiameter enthält. Ein fleischiger Lippenwulst umgibt den Oberkiefer und die Mundwinkel, der Unterkiefer bleibt nackt. Die vier Bartfäden, von denen das hintere Paar vertikal unter den Nasenlöchern sitzt, sind ziem- lich lang und fleischig. Das kleine Auge liegt mit seinem hin- teren Rande in der Kopfhälfte , mit seinem unteren Rande etwas über der Achse, welche die Spitze des Deckels durchzieht. Der Diameter ehies Auges ist sieben Mal in der Kopflänge und 2^- mal in der Stirnbreite, zwischen beiden Augen, enthalten. Der an seinem Winkel stark abgerundete Vordi^'ckel ist um mehr als einen Augendiameter hinter dem Auge und nur wenig vor dem Ende des Hinterhauptes eingelenkt; die Länge des Deckels selbst enthält 2 Augendiameter. Brust- und Bauch flössen werden kaum über | des Ko- pfes lang. Senkrecht über den letzteren entspringt in der Mitte des Körpers (ohne Schwanzflosse) die nicht sehr schief abgestutzte Rückenflosse, deren Basis sowohl, als auch die grösste Höhe ihrer vorderen Strahlen, § der Kopflänge wenig übertreffen ; ihr Knochenstrahl ist schwach, am Ende sehr biegsam und bei- nahe von der Basis an durch beiläufig 40 Paar scharfer Zähnchen fein gesägt. Die Anal flösse beginnt mit dem letzten Körper- Viertheile auf einer Basis, welche ^ der: Rückenflossenbasis oder ^ einer Kopflänge enthält; sie ist stumpf zugespitzt, so dass ihr zweiter getheilter Strahl am längsten, nämlich l^mal so lang als die Flossenbasis ist. Die Schwanzflosse ist wenig ausgebuchtet und kurz, denn ihre längsten Strahlen erreichen nur die Basislänge der Rückenflosse. Die Schuppen sind, genau betrachtet, über den Bauchflos- sen, wo sie einen Augendiameter erreichen, am grössten; gegen den Vordeirücken werden sie, wie gewöhnlich, kleiner und die kleinsten sitzen auf der Brust. Auf das Hinterhaupt folgt eine deutliche Bogenreihe von 18 — 19 Schuppen, welche die beiden ^^ ♦ • 112 (214) Seitenlinien, deren eine aus 55 — 56 Schuppen besteht, verbindet. Diese Seitenlinien senken sich nach ihrem Ursprung etwas rasch bis gegen die Mitte der zurückgelegten Brustflosse herab , von wo an sie unmerklich sinken und erst über den Bauchflossen die Achse erreichen, der sie bis ans Ende folgen. Gestalt und Struktur der Schuppen sind jener von Barbus Lacerla sehr ähnlich. Oberkopf und Rücken sind hellbraun, die Seiten gelblich, der Bauch weisslich silbern; eine unregelmässige wolkigte Schattirung, bald heller, bald dunklerer brauner Flecken zieht sich vom Rücken über die Seiten herab , ohne den Bauch zu erreichen ; Oberkopf, Deckel und Wangen sind gleichfalls gefleckt. Eine breite schwärz- liche Binde zieht sich quer über die Mitte der Schwanzflossen- strahlen, welche sowohl an ihrer Basis als gegen ihr Ende schwärz- lich getupft sind. Die Mitte der Rückenflossenstrahlen hat gleichfalls bald mehr, bald weniger schwarze Fleckchen. Wir besitzen mehrere Exemplare von 4 — 8 Zoll Länge aus dem Flusse Kueik bei Aieppo, wo er nebst deniKarrid a ahm a-v (Barbus JLacerta) nicht selten vorkömmt. Die Fischer von Aieppo nennen ihn zum Unterschiede dieses letzteren, Karrid asrak, den blauen Zot- tigen, CS scheint daher, dass im Leben seine Hauptfarbe blau oder mindestens bläulich sey. Um die Kenntniss der eigentlichen Barben -Arten aus den Gewässern Syrien's und Palästina's durch eine syste- matisch-charakteristische Zusammenstellung zu erleichtern , wollen wir sie noch einmal unter folgenden Typen auffassen : 1) Mit gezähntem Knochenstrahle in der Rückenflosse und einem Lippenwulst, welcher nebst dem Oberkiefer nur die Mund- winkel umgibt. a. Mit sehr fleischigem Lippenwulst, wie an unserem gemeinen Barbus fluviatilis, dabei aber keine spitze Rückenflosse und mit einer kurzen Schwanzflosse: Barbus Lacerfa t Kueik „ Schleus \ b. Mit mageren Lippen, kleinem Mund und einer dicken, stumpf abgerundeten Nase : Barbus pecforalis. Orontes. „ Kersbi. Kueik. p perniciosus. Gewässer v. Damascu s. 2) Mit ungezähntem Knochenstrahle in der Rückenflosse und einem Lippenwulste, der beide Kiefer vollständig umgibt. a. Mit langgestrecktem walzenförmigem Körper; Barbus Grypus. Tigris. I). Mit kurzem hohem comprimirtem Körper: ? Barbus labecula Cuv. Valenc. Jordan • r 113 (215) liuciobarbus Sicliejcli. (Taf. XV. Fig. 1.) Heckel, p. 65, Anuierk. Corpore latinseulo in pronoto conipresso; rostro obtuso, infra axin corporis; oculo et operciili apice cum axi coinci- diMitibus; capite trniici altitudine, breviore, ^ corporis; ore infero, parvo; labio superiore cariieo, inferiore interrnpto; radio osseo in pinna dorsali validissimo, serrato , corporis aititudinem iion attin<;ente, in medio corporis sed pone piii- iiariim ventraliiini ortum posito. ^ X. P.i.l«. V.1.8. D.4.8. Ä.3.5. C— . Lin. lat. 50— 60. 8 ^" Unter unseren iMciobarben kömmt die gegenwärtige Art, sowohl ihren Hauptformen nach, als der dickeren fleischigeren Nase wegen, am meisten mit Luciob. myslaceus überein , von der sie sich jedoch durch einen kürzeren schmäleren Kopf und durch den gänzlichen Mangel jenes häutigen Lippenumschlages, unter der Mitte des Unterkiefers, wesentlich unterscheidet. Der Rumpf, welcher sich in fortlaufender massiger Erhöhung an das Hint'^rhaupt anschliesst, ist höher und besonders gegen den Anfang der Rückenflosse, wo er beinahe schneidig zuläuft, mehr comprimirt als an Luciob. mystaceus. Der etwas zugespitzte Kopf ist 6mal in der Gesammtlänge des ganzen Fisches und 1^- mal in dem grössten Höhedurihmesser desselben, unter der Rücken- flosse, enthalten. Die Nase befindet sich gänzlich unter der Achse des Körpers, sie ist vorstehend, abgerundet, weich; der kleine Mund liegt ganz unten, von der fleischigen Oberlippe, welche zu- gleich die Mundwinkeln umgibt, überdeckt; die Sehne der halbkreis- förmigen Mundspalte gleicht dem Diameter eines Auges. Von den vier etwas fleischigen Bartfäden erreichen die hinteren, unter den Nasenlöchern sitzenden, wenn sie zurück gelegt werden, die Mitte des Auges. Das Auge liegt mit seinem hinteren Rande in der halben Länge des Kopfes und wird von der Achse des Kör- pers, welche zugleich die Nasenlöcher und den Winkel des Deckels durchschneidet, mitten durchzogen. Der Diameter eines Auges ist 5^mal in der Kopflänge und 2|mal in der Slirnbreite zwischen beiden Augen enthalten. Um einen dieser Diameter hinter dem Auge beginnt der Vor deckel, bei seiner unteren Wendung einen sehr abgerundeten Winkel bildend; noch um i- Augendiameter weiter rückwärts endet mit dem vierten Fünftel der Kopflänge das Hinterhaupt. Die Rückenflosse entspringt in der Mitte des gegen ihre sehr schiefe Basis schneidig ansteigenden Körpers , und zwar 114 (216) perpendikulär um einen ganzen Augendiameter hinter den ersten Strahlen der Bauchflossen ; sie ist sehr schief abgestutzt, ihre Basis enthält | der längsten Strahlen oder einer Kopflänge, während sie die kürzesten um das Doppelte übertrifft. Der sehr starke Kno- chenstrahl ist durch 35 Paare in seiner obern Hälfte sehr grober Zähne gesägt. Die Analflosse beginnt etwas vor dem letzten Vicrtheile des Körpers, auf einer Basis, die ^ der Kopflänge ausmacht und über 2mal in der Länge ihrer vorderen Strahlen enthalten ist. Die Schwanzflosse erreicht über eine Kopflänge und ist mitten sehr tief ausgebuchtet. Die Schuppen sind von ziemlich gleicher Grösse, jedoch an den Seiten unter der Rückenflosse stehen die grössten, welche | eines Augendiameters erreichen, gegen den Vorderrücken zu werden sie wie gewöhnlich kleiner und viel kleinere bedecken die Brust. 14 Schuppen bilden unter einer dicken Haut die erste Bogenreihe zwischen beiden Kiemenspalten, nach ihnen folgen 18, welche beide Seitenlinien verbinden, deren eine aus 47, höchstens 49 Röhrchen- schuppen besteht. Die Seitenlinie, welche bereits mit ihrer siebenten bis achten Schuppe die Achse durchschneidet , senkt sich als ein sanfter, weit gedehnter Bogen, der unter der Rücken- flosse seine grösste Tiefe erreicht, nur wenig unter die Achse herab; unter dem Anfange der Rückenflosse zählt sie 10, unter ihrem Ende 8 und vor der Schwanzflosse 5 horizontale Schuppen- reihen über sich. Die Gestalt der Schuppen ist ein breites Oval, dessen vorderer Rand oder Basis nur sehr wenig eingebuchtet ist; der Strahlenpunkt liegt mitten; die feinen concentrischen Ringe sind an der unbedeckten Fläche zerrissen, letztere wird von unge- fähr 25 Radien durchzogen, die eine weniger concentrische Rich- tung haben als die circa 20 ganze und halbe, welche gegen die Basis auslaufen; seitwärts sind keine Radien. Die Färbung hatte mit Lnciob. mystaceus viel Aehnliches, jedoch schien der Rücken mehr blaugrün zu seyn. Viele Exemplare dieser Art, von 2 — 13 Zoll Länge, erhielt unsere Samniiunt;' mit dem Namen Schejcli San aus Mossul, ein Name, mit welchem die Araber auch unseren Luciobnrbtis mystaceus bezeichnen. Sie scheinen daher diese beiden Arten nicht zu unterscheiden. Unsere vier syrische Luciobarbus- Arten, die sämmtlich in der Rückenflosse mit einem starken gesägten Knochenstrahle ver- sehen sind, lassen sich auf folgende Weise eintheilen : 1) Spitzköpfige, deren Mund von vornen gespalten und deren vorderes Bartfädenpaar von der Spitze der dünnen Nase herab hängt. Luciobarbus esocinus ■' \ Tieris „ xanthopferus \ * Wird bei 3 Zentner schwer, im Zab oder dem Lycus der Alten, südöstlich von Mossul. 115 (217) 2) Stumpfköpfige, deren Mund von unten gespalten und deren vorderes Bartfädenpaar an den Seiten der dicken abgerun- deten Nase herabhängt. a. Mit Unterlippe: Luciobarbus mystaceus. Tigris. b. Ohne Unterlippe : Luciobarbus Schejch. Tigris. In der Histoire naturelle des poissons^ Tome XVI macht uns Valenciennes mit zwei Barben aus dem Jordan: Barbus loufficeps und Barbns canis bekannt, die gleichfalls hierher zu gehören scheinen, was sich jedoch ohne Angabe der Schlundzähne nicht sicher bestimmen lässt. Ihr glattrandiger Rnochenstrahl würde sie alsdann, wie bei den eigentlichen Barben, einer besonderen Unterabtheilung zuweisen. Scapliiodon socialis». (Taf. XV. Fig. 2.) Hecke L, p. 71, Aiimerk. Corpore gracili, dorso tereti; rostro obtuso cum axl corporis coincidente; ociili segmento niinori inferiori et oper- culi apice infra axin; capite fj corporis, trunci altitudine aeiiuaiite; radio osseo serrato gracili; squamis pone hume- rum majoribus. 10 XII P.1.I9. V.1.9. D.5.9. A.3.5. C.-?-. L»n. lat. 67. Unter den bereits beschriebenen und abgebildeten Arten die- ser Gattung kann man die gegenwärtige nur mit Scaphiodon Capoefa vergleichen, der sie am nächsten steht, und von welcher sie in der That nur durch den schlankeren Körper, längeren Kopf, längere Analflosse und etwas grössere Schuppen verschie- den ist *. Der Rumpf ist gestreckt, massig comprimirt, mit abgerun- detem Vorderrücken , der sich, ohne besondere Erhebung beinahe wagrecht an das Hinterhaupt anschliesst. Die grösste Körperhöhe im Anfange der Rückenflosse gleicht einer Kopflänge und ist 5^- mal in der ganzen Länge des Thieres enthalten. Die Nase ist sehr stumpf abgerundet; unter ihr liegt der halbkreisförmige Mund mit seinem iippenlosen zugeschärften Unterkiefer; die Sehne des * Tom. I, p. 68 (1058) in der Diagn. des Scaphiod. Capoeta an- Vlll XHl statt Liii. lat. 76 — 77, soll es heisseu Lin. lat. 76—77. X X # 116 (218) Mundbogens enthält kaum 1^ Augendiameter und in jedem Mund- winkel sitzt ein sehr dünner Bartfaden, der zurückgelegt, nicht weit über den vorderen Augenrand reicht. Das Auge liegt in der vorderen Hälfte des Kopfes, mit seinem unteren Rande etwas unter der Achse des Körpers , welche den untern Theil der Nase und den Deckel etwas über seinem Winkel durchzieht. Der Dia- meter eines Auges ist 6mal in der Kopflange und 2^mal in der breiten, beiiiahc flachen Siirne zwischen beiden Augen enthalten. Der vertikale Rand des Vordeckels beginnt um einen halben Augendiameter vor dem, mit dem y der Kopflänge endenden Hinter- haupte. Der Deckel ist 2i- Augendiameter lang und die Kiemen- spalte öffnet sich unten bis unter den Vordeckel. Die Rückenflosse beginnt um 1^ Augendiameter vor den, in der Mitte des Körpers (ohne Schwanzflosse) entspringenden B au ch flössen; ihre Basis, die nicht viel kürzer ist, als ihre vordere Höhe , gleicht ^ der Kopflänge. Der dünne schwache Knochenstrahl verliert sich an seinem oberen Drittheile in ein weiches fadenförmiges Ende, ist aber bis dahin, beinahe von der Basis an, durch 30 Paar tief geschnittene Zähnchen scharf gesägt. Die Analflosse beginnt etwas vor dem letzten Körperviertheile, auf einer Basis, deren Länge über zweimal in jener ihrer vorderen Strahlen, oder nicht ganz 3mal in der Kopflänge enthalten ist; sie ist sehr schief und spitz abgestutzt. Die Schwanzflosse ist massig ausgebuchtet. Nach dem Schultergürtel sind die Schuppen ein wenig grösser als in der Mitte des Rumpfes, gegen den Schwanz zu aber, wo sie über \ Augendiameter erreichen, sind sie am grössten. Vorderrücken und Bauch sind mit Schuppen bedeckt, die nur halb so gross als jene der Seiten sind und auf der Brust werden sie noch viel kleiner. 17 Schuppen, unter einer dicken Haut ver- borgen, machen die erste Bogenreihe nach dem Hinterhaupte aus. Die Seitenlinie biegt sich etwas rasch abwärts, daher sie schon vor der halben Brustflossenlänge die Achse des Körpers mit ihrer sechsten bis siebenten Schuppe berührt und von da aus bald etwas unter, bald etwas über der Achse ausläuft. Sie besteht aus 67 Röhrchenschuppen, die im Anfange der Rückenflosse 12, unter ihrem Ende 9 und vor der Schwanzflosse 5 horizontale Schuppen- reihen über sich zählen. {Scaph. Cnpoeta enthält in der Lin. lat. 76 — 77 Röhrchenschuppen, dann 13 horizontale Reihen unter dem Anfang, 10 unter dem Ende der Rückenflosse und 6 vor der Schwanzflosse.) In Gestalt und Textur kommen die Schup- pen am meisten mit jenen des Scnphiodon fratercula überein. ^^ Die gegenwärtige Farbe im Weingeist ist braun, von einem ^P Silberglanz durchschimmert, der sich am Unterkopf und auf der Brust ins Weissliche verliert. ♦ 117 (219) Wir sahen nur zwei Exemplare dieser Art, von 6 — 8 Zoll Länge, ans dem Oro n tes. IScaphioflon poreg^riiioruin. (Taf. XV. Fig. 3.) Heckel, p. 71, Anmerk. Corpore subcompresso , dorso subelevato tereti ; ocnio ininori, super axiii corporis, rostro obtiiso et operciili apice cum axi coincideiite; capite obtuso ^ corpori.s , truiici alti- tudiiiem non attingente 5 praeoperculo siib occipite. y XV— XVI P.i.lS. V.1.9. D.5.9. A.3.5. C— . Lin. lat.77— 80. ^ XII 9 Auch diese Art hat eine grosse Aehnlichkeit mit Scaphiodon Capoefa, allein ein etwas höherer mehr comprimirter Körper, ein minder stumpfer, etwas längerer Kopf, mit kleinerem Munde, ein weiter rückwärts stehender Vordeckel, mehr Strahlen in den Brustflossen und kleinere Schuppen unterscheidiH sie auf das Bestimmteste. In Beziehung auf diese letzteren nähert sie sich un- serem Scaphiodon Umhla, der jedoch noch kleinere Schuppen hat, deren 90 — 96 die Lin. lat. bilden und der sich überdiess durch sein grosses Auge auszeichnet. Unserem Scaphiod. Trutta würde sie nach der Schuppenanzahl sicher am nächsten stehen , allein der Kopf und die niedere Flossengestalt des Capoeta entfernen sie sehr weit von ihm. Der Rumpf ist durchaus höher als an den übrigen verwandten Arten; der dicke fleischige Vorderrücken schliesst sich gewöhnlich, ohne merkbche Erhöhung, an das Hinterhaupt an und erhebt sich in einem massigen Bogen bis zur Flosse , wo die grösste Körper- höhe ^ der Gesammtlänge ausmacht. Der Kopf ist dick, kurz und stumpf, seine Länge ist 6mal in der Gesammlänge des ganzen Thieres oder l^mal in dessen grösster Höhe enthalten. Die Nase ist dick und abgerundet; unter ihr liegt die ^ Zirkel bildende Mund spalte, deren Sehne 1^ Augendiameter erreicht. Die Oberlippe liegt wie immer unter der dicken Nasenklappe versteckt, umgibt die Mundwinkel und verschwindet gänzlich in der Mitte des flachen zugeschärften Unterkiefers , dessen Schärfe aus einer wei- chen gelben Knorpelmasse besteht, die an in Weingeist aufbewahrten Exemplaren leicht abfällt. Das Auge liegt mit seinem hinteren Rande in der Mitte des Kopfes, mit seinem unteren etwas über der Achse des Körpers , welche die Nase in ihrer Mitte und den Deckel in seinem Winkel durchschneidet. Der Diameter eines Au- ges ist 6mal in der Kopflänge und beinahe 3mal in der Stirnbreite zwischen beiden Augen enthalten. Der Vordeckel liegt dicht n .«& \ 118 (220) vor einer , vom Hinterhauptende durch die Achse senkrecht ge- dachten Linie; ein Umstand, der diese Art vor allen übrigen von uns beschriebenen Scapliiodon's auszeichnet. Das Hinterhaupt endet mit f der Kopflänge und eben so weit reicht die Kiemen- spalte vorwärts. Die Rückenflosse entspringt um 1^ Augendiameter vor der Mitte des Rumpfes, oder der Anheftung der Bauchflossen, auf einer Basis , welche -^ der Kopflänge erreicht und nicht viel kürzer ist, als ihre längsten Strahlen, die ^ einer Kopflänge glei- chen. Der Kno chen strahl ist sehr schwach und von seinem oberen Viertheile an ganz weich, von da an bis zur Basis hinab ist er durch 25 Paar kleiner scharfer Zähnchen gesägt. Die kurze stumpfe Analflosse beginnt um einen Augendiameter vor dem letzten Körperviertheile , ihre Basis ist einem Driltheile der Kopf- länge gleich und zweimal in der Länge ihrer vorderen Strahlen enthalten. Die Schwanzflosse ist massig ausgebuchtet. Die Schuppen verhalten sich ebenso wie an Scaphiod. Capoeta, die grössten sitzen am Ende des Rumpfes und enthalten ^ eines Augendurchmessers, gegen den Bauch zu aber werden sie um I kleiner als die darüber an den Seiten befindlichen, jene der Brust sind noch viel kleiner. Die erste Bogenreihe , welche nach dem Hinterhaupte die beiden Seitenlinien verbindet, besteht aus 25 — 27, zum Theile mit einer dickeren Haut bedeckten Schup- pen. Die Seitenlinie selbst wird durch 76 — 78 Röhrchen- schuppen gebildet; über ihr liegen bis zum Anfange der Rücken- flosse 15, gewöhnlich 16, bis an das Ende derselben 13 und vor der Schwanzflosse noch 7 horizontale Schuppenreihen; unter ihr, bis zu den Bauchflossen sind 12 Reihen; vor ihnen aber, gleich nach den zurückgelegten Brustflossen, zählt man 23 — 24 Schuppen- reihen von der Seitenlinie bis auf die Mitte des Bauches. An dieser Stelle, nämlich nach der zurückgelegten Brustflosse, kömmt die Seitenlinie bei ihrer fünfzehnten bis sechszehnten Schuppe auf die Achse des Körpers herab und läuft mit ihr bis an das Ende. Gestalt und Textur der Schuppen gleichen jenen der zunächst verwandten Arten sehr. Nach frischen Exemplaren in Weingeist waren die Hauptfarben gelblich silberweiss, Oberkopf und Rücken röthlichgrau, Brust und Bauch blassgelb; die innere Seite der Brust- und Bauchflossen, die Basis und der Rand der Analflosse schienen schön goldgelb gewesen zu seyn ; Rücken - und Schwanzflosse sind schwärzlich, mit hellerer Basis und der Rand des Unterkiefers ist ockergelb. Diese Art bewohnt den FIuss Kueik bei Aleppo, wo sie Kol-- lur oder Kcllnr s^e'iannt wird, ebenso ancb K o 11 ii r liadjiari, Piloer- Kolliir, K ol I u r
  • • f 120 (222) Die Anzahl der Bauch - und Schwanzflossenstrahlen blieben m sich immer gleich. Zwischen der Lin. lat. und den Bauchflossen ~ befanden sich XI, grösstentheils aber XII Schuppenreihen und in einem einzigen Falle XIII. Diese Abweichungen in den Schuppen- reihen und der Schuppenanzahl ist bei Fischen mit kleinen Schup- pen, obschon weniger bemerkbar, doch weit grösser und häufiger als bei grossschuppigen Arten. i||i^ Aus unserer Gattung Scaphiodon , welche sich durch ihren Zahnbau und den knorpeligen, zugeschärften Unterkieferraiid haupt- sächlich von Barbns unterscheidet, sind es sechs verschiedene Arten, alle mit nur 2 Bartfäden, die uns aus den Syrischen Ge- wässern bekannt sind und eine Art aus dem angrenzenden Natolien mit 4 Bartfäden. Unter den ersteren ist Scaphiodon Trntta die ausgezeichnetste Art, an ihrem comprimirten oben schwarzpunk- tirten Körper und dem starken hohen Knochenstrahle leicht zu erkennen. Die andern fünf sind unter einander sehr nahe ver- wandt, ihnen ist als Typus ein minder hoher, wenig comprimirter, am Vorderrücken fleischiger abgerundeter Körper, eine sehr stumpfe abgerundete Nase, eine niedere, weniger schief geschnittene Rücken- flosse, mit einem lange nicht so mächtigen Knochenstrahle , eigen. Diese sieben von uns beschriebene Arten wollen wir nun , zur leichteren Auffassung ihrer Unterschiede , hier nochmals in beson- dern Unterabtheilungen anführen. Knochenstrahlgezähnt. 1) Bartfäden zwei, über jedem Mundwinkel einen. a. Mit comprimirtem Vorderrücken, starkem Knochenstrahle in der spitzen Rückenflosse: Scaphiodon Trutla. Kueik, Tigris. b. Mit rundem Vorderrücken, schwachem Knochenstrahle in der stumpfen Rückenflosse. Grosse Augen: Scaphiodon frafercula. Damascus. „ Umbla. Tigris. Kleine Augen: Scaphiodon Capoefa. Kueik, Orontes. „ peregrinorwn. Kueik. „ socialis. Damascus. 2) Bartfäden vier, zwei über den Mundwinkeln, zwei an den Seiten der Nase : Scaphiodon Tinea. Brussa. H^ 121 (223) F Cypriiiiou neg-lectus. (Taf. XVI. Fig. 1.) Corpore compresso, dorso attenuato; rostro prominente, crasso; ore transverso, frontis latitudine inter ocnlos diiplo minori; tegumento cartilagineo maxillae inferiovis marginein tantum tegente; pinna dorsali ante ventrales incipiente. ' VII P.1.15. V.1.8. D.4.13— 16. A.3.7. C.^. Lin. lat. 42 ^ III 6 Drei Arten aus dieser Gattung haben wir bereits beschrieben, die gegenwärtige sieht zweien derselben, dem Cypr. macrosfomus und Kais täuschend ähnlich , so dass man sie nach ihrer Profil- ansicht allein bald für die eine, bald für die andere Art zu halten ver- sucht wäre. Was sie aber von beiden wesentlich unterscheidet, ist die Gestalt des 3Iundes, der bei Cypr. Tnacrostomns grösser ist, mit einem viel breiteren Knorpelrand am Unterkiefer und bei Cypr. Kais der schmalen Hälfte einer Ellipse gleicht. Ueberdiess sitzt am Kinne dieses letzteren , noch zwischen den Mundv.inkeln, eine Warzen - ähnliche , glänzend glatte Knorpelmasse , welche an unserer gegenwärtigen Art fehlt. Der beinahe schneidig comprimirte Vorderrücken erhebt sich nach dem Hinterhaupt ohne besondere Erhöhung bis zur Flosse , wo die grösste Höhe des Rumpfes etwas über -| der Ge- sammtlänge des Fisches erreicht. Der Kopf ist stumpf, beinahe so hoch als lang, 6^mal in der Gesammtlänge und li-mal in der grössten Körperhöhe enthalten. Die dicke abgerundete Nase liegt so, dass die Achse des Körpers, v.elche zugleich den Winkel des Deckels berührt und das Auge etwas über sich lässt, durch ihre Mitte hinzieht. Der Mund öffnet sich unter der vorstehenden Nase und seine Spalte beschreibt, wie an Cyprinion macrosto- nrns , einen flachen Querbogen , dessen Sehne aber nur , wie an Cyprinion Kais, einem Augendiameter gleich kömmt. Die den Oberkiefer umgebende Lippe zieht sich um die Mundwinkel herum, verliert sich aber bald in dem Kinne, oder der, zwischen den bei- den Armen des Unterkiefers, mit der gewöhnlichen Hautbedeckung überzogenen Fläche. Der lippenlose untere 3Iundrand ist durch eine schmale, glänzendglatte, orangegelbe Knorpeldecke zugeschärft. Das Auge liegt beinahe ganz in der vordem Kopfhälfte, sein Durchmesser ist 4.imal in der Kopflänge und l|mal in der Stirn- breite , zwischen beiden Augen enthalten. Der hintere Rand des Vor deckeis fällt perpendikulär unter das Ende des Hinterhauptes, im dritten Viertheile der Kopflänge. An älteren Thieren ist die m #• 122 (224) dicke Nase, nebst den vorderen Suborbitalknochen, mit Yielen po- rösen Grübchen besetzt. Die Rückenflosse entspringt beinahe um einen Augen- diameter vor den Bau chfl ossen, welche letztere der Nasenspitze unmerklich näher sitzen als dem Schwanzende. Die Länge der Rückenflossenbasis beträgt 1^ der Kopflänge oder des durch 24 Paar scharfe Zähne gesägten, massig starken Knochenstrahles. Die Anal flösse beginnt beinahe vertikal unter dem Ende der Rückentlossenbasis, vor dem letzten Körperviertheile, auf einer Ba- sis, die einer halben Kopflänge oder | ihrer vordem Sirahlenhöhe gleicht. Die Schwanzflosse ist tief ausgeschnitten und der obere Lappen ein klein wenig länger als der untere. Nach dem Schultergürtel sitzen, wie bei dieser Gattung ge- wöhnlich, die grössten Schuppen, die einen Augendiameter er- reichen; gegen den Vorderrücken, dem Schwanzende und den Bauch zu werden sie um die Hälfte, auf der Brust aber um sehr Vieles kleiner. Die Scheitellinie des Vorderrückens ist auch hier wie im- mer unbedeckt. Die Seitenlinie biegt sich über den Bauch- flossen etwas mehr abwärts, ohne desshalb eine Veränderung in der Anzahl der Schuppenreihen zu veranlassen, welche dieselbe ist, wie an den vorbenannten beiden Arten. An Exemplaren in Weingeist ist die Hauptfarbe gelblich, über dem Rücken bläulichgrau. Die Membrane der Rückenflosse ist schwarz, so wie auch der Rand an der Schwanzflosse und die Spitzen der übrigen Flossen. In den langen Eingeweiden fanden sich bloss Ueberreste von Pflanzen vor. Das Wiener Museum erhielt mehrere Exemplare dieses Fisches von 3—6 Zoll Länge aus dem Tigris bei Mossul. Wir kennen nun vier Arten aus der Gattung Cyprinion in den Gewässern von Syrien. Alle haben ein Karpfen-artiges Aus- sehen, einen scharfrandigen Unterkiefer, einen kurzen Bartfaden in jedem Mundwinkel, einen gesägten Knochenstrahl in der langen Rückenflosse und grosse Schuppen, welche jedoch ausgezeichneter Weise die Firste des zugeschärften Vorderrückens vom Hinterhaupte an bis zur Rückenflosse nicht überdecken. Diese vier Arien, bei denen sowohl Schuppen- als Straidenanzahl ziemlich gleich sind, theilen wir nach dem Stande der Rückenflosse und der Weite des Mundbogens in zwei kleine Gruppen ein. 1. Rückenflosse vor den Bauchflossen entspringend. Mundspalte quer, in weitem Bogen: ^ Cyprinion macrostomus. K u e i k. « neglectus. Tigris. 123 (225) ^jJS) Rückenflosse vertikal über den Bauchflossen entspringend: ^^' Mundspalte halbkreisförmig: Cyprinion Kais. Kueik. „ Cypris. Tigris. Squalius orieiitalis. (Taf. XVI. Fig. 2.) Sgualius cephalopsis Hecrel, p. 90, Anmerk. Corpore subelevato, crasso; capite triangulär! , 4|cor- poris; fronte super naribus convexa; oculo ^ capitis; ore horizontal! ad angulos deflexo; diametro oris spatio iuter- oculari non aequante, maxillis aequalibus ; basi pinnae analis dorsal! subbreviore. ^ VII P.i.lO. V.iS. D.3.8. A.3.7. C.-|-. Lin. lat. 40— 41. ^ III 7 Es nähert sich diese Art in der Gestalt unserem gemeinen Döbel {Cyprinus Dobuln Lin. oder Scfualms Dobula Bonapt.) am meisten, mit dem sie übrigens auch in Schuppen und Strahlen- anzahl beinahe übereinstimmt; doch ist ihr Körper verhältnissmässig gedrungener, kürzer, höher und der dickere grössere Kopf ist nur 4|mal in der Gesammtlänge enthalten. An älteren Individuen er- hebt sich das Stirnprofil, welches an jüngeren Thieren vom Hinter- haupte an parabolisch herabfällt, vor den Augen , über der Nase. Die ziemlich grosse, anfangs horizontale, Mundspalte wendet sich gegen ihre Winkel ziemlich rasch abwärts, ohne ganz bis un- ter die Nasenlöcher zu reichen ; die Sehne oder Mundweite enthält zwei Diameter eines Auges. Beim Oeffnen des etwas über der Achse des Körpers sich spaltenden Mundes wird der Unter ki efer ein wenig vorragend. Der häutige Lippenunischlag des Oberkiefers umgibt die Älundwinkel und zieht sich , Avie an Cyprin. Dobula, ziemlich nahe gegen die Symphyse des Unterkiefers hinvor, ohne sich daselbst gegenseitig zu vereinen. Das Auge liegt ganz in der vorderen Kopfhälfte, etwas über der Achse, welche den End- winkel des Deckels durchzieht, und der Zwischenraum beider Au- gen , oder die Stirnbreite zwischen ihnen gleichet 2^ Augendurch- messern, deren einer -i der Kopflänge ausmacht. Der vertikale Rand des stark abgerundeten Vordeckels fällt kaum nach dem, mit dem zweiten Drittheile der Kopflänge endenden Hinterhaupte. Die Rückenflosse beginnt gleich nach der höchsten Stelle des ohne besondere Erhebung dem Hinterhaupte sich anschlies- senden Vorderrückens, um ^ Augendiameter nach der Körpermitte Hecke 1, lciith)ologic. 1 24 (226) oder um i\ nach der vordem Anheftung der Bauch flössen; ihre Basis Ist zweimal in der Kopflänge und l^mal in der Höhe ihrer vorderen Strahlen enthalten ; der obere Flossenrand beschreibt eine etwas convexe Linie und sinkt mit dem letzten Strahle bis auf die Hälfte der vorderen Höhe herab. Um 1^ Augcndiameter nach dem Ende der Rückenflosse entspringt die Analflosse und zwar eben so weit unter der Achse des Körpers, als jene über derselben endet ; sie steht der Rückenflosse an Grösse wenig nach und gleichet ihr an Gestalt, nur sind ihre vorderen Strahlen kürzer und die hinteren länger als an dieser. Die Schwanzflosse ist massig ausgebuchtet, ihre Basis erreicht die Hälfte, ihre längsten Seitenslrahlen ^ der Kopflänge. Die Schuppen sind hart und fest, wie an unserem Döbel und beinahe von gleicher Grösse, bis auf jene der Brust, welche um Vieles kleiner sind. Die grössten sitzen gleich unter der dritten bis zehnten Schuppe der Linea lat. , wo sie ^ eines Auges bedecken. 15, zum Theil von einer dicken Haut verdeckte Schup- pen bilden die erste Bogenreihe nach dem Hinterhaupte von einer Seitenlinie zur andern, und 18 machen die Mittelreihe längs des fleischigen Vorderrückens bis zu seiner Flosse aus. Die Seiten- linie, welche aus 40 — 41 Röhrchenschuppen besteht, entspringt kaum über der Achse des Körpers und fällt über den Bauchflossen bis zum unteren Drittheile der Körperhöhe herab ; hier sind es 7 horizontale Schuppenreihen, welche über ihr bis zur Rückenflosse und 3, welche unter ihr bis zu den Bauchflossen hegen. Gegen Ende des SchAvanzes befinden sich nur noch 4 Reihen über und 2 unter der Lin. lat. , die beiden neutralen Verbindungsreihen , die obern aus 17, die untern aus 8 Schuppen bestehend, nicht mitge- rechnet. Gestalt und selbst Textur der Schuppen sind jener unseres Döbels ähnlich , nur sind sie im Ganzen weicher , zarter und von einer grösseren Anzahl feinerer Radien durchzogen. Im Weingeist ist die allgemeine Farbe obenher röthiichbraun, an den Seiten und nach untenzu gelblich silbern. Nach dem Schultergürtel folgt nicht der verwischte schwärzliche Fleck unseres Döbels , allein alle Schuppen des Oberrumpfes bis auf die Lin. lat. herab, haben so wie am Döbel eine schwärzliche Basis, lieber der Einlenkung der farblosen Brust , Bauch- und Analflosse zeigt sich eine gell)e Färbung, die über den erstem zum intensiven Fle- cken wird. Rücken- und Schwanzflosse sind gelblich an der Basis, in der zweiten Hälfte schwärzlich. Das Wiener Museum besitzt mehrere Exemplare diesesFiscIics von 4-7^ Zoll, aus dem Flusse Kueik bei Aleppo, <1ie Fis< Ii'T daselbst «nterscheiden ihn nicht von unserem früher beschriebenen S(fnatiu.i Berak (p. 88, Taf, X, Fig. 1), wenigstens erhielten wir ihn gleichfalls unter dein Namen Berak. M ^ggk 125 (227) m (Taf. XVI. Fi ff. 3.) ,' Heckel, p. 91; Alimerk. Corpore g^racill; capite acutiusciilo 5|^ corporis vel cor- poris altitiidini aeqiiante ; ore obliquo et oculo cum axi coincidente; diametro oculi A\ capitis; pinna anali subloii- giore pone baseos pinnae dorsalis incipiente. 8 X P.1.17. V.i.S. D.3.8. A.3.10. C.-?-. Lin. lat. 50. s IV 7 Man könnte leicht versucht seyn, diesen lileinen Cyprinoiden, wegen der Stellung seiner Flossen überhaupt und der etwas grös- seren Ausdehnung seiner Analflossenbasis, dem Cyprinus Albur- nus Linn. anzureihen, oder in unsere Untergattung Albnrmis zu verweisen, allein sein fleischiger Rumpf, seine festeren Schuppen und vorzüglich sein mehr wagrecht gespaltener Mund, der ganz dem unseres Döbels {Cyprinns Dobiila Linn.) gleichend, keine Spur jener charakteristischen Ausbuchtung darbietet, welche bei Alburnus vorkömmt, rechtfertigen seine gegenwärtige Stellung. Die grösste Höhe des Rumpfes über den Bauchflossen glei- chet einer Kopflänge und ist 5^mal in der Gesammtlänge des Thieres enthalten. Die Hauptform ist etwas gestreckt und mehr comprimirt als an anderen Squalius- Arien. Von der Nasenspitze bis zur Rückenflosse stellt das obere, wie das untere Profil, einen sanft gedehnten Bogen ohne alle Abweichung dar. Der Kopf ist etwas zugespitzt mit wenig fleischiger Nase. Der Mund ist vorn in der Achse des Körpers gespalten und zieht sich bei geringer Schiefe bis unter die Nasenlöcher zurück, wo die Entfernung bei- der Mundwinkel, oder die Sehne des Mundbogens, den Durchmesser eines Auges übertrifft. Der runde Lippenwulst des Oberkiefers um- gibt bloss die Mundwinkel. Das Auge liegt in der vorderen Hälfte des Kopfes, halb über, halb unter der Achse, welche, wie gesagt, den Anfang der Mundspalte berührt, dann den Endwinkel des Deckels weit unter sich lässl und die Lin. lat. in ihrer zweiten Schuppe durchschneidet. Der Diameter eines Auges ist 4imal in der Kopf- länge und nicht ganz zweimal in der Stirnbreite zwischen beiden Augen enthalten. Der vertikale Rand des Vordeckels steht am Ende des dritten Viertheiles der Kopflänge, gerade unter dem Hin- terhauptsende. Die Bauch flössen sitzen ein wenig weiter vorn als ge- wöhnlich, nämlich um einen ganzen Augendiameter vor der Mitte des Körpers, wodurch die Rückenflosse, welche um i Augen- diameter nach derselben entspringt, als ziemlich weit hinten sitzend erscheint. Zugleich beginnt die Analflosse noch vor dem letzten 9 * V 120 (228) #- ^ Körperdrittheile, beinahe unter dem Ende der Rückenflosse, auf einer Basis, welche die dieser letzteren um i an Länsre übertriflt. Die Rückenflossenbasis erreicht nicht ganz eine halbe Kopflänge oderi I ihrer vorderen Strahlenhöhe, der Flossenrand ist, so wie auch! jener der kaum minder hohen Analflosse, geradlinig und beinahe' rechtwinkelig abgestutzt. Die Schwanzflosse ist massig eingc buchtet, ihre längsten Seitenstrahlen kommen | der Kopflänge gleich. Die Schuppen sind beinahe alle von gleicher Grösse, mil Ausnahme der Brustschuppen, die wie gewöhnlich bedeutend kleinei sind; in der Mitte des Rumpfes, wo über der Lin. lat. die gros seren zu liegen scheinen, nehmen sie die Hälfte des Auges ein, Gleich auf das Hinterhaupt folgt eine Bogenreihe von 11 Schuppen zwischen dem Ursprünge beider Seitenlinien und eine nicht ganz regelmässige. Reihe von 28 Schuppen läuft vom Hinterhaupt bis zur Rückenflosse. Nach ihr decken beiläufig 21 Schuppen den Hinterrücken bis zur Schwanzflosse. Unter dem Anfange dci Rückenflosse liegen bis zur Lin. lat. 10, unter ihrem Ende 7 ho . rizontale Schuppenreihen; unter der Lin. lat. befinden sich bis zu den Bauchflossen oder der Analflosse herab 4 dergleichen Reihen; eben so viele über und 3 Reihen unter dem Ende der Lin. lat. welche selbst aus 50 Röhrchenschuppen gebildet, sich zwischer Bauch- und Rückenflosse mehr als f der Körperhöhe herabsenkt f^ ^P Gestalt und Textur der Schuppen sind jener der vorbe- w schriebenen Art sehr ähnlich, nur enthalten sie weniger Radien. Im Weingeist erscheint seine Farbe röthlichbraun über denr Rücken und schön silberglänzend an den Seiten, alle Flossen weiss- lieh und die vertikalen mit weisslichem Rande. Die irhlliyologj.stlie Sanimluiif^ des Wiener Museums erhielt iiui • zwei Individuen dieser Art, von S-J— 5i Zoll Länge, aus di-m Gewässei von A l e |) po. Die anwohnenden Fischer erklären ihn für einen Bastard des Berak und des Sellal {Si/ualius Berak, Tom. J, p. 1078, Taf. X, Fig. 1; Albiirnus Sellal, Tom. I, p. 1082, Taf. XI, Fig. 1,, eine Angabe, welche wenigstens beweiset, dass sie ganz richtig den Habitus aufgefasst haben, den diese Spezies, Avie schon gesagt, mit den beiden natürlichen Gruppen theilet , die wir hier unter Squal'ms und Alburmis zusammengesteUt haben. Fasst man nun kurz die vier aus Syrien bekannten Sqiialins- Arlen zusammen, so wird man bemerken, dass 3 derselben durch Stellung der Flossen sich gleichen, während die vierte davon ab- weicht. Unter den erstcren sind 2 Arten , deren hoher Körper die Kopflänge übersteigt, und eine schlanke Art, an welcher der Kopf länger ist als die Körperhöhe, wir unterscheiden sie daher, wie folgt: # ♦ * A 127 (229) 1) Ende der Rückenflossenbasis vor der Analflosse. a. Körper höher als die Kopflänge, beide Kiefer gleich lang: S(/iialms Berak. Kueik. „ Orientalis. Kueik. b. Kopf länger als die Körperhöhe, Unterkiefer vorstehend: Squalius lepidus. Tigris. 2) Ende der Rückenflosse über der Analflosse ; iSijualiiis spiirius. Kueik. Alburnus liebes. V^ m (Taf. XVII. Fig. 1.) Heckel, p. 96, Anmerk. Alburno Sellal affinis , differt corpore latiore; capite brevlore, obtusiore; fronte convexa et squamis seriebus 12 super lineain lateralem. 9 XII P.1.17. V.t.S. D.2.8. A.3.11. C.4-. Lin, lat. 77. 8 V Eine unserem früher beschriebenen Albiirmis Sellal sehr ihnliche Art, deren Hauptunterschiede in einem breiteren oder löheren Körper und einem stumpferen Kopf, mit gewölbter Stirne bestehen. Über der Lin. lat liegen zwei horizontale Schuppen- reihen weniger. Der Körper ist massig gestreckt, mit einem runden, nach dem Hinterhaupte kaum erhöhten Vorderrücken ; seine grösste Höhe, welche eigentlich durch einen mehr abwärts gesenkten Bauch ent- steht, befindet sich über den Bauchflossen selbst, wo sie die Kopf- länge, welche 6|mal in der Gesammtlänge enthalten ist, um i übertrifft. Der Mund ist klein und gegen seinen Winkel hin ziemlich vertikal gespalten ; der Unterkiefer ragt bei geschlossenem Munde nur unmerklich vor. Das Auge liegt in der vorderen Kopfhälfte, mit seinem unteren Rande auf der Achse des Körpers, welche zugleich die Mundwinkel berührt, den "Winkel des Deckels aber weit unter sich lässt. Der Diameter eines Auges ist -imal In der Kopflänge enthalten , und der Zwischenraum beider Augen über die konvexe Stirne macht 1^- Augendiameter ai?s. Der hin- tere, anfangs vertikale Rand des Vordeckels liegt nur wenig vor dem, mit dem dritten Viertheile der Kopflänge endenden Hin- terhaupt. Die Bauch flössen sitzen um i^ Augendiameter vor und die Rückenflosse um i Augendiameter nach der Körpermitte, so dass Letztere um 2 Augendiameter weiter rückwärts als die 4 128 (230) i Erstcre entspringt. Die Rückenflosse ist schief abgeschnitten un4, ihre Basis, welche nicht ganz eine halbe Kopflänge erreicht, ist l^-mal in der Höhe ihrer vorderen Strahlen enthalten. Beinahe senkrecht unter dem Ende der Rückenflosse, etwas vor dem letzten! Körperdrittheile und über eine Kopflänge nach dem ersten Bauch-' flossenstrahle beginnt die Analflosse, auf einer Basis, welche g- der Kopflänge einnimmt und die vordere Strahlenlänge um 4i über(rifl"t; ihr Rand ist schief abgestutzt und dabei etwas konkav. Die Schwanzflosse ist ziemlich stark ausgebuchtet. Die Schuppen sind ein wenig grösser als an Alburnus Sellal und ihre Gestalt durchaus mehr kreisförmig, dm gewöhn-! liehen erreichen i Augendiameter, die unter der Seitenlinie, gleich nach dem Schultergürtel sitzenden, sind etwas grösser. Die Seiten- linie, welche aus 77 Röhrchenschuppen besteht und schon mit ihrer dritten bis vierten Schuppe die Achse durchschneidet, senkt sich bis über ein Drittheil zwischen dieser letzteren und den Bauch- flossen herab. Unter dem Anfang der Rückenflosse befinden sich nur 12 und unter ihrem Ende nur 10 horizontale Schuppenreihen bis zur Lin. lat. herab. Die Textur der Schuppen besteht wie gewöhnlich aus feinen concentrischen Schichten mit 4 — 5 ganzen und eben so vielen rudimentären Radien auf der unbedeckten Fläche; gegen die Basis aber sind kaum einige Rudimente merkbar. Der ganze Fisch ist im Weingeist silberglänzend mit rost- braunem Rücken und Oberkopf, alle Flossen sind gegen die Basis gelblich und bis gegen den Rand zu schwärzlich. Das Wiener Museum besitzt nur 3 Exemplare dieser Art, von 2j — 7j Zoll Länge, aus dem Flusse Kueik bei Aleppo. i%lburiius iiiossulcnsi.^. (Taf. XVII. Fig. 2.) Heckel, p. 96, Anmerk. Corpore gracili; capite aciito i corporis; ocnio mag-no, in medio axeos corporis; pinna dorsali in medio corporis, anali pone dorsalem brevioreiii incipiente; pinnis pectoralibus ventrales attingentihus. Fascia pluiubea longitudinali. ^ XIII P.i.15. V.i.S. D.3.8. A.3.12. C— . Lin. lat. 75— 78. 8 ^- Auch diese Art wollen wir mit der gemeinsten dieser Gattung, unserem Alburnus Sellal vergleichen, dem sie am nächsten steht. So wie die vorherbeschriebene durch einen breiteren, oder viel- mehr höheren Körper sich auszeichnet, weicht die gegenwärtige Art im Gegentheil durch einen viel schlankeren, gestreckteren % 129 (231) Korperbau von Alburmis Sellal ab ; dabei sind die Augen grosser, tiefer unten sitzend ; Bauch-, Rücken- und Analflossen entspringen dem Kopfe näher, so dass der Schwanz dadurch an Länge gewinnt. Ein bleifarbener Längsstreif scheidet das obere Körperdrittheil von dem unteren. Der sehr gestreckte, massig comprimirte Rumpf schliesst sich ohne alle besondere Erhöhung dem Hinterhaupte an und erreicht bald hinter der Einlenkung der Brustflossen seine Höhe, die sodann mit der Achse bis zum Anfange der Rückenflosse parallel bleibt; hier erhält der Rumpf nur durch das etwas mehr gesenkte Bauch- profil seine grösste Höhe, welche der Kopflänge, oder einem Sechs- theile der Gesammtlänge des ganzen Thieres gleichet. Der Kopf ist spitz, mit dünner, nicht fleischiger Nase; der Mund schief ab- wärts bis unter die Nasenlöcher gespalten. Das grosse Auge liegt in der vorderen Kopfhälfte , halb über, halb unter der Achse des Körpers, welche die Mundspalte bei ihrer halben Länge durch- zieht und den Winkel des Deckels unter sich lässt. Der Diameter eines Auges ist nur S^mal in der Kopflänge enthalten und mit der Stirnbreite zwischen beiden Augen gleich. Der vertikale V o r- deckelrand liegt senkrecht unter, oder unmerklich vor dem Hin- terhauptsende, am Anfange des fünften Siebentheiles der Kopflänge; der Deckel selbst endet in einen ziemlich spitzen Winkel. Die Brustflossen reichen zurückgelegt bis zu den viel kürzeren Bauchflossen und ihre Länge kömmt beinahe der Kopf- länge gleich. Die Anheftung der Bauchflossen findet um 1.^ Au- gendiameter vor der Körpermitte oder dem Anfange der Rücken- flosse statt; diese letztere steht auf einer Basis, die kaum eine halbe Kopflänge übertrifTt und l^-mal in der Höhe ihrer vorderen Strahlen enthalten ist. Etwas nach dem Ende der Rückenflosse, gerade um eine Kopflänge hinter dem Beginn der Bauchflossen, fängt die Analflosse an, ihre Basis enthält f der Kopflänge, ihre vorderen Strahlen sind etwas kürzer als diese Basis und der Flos- senrand ist beinahe geradlinig. Die Schwanzflosse ist massig ausgebuchtet und hat spitzwinklige Lappen. Die Schuppen gleichen nach ihrer Vertheilung, Grösse und Gestalt ganz jenen an Alburmis Sellal, obschon über der Lin. lat. sich um eine wagrechte Reihe weniger befindet, und die Länge einer einzelnen Mittelscluippe, bei dem grösseren Diameter des Auges, nur den vierten Theil dieses Letzteren erreicht. In der Textur sind die Radien zahlreicher, übrigens ist sie sehr wenig verschieden. An gut konservirten Exemplaren in Weingeist sind die un- teren I des Fisches hell silberglänzend, das obere Drittheil mehr oder weniger bläulichbraun, zwischen beiden zieht sich der Länge *,' •t 130 (232) nach, vom Anfange der Seitenlinie bis an ihr Ende, und zwar über derselben, ein geradliniger, einen Augendiameter breiter, dunkel bleifarbener Streif. Brust-, Bauch- uud Analilosse erscheinen an der Basis gelblich, letztere hat so wie die Rückenflosse einen schwärz- lichen, die Schwanzflosse aber einen liefer schwarzen Rand. Im Wiener Museum ist die§e auagezeiilinete Art in einer Mehr- A zahl von Exeniplarpn, zu 3 und 4 bis 65 Zoll Länge deponirt, sie kam aus dem Tigris bei Mossul unter dem Namen Zurri, welcher dort auch unserem Chondrochilus regitis gegeben wird. Albupiius capito. *^ (Taf. XVII. Fig. 3.) Heckel, p. 96, Anmerk. Corpore gracili, subtereti; capite ^ corporis; oculo mag-no in medio axeos corporis; pinna dorsali et anali basi inae- qualibus, illa breviore in medio corporis, hac longiore pone dorsalem incipiente. 8 P.i.lß. V.18. D.3.S. A.3.11. C.-?-. Lin. lat. 67. XI 67. V 8 8 Unter allen syrischen Albiirmis- Arten kömmt die gegenwär- tige, durch ihre schlanke Gestalt und ihr grosses Auge, am meisten mit Alburims mossulensis überein, durch den Stand der Bauch-, Rücken- und Analflossen aber, nähert sie sich unserem breiteren Alburnus Sellal und microlepis. Was sie aber von allen dreien allein auszeichnet, ist ein mehr walzenförmiger Körper und ein grösserer dickerer Kopf. Der Rumpf ist schlank, dabei dicker und fleischiger als ge- wöhnlich , denn seine Dicke unter der Rückenflosse (welche wie gewöhnlich eine geringere ist als jene hinter dem Schultergürtel) macht über die Hälfte der Körperhöhe ebendaselbst aus; diese Körperhöhe ist 6 — 6^mal, der Kopf dagegen nur 5mal in der Gesammtlänge des Thieres enthalten. Der Rücken setzt, ohne be- sondere Erhebung, die schief ansteigende Linie des Stirnprofiles bis über den Humerus fort, von da aus aber fällt er in gerader Richtung sanft abwärts , bis zur Schwanzflosse ; das Bauchprofil bleibt mit der Achse parallel , daher auch die Körperhöhe in der Nähe des Humerus jene am Anfange der Rückenflosse ein wenig übersteigt. Der Mund ist wie gewöhnlich schief abwärts bis unter die Nasenlöcher gespalten und der an seiner Spitze erhöhte Unter- kiefer steht vor. Das Auge ist gross, 3^mal in der Kopflänge enthalten; es liegt nicht ganz in der vorderen Kopfhälfte, mit \ über und \ unter der Achse des Körpers, welche zugleich die Mundspalte in ihrer halben Länge und den Deckel in seinem Winkel ^ # 131 (233) -' durchschneidet; die flache Stirne ist zwischen beiden Augen nurA einen Augendiameter breit. Der vertikale Rand des Vordeckels" liegt ein wenig vor dem Ende des Hinterhauptes , oder vor dem fünften Siebenthfile der Kopflänge. Der Deckel selbst endet mit einem rechten Winkel. Brust- und Bauchflossen sind gleichlang, letztere sitzen um I eines Augendiameters vor der Körpermitte, oder dem Anfange der Rückenflosse. Die Basis der Rückenflosse erreicht kaum eine halbe Kopflänge und ist l^^mal in der Höhe ihrer vor- deren Strahlen enthalten ; der Flossenrand ist schief und etwas spitz- winklig abgestutzt. Senkrecht unter dem Ende der Rückenflosse beginnt, noch vor dem letzten Drittheile der Körperlänge, die gleichfalls schief abgestutzte Anal flösse, auf einer Basis die § der Kopflänge gleichet und die Länge ihrer vorderen Strahlen nicht ganz erreicht. Die Schwanzflosse ist massig aus- gebuchtet. Die Schuppen sind sehr zart und klein, die grössten, nach dem Schultergürtel liegenden , kaum ^ des Augendiameters lang, von da aus werden sie nach allen Seiten kleiner. Die Linea la- teralis , welche schon bei der dritten bis vierten Schuppe von der Achse durchzogen wird und aus 67 Röhrchenschuppen besteht, sinkt über den Bauchflossen beinahe auf das untere Viertheil der Körperhöhe herab. Die Gestalt der Schuppen ist im Aflgemeinen mehr kreisförmig, übrigens so einfach, wie an den übrigen Arten der Gattung; der Centralpunkt nähert sich ein wenig der Basis, 5 — 6 Radien durchziehen die etwas lockeren, concentrischen Schich- ten der unbedeckten Fläche und 3 — 4 kaum merkbare Rudimente ziehen sich von der Basis nach innen zu. Im Weingeist ist unser Fischchen silbern, mit röthlichbraunem Rücken, an ganz jungen Individuen zeigt sich ein bleigrauer Streif, der in gerader Linie vom Winkel der Kiemenspalte bis zur Schwanz- flosse reicht, gerade wie an den ganz alten Exemplaren der vorbe- schriebenen Art. Die Exemplare unseres Museums sind 2 — 5 Zoll lang und wurden in einem Gebirgsbachc in Kurdistan gefangen. Tllburiius pallidum. (Taf. XVII. Fig. 4.) He CK Et, p. 96, Allmerk. Corpore subelevato , compresso; capite acuto ^^ cor- poris; oculo i capitis, parte illius tertia sub axi corporis; basi pinnae dorsalis ^ capitis, pinnae analis sub illa medio incipiente duplo longiore; squamis iiiinutis. Piniiis deco- loratis. f # "# 132 (234) XIII LJn. lat. 64 S IV P.I.I3. V.1.8. D.3.S. A.3.14. 8 Diese Art lässt sich unter allen ihren syrischen Verwandten einzig mit unserem Alburnus caeruleus vergleichen, dem er offen- bar durch die allgemeine Form seines sehr comprimirten Körpers, so wie durch seine stark gekerbten Schlundzähne, am nächsten steht. Allein die geringere Höhe des Körpers, die Gestalt des Ko- pfes , Lage des Munds und dann die kürzere Basis der Rücken- und Analflosse unterscheiden ihn, nebst den kleineren Schuppen, auffallend. Die Profillinie stellt, sowohl oben als unten, einen gleichmäs- sig gedröhnten Bogen dar, der sich von der Nasenspitze bis zur Rückenflosse und von ebenda bis zur Analflosse zieht. Die grösste Höhe erreicht der Rumpf erst mit dem Anfang der Rückenflosse, wo sie 4^ mal in der Gesammtlänge des Thieres enthalten ist. Der schmale spitze Kopf ist etwas kürzer als diese Körperhöhe und 5^mal in der Gesammtlänge enthalten. Der Mund ist klein, wenig schief gespalten, die Erhebung des Unterkieferrandes und die Ausbuchtung des Oberkiefers sind unmerkbar. Das Auge liegt in der vorderen Kopfhälfte, mit seinem unteren Drittheile unter der Achse des Körpers, welche die Mundspalte in ihrer halben Länge und den Winkel des Deckels durchzieht; der Diametcr eines Au- ges ist 4mal in der Kopflänge enthalten und kaum kürzer als die Stirnbreite zwischen beiden Augen. Der vertikale Rand des Vor- deckels liegt kaum hinter dem, mit dem zweiten Drittheile der Kopflänge endenden Hinterhaupt; der Deckel selbst stellt genau einen rechten Winkel dar. An der Spitze der zurückgelegten , beinahe eine Kopflänge erreichenden Brustflossen, um einen Augendiameter vor der Körpermitte sind die Bauch flössen angeheftet, die abermals zu- rückgelegt den Anus erreichen. Gleichfalls einen Augendiameter nach der Körpermitte (also um zwei Augendiameter hinter den ersten Bauchflossenstrahlen) entspringt die schief abgeschnittene Rückenflosse, deren Basis l^^mal in der Höhe ihrer vorderen Strahlen und 2mal in der Kopfufnge enthalten ist. Die gleichfalls schief und etwas concav geschnittene Anal flösse, welche eine beinahe doppelt so lange Basis hat als die Rückenflossen, beginnt vor diMu Ende dieser letzteren, mit dem vierten Fünftheile der Körperlänge; ihre Strahlen sind mit jenen in der Rückenflosse gleich lang. Die Schwanzflosse ist minder stark ausgebuchtet als an Albunms caeruleus. Die Schuppen sind kleiner als an Alburnus caeru- leus, übrigens iiirer Grösse nach, wie an jenem vevtheilt. Die 133 (235) ^ Seitenlinie besteht aus 64 Röhrchenschuppen, durchschneidet erst bei ihrer fünften bis sechsten Schuppe die Achse und senkt sich, nach den Bauchflossen, kaum bis zum unteren Drittheile der Körperhöhe herab. Ungeachtet dieser viel geringeren Herabbiegung der Seitenlinie befinden sich dennoch um zwei horizontale Schup- penreihen mehr über ihr, als an Alburnus caeruleiis. Gestalt und Textur der Schuppen weichen wenig von jenen der ver- wandten Art ab , ausser dass an den gewöhnlichen Schuppen (aus der Mitte des Rumpfes genommen) mehr Radien, aus der chaoti- schen Mitte, dem unbedeckten Rande zulaufen. Im Weingeist ist die Farbe dieses Fischchens hell glänzendes Silberweiss , mit hell rostfarbener Stirne und Rücken , alle Flossen sind weiss, mit gelblicher Basis, die Schwanzflosse allein ist schwärz- lich gegen ihr Ende. Wir erhielten nur ein Exemplar von 3j Zoll Länge, das sich unter einer grossen Anzahl von Album, caeruleiis vorfand, es schien daher, als wenn diese leicht zu unterscheidende Art in den Gewässern von Aleppo, wenigstens zu einer gewissen Jahreszeit, selten gefangen würde. Wir brngen nun abermals die aus Syrien bekannten Alburnus-' Arten, nämlich die sieben hier beschriebenen, nach der Aehnlich- keit, die sie miteinander haben, in einigen Unterabtheilungen zu- sammen, theils zur bequemeren Uebersicht, theils um die Definitioa der Arten selbst noch mehr zu erleichtern. 1) Analflosse unter dem Ende der Rückenflossenbasis, oder nach demselben beginnend. a. Analflossenbasis länger als die Rückenflossenbasis. Augen kleiner, über der Körperachse liegend: Alburnus Sellal. Aleppo. „ hebes. Aleppo. Augen grösser, mitten in der Körperachse liegend: Alburnus mossulensis. Mossul. „ cnpito. Curdistan. b. Anal- und Rückenflossenbasis gleichlang: Alburnus microlepis. Aleppo. 2) Analflosse unter der Mitte der Rückenflossenbasis beginnend: Alburnus caeruleus. Aleppo. „ pallitlus. Aleppo. iA.caiitliobraina cupida. (Taf. XVIII. Fig. 1.) Hbckel, p. 87, Anmerk. Corpore obovato, coinpresso, dorso ante pinnam sub- carinato; capite acutiusculo ^ corporis superante; pinnis # 134 (236) ventralibus siib apice pectoralium, vel U diametri oculi ante dorsalem incipientibus. 9 ™ P.i 15. V.1.8. D.3.8. A.3.17. C— . Lin. lat. 65— 70. "*■ 8 ^* Unter den bereits im vorhergehenden Bande beschriebenen und abgebildeten Arten dieser Gattung nähert sieb die gegenwärtige unserer Acanthobrama Marmid am meisten, mit welcher sie auch in Schuppen und Strahlenanzahl vollkommen übereinstimmt. Allein der Körper ist mehr gestreckt, mehr comprimirt, weniger hoch und besonders fehlt die, an älteren Individuen des Marmid so auffallende plötzliche Erhebung des Vorderrückens gleich nach dem Hinterhaupte. Der Kopf ist in der gegenwärtigen Art länger und spitzer; die Brustflossen sind länger, die Bauchflossen sitzen weiter vor und die Rückenflosse beginnt weiter rückwärts. Der Körper ist, gegen den Vorderrücken und besonders ge- gen die Basis der Rückenflosse zu , beinahe schneidig komprimirt. Nach dem Hinterhaupte erhebt sich das Rückenprofil durch einen gleichförmig und massig ansteigenden Bogen bis zur Flosse, das Bauchprofil stellt dagegen, von der Einlenkung der Brustflossen bis zur Analflosse, eine wagrechte Linie dar. Die grösste Körperhöhe ist 4i^, die Kopflänge 4|mal in der Gesammtlänge des Thieres ent- halten ; erstere befindet sich am Anfange der Rückenflosse , bis wohin der grössere Theil des Rumpfes über der Achse liegt. Der Kopf ist etwas spitz, seine Höhe am Hinterhaupte kömmt ^ und seine Dicke ebendaselbst nicht ganz einer halben Kopflänge gleich. Die Nase ist abgerundet, der unter ihr sich öfl'nende Mund reicht rückwärts bis unter das zweite Nasenloch, die Sehne des Mund- bogens aber gleichet nur ^ eines Augendiameters; bei gänzlicher Oeffimng des Mundes schiebt sich der Zwischenkiefer um i Augen- diameter nach abwärts hervor. Das Auge liegt in der vorderen Kopfhälfte, halb über, halb unter der Körperachse, welche die Mitte der Nase und den Winkel des Deckels durchzieht. Der Durch- messer eines Auges ist 4|mal in der Kopflänge und l^mal in der Stirnbreite zwischen beiden Augen enthalten. Der hintere Rand des Vordeckels ist vertikal und steht unter dem Ende des Hin- terhauptes, oder am Anfange des letzten Kopfdrittheiles. Die Brustflossen erreichen | der Kopflänge, unter ihrem zurückgelegten Ende und um einen Augendiameter vor der Körper- milte ist der erste Strahl der etwas kürzeren Bauchflossen an- geheftet. Um 1| Augendiameter weiter rückwärts entspringt die schief zugespitzte Rückenflosse, auf einer Basis, die Ifmal in der Höhe ihrer vorderen Strahlen oder 2mal in der Kopflange ent- halten ist; der Knochenstrahl ist massig stark und verliert 135 (237) sich im oberen Viertheile in ein weiches Ende. Die Anal flösse beginnt senkrecht unter dem Ende der Rückenflosse, etwas vor dem letzten Körperdrittheile, ihre Basis übertrifft ^ der Kopflänge und die Länge ihrer vorderen Strahlen ist limal in ihr enthalten. Die Schwanzflosse ist massig ausgebuchtet. Die Schuppen sind ganz so wie an Acanthobrama Mnr- mid vertheilt und gestaltet, nur sind sie, da eine gleiche Anzahl den weit geringeren Körperumfang bedecken, etwas kleiner. Im Weingeist ist das obere Drittheil des Körpers röthlichbraun, die beiden unteren silbern , allein da jede , im mittleren Körper- drittheile liegende Schuppe mit vielen schwärzlichen Punkten be- deckt ist, so sieht diese Gegend mehr grau aus. Alle Flossen erscheinen gelblichweiss und haben, mit Ausnahme der Bauch- und Analflosse , einen schwärzlichen Rand ; die ungctheilten Strahlen in der Brust-, Rücken- und Schwanzflosse sind auf der Rücken- seite schwarz. Das Wiener Muspuni erhielt nur vier Individuen dieser Art, von 4^ — 6 Zoll Liinp^e. sie kamen unter der Benennunj^ Marniid luablue (der verschlingende Marniid) aus dem Flusse Kueik bei Alcppo. Acaiitliobraina Arrhada. (Taf. XVIII. Fig. 2.) Heckel, p. 86, Anmerk. Corpore subelongato, compresso; capite acntiusculo ^ corporis non attingente; rostro gracili , brevi ; maxillis aequalibus; oculo magno, i capitis superante; pinnis ventra- libns sub apice pectoralium incipientibus; pinna dorsali acii- minata, radio osseo validu. P.1.14. V.1.8. D.3.S. A.3.17. Auch diese Art kömmt in Schuppen- und Strahlenapzahl mit unserem Marniid überein , von dem sie sich übrigens durch den schlankeren Körper, den Mangel jener Höcker- ähnlichen Erhebung des Vorderrückens, durch einen spitzeren Kopf, grössere Augen, weiter vorschiebbarc Zwischenkiefer und weiter vorn sitzende Bauch- flossen sattsam unterscheidet. Näher steht sie, der allgemeinen Form nach, unserer oben beschriebenen Acanthobrama cupida, von der sie sich durch einen noch sanfter ansteigenden Vorder- rücken, etwas kürzeren Kopf mit nicht vorstehender und nicht fleischiger Nase, durch grössere Augen und eine spitzere, mit einem stärkeren Knochenstrahle versehene Rückenflosse aus- zeichnet. flHi 8 c4. XIII Lin. lat. 65—70. 8 VI f i«r 136 (238) Der Rumpf ist weniger komprimirt als an unserer Acanfh. cvpida, besonders ist der Vorderrüilc^n , welcher in der Richtung des Stirnprofiles allmälig ansteigt, minder scharf, er erreicht mit dem Anfange der Rückenflosse die grösste Körperhöhe, welche vier- mal in der Gesammtlänge des Thieres enthalten ist. Das Bauch- profil senkt sich eben so weit unter die Achse, als das Rücken- profil sich über dieselbe erhebt; allein am Ende der schiefer abfallenden Rückenflossenbasis liegt ein weit geringerer Körpertheil über, als unter derselben Achse. Der etwas zugespitzte Kopf, mit seiner mageren Nase, ist 5^mal in der Gesammtlänge enthalten, seine Höhe am Hinterhaupt kömmt ^ und seine Dicke zwischen den Deckeln, der Hälfte von seiner eigenen Länge gleich. Der Mund öffnet sich ganz vorne, so dass beide Kiefer gleich lang sind und die Nase nicht vorsteht; die Spalte reicht bis uiter das hintere Nasenloch, wo die Entfernung beider Mundwinkel f eines Augendiameters ausmacht. Beim Oefl'nen des Mundes schiebt sich der Zwischenkiefer über einen halben Augendiameter schief vor- wärts. Das grosse Auge liegt in der vorderen Kopfhälfte mit -J über und \ unter der Achse , welche die Nasenspitze nebst dem hinteren Deckelwinkel durchschneidet. Der Diameter eines Auges ist 3|mal in der Kopflänge und l^mal in der Slirnbreite zwi- schen beiden Augen enthalten. Senkrecht unter dem Ende des Hinterhauptes liegt im Anfange des letzten Kopfviertheiles der Vordeckel, dessen Rand sich gegen seinen Winkel etwas vor- wärts wendet. Die Brustflossen erreichen ^ der Kopflänge, unter ihrem zurückgelegten Ende sitzt, 1| Augendiameter vor der Körpermitte, der erste Bauch flössen strahl, welcher ein wenig kürzer ist als die Brustflosse. Die sehr schief abgestutzte , zugespitzte R ü- cken flösse entspringt in der Körpermitte; ihre Basis, über einer halben Kopflänge gleich, ist beinahe zweimal in der vordem Höhe ihrer Strahlen enthalten, während die letzten und niedrigsten Strahlen kaum ^ der Basislänge erreichen; der starke, etwas gebogene Knochen- strahl hat eine weiche biegsame Spitze. Die Anal flösse be- ginnt senkrecht unter dem Ende der Rückenflossenbasis, etwas vor dem letzten Körperdrittheile ; sie ist weit weniger schief abgestutzt als die Rückenflosse, ihre Basis, welche um ^ länger ist als ihre vorderen Strahlen, erreicht ^ der Kopflänge. Die Schwanzflosse ist ziemlich stark ausgebuchtet. Die Schuppen sind ebenso vertheilt und von derselben Grösse und Textur wie an der vorbeschriebenen Art, nur ist die Gestalt derselben etwas verschieden. Die des Mittelrumpfes, zwi- ^ sehen der Lin. lat. und der Rückenflosse, sind am freien Rande mehr gerundet, an der Basis nicht ausgebuchtet; die Röhrchen- schuppen der Lin. lateralis selbst, welche schon bei ihrer fünften t % 137 (239) Schuppe die Achse durchschneidet, sind viel kürzer und dabei höher oder breiter, so dass diese Röhrchenschuppen die Gestalt eines stehenden Ovales einnehmen. Die gegenwärtige Färbung im Weingeist besteht und zwar vorzüglich an Wangen und Deckelstücken, aus einem Ueberzuge von hell glänzendem Silber, der am Oberkopfe röthlich, über den Rücken hin blass schwärzlich schimmert und sich gegen den Ab- domen ins Milchweisse verliert. Alle Flossen sind an ihrer Basis schwach orangeroth und die vertikalen haben einen schwärzlichen Rand, besonders die Rücken- und Schwanzflosse. Das Wiener Museum erhielt mehrere Exeniplaie dieser Art, von 2 — 7 Zoll Lallte, aus dem Tigris bei Mossul, wo sie die Araber Arrha da, Löwe, nennen. Unsere vier Species von Acanfhobrama aus Syrien lassen sich folgender Weise leicht von einander unterscheiden: 1) Schuppen ohne Radien, in 20 Reihen über der Lin. lat. : Acanfhobrama centistjuama. Damascus. 2) Schuppen mit Radien, in 13 Reihen über der Lin. lat. a. Brustflossen kurz ; Rücken mit einem Höcker beginnend : Acanthobrama Marmid. Kueik. b. Brustflossen länger; Rücken ohne Höcker. Auge massig gross ; Knochenstrahl schwach : Acanlhobrama cvpida. Kueik. Auge gross; Knochenstrahl stark; beide Kiefer gleich lang. Acanthobrama Arrhada. Tigris. Cobitiis apg^yrograitima. (Taf. XVIIl. Fis. 3.) Capite subacuto, iiiter oculos compresso ; pinna dorsali basi longiore, oblique truncata; pinna caudali subemaiginata; corpore fasciis verticalibus latis, vel maculis biiinneis fasci- formibus 10 — 12, linea laterali argentea interruptis; rostro fascia nigra; pinnis pectoralibus latere interne, pinna dorsali et caudali utrinque nigro-punetatis. 10 P.1.9. V.1.6. D3.9. A.2..5. C— 8 8 Unter den syrischen Cobitis-Arten kömmt die gegenwärtige, des schwarzen Zügels oder Streifes wegen, der über die Schnautze m: 138 (240) bis zu beiden Augen reicht, mit unserer früher abgebildeten Co- bitis frenata überein, während die Fleckenzeichnung des Rumpfes sie unserer Cobitis Tigris näher stellt. Von beiden zeichnet sie sich jedoch, ausser einer sehr decidirten Farbenzeichnung, durch den weit spitzeren, oder vielmehr schmäleren Kopf und die schief abgestutzte Rückenflosse aus, welche letztere wir, aber auf weit kürzerer Basis stehend, bereits an Cobitis insignis sahen. Der Körper ist beinahe walzenförmig, in der Mitte dick, gegen den Schwanz zu wie gewöhnlich comprimirt. Der Kopf ist 5^mal in der Gesammtlänge enthalten und vorzüglich gegen die gebogene Stirne hin comprimirt, Mas ihm einigermassen eine Aehnlichkeit mit unserer inländischen Acantfiopsis taenin gibt ; die Augen sind in Folge dieser Compression mehr als gewöhnlich genähert. Die Rückenflosse beginnt nur um ein Weniges vor den Bauchflossen, welche in der Mitte des Körpers stehen; die Basis der ersteren gleicht ihrer vorderen Höhe oder ^ der Kopf- länge , ihr oberer Rand ist geradlinist und dabei ziemlich schief abgeschnitten. Noch schiefer ist der Rand der An alflos se, deren Basis zweimal in ihrer vorderen Strahlenlänge enthalten ist, welche letztere wiederum mit der Rückenflossenbasis an Länge überein- stimmt. Die Schwanzflosse ist etwas ausgebuchtet. Ein schmaler schwarzer Streif umgibt die Nasenspitze und zieht sich dicht unter den Nasenlöchern bis zum vorderen Augen- rand. 10 oder 12 schwarzbraune, breite, vertikallaufende Binden ziehen sich, durch schmälere Zwischenräume getrennt, in unregel- mässigen Formen bis gegen den Bauch herab, bald erweitern und theilen sie sich, bald bleiben sie als Rudimente stehen, bald bilden sie, besonders nach unten , kleine Flecken , welche sich oft den eigentlichen Zwischenräumen entgegen stellen. Alle diese Binden oder Flecken werden von einem schmalen silberweisseii Längs- streifen durchzogen, in dem zugleich die Seitenlinie hinläuft. Ueber und unter dieser letzteren befindet sich an der Schwanzflossenbasis ein tiefschwarzer , Binden - ähnlicher Fleck. Die Rückenflosse ist mit 3 — 4, die Schwanzflosse mit 4 — 5 Querreihen schwarzer Punkte geziert ; einige blassere finden sich auf der inneren Seite der Brustflosse, Bauch- und Analflosse aber sind ganz ungefleckt, und durchsichtig. Die kleinen , dem unbewaffneten Auge kaum bemerkbaren Schuppen gleichen jenen der früher beschriebenen Arten. Wir erhielten dip.se Art in Mehrzahl aus Aleppo, sie .srheint stets kleiner zu bleiben als die ebendort vurkommendc Cobitis Tigris, weni|^- Rtens erreichen unsere grössten Exemplare kaum 2^ Zoll an Länge. Sie wild von den Arabern, so wie jene, Kebudi genannt. 139 (241) # Cobitis licopardus. (Taf. XVIII. Fig. 4.) Heckel, p. 99, Annierk. Corpore anteriore cylindrico ; pinna dorsali rotnndata; pinnis ventralibus sexradiatis verticallter sub iiiedio piiinae dorsalis sitis; piniia caudali truiicata; corpore macnlis eoii- fertis brunneis nig^ro-marginatis obtecto: pinnis pectoralibus latere interno, verticalibus utrinque punctatis. 10 P.1.9. V.1.5. D.3.7. A.2.5. C.^ 8 Eine der niedlichsten Arten, ausgezeiclinet durch den Stand und die geringere Strahlenanzahl der Bauchflossen, die Gestalt der Schuppen und die schwarze Einfassung zahlreicher Flecken. Unter den Vorbeschriebenen gleicht sie am meisten unserer Cohi- tis Pantliera. Der Vorder rümpf ist walzenförmig, der Schwanz stark komprimirt, der Kopf stumpf zugespitzt und fünfmal in der Ge- sammtlänge enthalten. Die äusseren Bartfäden messon ^ der Kopf- länge. Die Bauch flössen enthalten jede nur fünf getheilte Strahlen und entspringen senkrecht unter der Mitte der Rücken- flosse; der Rand dieser letzteren ist abgerundet, die mittleren Strahlen sind mit der ganzen Basis gleich lang und erreichen ^ des Kopfes. Die Anal flösse hat etwas kürzere Strahlen, eine nur halb so lange Basis und ist gleichfalls abgerundet. Die Schwanzflosse erreicht ^ der Kopflänge und ist geradlinigt ab gestutzt. Unser Exemplar enthält einen getheilten Strahl mehr als gewöhnlich, im unteren Lappen. Der Kopf ist mit kleinen Punkten besät, die gegen den Scheitel am dichtesten stehen ; der Rumpf ist ganz mit kleinen unregelmässigen hellbraunen Flecken bedeckt , deren jeder eine dunklere oder schwarze Einfassung hat ; nur der Bauch und die Unterseite des Kopfes sind ungefleckt weiss. Rucken-, Schwanz- und Analfosse sind fein punktirt und haben gegen den Rand einen schwärzlichen Saum. Die oberen Strahlen der Brustflos- sen sind an der Innern Seite schwarz, die Bauchflossen farblos. Die Schuppen sind ausserordentlich klein, so dass gar keine vorhanden zu seyn scheinen, nur unter der stärksten Vergrösserung erscheinen sie in Gestalt einer stehenden Ellipse , die aber viel schmäler ist als an allen vorbeschriebenen Arten. Die Mitte der Schuppe stellt ein grosses Feld aus chaotischen Rudimenten der concentrischen Schichten oder Ringe dar, von wo aus nach allen Heckel, Ichthyologie. 10 140 (242) Seiten viele glelchmässig vertheilte Radien oder Furchen bis zum Rande auslaufen. Das Exemplar des Museums misst 3^ Zoll Länge und kam aus 1) a m a s r n s. Unsere sechs aus Syrien slamnienden Cobitis - Arten lassen sich zur bequemeren Uebersicht nach Gestalt und Ausschnitt ihrer Rücken- und Sclnvanzflosscn in 3 natiuliclie Abtlieilungen zusam- menstellen, die hier folgen. Zwar hat schon M'Clelland* diese zahlreichen kleinschuppigen Cobitis-Arten nach dem geradlinigen oder ausgebuchteten Rand ihrer Schwanzflosse gencrisch geschieden, allein es finden sich zu diesen beiden Formen der Uebergänge so viele, dass es besser scheint, sie nur als Unterabtheilungen und auch da nur mit gleichzeitiger Berücksichtigung der Rückenflosse zu benützen. a. Schwanzflossenrand gerade; Rückenflossenrand convex : Cobitis Panlhera. Damascus. „ Leopardus. Damascus. b. Schwanzflossenrand schwach eingebogen; Rückenflossenrand rechtwinklig abgestutzt : Cobitis frenata. Tigris. „ Tiffvis. Aleppo. c. Schwanzflossenrand eingebuchtet; Rückenflossenrand schiel abgestutzt: Cobitis insiguis. Damascus. „ uryyroyramma. Aleppo. Etebias CypHs. (Taf. XIX. FJ^. 1.) Heckei., p. 100, AninorK. Corpore elevato, compresso ; capite acutiusculo , \ cor- poris superante, sed corporis altitudine breviore ; ore obli- quo; pinna dorsal! in niedio corporis incipiente, in mare obs- cure punctata; trunco punctis argenteis notato. r. ^ III P.1.13. V.1.4. D.2.9— 10. A.2.8. C.-^. Lin. lat. 28. 8 V ^' 6 Die höhere, mehr Carassius-artige Gestalt dieser Art und '" M'Clelland Jndian Cifprinidae p. 430. iu den Asiat. Rfseai- ches Vol. XIÄ. Part. II. 1839. ^ 'a- 141 (243) i der weiter vorgerückte Stand ihrer Rückenflosse unterscheidet sie sehr leicht \on dem früher beschriebenen Lebias Mento. Der Rumpf ist ziemlich stark comprimirt und enthält in der Mitte, oder was einerlei ist, am Anfange der Rückenflosse, ein Drittel der Gesammtlänge des ganzen Thieres ; gegen die Schwanz- flossenbasis wird er um die Hälfte niedriger. Der stumpf zuge- spitzte Kopf ist 3|^mal in der Gesammtlänge enthalten und mäs~ sig comprimirt. Der kleine geschlossene Mund ist stark aufwärts gerichtet, so dass der Unterkiefer vorsteht , beim Oeffnen aber schiebt sich, wie an Maeniden, der Zwischenkiefer sehr weit vor- und abwärts ; er ist mit 12 Zähnchen besetzt, der Unterkiefer enthält in dicht geschlossener Reihe 16. Unter der Lupe erscheinen alle diese Zähnchen, wie die beigefügte Figur zeigt, als comprimirte, zwei- mal eingeschnittene, daher dreispitzige Schneidezähne. Die Augen liegen in der vorderen Kopfhälfte und ihr Diameter gleicht ebenso, wie an Lebias Mento einem Viertheile der Kopflänge, allein die Stirne zwischen beiden Augen ist höher und nur einen Augen- diameter breit. Die Rückenflosse entspringt genau in der Mitte des Kör- pers (ohne der Schwanzflosse), kaum merkbar hinter der Anheftung der Bauchflossen, ist schief abgestutzt und vorn wenig höher als die Länge ihrer Basis, welche ^ der Kopflänge erreicht. Die abgerundete Analflosse beginnt etwas vor dem Ende der Rückenflosse , mit dem vierten Fünftheile der Körperlänge , ihre Basis gleicht i- Kopflänge. Die Schwanzflosse ist nicht länger als die längsten Rückenflossenstrahlen und abgerundet. Die Schuppen sind ebenso wie an hebias Menlo vertheilt, nur ist ihre Gestalt kürzer und nähert sich mehr der Form eines schmalen stehenden Ovales. Die Hauptfarbe dieses kleinen Fischchens ist, an in Weingeist conservirten Individuen bräunlich silbern , mit dunklerem Oberkopf und Rücken. Der ganze Rumpf ist mit kleinen hellsilberglänzenden Punkten bestreut. An männlichen Individuen sind alle Flossen, vor- züglich die vertikalen, schwarz und diese letzteren haben 3 — 4 Reihen noch schwärzere Punkte. Weibchen sind heller an Farbe, am Schwänze meist bräunlich gefleckt und aUe Flossen erscheinen weiss, ohne Punkte. Die grössten Exemplare, die das Wiener Museum aiisMossul frliielt, sind 10 Linien lang. 10* '# 142 (244) Mugil Abu. (Taf. XIX. Fi^. 2.) Corpore breviore, crassiusculo ; capite ^ corporis; ossi- bus iiitermaxillaribiis manifeste coiifertim dentatis; maxil- Jaribus ad angulos oris circumflexis; snborbitalibus anterio- ribus subsiniiatis ad margineiii posteriorem serratis: oeuio I capitis, membraiia adiposa niiila; labiis crassiiisculis; pinna an! ante dorsalem seciindam incipiente; pinna caudaii trun- cafa'^ squamis asperrimis'^ squamis axiilaribus snb pinna dorsali anteriore et supra ventrales conspicnis, siipra pecto- rales nullis. Fasciis dnabus plumbeis in latere corporis. 8 B.f». P.i.l4. V.1.5. D,4.-i.S. A.3.8. C.~. Squam. 52—53. VIII 2—5 VII Die Gattung Muyil , welche dem ersten Ansehen nach mit den Cyprinen so viele Aehnlichkeit hat, koninil namentlich auch darin mit ihnen üherein, dass ihre zahlreichen Arten eben so schwer festzustellen und nach blossen Beschreibungen wieder zu erkennen sind. Die gegenwärtige Art gleicht im Allgemeinen den Indischen, ohne Fetthaut um die Augen; der Oberkiefer hat deutliche Zähne; der Maxillarknochen reicht unbedeckt bis hinter die Mundwinkel; der Suborbitalknochen ist vorn eingebuchtet, rück- wärts scharf gezähnt; keine Achselschuppe sitzt über den Brustflossen; die AnalHosse entspringt vor der zweiten Rücken- flosse, beide sind nebst der Brust- und Schwanzflosse bis zur Hälfte beschuppt, letztere ist beinahe gerade abgestutzt; die Schuppen sind gegen den Kopf gestrichen sehr rauh, und zwei blei färbe Längsstreifen verlaufen an jeder Seite des Körpers. Der Körper hat eine etwas kurze und gedrungene Gestalt, seine grösste Höhe ist 4|^— 4Ji^mal in der Gesammtlänge enthalten und die Dicke unter der ersten Rückenflosse macht die Hälfte dieser Höhe aus. Der Kopf ist dick und kurz, nicht ganz ^ der Gesammtlänge, folglich Vieles kürzer als die Körperhöhe, dagegen übertrifTt seine Dicke zwischen den Deckeln , wie gewöhnlich die Körperdicke, indem sie '^ der Kopflänge gleichet. Das Profil der breiten , wenig gewölbten Stirne fällt ziemlich rasch abwärts ; der Mund öffnet sich erst unter der Achse des Körpers, welche das Auge über dessen Mitte und den Deckel unter seinem Winkel, durchzieht, dann die Brustflossenbasis und die Körperhöhe, am"^ Anfange beider Rückenflossen , so wie gegen das Schwanzende , in zwei gleiche Hälften scheide!. Der geschlossene Mund bildet, von 143 (245) 1^ unten angesehen, einen in der Mitte stumpfwinkligen Bogen, dessen Sehne li Augendiamefer enthält, oder § der Stirnhreite zwischen beiden Augen ausmacht. Der zugeschärfte Rand des Unterkiefers ist längs seiner Schneide mit einer Reihe ungleicher, auswärts ge- krümmter und wagerecht stehender Zähnchen besetzt, die aber, ihrer Kleinheit wegen , erst unter der Lupe deutlich zu erkennen sind. Sichtbarer erscheint eine schmale Binde kleiner Sammtzähn- chen am Rande des etwas lleischigen Oberkiefers , die besonders gegen die Mundwinkel hin stärker werden. Die Erhöhung an der Symphyse des Unterkiefers ist sehr slark , ebenso die Einbuchtung darüber. Die Maxillarknochen , welcher kaum unter der darüber befindlichen schwachen Einbuchtung der Suborbitalknochen her- vorragen, umgeben bogenförmig die Mundwinkel, so dass die Entfer- nung der gegenseitigen unteren Enden der Maxillarknochen geringer ist, als die Sehne zwicshen den Mundwinkeln. Bei Oeffnung des Mundes (ritt der Intermaxillarknochen sehr weit abwärts, vor. Der hintere abgestutzte Rand des ersten Suborbitalknochens ist wie gewöhnlich scharf ge/ähnt; diese Zähnelung geht aber, wiewohl viel schwächer, auch auf den ausgebuchteten unteren , den Maxillarknochen ver- bergenden Rand über. Die Nasenlöcher liegen senkrecht über den Mundwinkeln, in einer Entfernung auseinander, welche sowohl der Entfernung vom Augen - als vom Nasenrande gleich kommt. Das Auge, welches von keiner Fetlhaut umgeben ist, befindet sich ganz in der vorderen Kopfhäute; sein Durchmesser übertrifit den Zwischenraum von ihm bis zur Nasenspitze und ist 4.imal in der Kopflänge enthalten. Der Vordeckel ist um ^ eines Augen- diameters hinler dem .\uge eingelenkt und endet sich mit seinem stumpf abgerundeten Winkel nach rückwärts. Zehn grosse Poren- öfl'nungen folgen in einfacher Rogenreihe aufeinander, die sich längs des Unterkiefers und des Vordeckelrandes hinauf zieht; auf ersterem sitzen 4, am wagrechten und am senkrechten Rande des letzteren jedesmal 3. Die Brustflosse ist stark abgerundet, über f des Kopfes lang und reicht zurückgelegt bis zum Anfange der Rückenflosse; der erste und letzte Strahl ist ungetheilt, der dritte am längsten. Die Membrane, besonders aber die Strahlen sind von der Basis an bis zu ihrer halben Länge mit kleinen Schuppen bedeckt. Die Bauchflossen entspringen unter der Mitte der Br ustf 1 o s s en mit dem dritten Siebentheile der Gesammtlänge des Fisches und sind mit jener von gleicher Länge ; der um ^ iürzere Knochenstrahl ist sehr robust. Senkrecht über dem hintersten Anheftungspunkte der Bauchflossenmembrane entspringt nach dem ersten Drittheile des Thieres die erste Rücke nfloss e ; von ihren 4 sehr robusten Strahlen erreicht der vorderste ^ der Kopflänge. Mit dem Ende des vierten Siebentheiles der Gesammtlänge beginnt die zweite 144 (246) Riickentlosse auf eiiiei' Basis, die =• der Kopflänge oder f ihrer eigenen Höhe ausmaclit, ihr dritter Strahl ist der längste. Die Analflossc fängt um die Hälfte ihrer Basis, welche letztere A- Kopflänge erreicht , v o r der Rückenflosse an ; von ihren 3 robu- sten Stachelstrahlen ist der erste üehr kurz, der zweite beinahe i und der dritte | so lang als der zweite oder längste getheilte Strahl, der f der Kopflänge erreicht. Sowohl die Anal- als die zweite Rückenflosse sind besonders vorn, bis zur halben Strahlenlänge mit kleinen Schuppen dicht bekleidet, an der unmerklich einge- bogenen Schwanzflosse sind die Schuppen etwas grösser und breiten sich am oberen und unteren Lappen am weitesten aus. Die Schuppen sind in der oberen und vorderen Körper- hälfte unmerklich grösser, alle werden nach hintenzu allmälig kleiner. Zwischen den oberen und unteren Flossen liegen 16 horizontale Reihen, deren mittlere aus 52 — 53 Schuppen bestehen. Die Schuppen auf den Deckeln fallen wie gewöhnlich leicht ab und sind die grössten. An der Basis der Rückenflosse und über je- ner der Bauchflossen befinden sich zwei kurze spitze concave Achselschuppen, über den Brustflossen aber sind keine bemerkbar. Die Gestalt der Schuppen ist die an Mugil gewöhnliche, nur etwas länglich, ihre Textur aber ist desto ausgezeichneter. Nach einem mehr gegen die unbedeckte Fläche gelegenen Centralpunkte richten sich von der Basis aus 5 — 6 ganze und 2 — 3 rudimentäre Radien, welche alle am geradlinigen Schuppenrande oder an dieser Basis, eben so viele Einkerbungen hinterlassen. Auf der unbedeck- ten Schuppenfläche ist jede mit dem Schuppenrande, parallel lau- fende Schichte mit einem deutlichen Dornenrande versehen, der in den untersten oder jüngsten Schichten wie gewöhnlich am stärksten hervortritt. Zwischen diesen Dornen ist jede Schuppe der oberen Körperhälfle mit dem gewöhnlichen länglichen , dem Ansehen nach tauben Grübchen versehen, welches Valen cienn es zufällig für eine Erhöhung nimmt. Diese Grübchen, deren Function noch unbekannt ist, dürften sich wohl als Anhäufestellen ausdrin- genden Schleimes darstellen und so die eigentliche Seitenlinie er- setzen, die an Mugil fehlt. Die allgemeine Färbung des Fisches in Weingeist ist an der untern Hälfte gelblich silbern, an der obern, so wie über die breite Stirne bleigrau. Längs der Gränze dieser beiden Farben zieht sich vom Winkel der Kiemenspalte, oder vom oberen der Brustflosse an ein dunkelgrauer Streif bis zur ScliAvanzflosse. Ein zweiter tie- fer liegender Streif beginnt am unteren Winkel der Brustflosse und läuft mit dem oberen parallel. Alle Flossen sind gelblichweiss, nur die beiden Rückenflossen und die Schwanzflosse haben gegen ihren Rand die Farbe des Oberkörpers. Die beschriebenen Exemplare sind 9 Zoll lang, jüngere von 145 (247) 3 Zoll sind nur durch die gewöhnlichen Verhältnisse der Jugend verschieden und durch eine etwas röthliche Färbung an der Basis der Bauch-, Anal- und Schwanzflosse. Auch an ihnen sind die Schuppen sehr rauh. Dieser schöne Mvgil wird im Tij^iis bei Mossul f;efangen: die arabischen Ainvcdiiier noniien ihn Abu Siikkanejn, Vater zweier An- ker, worunter sie vcrnuiflilich die beiden scharf t^ezähnten Suborbital- knocben verstehen. Mastacaceiiiblus» lialeppeiisis CUV. VALENC. (Taf. XIX. Fig. 3.) Simak-el-inglfi-e Alex. Russe! Nalural hist. of Aloppo p, 75. Tab. 12. Fiij. 2. Mastacacemblus aiaxillis subaenlis aequalibus (.ronov. Zooph. p. 132. Ophidhim Simtik Wal bäum. A r f e d. reuov. T. III. p. 159. H/tj/nchobdella haleppensi-f lil. Schneider p. 480. Opliidium maslacacemblit.^ Shaw Oen. ^-ool. Vol. IV. Part. 1. p. 71. Ma.*!tncacemblus huleppensis C » v. V a I e n e. Ui. malus C u v. V a I. vorziio;licl) durch die Farbeiizeiclinunfj .sehr ver.sc!iicden . die sich iiiiter der Seitenlinie «Is grosse aneinanderliängende Ringe zeigt, welche gleich einer Kette vom Kopf bi.s iiber den Anns reicht: über die Brust- flossen o;chei> zwei breite dunkelbraune Qnerbinden. Rücken- und Anal- flosse sind nur diircli einen seichten Einsclmitt von der Schwanzflosse getrennt, alle drei Iiaben eine schwarze, am äussersten Rande aber weisse Einfassung. D. 32.84. A.2.78. 147 (249) Zähnelung am Rande; seine obere Anheftung befindet sich senk- recht unter dem Ende des Hinterhauptes, zu Anfang des letzten Viertheiles der Kopflänge. Die Kienienspalte ist wie gewöhnlich nur nach unten offen, wo 6 in eine dicke Membrane gehüllte, aber leicht zu zählende Riemenstrahlen sie umgeben. Die Brustflosse, welche mit ihrem oberen Rande in der halben Körperhöhe sitzt, ist abgerundet und kaum ^ der Kopflänge lang. Die Stachel-Strahlen der Rückenflosse beginnen über der Mitte der Brustflossen und enden, indem sie rückwärts immer an Stärke und Höhe zunehmen, mit einem ganz kurzen Strahle, der von dem vorletzten und längsten beim Niederlegen überdeckt wird , vor dem letzten Drittheile des Fisches. Der weichstrahlige Theil der Rückenflosse erhebt sich noch einmal so hoch als die Stachelstrahlen uni ist von der, der Brustflosse ähnlichen Schwanzflosse nur durch einen seichten Einschnitt oder Absatz geschieden. Die Basis des wcichstrahligen Thciles ist l^mal in jener des stachelstrahligen enthalten , welche letztere nicht ganz die Hälfte der Gesammtlänge einnimmt. Die Analflosse be- ginnt gleich nach dem After, in der Mitte zwischen dem Vordeckel und dem Schwanzflossenende, mit drei Slachelstrahlen, wovon der dritte vom zweiten und stärksten überdeckt wird ; die von den weichen Strahlen besetzte Basis ist länger als jene der über ihr stehenden Rückenflosse und gleicht f- des stachelstrahligen Theiles dieser letzten ; sie hängt gleichfalls, aber nur an der Basis mit der Schwanzflosse zusammen. Die Schuppen sind sehr klein und von der dicken allge- meinen Haut überdeckt, gegen den Schwanz zu werden sie allmälig etwas grösser; ihre Gestalt ist oval, rund herum am Rande ge- kerbt, aus jeder Kerbe zieht sich eine schmale Furche, die nicht sehr dichten concentrischen Schichten durchschneidend, gegen einen länglichen chaotischen Mittelpunkt zu. Die Seitenlinie ent- springt an der gewöhnlichen Stelle , senkt sich allmälich bis zur Analflosse und geht dann mitten durch den Schwanz ; sie besteht aus einer sehr schmalen nackten Furche, die selten von einer Schuppe unterbrochen wird und im gegenwärtigen Zustande eine Reihe länglicher Grübchen zeigt, die gleichsam wie Glieder einer Kette auf einander folgen. Der weichstrahlige Theil in der Rücken- und Analflossc ist so , wie auch die Schwanzflosse an der Basis mit kleinen Schüppchen dicht bedeckt. Die Farbenzeichnung dieses Fisches ist sehr verschieden, so dass unter 50 uns vorliegenden Exemplaren kaum zwei einander ganz gleich sind. Sie lassen sich übrigens nach vier Hauptschat- tirungen eintheilen, die dann durch verschiedene Abweichungen in einander übergehen. 148 (250) a. Längs dem Rücken liegen 20 — 24 schwarzbraune, heller eingelasste ovale Flecken, von denen sich eben so viele unregel- mässige, braune hellgelleckte Binden, auf gelblichweissem Grunde vertikal bis gegen den Bauch herabziehen. Mit dem Beginnen der Analflosse theilen sich diese Binden, oder fliessen je zwei und zwei X-förniig zusammen , indem sie zugleich an der Basis der Analflosse in dunklere Flecken endigen. Die gelbliche Rücken- und Schwanzflosse ist ganz, die Analflosse nur in der hinteren Hälfte mit Querreihen dichtstehender schwarzer Punkte besetzt; selbst auf den Brustflossen sind einige bemerkbar. b. Mit denselben Flecken längs der Rückenfirste, allein anstatt der vertikalen Binden , zieht sich ein breiter brauner Längsstreif vom Auge bis zum Anus, wo dann wieder die bald sich selbst spaltenden, luild zusammenfliessenden Binden zwischen beiden Flos- sen sich ausbreiten. Rücken-, Schwanz- und Brustflossen sind wie früher; die ganze Analflosse aber ist schön braun marmorirt, in der hinteren Hälfte braun eingefasst und mit vielen rückwärts schief ansteigenden Streif*'n geziert, deren letztere die schwarzbrau- nen Flecken längs der Basis erreicijen, welche hier zahlreicher oft bis 20 vorkommen. c. Dieselben Flecken über die Rückenfirste; statt Streifen und Binden aber eine gleichförmige zarte Marmorirung von braun und gelblichweiss, die sich bis über die Mille herabzieht oder sich in das Gelblichweiss des Bauches verliert. Zwischen Rücken- und Analilosse bilden sich wieder, jedoch viel blässer, die ineinander fliessenden Binden, welche an der Basis der letzleren die schwärz- lichen Flecken hinterlassen. Brust - , Schwanz - tmd Rückenflosse wie früher, die Analflossc aber einfarbig gelblich, kaimi 2 — 3 kleine Fleckchen gegen den hinteren Rand. d. Die Zeichnung an den Seiten ähnlich jener in b beschriebenen Varieiät nur zieht sich längs der Rückenfirste statt der Fleckenreihe ein schwarzbrauner scharf begränzler Längsstreif bis über den An- fang der Analflosse, wo die einzelnen Flecken dann wieder be- ginnen. Die Analflosse ist gelblich, nach hintenzu mit einem schmalen schwarzen Saum. Die übrigen Flossen wie früher. An aüen Exemplaren sind die Deckelstücke mehr oder weniger gefleckt und die Augen schwarz mit einem goldgelben Ring. Die Russ ei- se he Figur, welche nicht sehr genau ist, scheint sich am meisten dieser letztern Farbenzeichnung zu nähern. Wir besitzen Individuen von 7^ bis über 2 Fii.ss l^iinge. sie kommen häufig im Flusse Kucik bei Aleppo vor, wo sie En^Iisi oder Eng- lese genannt und als Speise, besonders auf den Tafeln der Europäci. sehr gesellätzt werden. Auch im Tigris bei Mossul sind sie gemein, man nennt sie dort Marmaridscli oder Ma rma liids eb i. der bisher aus Syrien bekannten Süsswasser- Fische. l§coinbepidae. M asi ac aceinb lus halepensis Cuv. Val. A I e p p o, Mossul. ITIugilidae. Mugil Abu Heck. Mossul. Cypriiiidae. Cyprinion Kais Heck. Aleppo, Mossul. jy macrost omus Heck. Aleppo, Mossul. ,, Cypris Heck. Mossul. ^, neglectus Heck. Mossul. Systomus Intens Heck. Aleppo, Mossul. ^ albus Heck. Mossul, Antiochia. Barbus lab e cula Valenc. Jordan. ^, Lacerta Heck. Aleppo. ^j Sc ine US Heck. Aleppo, „ A'ej'süi Heck. Aleppo. „ Rajanorum Heck. Aleppo. ^, perniciosus Heck. Damascus. „ /> ec^orrt/is Heck. Antiochia. -- „ B arbulus Heck. Aleppo. ^j Grypus Heck. Mossul, 150 (252) LabeobarbuS Kotschyi Heck. Mossul. Lucio bar bus my st accus Heck. (Cypr. Mursa Giildcnst.) Mossul. xanihopterus Heck. . Mossul. ^' csocinus Heck.* Mossul. jj Schejch Heck. Mossul. jj longiccps (Barbus longiceps Valenc.) J ord an, ^, canis (Barb. c;\ms Valenc. Jordan. Scaphiodon Ca;>oe/rt Capoeta fundulus Valenc.) Aleppo. Trutla Heck Aleppo, Mossul. ^j Umbla Heck. Mossul. ^j Per egrinorum Heck. Aleppo. so Cialis Heck. Damaskus. ..'^>. ^j f rater cula Heck. Damaskus. Tylognathus nanus Heck. Damaskus. Vis c ognathus rufus Heck. Aleppo. ^j obtusus Heck. Aleppo, Mossul. ^^ variabilis Heck. Aleppo, Mossul. Gobio damascinus Valenc. (Scaphiodon ÄecA". ?} Dama skus. Gymnostomus syriacus Heck. (Chondrost. syrlaca Valenc). F 1 u m. A b r a h a m. Ch ondr chilus regius Heck. Antiochia, .41eppo, Mossul. Acantho brama Marmid Heck. Aleppo. j^ cupida Heck. Aleppo. ^j centisijuama Heck. Damaskus. ^, Arrha da Heck. Mossul. Albnrnus Sellal Heck. Aleppo. ;, mossulensis Heck, Mossul. ;, heb es Heck. Aleppo. „ microlepis Heck. Aleppo. „ Capito Heck. Kurdistan. ;^ caeruleus Heck. Aleppo. ^, pallidus Heck. Aleppo. ^spitts vorax Heck. Mossul. P ho xinellus Zeregi Heck. Aleppo. S(/ualius Berag Heck. Aleppo. ;, spur tu s Heck. Aleppo. „ orienfa/is Heck. Aleppo. _,, lepidus Heck. Mossul. * Wird im Flusse Zab, dem Lycus der Alten, südöstlicli von Mossul oft bis drei Zentner schwer. 151 (253) Cobitis frenata Heck. Mossul. „ Panthera Heck. Damaskus. ;, Leopardus Heck. Damaskus. „ Tigris Heck. Aleppo. „ insigrfis Heck. Damaskus. ;, argyrogrammtca Heck. Mossul. ;, malapterura Valenc. v Poecilidae. Lebias Mento Heck. Mossul. „ Cypris Heck. Mossul. „ Hammonis (Cyprinodon Hammonis Valenc.) Damaskus. ISiluridae. S ilurus triostegus Heck. Mossul. Bagrus halepensis Valenc. Aleppo, Mossul. '•' Cobitis Hiaiapterura Valenc. hist.nat. despoiasonsT. 18. p. 88, t. 523. Dieser Species ist am Schlüsse der GaKung' Cobitis ein ei<^ener Paragraph gewidmet, in welchem Valenciennes bemerkt, dass man sie sogar als den Typus einer verschiedenen Gattung ansehen könnte, wenn man nicht ihre Gesammt-Organisation in Betrachtung zöge. Die typischen Unterst hiede, worauf diese Äusserung beruht, liegen in einem kleinen löffelförmigen Vorsprunge des Oberkiefers, der in die ent- sprechende Ausbuchtung des Unterkiefers passt •, dann in einer Hautfalte, welche mehr als gewöhnlich beinahe über den ganzen Schwanzrücken hinziehend eine Art von Fettflosse darstellt. Den ersten Charakter finden wir mehr oder weniger an allen Cob i ti s- Arten , die keine Suborbitaldornen und vollständig getrennte Unterlippen haben, wozu, wenn gleich nicht in so hohem Grade, auch unsere gemeine Cobitis barbatula nebsl der Cob. Fürstenbergii (welche Va le n cienn s ir- rigerweise für eine Varietät der Cobitis fossilis zu halten scheint) ge- hört: Den Zweiten treffen wir bei Cob. fossilix , wie an mehreren syrischen Arten, namentlich Cob. frenata, Tigris und argyrogramica an. Es ist diese Pseudofettflosse aber nichts anderes als ehie, die zahlreichen Stützenstrahlen der Schwanzflosse überdeckende, dicke Haut, welche bei manchen Arten etwas früher rückenaufwärts hervortritt und durch die Wirkung einer kleinen Maceration , in Folge zu schwachen Weingeistes, bei dem sanften Drucke der Finger mehr als im Leben des Thieres sichtbar wird. Übrigens haben wir, im vorhergehenden Theile dieses Werkes auf p. 1088, bei Cobitis Tigris jener Hautfalte erwähnt, die sich sowohl aus der oberen als unteren Schneide des Schwanzes erhebt. Wir befürchten aber sehr, dass bei der auf tab. 523 der hisl. nat. gegebenen Abbildung von Cobitis malapterura, die Scluvanzrückenmembrane durch den Zeichner etwas zu stark aufgetragen wurde, da sich auch an einigen unserer minder gut conservirten syrischen Exemplaren diese Hautfalte bedeutend erweitern lässt. s 152 (254) Arixis Cous Heck. (Pimelodus cous Valejic.) Aleppo. Clariits Marpus Valenc. Orontes, Lacus Marasa. „ syriacus Valenc. Syria. In allem 69 Arten, wozu nach den mündlichen Mittheilungen unseres Reisenden noch eine Forelle (Salmo) von vortrefflichem Geschniacke kommt, die in den Gebirgen von Kurdistan ziem- lich häufig ist, uns aber nicht zu Gesichle kam. Auch nannten die Fischer in Aleppo und Mossul Herrn Kotschy noch mehrere Fische, deren er, da es nicht an der Jahreszeit war, nicht habhaft werden konnte. '^■^'' ■ . il^^ü^m. DIE FISCHE PERSIENS, GESAMMELT VON THEODOR KOTSCHY. Die Gewässer um Schiraz, aus welchen wir in Allem die nachfolgenden 15 Spezies erhielten, bieten in ihren Fischen durchaus keine Formen , welche sich durch stark hervorragende Blerkniale vor den bereits beschriebenen Syriens auszeichnen oder gar generisch von ihnen unter- scheiden. Wohl aber zeigen diese Arten interessante Über- gänge und merk windige Unterschiede genug, um in ihnen neue, um bestimmte Typen gelagerte, complimentäre For- men zu erkennen. Da die Ausdehnung des Reisewerkes es aber nimmer gestattet, auch von diesen Arten, gleich den syrischen, Abbildungen zu geben, diese auch bei der grossen Ähnlichkeit mit jenen zu ihrer Versinnlichung nicht eben unentbehrlich erscheinen , so begnüge ich mich bei ihrer Darstellung, die einzelnen Arten mit den bekannten ähnlichen vergleichend, in den kurzen Beschreibungen ge- rade nur das hervorzuheben , wodurch sich die persischen von den zunächst verwandten abgebildeten syrischen unter- scheiden. — Dieser vorangehend mag noch eine kurze Notiz, aus dem Munde unseres Reisenden über die weniger be- kannten dortigen Gewässer entnommen, mitzutheilen seyn. 154 (256) Schiraz, das hinter zwei, mit dem persischen Meer- busen parallellaufenden Gebirgszügen in einer Höhe von 4000 Fuss liegt, hat in seiner Nähe drei verschiedene Flussgebiete. Das kleinste, in dessen Bereiche die Stadt Schiraz selbst liegt, bildet für sich der liach Koknabad, dessen Wasser sich grösstentheils in die vielen Bewässerungskanäle der Ebene verliert und daher in seinem eigentlichen Bette während des Sommers ganz austrocknet. Mit ihm verbin- den sich unter der Stadt die seitwärts aus Felsen entsprin- genden öuellen des Saadi und führen dann ihr Wasser gemeinschaftlich dem südwärts liegenden Salzsee Nemek Deria zu, wo es verdunstet. Ostlich von Schiraz durch- zieht die noch höhere Ebene von Fersepolis der Benth- Amir (bekannt als Araxes) mit seinen kleinen Confluen- ten. Ihre Wasser ergiessen sich in einen andern Salzsee, welcher der Sage nach mit dem benachbarten vorhergehen- den in unterirdischer Verbindung stehen soll. Nordwestlich von Schiraz entspringt im Hochgebirge Kuh-Noor der Fluss Kara Agatsch und mündet nach einem südlichen Bogenlauf ins persische Meer. Auf der Sehne dieses ßo- gens liegt ein hoher Alpensee, Deria Kaserun oder der See von Kaserun, dann noch ein zweiter Namens Pire- San, die beide in den Kara-Agatsch abfliessen. Barbus Barbulus. Labio infero carneo, integro, ad symphysin lobulo bre- vissimo instructo, radio osseo in pinna dorsali valido serrato, incliuato pinnam analem vix attingente. 6 P.i.19. V.i.8. D.4.8. A.3.5. C.4. Lin.lat. 52— 54. 8 X. 1. VII, Unter allen Barben Syriens zeichnet sich die gegenwärtige Art durch ihren sehr breiten fleischigen Lippenumschlag aus, der sich unter der Symphyse des Unterkiefers in einen kleinen MitteJlappen abscheidet. Diese Eigenthümlichkeit erinnert an un- seren auf Tafel III. Fig. 3 abgebildeten Luciobarbus mystaceus, 155 (257) dem er auch im ganzen Aussehen lauschend ähnlich sieht; nur ist der Kopf etwas kürzer, der Rücken beginnt gleich nach dem Hinterhaupte mit einer kleinen Erhöhung und die Rückenflosse, welche an JAiciobnrbus mystaceus zurückgelegt bis über die Mitte der Analflossenbasis reicht, ist hier weit weniger schief abgestutzt und nur so hoch, dass sie niedergelegt kaum den Anfang der Analflosse erreicht. Was ihn aber auf das Bestimmteste unterscheidet, sind die Schlundzähne, deren hier, wie an allen Barben, fünf auf der Innern Reihe stehen und nicht vier, wie bei Lucioharbus. Dieser Fisch bewohnt den FIuss Ka ra- Aga tsch ; unsere Exem- plare, die 7 — 8 Zoll erreichen, Avurden bei dem Dorfe Gere gefangen. Auch aus dem Kueik bei Aleppo besitzen wir einige bis 9 Zoll lange Individuen, die wir, bevor uns die persischen zu Gesicht kamen, als zufällige Abweichungen von Luciobarbus mystaceus ansahen. Systoinus albiii§. Var. alpina. Wir wagen es nicht, diesen Fisch , der geringen Unterschiede wegen, die vorzüglich nur in der Färbung liegen, von dem in Syrien vorkommenden Systomus filbus als eine eigene Art zu untei'- scheiden. Sein Körper ist im Ganzen etwas dicker, vielleicht nur wohl- genährter und seine Schuppen rauher. Wir sind im Besitze einer schönen Abbildung dieses Fisches, welche von einem Maler in Schiraz nach dem Leben angefertigt worden, und können daher seine Farbe genau angeben. Der ganze Körper ist bleigrau, welche Färbung auf dem Kopfe ins hellbraune, auf dem Bauch ins röthliche Weiss übergeht. ^Jede Schuppe ist an der Basis schwarzbraun und am freien Rande besonders auf der obern Kör- perhälfte hellblaugrau , was eine sehr angenehme Schattirung ver- ursacht. Alle Flossen sind schwärzlich und die Augen orange- roth. Im Weingeist ist der helle, blaugraue Schuppenrand noch sehr gut kenntlich, allein der Oberkörper ist dunkelbraun, der un- tere ockergelb geworden, die Farbe der Iris hat sich ganz er- halten. Bei diesem, unserem gemeinen Karpfen ähnlichen Fische haben wir noch zu erinnern, dass sowohl er als die syrischen Arten, einen weichen abgerundeten Unterkieferrand besitzen, den beim Schliessen des Mundes der Oberkieferrand überdeckt; letzterer drückt sich dann an eine schmale etwas cartilaginöse Haut- falte an , die lippenähnlich etwas hinter dem Unterkieferrande liegt, aber keineswegs wie in der Untergattung Tylognathiis aus einer vorgeschobenen Kinnhaut gebildet wird. Unsere Exemplare von 2 — 10 Zoll Länge sind aus dem Flusse Kara- Agatsch und den Alpenseen Pire-San und Deria Käser un. An letzteren Orten werden sie vorzüglich gross und sehr schmackhuft. U e c k e 1 , Ichthyologie. 1 1 • 156 (258) IScapliiodou Aiiiir. Corpore subelong^ato ; capite \ corporis superante; rostro subacuto; ociilo J- capitis; radio osseo in piniia ilorsali gra- cili, denticulis rectis serrato. 7 P.1.17. V.1.8. D.3.8— 9. A.3.5. C.-? . Liii. lat. 70— 72. XIII 0—7 VIII Seinem ganzen Ansehen nach kömmt dieser Fisch, den wir nach dem Namen des Flusses benennen, worin er lebt, dem Scaph. socialis aus dem Orontes am nächsten, ja er sieht ihm so ähn- lich, dass man nur nach einer genauen und sehr sorgfältigen Ver- gleichung ihn mit Bestimmtheit zu unterscheiden vermag. Wenn wir uns die Tafel XV, Fig. 2 vor Augen legen, welche die genaue Abbildung des letzteren darstellt, so finden wir vorzüglich den Kopf an Scap/u Amir spitzer und etwas länger; er ist 5^ mal in der Gesammtlängc enthalten; ebenso ist der Mundbogen spitzer und seine Sehne kürzer. Das Auge ist kleiner, sein Hinterrand liegt etwas vor der Mitte des Kopfes; der Augendiameter ist 7 bis 8 mal in der Kopflänge, 2 mal in der Sehne des Mundes, 3 mal in der Stirnbreite zwischen den Augen und 2 mal in der Entfernung der Nasenspitze vom Auge enthalten. Die Bartfäden sind dicker und länger. Besonders auffallend und charakteri- stisch ist hier wie an der nachfolgenden Art die Richtung der scharfen dünnen Zähne am Hinterrand des Knochenstrahls Sie sind nicht wie an Scaph. socialis , oder wie sonst gewöhnlich, hakenförmige, nach abwärts gewendet, sondern wagrecht und sitzen dem perpendikulären, im letzten Drittheile dünnen, biegsamen Knochenstrahl rechtwinklig, gleich Zähnchen eines Kammes an. Die kleinen Scliuppen werden allmälig gegen den Schwanz zu etwas grösser und gleichen in der Textur den syrischen Arten. Die jetzige Farbe im Weingeist ist gelblich, silberspielend mit grauem Rücken ; an der Basis der Brust , Bauch- und Analflosse sind Spuren von pomeranzengelb. Diese Art erreicht im Araxe.s, uülier unser Museum 11 Stücke von 6 bis 18 Zoll Länge erhielt, eine bedeutende Grö.«sc nnd wird auch von den Anwohnern als Speise sehr {feschätzt. Scapiliodoii iiiger. Corpore et capite crassioribus , hoc ^ corporis; oculo y\- capitis; rostro obtuso; radio osseo in pinna dorsali gra- cili, denticulis, brevibus subhorizontalibus serrato. 157 (259) 9 ^" P.1.18. V.1.8. D.3.S— 9. Ä.3.5. C.-— . Lin. lat 60—62. VIII Er gleicht dem Vorhergehenden, gerade wie im Orontes Scaph. fratercula dem Scaph. socialis ähnlich sieht, ist dabei aber doch eine ganz eigene Species , die gleich durch den dicken Kopf und die schwarze Farbe ins Auge fällt. Der Körper ist gedrungener, kürzer und höher, so wie an Scaph. fratercula Taf. IV, Fig. 2. Der sehr stumpfe Kopf, dessen Dicke zwischen den Deckeln |- seiner Länge erreicht, ist nur 5 mal in der Gesammt- länge enthalten. Das grosse Auge liegt mit seinem Hinterrande gerade in der halben Kopflänge, sein Diameter ist S^mal in der ganzen Kopflänge, 2 mal in der Stirnbreite zwischen beiden Augen und l^mal in der Sehne des Mundbogens enthalten; die Entfer- nung des Auges von der Nasenspitze beträgt nur 1^ Augendiame- ter. Die Knochen des Schultergürtels sind stärker und breiter, die Schuppen durchaus grösser. Letztere kommen, ihrer in der Lin. lat. enthaltenen Anzahl nach , ganz mit jener von Scaph. fratercula überein, nur sind sie auf dem Rücken um Vieles klei- ner als an dem Verwandten im Orontes. Die Zähnelung des Knochenstrahles ist etwas kürzer und beinahe, wie früher, wagrecht gestellt. Der ganze Fisch ist schwarz und zwar über Kopf und Rücken sehr intensiv, nur die Unterseite des Kopfes und des Bauches ist gelblich weiss. Sein Fleisch ist weich und wird von den Anwohnern des Araxes, welche jenes der vorbeschriebenen, nahe verwandten Art so sehr hoch schätzen , als der Gesundheit nachtheilig, nicht genossen. Die Exemplare des Wiener Mu-seums sind von 6 bis 10 Zoll Läng;e und unterliegen in den gewöhnlichen Graden von Weingeist sehr leicht der Fäulniss. Fundort: Araxes oder Benth-Amir. Scapliiodoii inacrolepis. Corpore elongato compresso; capite ^ corporis; rostro obtuso; squamis majoribus, in pectore minimis. ^ VII P.1.18. V.1.8. D.4.8. A.3.5. C.-^. Lin. lat. 43— 44. 5 V Eine schöne ebenso ausgezeichnete als leicht zu erfassende Species , deren Hauptmerkmale in der Kürze des Kopfes und der, in dieser Untergattung ganz ungewöhnlichen Grösse der Schuppen 11* 158 (260> liegen. Wären nicht die Charaktere dieses Subgenus Scaphio- don: der Zahnbau, die kurze barbenartige Rücken- und Analflosse, wovon die erstere mit einem gezähnten Knochenstrahlc bewafTiict ist, so deutlich ausgesprochen, man würde auf den ersten Anblick Avähnen , unsern gemeinen Chondrontuma nasus vor sich zu haben. Der Körper ist gestreckt, massig dick; der Kopf stumpf, über 6 mal in der Gesammtlänge enthalten, daher etwas kürzer als die grösste Körperhöhe im Anlange der Rückenflosse. Unter der dicken Nase liegt der scharfrandige querüber gespaltene Mund, dessen Sehne | der breiten llachgewölbten Stirnc zwischen den Augen einninnnt, welche ihrerseits einer halben Kopflänge oder 2| Augendiametern gleicht. Das Auge liegt ein wenig vor der Mitte des Kopfes und die Achse des Körpers würde seinen untern Rand tangiren. Die beiden Bartfäden sind sehr kurz und fein. Die Rückenflosse hat einen, wie gewöhnlich schlanken scharf gezähnten, im oberen Drittheile aber weichen und biegsa- men Knochenslrahl, sie ist weit weniger schief abgestutzt als bei anderen Arten. Die Schuppen sind einen guten Augendiameter hoch, die grössten liegen in der vordem Körperhälfte über und unter der Seitenlinie, die selbst aus etwas kleineren besteht; auf der Brust sind sie sehr klein, werden auf dem Bauch allmälig grösser und dabei spitzer. Die Textur ist in den concentrischen Ringen sehr zart, die Radien aber, welche einem, im vorderen Viertheile ge- legenen Strahlenpunkte entspringen, sind leicht mit freiem Auge zählbar, und nur an der unbedeckten Fläche, die sie ungefähr zu 20 ziemlich parallel laufend durchziehen, vorhanden. Die jetzige Farbe im Weingeist ist gelblich mit graulichem Rücken, die Achseln der Brustflossen und die Iris orange. Unsere grössten Exemplare sind nur 8 Zoll lang und kamen aus den Confluenten des Ära x es bei Prrsepolis. l§capliiodoii i^aadii. Corpore <>;racili , subtereti ; capite obtuso i corporis ; fronte parabolica; squaiiiis miuutis. 6 XIII P.1.17. V.1.8. D.3.9. A.3 5 C.-|-. Liii. lat. 75— 78. 6 Die Species, welche wir dem persischen Dichter widmen, hat dem Körper nach die meiste Ähnlichkeit mit Scaph. socialis, doch ist sie schlanker und der kurze, stumpf abwärts gebogene Kopf zeichnet sie auf den ersten Blick aus. 159 (261) Die Höhe des im Vordertheile nur wenig comprimirten Rum pfes gleicht der Kopflänge, die über 6 mal in der Gesammtlänge enthalten ist. Das Stirnprofil fällt beinahe in einem Viertel- bogen vom Hinterhaupt bis zur stumpfen Nase herab, deren Unter- fläche mit Brust und Bauch fast in einer Ebene liegt. Die Dicke zwischen den Declcehi nimmt ^ der Kopflänge ein; die Sehne der Mundspalte gleicht dem Diameter des nicht ganz in der vor- deren Kopfhälfte, dicht am Stirnprofil gelegenen Auges und ent- spricht dem vierten Tlieile der ganzen Kopflänge oder f der Stirn- breite zwischen den Augen ; die beiden Bartfäden sind ebenso lang. Die Flossen sind wie an Scaph. socialis und die Schup- pen wie an dem vorhergehenden Scaph. Amir, nämlich sehr klein, gegen den Schwanz zu allmälig grösser und auf der Brust am allerkleinsten. Die Farbe dieses Fischchens, das nicht über 6 Zoll lang zu werden scheint, ist an den kleineren Exemplaren aus den Quellen des Saadi schön röthlich, (wenn diess nicht eine Wirkung des Weingeistes ist\ mit hochrotlj gelber Knorpelscheide des Unter- kiefers. Die grösseren Individuen aus der Nähe von Persepolis sind gelblich silberweiss mit gelbem Achselfleck und blaugrauem Rücken. CypHiiioii teiiuiradius. Corpore gracili, subtereti; capite crasso i corporis; ore transverso, latitudine frontis inter oculos snbminore; radio osseo plnnae dorsalis tenui, apicem versus flexili. 8 VIII III P.1.14. V.i.S. D.4.13. A.3.7. C.-^. Lin. lat. 35-36. 7 Unter den vier beschriebenen und abgebildeten syrischen Arten gleicht die gegenwärtige am meisten dem Cyprinion ma- crostomns , mit welcher sie auch den grossen Mund gemein hat; allein sie ist viel schlanker und zeichnet sich durch grössere Schuppen und einen viel dünneren im oberen Driltheile weichen Knochensirahl aus. Die grössle Höhe des Rumpfes unter dem Anfang der Rückenflosse ist 5mal in der Gesammtlänge enthalten, von welcher der kurze, dicke und stumpfe Kopf den sechsten Theil ausmacht. Das Auge liegt sehr hoch am Stirnprofil, wie an Cyprinion Cypris oder neglectnn , sein Diameter ist 5mal in der Kopflänge oder 2mal in der Stirnbreite zwischen den Augen enthalten. Der quer- gespaltene kaum in den Winkeln gebogene Mund, dessen gelbe, 160 (262) hornarlige Unterkiefcrscheide beinahe die ganze Gaumenhöhle füllt, und sich nach aussen bis auf die Sehne des Mundbogens ver breitet, ist nicht ganz so weit als die ebengenannte Stirnbreite. Die Bartfäden sind sehr kurz und zart. Die Flossen sind wie an Cyprinion macrostomus gestaltet, nur der Knochenstrahl in der Rückenflosse ist, wie bereits ge- sagt, um Vieles schwächer. Die Schuppen sind wie gewöhn- lich über den ganzen Vorderrücken gescheitelt, die gleich nach dem Hinterhaupte liegenden sind sehr klein, die kleinsten aber decken die Brust; die Schuppen aus der Mitte des Körpers er- reichen einen Augendiameter an Höhe. Die allgemeine Farbe ist gegenwärtig im Weingeist gelblich weiss mit hellgrauem Rücken und einem orangegelben Fleck in jeder Achsel. Jede Schuppe über Seitenlinien ist an der Basis braun. Wir haben diesen Fisch in vielen Exemplaren, wovon die grössten nicht ganz 6 Zoll erreichen, sowohl aus dem Kara - AgaLsch als aus dem Araxes. DiscogfiiatliuiS creiiiilatui^. Capite ^ corporis, obtuso, crasso ; oris diametro \ spatii interocularis; velo rostri os tegente margine crenulato. 7 9 P.1.13. V.1.8. D.3.8. A.2.5. C— . Liii. lat. 35. 8 IV 35. HI Es unterscheidet sich diese Species , welche wir am besten mit dem ganz ähnlichen Discog. rufns Taf. VIII, Fig. 2 ver- gleichen , vorzüglich durch einen viel kleineren Mund , dessen Klappenrand wie an jenem doch viel deutlicher gezähnelt ist. Die Höhe des Rumpfes ist 5^ mal und die Länge des Kopfes 6 mal in der Gesammtlänge des Thieres enthalten. Die Wangen sind sehr fleischig; die Augen liegen in der halben Kopflänge , ihr Diameter macht eine halbe Stirnbreite zwischen ihnen oder den vierten Theil der ganzen Kopflänge aus. Die Mund spalte, deren Bogen so wie an der syrischen Art be schaffen ist, wird von einem breiten sehr entschieden gezähnelten Klappenrand überdeckt und ihre Sehne ist kaum länger als ein Augendiameter oder die Hälfte obiger Stirnbreite. Grosse Poren bedecken die breite dicke Nase und liegen auch noch über der horizontalen Bewegungsfalte derselben. Schuppen, Flossen, F a r b e n z e i c h n u n g bieten übrigens keinen merklichen Unter- schied, nur ist letztere im Ganzen genommen dunkler und auch der Oberkopf nicht so hell rostfarb. 161 (263) Wir erhielten dieses Fisclicheii in Mehrzahl sowohl aus den Coii- flucnten des Ära x es, als aus den Quellen des Saudi und dem Kaia- Ajyafsch: unsere ^rössten Exemplare sind nicht über 3j Zoll lang. yllburiiiis Ibliiü. Corpore elongato; capite acuto l.\ altitudinis et l Ion- gitudiiiis corporis; maxilla inferiore magis porrecta; oculo \ capitis, diametnim iiiterociilarem aequante. 10 P.1.14. V.i S. D.3.8. A.3.12. C.^. Liii. lat. 72— 75. lü XII i • IV Wenn wir Iiidia. „ fimbriahis Valenc. J ^, erythropterns Valenc. j „ fiispidus Valenc. | Java. „ oblongns Valenc. \ CIRRHI NÜLLI. ? „ Cnrchius MCIdl. j ? ,j (Cyprinm) rosfrafus Tilcs. | India. ? ^, (Gobio) ricnorhynchus M'Clell. ' ? ;, CCyprimis) rufescens Hassc]q. Palaestina. ROHITA Valenc- Maxi IIa siipeiior carnea, mar- giiie fimbriata, sub rostro cras.so poroso occulfa; Inferior labio reflexo fimbriato instructa ; cinhi qnatuor: dno in ang;nlis oris, dno in ma.vilia superiore; illis nonnnnqnam de- ficientibus, rariiis oinnibns. Pinna doisalis basi inediocris longitudinis. CIRRHI QUATUOR. Hohita Nandina Valenc. ^, Reynauldii Valenc. (3.3.6 — 6.3.3; ^, Bnchananii Valenc. ,^ Calbasu Valenc. „ Helangeri Valenc. ,, rosteUata Valenc. „ Cfiangnrio Valenc. „ Diissumieri Valenc. ) india. ,, Gonins Valenc. „ lineata Valenc. ;, Leschenmillii Valenc. „ Duraucellii Valenc. „ Moralins Valenc. „ Joalius Valenc. ;, Cnrsis Valenc. Ob.schon in der Hisl. nat. T. XVII , p. 409 aiisdriicklicli steht : „nini.s ceux-ci ivonl pas (Vetiii corne aux levros". so dürfte dieses mit dem, was wir T. XVI, p. 249 lesen, kaum iiliei einstimmen. Alle in unserer Abtlieilunf»- A belindlirlien C'yprinen haben in der Tiiat einen zugcsch är ften Ma n d i I) u I a nand mit einer hornartio^ knorpligen Scheide, die im Weinfi;eist »plb wird und Icieht ab- füllt: nur ist sie sciimiiler und weicher, als in der Ablhcilunff B. — Wir haben jedoch bis jetzt nicht Geleo;cnlieit «gehabt eine der vielen zu Roliita «^eliüiifien Species selbst zu untersuclien : in der hisf. nat. sind auch nur die .Schluudzähnc bei R. Reynauldii angegeben. 9 181 (283) Rohifa rittafa Valenc. i erythrura Valenc. ' J a v a. Hassellii Valenc. \ Rouxii Valenc. chalyheaia Valenc. fimbJ'iata Valenc. tincoides Valenc. microcephala Valenc. (^Gonor/ii/nchaJ fimbrialns M'Clell. CI RR HI DUO. ) Iruiia. QGonorhynclms} hrevis M'Clell. ? ^, ^ macrosomus M'Clell. CIRRHI NllLLI. ? „ (Gonorhync/msJ f/obiotdes M'Clell. ? „ QCyprinusJ Mnscfia Burlian. / TYLOGNATHÜS Heck. Maxi IIa snpeiior carnea niai'^ine cutaneo rostri incrassati tecta; inferior plica nienti versus marf^inem oris directa; cirrlii modo quatuor, modo duo vel nulli. Pinna dorsalis subelongata. CIRRHI QUATUOR. Tyloynathus barbatulus Heck. =•= Caschniir. „ nnnns Heck.** Syria. „ porcellus Heck. I T H " „ Cyprinus Lamta Buchan. i CIRRHI DUO. „ (Labeo^ falcifer Valenc. Java. „ Valenciennesii Heck. *** C a s c h ni i r. CIRRHI NULLI. „ (Chondrostoma^ Upocheilos Nalenc.f Java. Tylognallms barbatulus Heck, in B. v. Hi'ij^^els Heise {Barbus diplochilvs Heck. Fische aus Kaschmir). *"•"■ Die Abbildiiiif; konnte wegen Unvollsfandiokeit der Exemplare nicht gegeben werden. :?*::■• Ti/Ioijnathus Valenciennesii Heck, in B. v. Hügels Reise (Varicorhiiins diplostomus Heck. Fische aus Kaschmir). ■}" Die ausserordentliclie Dicke des hornarfig überzogenen Unter- kiefers (lövre interne), worüber Valenciennes liier erstaunt, ist bereits 1838 in den Fischen aus Caschmir bei Varicorhinus diplo- • 182 (284) Tylognatlms Cliondrosloma] Duvaucellii Valenc. J ^^ semilarvata Valenc. ( ^, {Labeoj diocheilus M'Clell. / India. ? ,, (Lenciscus) Sandkhol Sykes. \ t „ „ Chitnl Sykes. / DISCOGNATHIJS Heck. Maxilla siiperior caniea niargine cutaneo lostri velata; inferior plica iiienti disci- tormi, medio callosa ; cirrhi modo quatuor, modo duo vel iiulli. Piniiae pecforales horizontales, rotnndatae. CIRRHI QUATUOR. Discognathus rufus Heck. | c^.. •,. ^, obtusus Heck. \ ^ jj crenulatus Heck. Persia. ,j fusiformis Heck. \ n (Cyprinus) Cotyla Gray. > India. •? ^^ [Gonorhynchus himaculatus M'Clell. \ ? „ (Gobio (luadrimnculatus Rüpp. / . , " ^ ' . .. „.. ^' }Abyssinia. ? jj jj hirticeps Kupp. | '' CIRRHI DUO. ,, variabilis Heck. Syria, ? ^ {Gonorhynchus) brachypterus M'Clell. \ CIRRHI NULLI. I ? „ {Gonorhynchus) rupeculus M'Clell. \ india. ? ,j „ petrophylus M'Clell. | ? ,j ,y caudatus M'Clell. | » Plutycnra) nasula M'Clell. CYRENE //ecA*. Maxilla superior margine plerum- qne serie papillarum dentiformium instructa, sub processu cutaneo rostri occiilta; inferior ad sjmphysin elevata, plica menti versus marginem oris directa; cirrhi quatuor; dentes pharyngei latere canaliculati. Pinna dorsalis basi elongata. slomus beschrieben und abgebildet würde». Spätei' wurde dieser Vari- corhinns in der Hist. mit. der Gattung Labeo einverleibt , wo eine ähn- liche Bilduno^ vorkömmt, und nun finden wir seinen naiien Anverwandten in der Gnttuns Chondrontoma; was bei Berücksichtigung von IMundbil- dung und Sclilundzälincn nicht wohl möglich geworden wäre. ScIiizO' thorax pluffioxloinus und .miuatu.9 1. c. besitzen auch diesen Charakter, haben aber keine Unterlippe und andere Schlundzäline. Lubeo erylhrop- tpvns und liispidm Valenc. dürften übrigens mit diesem jungen Chond. Upocheilos gleichfalls sehr nahe verwandt sevn. 183 (285) Cyrene festiva Heck. | . „ ' ,, , ,T I J Ins. Borne 0. ;, ocellaia Heck. S „ cyanopareja Heck. ) , «u-i- " !•;• • U I I"S. Philipp. ,, philippina Heck. ) *^*^ „ (Dangila) Cuvieri Valenc. i Kiihlii Valenc. [ In die. lipocheila Valenc. \ Leschenmiltii Valenc. P o n d i c h e ry. n B. Ö s nuilum. a) Radius osseus in pinna dovsali, vel ante vel super pinnas ventrales positus; pinna analis brevis. a. Ueutes coclileariforiiies : S.S. 4 — 4.3.3. CYPRINION Heck. Cirrhi diio in angnlis oris. Pinna dorsalis basi elongata, radio osseo senato. Sqiiamae majores in pronoto attenuato distichae. Cyprinion Kais Heck. „ macrosfomns Heck. i o „ Cypris Heck. ' neglectus Heck. tenuiradiiis Heck. | pej.«:^ Chondro Stoma) aculeatum Valenr.* j (Cyprinus) semiplotus M'Clell. India. ß. Deute»» coclilearifornies: 3.3.5 — 5.3.3. DILLONIA Heck. Cirrhi nulli. Pinna dorsalis basi brevis, radio osseo laevi. Squamae majores. Dillonia {Chondro st omä) Dilonii Valenc. A b y s s i n i a. SCHIZOPYGE Heck.^'- Cirrhi quatuor: dno in an- " Es ist zuai- in der ßcsclireibuiig dieser Art von dein .scliönen, hier subfjencrisilicn Chaiuktoi : squamtie pionoti disticliae, der unter allen Cyprinen iiiu notli den llntero^attungeii Abramis nnd Ballevus eigen ist, nichts erwähnt, allein die grosse Ähnlichkeit dieser Art mit meiner hier angct'iihiteii pcrsisciien, lässt seine Goi.'^enwart vermuthen. Icii hälfe es nun an der Zeit, die, auf einen zwar allgemrinen und wichtigen, doch aber mehr secundarcn Chaiakter liasirtc Gattung Schh-otkordic (Hecke!, Fisriie aus Caschmir. 1838), so^\ ie es bei ihrer Aufstellung voilur angedeutet worden, nach der versciiiedencn Mund- bildung zu spalten. Die vermöge iiircs knorpeligen zugeschärf- ten Unterkiefers hieher gehörigen Arten vereinigen wir demnach in einer Untergattung iS'c/u«o/;,»/<7« imd bela.ssen nur die rundlippigen Arten unter Svliisiothorax. ^ 184 (286) j^iilis oiis, (luo in latere niaxillae snperioiis. Pinna dor- salis basi brevis, radio osseo senato ; analis basi plica longitudinaii , anum tei>ente , squamis mag nis instiucta. S qu am ae minlmae. Schizopyge plat/ioslomus Heck. i ^, sinuafus Heck. i currirrons Heck Ca sei. mir. ^, loiifftpmnis Heck. ; ^, niffer Heck. I ,j nusus Heck. | j'. Ueiites palaeforiiies: S.3.-1 — I.3.S. SCAPHIODON Heck. Cirrhi plernmque diio, modo quatnor. Pinna dorsalis brevis, ladio osseo serrato. S q u a m a e minntae. CIRRHI DUO. Scaphiodon peregrinonim Heck. \ „ fratercula Heck. i >, socialis Heck. f „ yGobio) damascinus Valenc. * , Syria. „ Trutta Heck. | „ Umbla Heck. i „ Copoeta Heck. ** / '' Ich t'iiliiP diese Species nur mit dem grös.steii Zweifel liier an, denn in der llist, mit. steht nichts vom Munde, den Schlundzähnen oder einem Knochenstralil , allein die Abbildun«^ auf pl. 482 sielit unserem Scaph. fratercula und socialtA' aus Damascus, von woher wir keinen Gobio erhalten haben, ausserordentlich ähnlich. Ist Capoeta funduhts Valenr. Das Genus Capoeta Valenr. besteht aus drei Species und ist nur auf das Vorkommen eines ßart- fadeiis an jedem Mundwinkel basirt; der Typus davon gehört hieher oder wenn man lieber will in die erweiterte Gattunjj; Cliondrostoma Valenc; die beiden anderen rundlip|)ij;en Arten Cap. amphiHa und ma- crolepidola aber in mein Subf^enus S«/a/oj/(MS. In der Fauna japonica verdanken wir Herrn Dr. Schlegel die BestJireibung- von sechs neuen Ciiprineu, welche er, wie wohl mit cinij^em Bedenken unter die Gattung Capoeta Valenc. stellt und zugleich sehr richtig bemerkt, dass sie eigentlich in die Nähe unseres lihodeus amaru.s geiiören. Es unteiliegt keinem Zweifel, dass diese sechs japanische Fischchen mit Cyprinus Devario Buch an. Gang, und Perilampu.s osleographus M'Clell. Ind. Cijprin. sehr nahe verwandt sind und zwar zu einer und derselben lliitergatliing gehören müssen. Nach den mangelhaften Beschreibungen und Abbildungen der beiden letzteren , damals allein bekannten Arten hatte ich im vorhergehenden Bande p. 1015 , ohne alle Autopsie, mein Subgenus Devario aufgestellt; es muss daher daselbst heissen: DEVARIO Heck. Dentes cultriformes 5— 5. Os subinferum, Inbia teretia , cirrhi duo in augulis oris, vel nuUi. Pinna dor- 185 (287) Scaphiodon Saadü Heck ( % « Amir Heck. . _ ,) niqer Heck. ' » \ macrolepls Heck. [Oreinus) gnttatus M'Clell. „ proffaslns M'Clell. | I n d i a. >, Cyprimis) Richnrdsonii Oiaj. ) CIRRHl QUATUOR. „ Tinea Heck. N a t o 1 i a. >, (Orehvus mamlatus M'Clell. India. h Radius o s s c u s n u 1 1 u s. a. UeiUes iialaeforiiies : 3.3.1— 4.3.3. GYMNOSTOMÜS Heck. Cinhi duo in aiigulis oris, vel nulli. Pinna dorsalis basi longior; analis brevis, iila vel ante vel snper pinnas ventrales iiicipiens. CIRRHl DUO. Gymnostomus {Chondrostoma) syriacum \i\\cnc.-^ Syria. CIRRHl NULLI. „ Chondrostomd' f/augeticum Valcnc. | j j • >, „ Fulungee Sykes. ) salis et aiialis ba.si cloiijL;uta, utrisquc radio o^seo laevi, apite flexili. Tr actus intestinalis 4^ lonj^. corp. CIRRHl OllO. Di-vttrio (Capoeta) elongala F. jap. \ „ „ gracilis F. jap. / „ „ faiiceolata F. jap. ' . " " . , >■ u< • / J ap on I a. „ „ intermedia v. ja|). ' ' „ „ limbala F. jap. „ „ rhombea F. jap. CIRRHl NULLI. ., (Cpprimin) Devario Buclian. ^ F H' „ (Perilamfjii.i) onleogruplius M'Clell. j Capoi'la limbala und rlioinbi'a F. a p. liattc ich .selbst die Geleo^en- lieit zu iintersuciien, und sie liefern mii einen neuen Beweis , wie sehr Mnndbilduno; und Schlundzähne zu einer festen Eiutheilung der Ct/prhien geeio;net sind. — In dem vorheigelienden Theile soll es hei Scuph. Capoeta p. 1058 in der Zahlendiaji^nose heissen: Xlll Lin. Ia(. 76-77. X Die Schlundzähnc sind allein nach dieser Species ang^eueben, da sie von alle» übrigen, nur nach den äusseren Kennzeichen hier zu- sammengestellten Arten, nicht bekannt sind. # 186 (288) ► Gymnostomus {Chondro stoma) Boggiif Seyk. yy „ Kawrus Seyk. „ „ Wattanah Seyk. „ „ Ahillya Seyk. „ {Gohio) lissorhynchus M'Clell. ) India. „ „ bicolor M'Clell. „ „ anisuvHs M'Clell. „ limnophilus M'Clell. „ [Gyprinlts) Ariza Buchan. ? „ [Chondro Stoma) dembensis Riipp. Aegyptus. ß. Uentes ag-g-re^ati: 3.4.-1 — -1.-1.3. ASPIDOPARIA Heck. Os parvuiii, cirrhi nulli ; ossa suborbitalia genas tegentia. Pinna dorsalis basi brevis, inter ventrales et analem sita ; analis longior; ventra- les radiis 7 divisis; linea lateralis valde deflexa. Aspidoparia Sardina Heck.* Assani. y. lleuies cultriforines: ä— O; ö — 6; S — 5. CHONDROSTOMA Agassiz. Os inferuin transversum, cirrhi nulli. Pinna dorsalis et analis basi brevis, illa snper pinnas ventrales incipiens Anpidoparia Sardina. Habitu Engraulidis; corpore eloiigato compresso: capite brcvi \ corporis; rostro poirecto, obtuso; ociilo 3i capitis; ore subinfcro scinicirculari. ^ oculis. 9 VI P.1.13. V.1.7. V>.i.l. A.2.9. C.-^ Lin. lat. 37. 8 II 6 Assam. — Bciicvolc commiiincavit Johannes Müller. '■"* In der Hist. nat. des poissons sind nun drei Species von Chondrostoma als in Europa vorkommend besclirieben : 1) Chondrosloma nasus, bei welcher die Angabe ihres Vorkommens über den Alpen und "ar in der Tyber auf einem Irrthum be- ruhen muss. 2) Chondrostoma Rysela Agass. von der es sehr zu bezweifein ist, ob sie überhaupt nur in diese Series der Temnochilae gehört? Agassi z citirt nämlich den Ryserle des Gesner. der in der Frankfurter Ausgabe von 1620. |). 403 sagt: Ryserle vel Ry- scle nostris vocatur etc., dann p. 404, wo er auch abgebil- det ist: In si lo torrente ad u r b e m nostiam (Zürich) ca- pitur. Nun verdanke ich der Güte des Herrn Dr. v. Tschudi meinere Exemplare eines Fischchens aus dem eben genannten Flüsschf-n Sil bei Zürich, welches doit heut zu Tage noch Itisele iieisst und sowohl mit der ziemlich guten Abbildung im Gesner und dessen kurzer Beschreibung, als mit der besseren von V a- lenciennes I. c. ganz gut übereinstimmt, nur ist dieses Fisch- chen durchaus keine Chondrosloma, sondern ein, unter die Pacliychilae gehöriger Telestes Bonapt., ein Subgenus, das sich 187 (289) 7-6, % Chondrostoma (Chondrochihis) regius Heck. Syria. ), Soetta Bonapt. * ♦* O - 6. „ nasiis Agass. ^ „ c, T- 7 /Europa. „ Seva Valenc. / ' „ Knerii Heck. l yy Phoxinus Heck. i ? ? „ Rysela Asass. ] ? V [Cyprinus) Labeo Pallas. Asia. ? „ {Leuciscus) nasutus Ayres ** Arne r. bor. *** 5-5. y, Genei Bonapt. Europa. Aus der Gesammtsuiume aller bisher bekannten Cypri- nen entfallen somit für die Äbtheilung- der Temnochilae, oder, wenn man will für die Gattung- TemnochUa, 134 unter 12 Genera oder (respective) Snbgenera vertlieilte Arten, welche sammt und sonders, etwa mit Ausnahme einer ein- zigen, noch nicht vollständig bekannten Species, die Ge- wässer der alten Welt bewohnen. — Was ferner noch die wenigen von Valenciennes in der Histoire naturelle des poissons beschriebenen Arten , seiner auf einerlei Basis mit unserer Abtheilung; der Temnochilen beruhenden Gattunjr Chondrostoma betrifft, so lassen sich diese zwanglos in den nachstehenden , leicht zu unterscheidenden Gattungen oder Untergattungen unserer vorgeschlagenen Eintheilung unter- bringen, und zwar : durch den magern Unterkiefer , die meistens kleinen Schuppen, vorzüglich aber durch Dentes raptatorii 2.5 — 4.2 deutlich unter- scheiden lässt, und wohin noch mehrere neue Arten gehören. 3) Chondrosloma Seva aus Turin, der 6 — 6 Zähne haben soll, eine Zahl, die vielleicht nicht die normale ist. " Cfiondrochylus nasicus Heck. Fische Syriens, und die daselbst unter Chondro rhynclius angeführte Chondrost. Soelta ist Chondrostoma Genei Bonapt. und zuglcicli Cliondrost. jaculuia De Fiiippi. Über- diess können die beiden, I. c. , nur der Conscquenz halber aufgestellten Untergattungen Chondrochilus und Cliondrorhynchns, als jetzt überflüssig wegfallen. '•'* Boston Journal. Vol. IV, p. 299, pl. 13, fig. 3. Heckel, Ichthyologie.' 13 188 (290) Chondrostoma nnsun l rynela ? ? \ unter Chondrostoma Agass. seva \ dembensis „ Labeo. llpocheilos I semirelalus ) „ T ylotrnathus. Dniauceli}} j qangeticvs } ,^ " : \ ., (»ymn ostomns. syriacvH ) •' Hcnleats „ C y p r i n i o n. niUonVi „ Dillonia. Was die übrigen Cypr'men mit abgerundetem oder fleischigem Kieferrande anbelangt, so tbnt es mir leid, dass weder Zeit noch Raum es gestatten, hier weiter darauf einzugehen, und ich niuss desshalb auf meine Süsswasser- fisclie Österreichs verweisen, wo ich daini noch manche Verbesserungen und interessante Berichtigungen mitzu- theilen lioffe. Wien, den 22. März 1847. # Die Fische Ägyptens. In Ägypten, einem der ältesten civilisirten Staaten, konnte es an Kenntniss jener Fische nicht felilen , welche die einzige aber allbelebende Schlagader des ganzen Lan- des bewohnen. Bei den Eingebornen mussten zu allen Zeiten viele Nilfische, theils dui^ch ihre besondere Grösse, theils durch ihren Wohlgeschmack zu einem nicht unbedeu- tenden Nahrungszweige werden. Manche Arten sind im grauen Dunkel der Vorzeit noch mehr ausgezeichnet wor- den, als zur blossen Speise zu dienen; sie scheinen, wie der Oxyrhynchus , Phagriis , Lepidohis , Latos und Maeoies, Gegenstände der grössten Schonung gewesen zu seyn, ja sogar eine gewisse Verehrung genossen zu haben. Viele Abbildungen von Fischen in Tempeln und Denkmälern er- hielten sich aus den Jahrhunderten der Pharaonen bis auf uns, allein ihre Namen gingen verloren oder sind, wenn sie auch hie und da in heutigen Volkssprachen noch einen Nachklang finden sollten, nicht mehr nachzuweisen. Nicht viel besser steht es um die Benennungen und kurzen oft widersprechenden Andeutungen, welche uns viel später, nach dem Verfall jener weltberühmten Monumente , die alten Klassiker hinterliessen. Nach diesen letzteren verstrichen mehr als tausend, für die Naturgeschichte stumme Jahre, bis allmälig bessere Beschreibungen und Abbildungen ein- zelner Nilfische wieder erschienen. Der Orchis oder Orbis des Bei Ion, der auch wahrscheinlich die Physa des Strabo, Aclian und Athen aeus ist, war der erste Nilfisch, welcher, wenn wir die beiden unter Kaiser Hadrian 13« # 190 (292) geschlao-enen Münzen ausnehmen , seit jenen in Tempeln und Gräbern abgebildeten oder als einzelne Figuren ge- meiselten Fischen, nach einem \vohl 3000 jährigen Schhmi- mer durch die bildende Kunst wieder auf die Nachwelt ge- bracht wurde. Die beiden Mi'inzen Hadrians zeigen auf der Vorderseite den Kopf des Kaisers, auf der andern den Lates oder Latos der Alten mit der Umschrift: Latopo- lites, dem Namen eiücs Nomus, das ist einer Provinz in Ägypten. Während der zweiten HäHte des 10. Jahr- hunderts, in welcher Bellon Itbte, erwähnt noch Tu rchas des Torpedo^ der unzweifelhaft unser MoUtptcruniH eleclri- CHS ist; allein der Tovpedo der Alten, wovon eine Stelle in Athenaeus vorkömmt, muss wegen seineu, den zarten Händen einer Frau so gefährlichen Stacheln ein ganz an- derer Fisch gewesen seyn. Das 17. Jahrhundert verfloss abermals ohne neuere Nachrichten i'iber Nilfische, in der zweiten Hälfte des 18. begann es aber ernstlich zu tagen. Da tauchten durch Hasse Iquis t, Linne, Forskahl und Sonnini schon eine Menge bisher neuer Arten auf, deren Anzahl bei dem raschen Aufsciiwaug der Naturgeschichte, nach nicht vollen hundert Jahren sich jetzt in allem auf 84 Arten beläuft. Wir haben am Schlüsse dieser Abhandlung die hieher gehörigen Entdeckungen aller Naturforscher chronologisch in Tabellenform verzeichnet und hinsichtlich der auf die Nilfische sich beziehenden hinterlassenen Namen der ältesten Schriftsteller, wie zur Verfolgung ihrer Kenntniss bis in die frühesten Zeiten, die vortrefflichen Werke Cham po llion's und Wilkinsou's, sowie die gefälligen Nachweisungeu des Direktors am hiesigen k. k. Antikenkabinete, Herrn v. Arnelh's, nach Möglichkeit benützt. Bei der einfachen Einiichtuug dieses Verzeichnisses kann man leiciit sehen , wie weit die Kenntniss einer jeden Species zurückreicht, und Avelche Verdienste den verschie- denen Entdeckern, besiuiders neuerer Zeit, dabei zukommen. Man wird finden, dass vor Bellon s Zeiten nur II Species mit einiger Bestimmtheit nachzuweisen sind, und dass nach ihm 19 Autoren durch Aufstellung von 73 neuen Arten die 191 (293) '% Keiintniss der Nilfische bereichert haben, wozu Dr. Eduard Rüppell unstreitio- am meisten beitrug. Nach einer solchen Anzahl ausgezeichneter Vorgänger schien es fast iiberflüssig, abermals noch nach unbekannten Arten ans diesem Flusse forschen zu wollen, dem nngeachtet gelangten mit den Sammlungen des Herrn Theod. Kotschy noch drei neue Arten von dorther an unser Museum. Ja, wenn wir den langen Lauf des Nils unter den ver- schiedenen tropischen Einflüssen mit unserem Don auge- biete, welches 80 Species aufznweisen hat, mit dem Euphrat, dem Ganges oder den mittel ameri kau i- schen Flüssen in Vergleicii bringen, so dürfen wir im- merhin annehmen, dass wenigstens noch an oü unbekannte Arten von Fischen dort verborgen seyn mögen , die jedoch meistens in den oberen Gewässern seiner beiden Conflnenten zu suchen wären. Es folgen nun die Beschreibungen und Abbildungen der eben bemerkten drei neuen Arten, deren Aufstellung einige Erläuternngen über bereits bekannte nach sich zogen. Von dem seltenen Gxpnnarclms niloticus Cuv. hätten wir gerne eine noch fehlende ausführliche Beschreibung und bessere Abbildung als die bisher bekannten beigefügt, wenn nicht das einzige, wiewohl sehr schöne Exemplar des Herrn Kotschy ein ausgestopftes wäre. Die Tier Arten von L- wir so eben an£:eo:eben haben, sieht der Erste mehr Bai'busartig aus, mit fleischigem Kopfe und Deckelstiicken , die unter der aljoemeinen dicken Kopf- haut verborgen liegen; hier sitzen die Augen mehr rückwärts als vorwärts und die Schwanzflosse ist tiefer ansgebuchtet. Der Zweite ist mehr Tjeuciscns- artig; die diuine Kopfhaut verbirgt die Deckelsti'icke nicht; die Augen sitzen mehr vorwärts als riickwärts und der Schwanz ist minder ausgebnchtet. Zu einer jeden der- selben gehören zwei Arten aus dem IVil. Es sind daher im Ganzen vier, von welchen drei bisher zwar wohl er- kannt, aber sonderbarer Weise nur zwei, wenigstens als zur Gattung L a be o gehörig, beschrieben wurden, die vierte fiel ganz durch. Die erste Nachricht darüber findet man bei Forskai (Descript. anim. p. 71) unter: CYPRINUS NILOTICIIS. Arab. Leb es. Diffcrt u Cypr. rufescentellixssolq. quod i)uic ladius spi- nosus nullus in P.P. Os sub capite. Maxi IIa superior, longior, obtusa ( ariiosa : utraque triplici niargine gaudet : in- teiiore et extimo inlegerrimis : luedio crenulato. b) Vaiietatem vidi, oiis niargine subtus duplici: lertii loco erat utrinquc caverna profunda, listulao siniilis. Nach diesen wenigen Worten lässt sich die stib b. ver- standene Art wohl am bestimmtesten erkennen und da sie als blosse Varietät des Cyprlmis niloticus angeführt ist, auch durch sie auf diesen schliessen, dessen Diagnose übri- gens für sich allein ebenso gut auf beide Arten unseres zweiten Typus passen könnte. Forskais Cypr. niloticus und dessen Var. b. bilden mithin die beiden Species in un- serem ersten Typus, nämlich Labeo niloticus Valenc. und Labeo Forskalii Rüpp. Nach Forskai gab Geoffroy Sai n t - Hillaire in der Description de l'Egypte , Poiss. pl. IX, Fig. 2, unter 196 (298) dem Namen Cyprinm niloticns die Abbildiin»- eines Fisches, uelehe streng genommen wohl keinem unserer vier bekann- ten Labeoarten ganz gleichet, aber sicherlich eher un- serem Labeo vulgaris aus dem zweiten Typus , als einer der F o r s k a I i s c h e n Arten ans dem Ersten ähnlich sieht. Cnvier und Rüppell citiren diese Abbildung, ohne sie zu tadeln als Labeo niloticns. Valenciennes nennt sie äusserst mangelhaft, indem er sich auf das vor Augen ha- bende, sein sollende Originalexemplar beruft. Wir können hier blos im Vorbeigehen bemerken, dass in ähnlichen Fäl- len Verwechslungen vorgekommen sind. 11 ii p pell, welcher die Nilfische sehr gut kannte, musste unter der Geof fro y'schen A bbil d u ng einen der gemein- sten ISilfische verstanden haben, wovon wir uns sowohl durch seine Aufstellung zweiei* neuer Arten, als auch durch ein Exemplar, das wir unter dem Namen Labeo niloticus vom Frau kfn rter Musen m erhielten, überzeugt halten. Diese »Species ist es, ^^ eiche wir vorhin (da der Name Labeo niloticus an eine Andere vergeben ist) Labeo vulgaris be- nannten. Dr. Riippells Labeo Coubie aber muss dagegen offenbar mit Labeo niloticns Valenc. identisch seyn. Ob Valenciennes bei Beschreibung des Labeo Fors- katii Rijpp. wirklich die schöne Riippell'sche Species im Auge hatte, wäre etwas gewagt zu behaupten. Noch mehr weicht aber seine Beschreibung bei Chondrostoma dembensis von jener des Herrn Dr. Rüppell ab, und wenn wir Herrn Valenciennes Beschreibung dieses letzteren Fisches recht ins Auge fassen, so können wir uns nicht er- wehren in derselben unseren Zrtöeo vulgaris, den Labeo niloticus des Frankfurter Museums und gar den berüchtigten Cyprinus niloticus der Description de l'Egypte zti erblicken. Freilich müssten dann die eigentlichen Lippen und die Bart- fäden übersehen seyn, oder sollten sich die Worte: „Le V o i I e m e m b r a n e u X du m a x i 1 1 a i r e s u p e r i e u r est frange" auf erstere beziehen, während gleich darauf von einer Unterlippe ausdrücklich gesprochen wird? Worin aber bestünde dann noch der Unterschied zwischen den Gattungen Labeo und Chondrostoma Valenc? Sicher 197 (299) mir in den minutiösen Bartfäden, die so leicht zu übersehen sind. Wir glauben nicht zu irren , wenn wir es wagen die 5^ Zoll langen Individuen , des unter C/wndro- stoma dembensis, in der hist. naturelle des poissons, beschrie- benen Fisches fiir junge Exemplare unseres 7 Zoll bis 2 Schuh langen Labeo vulgaris zu halten ; und zwar um so weniger, als sie auch die Zähne der wahren Labeonen besitzen, Kopf und Augen an jüngeren Fischen stets etwas grösser sind, ihr Rücken dagegen niedriger ist. Dr. Rüp- pells einziges Exemplar von Chond. dembensis ging ver- loren , seine in Afrika entworfene Beschreibung gibt die Rückenflosse mit nur 2 . S Strahlen und niaculis quatuor ni- gricantibus an, welche letztere in der Abbildung zwar feh- len , beide aber bisher in der Gattung Labeo noch nicht wahrgenommen wurden. Wir geben anbei zur Beseitigung fernerer Verwirrungen die ganz genauen Abbildungen aller vier aus dem Nile uns bekannter Labeoarten und zwar wie gewöhnlich , der leichteren Vergleichung wegen , mittelst des Ichthyometers, auf einerlei Grösse reduzirt. Diese vier Arten, welche in mehrfachen Exemplaren sehr verschiedenen Alters vor unseren Augen liegen , lassen sich nach dem bereits da- rüber Gesagten folgender Weise sehr kenntlich diagnosiren. 1. Caput incrassatum; opercula sub cute crassiore abscondita; maxi IIa inferior apice palato applicata; labia crassa, latere interno plicis transversis; velum oris utrin- que lobatum; os magnum , semicircnlare: oculus pone medium capitis. Pinna caudalis magis emarginate. a Labio inferiore margiiie antico papillis reniotis , posiico medio evanito; mento piano, fovea transv(M"sa nulla ; cor- pore altiore : pinnis rectis, VII D.S. 13. A.3.5. liii. lal. 38. V LABEO NILOTICUS Val. (Labeo Cvtibie Riii)|).. Cypri- HUK niloticns Forsk.) b) Labio inferiore niargine antico et posiico integro , crasso, foveam transversam menti replente ; corpore trraciliori ; pinis falcalis, 108 (300) VI D.3.10. A.3.5. Lin. lat. 41. IV LABEO FORSKALII R li p p. (Labeo For.tkalii V a 1 c ii c. ? ? Cyprinus niloticus Var. b. Foi sk.) II. Os tiansversum; labiiiin siiperiorius menibrana- ceiim, maroiiie crenulatuin ; plica tenuis menti retio mar- gineiii posticum labii angusti iiifeiioiis; ociilus ante me- dium capitis. Pinna caudalis minus emarginata. c Capite J- corporis; pionoto suhelova'o ; caudae altitudinc i corporis acquantf ; oculo jL capitis, ^ sjtalii interocularis ; radiis piiinao dorsaiis brevioribus : VIU i).3.14-~16. A.2.5. Lin. lal. 43 — U. V LABEO VlJLGARIS jN o b. (Chondrostoma dembcnsis Va leii r. L(iAfOH/7oh'cMÄ M 11 s. So n keil b. et Vindob. Cijprinus niloticua Geoff. St. Hil. d; Capite triangulari \ corporis vix supcranle; caudae alti- tudine ultra i corporis; oculo \ capitis, ^ spatii interocu- laris, radiis pinnae dorsnlis loneioribus; VII D.s. 13. A.-2.5. Liii. lat. 41—42. IV LABEO HORIE NuL. LABEO NILOTICÜS Valenc. (Tat. XX. Fi- 1.) Die vüitreflliche Beschreibung- dieser Species von Herrn Valen ci e n n es in der Hht. mit. den poissous, Tom. XVL p. 339 — 42 lässt nichts zu wünschen übrig. Wir bemerken nur, dass unsere Zeichnung nach einem 12 Zoll langen Exemplar aus Assuan angefertigt ist, bei welchem der Mund minder offen, die bewegliche Nasenspitze daher eine mehr herab gesenkte Lage einnimmt. Das Auge beträgt i der Kopflänge, die Stirnbreite zwischen i\eu Augen 21 Augen- diameter. Die Unterlippe ist vorn mit beiläufig 10 klei- nen weichen Warzen besetzt und hat keinen rückwärts geschlagenen Rand, daher auch der istmus sich in voll- kommener Ebene mit ihr verbindet, und keiner transversalen Vertiefung in seiner Mitte bedarf, um wie bei der fol- genden Art den Lippenwulst zu bergen. Die vorderen Rücke n flössen strahlen übertreffen bei jüngeren Indi- viduen die Höhe des Körpers 5 bei älteren, von 24 Zoll 109 (301 > Länge, sind sie niederer als derselbe; ebenso ist der Rand dieser Flosse an ersteren etwas auswärts, an letzteren aber etwas einwärts gebogen. Unser eben genanntes grösstes Exemplar hat 5 Zoll Höhe. In Assuan heisst dieser Fisch Debs merdzian. LABEO FORSKALU Rürp. (Taf. XX. Fig.. 2.) In der liieher bezüglichen Beschreibung der hist. na- turelle T. XVI, j). 343, der vielleicht eine andere uns un- bekannte Species zum (irunde liegt, vermögen wir die vor- liegende nicht zu erkennen. Unsere Exemplare von 3 bis 10 Zoll Länge kamen aus Assuan, woselbst diese kvi Debs el hadz'tav genannt wird, sich vorzüglich gerne in den Strömungen der Katarakten aufhält und mit seinem grossen Saugmaul an Steine und Felsen anhängt. Die ganze Gestalt ist mehr walzenför- mig als am vorhergehenden, Nase und Mund noch dicker und weichei'. Der Kopf ist nicht ganz sechsmal in der Gesammtlänge enthalten und gleicht dei- Körperhöhe. Das kleine Auge liegt hoch am Stirnprofil hinter der Mitte des Kopfes, sein Diameter ist sechsmal in der Kopflänge und dreimal in der breiten flachen Stirne zwi- schen beiden Augen enthalten. Eine breite faltige Furche reicht wagrecht üljer die Nase von einem Auge zum an- dern: durch sie \vird der sehr weichen, sammt den vordem Suborbitalknochen leicht auf- und abwärts beweglichen Nase das Offnen u\n\ Schliessen der den Mund bedeckenden Klappe erleichtert. Nasenspitze, vordere Subor- bitalknochen und der x\nfang der Stirne über der grossen Qnerfalte sind dicht , mit an der Spitze durchbohr- ten Warzen besetzt. Die Sehne des M un d bogen s gleicht wenigstens der Stirnbreite 5 die sehr fleischigen weichen Lippen sind auf der Innenseile staik querfaltig und nur in der Tiefe, wie an dei' vorhergehenden Art nackt. Die breite dicke halbkreisförmige Unterlippe hat einen dop- pelten Rand, wovon einer vor- der andere rückwärts ge- wendet ist, ersterer ist mit viel kleineren flachen und wei- chen Wärzchen besetzt alsan/yr/6. niloHcus; letzterer ist glatt« 200 (302) Der zurückgeschlagene Theil der Unterlippe überdeckt eine tiefe, breite, hinter der ganzen Lippenbasis hinlaufende Furche, die um die Mundwinkel herum noch tiefer wird, und bei der weiciien leicht welkenden Substanz der Lippen h mehr ins Aug-e fällt. Eine schmale, nur bei den Mund- noc ■» winkeln vorhandene Ki n nhau tfalte schiebt sich dem hin- tern seitlichen Lippen ran de entgegen, in dessen Mitte sie aber feiilt. Beim Öffnen des Mundes sieht man die ausserordentlichen Gruben der Mundwinkel bis zum unteren Augenrand hinauf reichen und die dicken Hängelippen treten, eine halbmondförmige Öffnung bildend, hervor. Alle Flossen sind sichelförmig ausgeschnitten, be- sonders die Rückenflosse, deren ausgestreckte längste Strah- len , die Körperhöhe oder die eigene Flossenbasis minde- stens um die Hälfte übertreffen und niedergelegt bis zum Anfang der Analflosse reichen. Die Strahle n dieser lezteren Flosse dagegen sind kürzer als in der vorhergehen- den Art, und die Analöffnung selbst liegt etwas weiter vorn. Brust- und Bauch flössen breiten sich lieber wagrecht aus; der obere Lappen der stark ausgebuchte- ten Schwanzflosse ist etwas länger als der untere. Die Schuppen sind hautartig weich, auf der unbe- deckten Fläche rauh und von sehr vielen welligen Radien dicht durchzogen. Die bedeckte Fläche mit ihrem an der Basis ausgebnchteten Rande hat eine äusserst feine con- centrische Textur, in welche sich l\ — 4 helle stark markirte Kreise auszeichnen. Über der Linea lateralis, welche 41 Schuppen ent- hält, befinden sich bis zur Rückenflosse nur und darunter bis zu den Bauchflossen nur 4 horizontale Schuppenreihen, auf der Brust sind die Schuppen sehr klein. Im Weingeist ist die Farbe gelblich , obenher bräun- lich ; die erste Schuppe der Seitenlinie bezeichnet ein schwar- zer Fleck, der sich an der vorhergehenden Art hinter dem ganzen Schultergürtel herabzieht; gleichfalls ist der Rücken der ungetheilten Brust-, Bauch- und Schwanzflossenstrahlen schwarz. Länge des gezeichneten Exemplars 10^ Zoll. 201 (303) LABEO V ÜLGARTS. (Taf. XX. Fig. .3.) Wh' erhielten ihn sehr häufig- aus Cairo, wo er ziem- lich gemein seyn muss. Unsere Exemplare sind 6 Zoll bis 2 Schuh lang. Der Körper ist sciilanker und mehr com- primirt , als an Lab. mlotinis und erinnert eher an einen deutschen Lenciscns. Der Kopf macht den sechsten, die Körperhöhe den liinften, und die Schwanzhöhe den zehnten Theil der Gesammtlänge aus. Der Vorderrücken schwingt sich nach dein Hinterhaupt in sajifteni Bogen aufwärts; Stirn e und INase sind etwas deprimirt, beinahe flach, mit geradlinig austeigendi in Profil. Letztere ist breiter als hoch, mit feinen Porten, aber ohne warzige Erhöhungen be- setzt. Die Nasen klappe ist abgerundet, ohne Seiten- lappen und bedeckt eine schön ausgeränderte Oberlippe, unter welcher der etwas stumpf geschärfte JVlundrand liegt. Der untere Mundrand ist, wie gewöhnlich schärfer, dabei sehr weich; auf ihn folgt eine schmale fleischige, an der gewölbten Oberfläche etwas gekörnte Unterlippe mit Vor- der- und Hinterrand, letzterer ist sehr fein gekerbt. Die Lippe liegt ganz so, wie au Lab. Forskalii in einer Quer- vertiefung des Kinnes, dessen Fläche durch eine der Lippe entgegen geschobene kurze Hautfalte an den ganzen Hin- terrand dieser Vertiefung angränzt. Die Mundwinkel liegen aus früher angezeigter Ursache minder tief, auch sind die Unterkieferschenkel hier bedeutend länger. Hieraus erhellt, dass ausser der Gestalt der Mund spalte, welche diagonal und nur an den Winkeln rückwärts gewendet ist, die ganze Mundbilduug jener des Lab. Forskalii, in einem verhältnissmässig kleineren , gleichsam abgemagerten Zu- stande gleicht. Die kleinen, leicht übersehbaren Bartfäden sitzen mehr über den Winkeln und die Membrane, aus der sie entspringen, reicht nicht ganz, bis unter die Suborbital- knochen. Die Sohne der Miindspalte übertrifft kaum einen Augendiameter, welcher .1 mal in der Kopflänge und 2^mal in der Stirnbreite zwischen den Augen enthalten ist. Letz- tere liegen etwas vor der Mitte des Kopfes und mit ihrem 202 (304) vierten Tlieile unter der Körperachse. Die Deckelstücke sind, wie an unseren Leucisciisarfen von keiner dicken Haut überdeckt; der Vordeckel ist stark abgerundet, und liegt vertikal unter dem Hinterliaupts-Ende ; Unter- und Zwischeudeckel sind sehr schmal. Die Rückenflosse entspringt, wie gewöhnlich, vor dem zweiten Drittheile der Gesammtlänge, sie ist schief und dabei etwas konkav abgestutzt , ihre vordere Höhe gleicht der Hasislänge und erreicht die Körperhöhe unter ihr nicht; der letzte Strahl ist zweimal in der Höhe der vorderen enthalten. Die Analflosse ist zugespitzt und die vordere Strahlenlänge übertrifft die Schwanzhöhe über ihnen. Die gleichfalls zugespitzten Brustflossen reichen über den Anfang der Rückenflosse zurück. Die Schuppen sind weich, am freien Rande sehr dünnhäutig, an der Basis beinahe gerade; ihre concentrischen Ringe sind äusserst fein inid dicht; viele parallele, etwas wellige Furchen durchziehen die unbedeckte Fläche der Länge nach, und viele schwarze Punkte sind zwischen ihnen eingestreut. Die Seitenlinie besteht aus 43 — 44 Schup- pen, ober ihr liegen S, unter ihr 5 horizontale Schuppen- reihen. Die Farbe im Weingeist ist gelblich, silberglänzend, auf dem Rücken bläulich grau. Länge des gezeichneten Exemplars 10 Zoll. LABEO HORIE. (Taf. XXI. Fig. 1.) Es unterscheidet sich diese Art von der Vorhergehen- den, die ihr im Allgemeinen ähnlich sieht, vorzüglich durch einen kleineren Kopf, grössere Augen, höheren Sciiwanz und längere Rückenflossenstrahlen; auch ist die "Nase niederer und die Brustflossen sind kürzer. Die Länge des beinahe dreieckigen Kopfes beträgt kaum mehr als i der Gesammtlänge oder ^ der grössten 203 (305) Körperhöhe , deren Hälfte von der Höhe des Schwanzes vor seiner Flosse weit übertroffen wird. Der Vorderriicket^ steigt ohne besonderen Äufschwnng in der geraden Rich- tung des Stirnprofiles, beinahe bis zu seiner Flosse an. An der niedergedrückten Nase scheinen die Poren in kleinen Griibchen zu liegen. Der Mund ist ganz wie an Labeo vulgaris beschaffen, doch ist die Oberlippe tiefer gezähnelt, beinahe gefranzt und die Unterlippe um die Hälfte schmäler, so dass man kaum noch einen vorderen und hinteren Rand zu unterscheiden vermag; lezterer ist indess sehr fein ge- kerbt. Die Sehne der Mund spalte ist etwas länger, sie gleicht zwar auch einem Äugendiameter, allein dieser ist nur viermal in der Kopflänge und nur zweimal in der Stirnbreite zwischen beiden Augen enthalten. Der Hinter- rand des Vordeckels liegt vor dem Hinterhanptsende, daher auch der Raum zwischen ihm nnd dem Auge weit schmäler ist, als an der vorhergehenden Art. Die zurückgelegten Brustflossen reichen nicht Avei- ter als perpendikulär nnter den Anfang der Rückenflosse zurück; diese letztere zeichnet sich dagegen durcii ihre Höhe aus, denn die vorderen Strahlen übertreffen die Körperhöhe nnter ihnen, so wie die ihr gleichende Rücken- flossen-ßasislänge bei weitem, oder sind ihr bei alten Indi- viduen doch wenigstens gleich; der Flossenrand selbst ist stets etwas convex, auch fanden wir nie mehr als 13 ge- theilte Strahlen. Die vorderen Strahlen in der Anal- flosse, welche dieselbe Länge wie bei der vorbeschriebe- nen Art haben, sind dem Höhediameter des Schwanzes über ihnen gleich. Die Schuppen gleichen in ihrer schönen Textur bei- nahe ganz jenen des Lab. vulgaris , anstatt der schwarzen Punkte erblickt man aber ebenso feine helle Grübchen zwi- schen den zahlreichen Radien ihrer unbedeckten Fläche. Über der Seitenlinie, die aus 41—42 Schuppen besteht, liegen nie mehr als 7 Horizontalreihen und unter derselben bis zur Insertion der ßauchflossen nur 4. Heckel, Ichthyologie. 14 204 (306) Die Farbe ist gegeuwärtig; gelblich, der häutige Rand von jeder Scliuppe aber, nebst Deckeln und dem Schul- tergiutel glänzen ^\ie reines Silber, Der Riicken spielt stahlblau. Er scheint etwas seltener zu seyn , als der Vorige, denn wir erhielten nur 4 Exemplare von S, 10, IS und 24 Zoll Länge. In Assuan heisst er Horte. Länge des abgebildeten Exemplars 10 Zoll. ALESTES 3Illl. et Trosch. V^on den hieher gehörigen, aus der Gattung Myletes C u V. mit vollem Rechte ausgeschiedenen Arten waren bis- her nur zwei, als im ^il vorkommend, bekannt, nämlich: Salmo ilenfex Hasselquist und in neuerer Zeit Myleles Nurse Rüppell. Wir haben nun eine Dritte hinzuzu- fügen, die sich unter den von Heirn Theodor Kotschy in Assuan eingesammelten Kilfischen befand. Um aber diese schöne Species mit hinreichender Be- stimmtheit zu bezeichnen, schien es uns unerlässlich mit ihr zugleich auch die alte H asselquis tisc li e abbilden zu lassen, um so mehr, als unter allen von letzterer vor- handenen Abbildungen keine einzige richtig- ist. Myletes Xuvse Rüpp. hat mit unserer neuen Art zu entfernte Ähn- lichkeit, um hier weiter beriihit zu werden. Um zu ent- scheiden, welche der beiden uns vorliegenden Arten die längst bekannte oder doch wenigstens die allgemein dafür angenommene sey , hielten wir uns nach der einzigen hin- reichenden Beschreibung; Cuviers in den Memoires du Musee T. 4. p. 446, wo es unter anderm auch heisst: „La d i s t a n c e e n t r e Tanns et 1 a b a s e de I a c a u d a 1 e e s t a p e u p r e s 1 a m o i t i e d e c e 1 1 e e n t r e l'a n u s e t 1 e bout du museau." Dass de Jo an nis in Gnerin Magasin de Zoologie unter dem Kamen Myletes Baremoze denselben Cii vier'schen Myleles beschrieben und abgebildet habe, kann niemand bezweifeln. 205 (307) ALESTES DENTEX MCll. et Trosch. (Taf. XXI. Fi ff. 2.) Salmo dentex Hasselq. Itei- palaest. p. 437. Cijprinus dentex Liii. Characinus nilolicus Geoffr. Descript. de VEgypte p. 49. pl. 4. fig. 2. Myletes Ilassehjuislii Cu vier , Mein, du Mtise'e IV. p. 446. pl. 21. fiff- 2. „ „ C u V. Reg. animal Poiss. pl. 103. fig. 1. ), „ Gueriu Jcon. du reg. animal. Poiss. pl. 56. fig. 1. „ Baremoze de Joanni s Guerin. Iflagas. de zool. pl. 6. Cambout Rifaud, Voy. en Egypte. pl. 189. Alesles dentex Müller et Troscliel Horae ichtyol. p. 12. T. II. fig. 6. die Zähne. Corpore elongato, subovato ; altitudine ^ longitudinis ; capite obtuso -f^ corporis; oculo magno ^ capitis; pinna anali margine concava, basi longitudinem capitis aequante, plane ab ultima tertia parte corporis (pinna caudali non computata) in- cipiente. 5 P.1.15. V.1.8. D.2 S. Ä.2.21. C.^ Lin. lat. 4.5. VIII 5. II Die Körperform ist gestreckt oval, massig compri- mirt , bis gegen die Mitte der Analflosse beinahe gleich hoch; die grösste Höhe vor der Rückenflosse ist etwas über 5 mal, der stumpfe Kopf G^^mal in der Gesammtlänge des Fisches enthalten. Die Augen sind sehr gross, mehr in der vorderen als hinteren Hälfte des Kopfes, halb über halb unter der Körperachse gelegen; ihr Diameter ist 3^mal in der Kopflänge und l^mal in der Stirnbreite zwischen beiden Augen enthalten. Die Rückenflosse entspringt in der 3Iitte des Kör- pers (ohne der Schwanzflosse), ihre Basis, welche über eine halbe Kopflänge ausmacht, ist nicht ganz zweimal in der Länge ihrer vorderen Strahlen enthalten; der Flossen- rand selbst ist sehr schief abgestutzt, so dass der letzte Strahl nur | des zweiten erreicht. Lm einen Augendiameter vor deniA nfange der Rückenflosse sitzen die ersten Strahlen 14* 200 (308) der Bauch flössen und um einen Augendiameter hinter dem Ende der Rückenflosse der erste Stra h 1 der A nai fl osse; das Beginnen dieser letzteren bezeichnet zugleich das letzte Körperdrittheil (ohne der Schwanzflosse). Die Entfernung des ersten Banchflossenstrahles (an seiner Basis) bis zur Analflosse übertrifft die Basislänge dieser letzteren, welche gerade der Kopflänge entspricht. Der zweite ungetheilte Strahl in der Analflosse nebst dem ersten der getheilten ist am längsten und -| der ganzen Basislänge gleich. Der Rand dieser Flosse ist sanft einwärts gebogen. Die Seitenlinie, welche die untere Hälfte des Kör- pers durchzieht, senkt sich über den Banchflossen so weit herab , dass zwischen ihr und diesen nur zwei ganze, oder genau genommen 2i Schuppenreihen liegen, über der Anal- flosse sind es aber schon vier. Zwischen der Seitenlinie und dem ersten Rückenflossenstrahl befinden sich 8, von ihr bis zum letzten 7 horizontale Schuppenreihen. Länge des abgebildeten Exemplars 10^ Zoll. ALESTES KOTSCUYI. (Taf. XXI. Fig. 4.) Corpore elongato ; altitudine j'^j longitudinis ; capite acute ^ corporis; oculo ^^^ capitis , pinna anali margine convexa, basi ik longitudinis capitis, ante ultimam tertiam partem corporis in- cipicnte. 9 VIII P.1.13. V.1.8. D.2.8. A.2.25. C— -. Lin. lat. 48. ^ I 5 Lang gestreckt, häringartig und sehr comprimirt; Rücken- und Bauchprofil bis zur Analflosse beinahe geradlinigt und parallel. Die grösste Körperhöhe vor der Rückenflosse ist Genial, die Kopflänge 7mal in der Total- länge des Fisches enthalten. Der Kopf ist spitzer, schmäler; das Auge kleiner, und liegt ganz in der vorderen Kopf- hälfte, dabei mehr unter als über der Achse; sein Diameter ist 4mal in der Kopflänge und dabei nur einmal in der Stirnbreite zwischen beiden Äuaen enthalten. Das Hinter- 207 (309) liaupt endet in eine Spitze, wie gewöhnlicli ; aucli sind die Wangen ebenso mit 4 Suborbitaiknoclien bedeckt. Die Rückenflosse entspringt in der Mitte des Kör- pers (obne Schwanzflosse), ihre Basis ist zweimal in den vordem längsten Strahlen, oder in der Kopflänge enthalten : ihr Rand ist minder schief abgestutzt, denn der letzte Strahl gleicht einem Drittheile des zweiten. Um zwei Augen- diameter vor dem Anfange der Riickenflosse entspringen die Ba uch flössen, die mithin weiter vorne sitzen als an Alesf. (lentex. Nnr nm einen halben Augendiameter nach dem Basisende der Riickenflosse fängt die Anal flösse weit vor dem letzten Körperdrittheile (ohne Schwanzflosse) an? daher die Entfernung ihres Anfanges bis zum Schwänzende auch nnr Hmal in der Entfernung des ersten Analflossen- strahles bis zur Nasenspitze enthalten ist. Die Entfernung des ersten B an ch f 1 oss e nstr a h les von der Analflosse kommt der Basislänge dieser letzteren bei Weitem nicht gleich. Die Basis der Analflosse enthält li Kopflängen; ihr zweiter nngetheilter Strahl erreicht die halbe Basislänge nicht. Ihre darauffolgenden getheilten Strahlen nehmen all- niählig bis zur 8—9. an Länge zu , daher der Rand der Analflosse auffallendervveise nach answärts gebogen i.^t. Die kleine Fettflosse sitzt wie an der vorhergehenden Art iiber dem Ende der Analflossenbasis, und die Schwanz- flosse ist gleichfalls sehr tief ansgebuchtet; ihr unterer Lappen ist etwas länger als der obere. Über der Seitenlinie, die 48 Schuppen enthält, be- findet sich dieselbe Anzahl von Schuppenreihen, wie an Alesfes üenfex, nicht so aber unter ihr; hier liegen bis zur Insertion der Bauchflossen nur eine, oder genau g^enom- men 1.^ Schnppenreihen «ind bis zur Analflosse nur drei. Die Schuppen sind sehr di'inn, an der gerade cibgestutzten Basis ansgebuchtet, und | Augendiameter gross ; längs den Seiten sitzen die grössten, gegen den Rücken und Bauch zu werden sie nicht viel kleiner. Ihre Textur ist sehr zart, aber wie gewöhnlich an Salmonen ohne Radien. Die Farbe im Weingeist ist silberweiss (bei AI. deiilex 208 (310) ist sie mehr gelb) liellglänzend ; der Rücken gninlich; alle Flossen bis auf die dunklere Rückenflosse weiss. Wir besitzen zwei Exemplare in Weingeist und eines trocken; die erstereu aus Assuan, das letztere vom Frank- furter Museum, woher es unter dem Namen Myletes denfex kam; das längste misst 15.^ Zoll. Länge des abgebildeten Exemplars 12^ Zoll. POLYPTERUS ENDLICHERII. (Taf. XXII. Fig. 1.) Capite et corpore anteriore depresso ; lalitudine capiti, distantiam rostri ab occipite aequantc; fronte lato concavo spatio intoroculari ^ distantiae rostri ab occipite ; laminis duabus branchiostegis tiiangulum aequilateralem refcrentibus ; radiis osseis pinnae dorsalis latis, planis, praecedente vix usque ad inser- tionem subsequentis pcrtingente ; linea laterali bis interrupta; s qu a mi s rugosis. P.42. V.14. D.12. A.13. C.20. Squam. serieb. trans. 55. Das Wiener Museum besitzt aus dem weissen Nil einen 2^ Schuh langen Polypterus, der sich von der einzigeu bisher aus dem Nil bekannten Art, dem merk- w'üidigen Polypterus Bich'ir Geoff. durch so wesentliche Merkmale unterscheidet, dass er mit vollem Rechte für eine eigene ausgezeichnete Art angesehen zu werden verdient, die Herr Professor Endlicher, welcher uns gerade bei der Untersuchung dieser neuen Species antraf, mit seinem Namen zu belegen gestattete. Eine im Seuegal vorkom- mende Species, Polypterus senegalus Cuv. reg. an. (be- schrieben und abgebildet in Guerin Magas. de zool. 1839^, die sich von Polypt. Bichir durch nur 11 harte Rückenflos- senstrahlen", einem längeren und weniger deprimirten Kopf unterscheidet, dürfte wohl durch erstere der vorlie- genden Art nahe stehen , kann aber vermöge des letzteren der hier noch breiter und kürzer ist, als selbst an Po- lypt. Bichir, durchaus nicht mit ihr verwechselt werdeu Das einzige 6 Zoll lange Exemplar im Jardin des plantes zeigt in der Abbildung nur 10 dieser Strahlen. 209 (311) 4nd diess um so weniger, als sowohl bei der L c. gej^ebenen schönen Zeichnung ansgedri'ickten, als auch im begleitenden Texte angefüiirten grösseren Höhe des Kopfes und der mehr seit I i ch en oder vertikaleren Stellung der Augen hier gerade das Geg entheil stattfindet. Wir hatten die Gelegenheit, uns an vielen zu Gebote stehenden Exemplaren des Poiypf. Bichir zu überzeugen, dass Gestalt, Verhältnisse des Kopfes und anderer einzelner Theile an ihm stets die- selben bleiben, nur die Form der Schuppen weicht, nach dem Alter des Fisches dahin etwas ab, dass ihr unte- rer freier Rand sich nach und nach mehr abrundet oder convexer wird, der obere bedeckte dagegen mehr concav erscheint. Da die vorliegende neue Art mit dem sehr gut be- kannten Polyplems Bichir (Ägassiz, Poissons fossiles Tom. IL Partie 2. p. 32. pl. C et C. a) im Allgemeinen übereinstimmt, so sollen, um alles Überflüssige zu meiden, l)ier nur jene Theile berührt werden, welche wesentliche Unterschiede darbieten. Kopf- und Vorderrumpf sind stark deprimirt, so dass ihre Breite die Höhe weit übertrifft. Der oben und unten ganz flache Kopf ist 5|mal in der Gesammtlänge des ganzen Fisches enthalten; die grösste Breite zwischen den Kiemendeckeln erreicht die Länge von der N as enspi tze bis zum Hinterhaupt und die Höhe bei letzterem macht wenig mehr als die Hälfte jener Breite aus. Die breite Stirne ist concav, der Raum zwischen den Augen nur dreimal in der Länge von der Nasenspitze bis zum Hin- terhaupte enthalten. Die A ugen sind mehr nach oben ge- richtet, die Stirne macht beiderseits über ihnen eine kleine Erhöhung. Die beiden flachen Platten unten auf der Kiemen haut oder die beiden Kiemenstrahlen bilden mit ein- ander ein gleichschenkliges, an den Winkeln abgerunde- tes Dreieck, wovon jede Seite doppelt so lang ist, als der Zwischenraum beider Augen. Die Rückenflosse besteht aus 12 starken, allmählig länger werdenden Knochenstrahlen, in deren hinteren Längs- furcheu bei dem ersten 5jbei den nachfolgenden 6,7^8 und endlich 210 (312; 4 seciiiuläre weiche Strahlen ansitzen. Die Breite diesei flachen, an beiden Kanten sehr scharfen Knochenstrahlen ist nur 4 — 5nial in ihier Länpfe enthalten und letztere der Art, dass, wenn sie niedergelegt werden, kein Knochenstrahl, die beiden letzten ausgenommen, mit seiner eingeschnitte- nen oder Doppelspitze die Basis des nachfolgenden i'iberdeckt. Die Schuppen sind länger oder grösser als an Po- lyplerus liic/dr, denn ohschon sich die gleiche Anzahl, wie an jenem, in jeder schief abwärts geschweiften Reihe be- findet , so liegen im Ganzen doch nur 55 solcher Reihen auf jeder Seite. Die Schuppen am Schwanzende sind be- sonders schmal und spitz, jene iiber den Bauchflossen rein viereckig, weiter vorn aber längs der Mitte des Körpers viel höher als lang'. An allen ist der untere freie, daher auch der obere bedeckte Rand ge ja dl i n ig t , an den in der vordem Körperhälfte über der Seitenlinie liegenden aber gegen das freie Eck hin einwärts geschweift. Die Seitenlinien, Vielehe, Avie gewöhnlich hinter der grossen Forenöffnung über dem Schultergüitel entspiingt, ist zwei- mal abgesetzt; sie nimmt nämlich die ersten 6 Schuppen hinter der Pore ein, dann in einer Reihe tiefer abermals 6 Schuppen und läuft endlich , nachdem sie wiederum um eine Reihe tiefer Ijeginnt, ohne Unterbrechung geradlinig bis in die spitzen Schwanzschuppen aus, unter welchen sie sich verliert. Die Oberfläche der Schuppen ist tiefer gefurcht und sieht merkwürdiger Weise wie runzlifi^ aus. Die Farbe unseres einzigen, zwar schön eihaltenen, aber trockenen Exemplares aus Chartum ist viel dunkler, als an Polypt. Bichir\ fünf breite schwärzliche Binden ziehen sich vom Rücken über die halbe Körperhöhe hinab. Die erste ist am schwächsten und nimmt die 6 vordersten Schnppenieihen ein, die zweite hat den ersten Knochen- strahl der Rückenflosse zum Mittelpunkt, die dritte reicht vom 4. bis zum (}. Knochenstrahl, die vierte und dunkelste vom 8. bis 10., die letzte beginnt mit dem 12. Knochen- stralil und ziehtsichzum4— 5 Schwanzflossenstrahl hinab, theilt sich auf halbem Wege und umfasst mit beiden Enden die Anal- 211 (313) flösse. Die beiden letzten Binden sind am dunkelsten, Hnch stehen noch einige inegnläre Flecke an der hinteren Hälfte des Körpers , und die Flossen haben einige Querreihen dunkler Punkte, die auf der Analflosse am stärksten sind. ANGUILLA NILOTICA. Taban ä grap, Rifajid, Voy. en Egypte pl. 18. „ ttsfar gi'dari Ri'faud, 1. c. „ Laniril R i f a ii d, 1. c. „ Zegte ou Ilay Bahr, 1. c. pl. 192. Rostro aculo; longitudine oris -f spatii inter apicem roslri et aperturam brancliialem ; dentibus majoribus, validioribus, fas- ciam minus lalam efficientibus. Risso und besonders Jarrell haben sich viele Mühe g;e2^eben, den f/emehien Aal nach der Breite seines Kopfes und des Mundes in 2—:» Arten zu spalten. Diese oder ähnliche Übergäno^e in solchem Sinne finden sich am egi/p- tischen Aale gleichfalls, obschon er niemals die ganz stumpfe Schnautze der Aiuiuilla obhisiroslris aufzuweisen hat, dess- halb zählte, ihn auch Rüppell in seinem Verzeichnisse der Nilfische'"' fragvveise zu Angnilla acufirosfris Risso. Der Nilaal ist auch in der That unserem Europäischen und darunter jener mehr spi tzsch naut zigen Varietät aus dem Gardasee so ähnlich, dass man ihn auf den ersten Anblick nicht zu unterscheiden vermag. Bei näherer Unter- suchung aber, die wir an mehr als 40 Nilaalen vergleichend mit Exemplaren aus dem Rhein, aus Berlin, S i c i I i e n, Petersburg', Serbien, aus dem Bug-, dem Gardasee u. s. w. anstellten, ging- hervor, dass sich der Nil aal von allen vorliegenden europäischen durch die Mundspalte, vorzüglich aber durch die Zähne sehr leicht unterscheidet. Die Mundspalte ist länger, höchstens 3;Tmal zwischen der Nasenspitze und der Kiemenspalte enthalten, an Euro- päischen ist diess miudevStens viermal der Fall. Die Zähne sind bedeutend länger, stärket' und stehen ■* Neuer Nachtrag von Bescliroibiingpii und Abbildnngon ncner Fisclic im Nil entdeckt: enthalten im ßltis. Senkenberg. Bd. II, 1835. 212 (314) auf einer schmäleren Binde oder, was einerlei ist, es sind weniger Zähne, aber durchaus g;rössere und stärkere, besonders im Oberkiefer vorhanden. Wir betrachten daher den Nilaal als eine eigene Art, die sich von der Europäi- schen gewiss weit bestimmter scheiden lässt, als es die Gränzen zwischen Angidlla acutirostris , mediorosfris und latirostris zu thun erlauben. Rifaud hat vier Abbildungen von Nilaalen unter eben so vielen verschiedenen Lokalnamen geliefert, sie gehören aber sämmtlich nur einer Art an, an allen sind die gröberen stärkeren Zähne charakteristisch ausgedrückt. In Cairo helsst er Hanesch et Bacher, nubisch: Essekad. Die Fische Eg'yptens chronologisch der Zeitfolge ihrer ersten und späteren wissenschaftlichen Kenntnissnahme nach geordnet. 1. Die erste Spalte der tabellarischen Zusammenstellung enthält die dem ersten gescliichllichen Auftreten einer Art unter einer bestimm- ten Bezoichnung entsprechende Jahreszahl. — Die Jahreszahlen vor Christo sind durch ein vorgesetztes "''•" besonders iiervorgehoben. 2. Die zweite Spalte enthalt die damals eben geltende monumen- tale Bezeichnung oder Benennung einer Art; 3. Die dritte Spalte den derselben Art in neuester Zeit beigelegten Namen im Systeme. — Die diesem nachstehende Zahl weist bei den in früheren Perioden bereits bekannten Arten auf die in Spalte 1 angegebene historisch älteste Jahreszahl und damals entsprechende Bezeichnung oder Benennung zurück. I. II. III. Fig. 1-14. •'2000 Sciilpturen. Als Hieroglyphen: Fig. 1, 2, 3, 4 „ ,5, 6, T, 8, 9, tO, 11. „ n, IS, 11 Morniyrus oxyrrhinchus Gpoff. „ Caschive llasselqu.? „ clongatiis liüpp-1 214 (316) I. II. III. Fia. 15. Als Verzierung im Tempel von Esneh, Fig. 15 IWaudzeicIiiiiinjn-en auf ITfloiiiiiiienteii. Fischfang mit dem Netze. {Alis den Gräbern hei den Pyramiden.') Fig. 16. „ n. 1 >» ») *5 *? »5 * .... yj » *^J ^ 4 4 . »> » ^ » » ^ » » ' » » ^ o » » " „ „10 ,, .11 Latcs uiloticus Ciw. Mormyrus oxyrliynrlms Geoß. „ cyprinoides Linn. Cliromis nilotica Cuv>. Lates uiloticus Cuv. Disfirliodus uiloticus Müller et Trosch. Citliai'inus Gooffroyi Cnv. Synodontis Ar.ibi Cmi*. Val. ? „ scrratns Ri'tp/K ? Ciarias Hassoiquislii Cm-. Val, Tetraodon Faliaca Ilasselq. 216 (318) I. II. III. Fig. 17. Fischfang mit der Angel. (//» Be?ti Hattan.) Fig. 17 , mimmmmmmm Bagrus scliilbcides Ciw. Val. Fig. 18. Herbeitragen von Fischen zum Einsalzen. (Jmi einem Grabe bei den Pyramiden.) Fig. 18 Fig. 19. Bagrus Bajad Cuv. Fiff. 20. l'Iasi. Darsfelluug-ea. 1 (Tn Ktx.) Fig. 19, 20 jMürniyrus oxyrhyncluis Geoff. 217 (319) I. II. III. Fig. 21. Fig. 2t *484 *88 •14 79 . jBarbus Bynni Cuv, Val. Fig. 22. Fig. 22 IChroniis nilotlca Hasselq, Herodot« Anguilla. IBiodor. Bemerkt, dass 22 Fischarten im See Möris vorkommen. Stra1>o. Allabes . . . Cor a ein tts. L a tes . . . Lepidotus. Ox]frhynchus Phy sa. Thrissa . . . Pliiiius» Allabes . Citharus. Coracinus. Porcus. ClairasHasselquIst. C. Fff^. ?*2000 Lates niloticus Cuv. ? "2000 Morniyrus oxyrh. Geoff". ? ='2000 Alosa ßnta Cuv. ? [Clarias Hasselq. Cuv. Val? "'2000 218 (320) I. II. 111. 127 180 220 Auf mttnzeu* (jAvtrsieite mit dem Kopfe Hadriant,') Fig. 23, 24 Oppiaous. P hager vel Phagorius Aeliaii« M aeo tes. O.vy r inchus Pkager vel Phagorius . . Physa 228 1553 Fig. 23. Fig. 24 Atlienacns* Abrami s. Alldbes vel Allabeta Coracinus. Dent ex. Eleotris. Hepsetus. Lato.^ Lepido tus. Maeote s. O.vyrinchus , ^ . Physa S / m u s. Siliiru s. Torpedo Thrissa Typhle. Bellon. Orchis vel Orbis p. 299 cum fg Clar las nilotica p. 301 . . . . My Stils p. 301 Lates niloficus Cuv. '^'2000 Anguilla nilotica Heck. ? Mormyrus oxyrli. Geoff.? ■•'2000 Anguilla nilotica Heck. ? 180 Tetraodou Faliaca Hasselq. ''2000 ClariasHasselq. Cmw. Val. ? ='2000 Lates niloticus Cuv. '■' 2000 Mormyrus oxyrh. Geoff.? '"'■2000 Tetraodon Fahaca Hasselq. '' 2000 Malapterurus electricus Lacep.?? Alusa finta Cuv. ? *1 4 Tetraodon Fahaca Hasselq. * 2000 Synodontis ? ßarbus Bynni Cuv. '■' 2000 219 (321) I. 1554 1757 II. Purclias« {^Pilgnmes.) Torpedo. T. IL Chap. II. f. 1183 Hasselquist* P er ca nilotica Labrus nilolicus Morrnyrus Caschive Silur US Mijslus Ciarias anguillaris Salmo denlex nilolicus Clupea Alosa ........ Tel rao den Fahaca 1764 1775 liinne. {Mut. Adolph. Frid. II.) Mormyrus anguilloides . . . . cyprinoides Silur US Myslus F'orskalil. Cyprinus Bynni . . nilolicus . . nilolicus b . leuciscus Var. dlo. Mormy rus liannume Sil ums Bajad . . Üocmac . . R aja Torpedo . , S almo nilolicus . Roschal. , Tetraodon lineattis . Heckel, Ichthyologie. Var, altera ■II. Malapterurus electric. Lacep. 228 Lates niloticus Cuv. * 2000 Chi'omis nilotica Cuv. '''2000 Morniyrus Caschive Ilasselq. Schübe iiifcrmedius Rripp. Syiiodontis niacrodon Cuv. Val. Ciarias Hasselq. Cuv. Val. * 2000 Alesles denlex Müll, et Trosch. Distichus niloticus M. et Tr. " 2000 Alausa vulgaris Cuv, Val. * 14 Tetraodon Fahaca Hasselq. '• 2000 Mormyrr.s anguilloides lAnn. Mormyrus cyprinoid. Li«n. '•' 2000 Schübe Mystus Cuv. Val. Barbus Bynni Cuv. Val. *2000 Labeo niloticus Cuv. Val. „ Forskahlii Hüpp. Cyprinodon Hammonis Cuv. Val. „ luiiatus Cuv. Val. Morniyrus oxyrhynch. Geoff," 2000 Bagrus Bajad Cuv. "2000 Bagrus Docniac Cuv. Malapterurus electric. Lacep. 228 Alestes denfex 3L et Troschllbl Hydrocyon Forskahlii Cuv. Tetraodon Fahaca Ilasselq. *2000 15 220 (322) I. 1799 1801 1802 1803 1809 II. Soiiuini. Keschere t. 22. f. 3 Bolti t. 27. , . . Bouri t. 23. . . . Benni t. 27. . . . Herse t. 2S. f. 1 . Kaschoue t. 21. f. 3 Schilbi t. 23. . . . Bayalle t. 27. . , Schall t. 2t. f. 2 . Karmouth t. 22. f, 2 Sardine t. 23. . . Oloch-Scltueider. Ceti tri scu.s- nil oticus t. 30 . . . Silur US Schall p. 385 . . . , Oeoirroy St. Hil. f Annales du Musee.J Poiypterus Bichir T. I. p. 57. t. i l. syst. Cypr. Gobio quadrimaculatus Rüpp. Nilf. t 3. f. 3. Dillonia abyssinica Heck. Temnochilae. Chondrostoma Dillonii Cuv. Val. hist. G y 111 n s t m u s ? dembensis Heck. Disp. syst. Cypr. Chondrostoma dembensis Rüpp. Nilf. 111. t. 2. fig. 4. CYPRINODONTES. C y p 1' i n o d o n 1 u n a t u s Ehrenb. in Cuv. Val. hist. Cyprinus leuciscus, Var. altera Forskahl. Lebias dispar Rüpp. Atlas, p. 66. t. 18. fig. 1. Cypriuodon Hanimonis Cuv. Val, hist. ^^P" 228 (330) Cypriiius leuciscus Var. prima Forskahl. Lebias dispar Rilpp. Atlas, p. 66. f. 18. /ig. 2. Cypriiiodon Moseas Cuv. Val. hist. SILÜRIDAE. Silur US auritus Geoff. Desc. f. it. fig. 1. — Cur. Val. hl st. Schübe, Oued denne Ar ab. Schübe M y s t u s Cuv. Val. hist. Guerm icon. du reg. an. t. 51. fig. 2. Silurus Mystus lAiin. — Geoff. Desc. t. 11. fig. 3. Schübe auratus De Joan. in Gner. Magas. t. 5. Chilbe Cheriffie Rifmid f. 193. S cherifie Ar ab. Schilbe uranoscopus Rüpp. Nilf. IL t. 1. fig. 1. Schübe Isidori Cur. Val. hist. t. 412. Schilbe Mystus De Joann. in Guer. Magaz. t. 12. Chilbe arabi Rifaiid t. 200. Schub e-arabi, Scharuf Arab. Schilbe i n t e r m e d i u s Rüpp. Nilf. 11. p. 6. Silurus Mystus Hasselquist. Schilbi Soninni t. 23. Schilbe Hasselquistii Cuv. Val. hist. Schilbi Arab. * Bagrus schilbeides Cuv. Val. hist. Hypophthalmus nüoticus Rüpp. Nilf. J. t. 1. fig. 1. Chübe Zerege Rifaud t. 194. Schilbe zerege Arab. sjj Ba^rus Bayad Cuv. Val. hist. Silurus Bayad Forskahl. Bayatte Sonnini t. 27. Porcus Bayad Geoff. Desc. de VEgypt. t. 15. fig. 1. Bogara Bachica Rifaud f. 194. Bayad, Fitile, Bagara -b achic a, Deshog, Arab- rab, S a 1 og Arab. Bagrus Docmac Cuv. Val. hist. Silurus Docmac Forskahl. Porcus Docmac Geoff. Desc. t. 15. fig. 3. Bayad docmac Arab. ß a g" r u s a u r a t u s Cuv. Val. hist. Pimelodus auratus Geoff. Desc. de l'Eg. t. 14. fig. 3. 4. Abou Crata Rifaud t. 195. S c h a 1 - A b u - R e a 1, Z a ir. a r , X a x o u g - r o u in i Arab . 229 (331) Bagrus laticeps Rüpp. Nilf. 1. 1. i. ßg. 2 u. Nilt- HL p. 25. Bagrus capito Cuv. Val. hist. Pimelodus biscutcatus Geoff. Desc. de VEgypt. t. 14. fig. 1. 2. — Cuv. Val. hist. Douc-Majeg, Zamar Rlfmid f. 193. Schal-Karafche oder Karafchi, Doucmajek, Za- mar Arab. i Synodo Iltis macrodoii Cuv. Val. hist. Silurus Ciarias Hasselq. Pimelodus synodontis Geoff. Desc. pl. 12. fig. 5. 6. Schal-senen, Scheilan Arab. Synodo Iltis m e mbra iiace iis Cuv. Val. hist. Pimelodus membranaceus Geoff. Desc. t. 13. fig. 1. 2. Schal batensodo, Schal gaemel, Schal go um ari Gourgar henaoui, Gourgar callabe, Abu- sari, Gourgar-chami Arab. ?i5f. Synodontis Arabi Cuv. Val. hist. Schall Soiniüii t. 21. fig. 2. Silurus Schal Bloch- Schneider p. 385. Pimelodus Ciarias Geoff. Desc. t. 13. fig. 3. 4. Ciarias, Schal-arabi, Schal-beledi Arab. i}f Synodontis serratus Rüpp. AÜlf. I. t. 2. fig. 1. — Cnv. Val. hist. Schal, Gougar-gouazi Arab. Synondontis humeratus Cuv. Val. hist. Gougar-Kebir Arab. Synodontis maculosus Rüpp. AÜlf. I. t. 3. fig. 1. — Cur. Val. hist. Synodontis Baten so da Rüpp. Nilf, II. t. 3. fig. 2. Schal, Baten-soda Arab. # Ciarias Hasselq nistii Cuv. Val. hist. Silurus anguillaris Hasselq. Karmouth So7inini t. 22. fig. 2. Heterobranchus anguillaris Geoff. Desc. t. 16. fig. 1. H a r m u t h - a r a b i , C h a r m u l , G a r m u t , C a r m u l Arab. Ciarias Lazera Cuv. Val. hist. Geoff. Desc. t. 17. fig. 7. der Schädel. Garmout Lazera Rifaud pl. 175. Harm out h Lazera Arab. Heterobranchus Geotfroyi Cuv. Val. hist. Heterobranchus bidorsalis Geoff. Desc. l. 16. fig. 2. Haie, Armouth hale .irab. 230 (332) Heterobranchus longifiiis Cuv. Val. hist. t. 447. Heterobranchus anguillaris De Joan. in Giierin Mag. t. 14. schlecht. Malapterurijs electiicus Lacepede. Cuv. Val. hist. t. 455. — De Joann. in Guerin. Mag. de zooL t 1. Torpedo Athenaeus ? Torpedo Punc/ias. S Raja torpedo Forskahl, Malapterus electricus Geoffr. Desc. de l'Egypt. t. 12. ßg. 1. Rahad Rifaud t. 192. Raad, Raasch Ar ah. MORMYRIDAE. ?.;;« M o r m y r u s C a s c h i v e Hasselö. Cuv. Val. hist. Mormyrus longipinnis Rüpp. Nilf. II. t. 1. fig. 2. Kisch-oue, Caschive Arab. Mormyrus Geoffroyi Cuv. Val. hist. Centriscus niloticus Bloch-Schn. t. 30, fig. 1. Kesher, Kabouk Arab. ^ Mormyriis oxyrhyiichus Geoff. Desc. de tEgypV t. 6. fig. 1. — Cuv. Val. hist. — Guerin. icon. t. 51. fig. 1, — De Joann. in Guer. Magas. de %ool. t. 13. Oxyrhynchus? Strabon; Aelian; Athenaeus. Mormyrus Kannume Forskahl. Mizdeh Arab. Älormyrus Bachiqua Cuv. Val. hist.'' Amcie bachiqua Rifaud 1. 190. Mormyrus Hasselquistii Geoff. Desc. (Text) Cuv. Val. hist. Mormyrus Herse Lacepd. Mormyrus Caschive Geoff. Desc. t. 6, fig. 2. Mormyrus INacra Cuv. Val. hist. Mese-Nacra Rifaud pl. inedite. Mormyrus a n guilloides Linn. Mus. Adoph. — Cuv Val. hist. Mormyrus anguillaris Geoff. Desc. t. 7, fig. 2. Herse Sonnini t. 22. fig. 1. Gamour ou Mons Rifaud t. 138 bis Herse Arab. Diese Spccics Iteruht nur auf der angcriiliiteit Äbbilduiify des Herrn Rifaud, ebenso M. JN a c r a Valenc. • 231 (333) 4t Mormyrus cyprinoides Linn. Mus. Adoph. — Cui\ Val. hist. Mormyrus labiatus Geoff. Desc. f. 7. fig. 1, — Rüpp. mif. IL t. 2. fig. 2. Benne Rifaud t. i89. Abue-fu^-fe, Saleheyeh Arah. % Mormyrus elongatus Rüpp. Nilf, IL L 2. fig, i. — Cuv. Val. hist. Kisch-Oue Arab. Mormyrus abbrev latus Cuv. Val. hist. Mormyrus dorsalis Geoff. Desc. t. 8, fig, i. — Cuw Val. hist. Kachoue Sonnini t. 21. fig. 3. Mormyrus Bebe Lacep. Kisch-Oue, Cava Arab. Mormyrus Baue Cuv. Val. hist. Mormyrus cyprinoides Geoff. Desc. t. 8. fig. 2. B a n e Arab. Mormyrus Dequesne Cuv. Val. hist. Dequesne Rifaud t. inedite. Mormyrus Joannisii Cuv. Val. hist. Mormyrus E liren bergii Cuv. Val. hist. Mormyrus Bovei Cuv. Val. hist. Mormyrus Isidori Cuv. Val, hist. SALMONIDAE. Alestes dentex Müll, et Trosch. Horae ichthyol. t. 2 fig. 6. dentes. — Heck. Fische Egypt. t. 21, fig. 2. Saimo dentex Hasselquist. Cyprinus dentex Linn. syst. Characinus niloticus Geoff. Desc. t. 4. fig. 2. Myletes Hasselquistii Cuv. Mem. du Musee T. IV. t. 2i. fig. 2. — Cuv. reg. an. poiss. t. 103. fig. 1. — Guerin icon. d-u reg. anim. poiss. t. 56. fig. 1. Myletes Baremoze De Joann. in Guer. Mag. de zool. t. 6. Cambout Rifaud t. 189. R a c h i s , R a i i Arab. Älestes Kotschyi Heck. Fische Egypt. t. 21. fig. 3. Alestes Nurse Rüpp. Nilf. IL t. 2. fig. 3. Myletes Guile De Joann. in Guerin. Mag. de zool. t. 9, Nurse Guile Arab. m 232 (334) Hydt'ocyon Forskahlii Cuv. 3Iem. du Mus. V. t. 2S. ßg i_ — Mull, et Trosch. Home ichtyol. f. 3. fig. 6. dentes. Salmo Roschal Forskahl. Saimo niloticus L'mn. syst. Characinus dentex Geoff. Desc. t. 4. fig. 1. Characinus Besse? De Joann. in Guer. Mag. t. iO. Roschal, Kelb el bacher, Kelb el moyeh, Nel- kal Arab. jjt C i t Ii a r i n u s G e o f f r o y i Cuv. reg. animal. Serrasalnius citharinus Geoff. Desc. t. 5. fig. 3. 2. Cithai'inus latus Ehrenb. in 3[idl. et Trosch. Horae Ich- thyol, p. 9. t. 1. fig. 2. dentes. ^ Distichodus niloticus Müll, et Trosch. Horae p. i2. t. 1. fig. 3. dentes. Salmo niloticus Hasselquist. Characinus Nefasch Geoff. Desc. t. 5. fig. 1. Citharinus Nefasch Cur. reg. anim. Nefasch Arab. CLUPEIDAE. Älausa vulgaris Cuv. Val. hist, t. 392. Thrissa? Strabon, Athenaeus. Sardine Sonnini t. 23. Clupea Alosa Hasselquist. Clupea nilotica Geoff. Desc. f. 10. fig. 1. Alosa finta Cuxj. anim reg. Sagboga Arab. Heterotis Ehrenbergii Cuv. Val. hist. t. 549. Sudis Adansonii? Cuv. reg. anim. Sudis niloticus Rüpp. Nilf. I. t. 3. fig. 2. Garafche Rifaud t. 190. Saide, Garafche Arab. MÜRAENIDAE. ^ Anguilla nilotica Heck. Fische Egypt. p. 211 (213)*. Pagrus, Phager vel Phagorius ? Aelian. Anguilla acutirostris ? Rüpp. Nilf. III. p. 26. Taban ä grap Rifaud t. 18. Taban asfar gedari l. c. Taban Lamat l. c. Taban zeyte ou Hay Bahr /, c. t. 192. Hanesch el Bacher, Essekad. * Nacli Wilkinson nur einmal abgebildet bei Bene Hassan. • 233 (33,5) Gymnarchus niloticus Cuv. reg. anim. (t. i3. fig. 3, Gymn. senegalensis '.) Jerfar Rifaud i. I3S. bis Ashua Kamoura, Jerfar Arab,* GYMNODONTES. * Tetraodon Fahaca Hasselquisf, Physa? Aelian. Atlienaens. Orchis vel Orbis Bellon p. 299 fig. Tetraodon lineatus Forskahl. — Linn. syst. „ Physa. Geoff. Desc. f. 1. fig. l. » yy De Joann. in Guer. Magas. f. 2. A Bou Jerap Hifaud t. 199, Fahaca Arab. Tetraodon nov. spec. ? Herisse nasar, Bachikta el Nil Rifaud t. 199. HOLOSTBI. Polyptei'iis Bichir Geoff. Ann. du Musee I. p. 57. f. 5 Geoff. Desc, t. 3. fig. 3. — Cuv. reg. anim. — Guerin. Icon. du reg. an, f. 59. fig. 3, — Agassiz Poissons fossiles T, IL p, 32. t. C. Bichir Arab. Polypterus Endlicheri Heck. Fische Egypt. p. 208 {310). t. 22. fig, 1. Sparus niloticus Hasselquist (Julis vulgaris) und Mugil c e p li a I u s Hasselquist (Sphyraena vulgaris) gehören als ächte Mcerfisclie nicht hieher , obschon sie Hasselquist als im Nil vorkommend angiebt. Ebenso ist in Bellon p. SOO: Piscis cujus- dani nilotici species (Ostraciou cubicus) ein Fisch aus dem ro then Mee r. ■' Professor Dr. Erdl hat an ihm eine zellige Schwimmblase oder Lunge entdeckt, ähnlich jener des Lepidosiren. Münchner gelehrter An^eig. 1846. Nr. SOS. — Froriep. 1847. Jan. Nr. 3. ^ DIE FOSSILEN FISCHE DES LIBANON. Ueber das Vorkommen der fossilen Fische auf dem Libanon und die geognostischen Verhältnisse jener dort zu Tag liegenden Schichten beliebe man den ersten Band dieses Werkes S. 774 — 777 nachzuschlagen. — Agassiz, welchem nur die fossilen Fische in dem weissen dünnschie- ferigen Kalkmergel, worauf das Kloster Sach el Aalma steht, bekannt waren, hält diese Ablagerung für gleichzeitig mit jener des Monte Boica, mithin als zur ältesten Tertiär- bildung gehörig. Bei Rhinellus furcatus (Tome II. P. 2. p. 261) sagt er zwar: C'esl %me espece recneillie cm Liban dans im terrain dont Vage geologh/ue n'est pas delermine rigoureusement , mais qui appartient probablement ä l'elage superieur du Jura ou ä l'elage inferieur de la Craie ; in- dessen gesellt sich zu dem RInnellus des Libanon noch eine zweite verwandte Art, Rhinellus nasalis, vom Monte Bolca. Die Gattung Rhinellus ist übrigens von der Gattung Dercetis, welche ausschliesslich der Kreide angehören soll, nur durch eine andere noch nicht ganz ausgemaciite Stel- lung der Rückenflosse verschieden. Entschiedener treten schon die generischen Unterschiede zwischen unserer Gat- tung Isodus und dem gleichfalls nur in der Kreide vorkom- menden Enchodus Agass. auf. Was aber am deutlichsten für die tertiäre Bildung obigen Kalkmergels spricht ist, dass die bei weitem grössere Anzahl der darin enthalte- nen Fische, ihrer Gesammtform nach, den Fischen der Jeztvvelt % 235 (337) sehr nahe steht, und die übrigen im Monte Boica die nächsten Anverwandten finden. Die drei nns ans den Schichten vom Dorfe Hakel bekannten Fische diirften gleichfalls auf eine tertiäre Ab- lagerung hinweisen, in keinem Falle aber älter seyn als die Kreide. — Die unvollständige Erhaltung der Fische des Libanons macht übrigens ihre Bestimmung schwierig. Pyenostepiux HECK. Nach langer mühevoller Untersuchung gelang es nns endlich zweien bisher unbeschriebenen Arten fossiler Fische (wovon die im k. k. montanistischen Museum aufhewahrten Exemplare aus dem Gesteine, worauf das Kloster Sach el Alma steht, stammen) ihre richtige und unzweifelhafte Stellung im Systeme anzuweisen. Es sind Gestalten, die sich bald unter Chaetodonten- bald unter Sparoidenforni durch die gedrängte Stellung ihrer Stachelstrahlen in den Ver- tikalflossen den Pomacentrus-und Platax-Arten nähern, dabei aber einer Familie angehören, aus welcher bisher noch ke ine einzige Art als fossil bekannt war. Wir meinen die Familie der C/iromiden, so wie sie in den Annalen des Wiener Museums II. Band, p. :i30 und 440 von uns vorgeschlagen ward, dann später gespalten unter den Pharyngognathen , in Müller's reichhaltiger Abhandlung über die Ganoiden wieder erschien. An einer und zwar der hier auf Tat. XXlll, fig. 1. abge- bildeten Platte haben wir das charakteristische Kennzeichen V e r w a c h s e n e r S c h 1 u n d k n o c h e n entdeckt und nachträg- lich den grösseren Theil der mit kurzen Borstenzähnchen dicht besetzten Zahnplatte nebst Bruchstücken der Kiemenbögen von der sie umgebenden weichen Steinmasse glücklich befreit. Wir sehen uns jedoch genöthigt nach diesen beiden Chromiden, welche durch eine eigenthümliche Combination von generischen Merkmalen sich in keiner der bekannten lebenden Gattungen unterbringen lassen, eine neue eigene Gattung aufzustellen, die sich folgendermassen umschreiben lässt: Mund massig gespalten, beide Kiefern mit einem schma- len Streifen kurzer feiner Borstenzähnchen besetzt. Heckel. Ichthyologie. lo t 23« (338) U n t e r e S c Ii 1 Uli (1 k n o c li e n p 1 a 1 1 e rhomboidal (?), ganz diclit mit kurzen gerade» ßorstenzähncheu bedeckt, deren weiter rückwärts stehende alhnählich stärker, beinahe konisch werden. Deckel abgerundet; Vordeckel am Rande fein ge- zähnelt. Aeussere Kiemen bog an am Vorderrande mit breiten messerförmigen Knochenansätzen, aus deren Mitte ein Haken aufwärts steigt. Kiemenstrahlen fiinf, Riicken und Anal flösse einfach, lang, mit dicht an- einander gelehnten, stufenweise verlängerten Stachel- strahlen beginnend ; erstere in der Mitte des Körpers (ohne der Schwanzflosse) entspringend. Bauch flössen mit einem Knochenstrahl und fünf ge- theilten Gliederstrahlen; massig lang, unter den Brust- flossen stehend. Schwanzflosse ausgebuchtet. Seh uppen dicht gedrängt, Hinterkopf, Deckel, Wangen, Rumpf und einen Theil der Vertikalflossen bedeckend; klein, rund, dick, mit glatten concentrischen Kreisen, deren Mittelpunkt in der hinteren Hälfte liegt und einem einfach aber scharf gezähnelten Rande. Wirbel kurz; 9 bis 11 Abdominal-, 17 bis 18 Caudal- wirbel. Rippen kurz, dünne, die hinteren auf langen ftuerfort- sätzen ansitzend. Pyciiosteriiix Rii<«scs:g:erii. (Taf. XXII [. Fig. 1. a.) Die Gestalt dieser ausgezeichneten und in mehreren ziemlich wohlerhaltenen Kxemplaren vorliegenden Species ist ein gedehntes Oval, dessen Höhe beiläufig 2yomal in seiner Länge, von der Nase bis zum Schwänze (die Flosse nicht mitbegriffon) enthalten ist oder der Kopflänge gleicht. Die Äugenhöhlen sind gross und liegen hoch an der Stirne. Die Mnndspalte reicht beinahe bis unter den vorderen Augen- 2;j7 (339) land. Z vv i s c li e n k i e f e r und U n t e r a ii g- o n i- a lul k n o c li e n sind ziemlich breit. Alle Deckelstiicke und die Wangen sind an Exemplaren, woran sich die Schuppen erhalten haben, ganz von ihnen bedeckt. Die Rückenflosse ent- springt gerade in der Mitte des Thieres (ohne die Schwanz- flosse) und zieht sich nahe zur Schwanzflosse hin. Sie be- steht aus 6 massig- starken Knochenstrahlen, anf welche 18 bis 19 getheilte Gliederstrahlen folgen. Erstere stehen an ihrer Basis vollkommen dicht und geschlossen hinter einander, verlängern sich stufenweise und erreichen ungefähr die halbe Körperhöhe auf der sie stehen. Die nachfolgenden Glie- derstrahlen sind etwas länger, nehmen aber in der Art ab, dass der Flossenrand sehr wahrscheinlich etwas con- cav gewesen war. Die Analflosse fängt etwas später an als die Rückenflosse, endigt aber mit ihr zugleich. Sie enthält 5 Knochenstrahlen und 14 bis 15 Gliederstrahlen; erstere sind stärker als in der Rückenflosse, der dritte und vierte hat scharf erhabene Kanten. Die massig ausge- buchtete Schwanzflosse besteht in ihrer JMitte aus 16 getheilten Gliederstrahlen, welchen oben 8 und unten 5 allmählig kürzere und ungetheilte Strahlen als Stütze dienen. In den Brustflossen sind 10 oder 11 Strahlen zu erkennen. Die Wirbelsäule entiiält im Ganzen 27 bis 29 Wirbel, die etwas weniger lang als hoch sind, davon kommen 10 oder 11 dem Voideirunipfe oder Abdomen zu, die übrigen 17 bis 18 sind Candaivvirbel. Sowohl die oberen als unteren Apophysen derselben sind ziemlich stark , erstere stehen gegen die Wirbelsäule beinahe senkrecht, neigen sich aber mit den lezteren gegen das Schwanzende zu in einem Winkel von beiläufig 45 Grad. Die verliältnissmässig etwas zarten und kurzen Flossenträger dringen nicht weit zwischen die Dornfortsätze ein. Die dicken, lederartig- aussehenden Schuppen (Fig-. a) sind eher klein zu nennen. Es liegen in der grössten Körper- höhe unter dem Anfange der Rückenflosse beiläufig 24 Horizontalreihen und ungefähr 50 Schuppen zwischen dem Schultergürtel und der Schwanzflosse , von welcher letz- teren zwei Drittheile mit kleineren Schuppen überdeckt sindl Ift * 238 (340) Im weissen (liinnselileferigen Kalkmeigel unter dem Kloster Sacli el Aahna (Russeggers Reisen. I. p. 774 und 775). Auf der dargestellten Platte Taf. XXIII. Fig. 1. (unter b.) befindet sich auch noch der Kopf mit einem Theile des Rum- pfes von dem merkwürdigen, in Agassi z Poissons fossiles bereits beschriebenen und abgebildeten Rhinelhis fnrcahts A g a s s, PyeiiosicFiiix tliscoides. (Taf. XXIII. Fig. 3.) * Wir hatten Gelegenheit diese durch üir beinahe scheiben- rundes K örperprofil ausgezeichnete Art in fünf Exemplaren zu untersuchen, an welchen verschiedene Theile sehr gut er- halten sind und zusammengenommen ein beinahe vollständiges Ganzes bilden, wonach wir folgende Beschreibung entwerfen. Zur bildiichen Darstellung ist eine der fünf Platten gewählt, worauf sich die Hauptform des ganzen Fisches zeigt. Wenn man die Länge des Kopfes als Basis annimmt, so macht diese nicht viel weniger als die halbe Fischlänge (ohne Schwanzflosse) aus, gibt l'/^mal genommen die Kopf- höhe und ry4mal die grösste Körperhöhe, welche ihrerseits "Vg obiger Fischlänge beträgt. Das Stirnprofil fällt demnach im flachen Bogen ziemlich vertikal herab und die stark auf- wärts steigenden Schenkel des Unterkiefers sind so lang als die zehn ersten Abdominalwirbel zusammen genommen oder wie % der Kopflänge. Ein schmaler Streifen ganz kurzer Borsten zahne ist sowohl an den erhaltenen Rudi- menten des Zvvischenkiefers als am Rande des Unterkiefers bemerkbar. Zwischen der beinahe am Profilrande anliegen- den ziemlich grossen Augenhöhle und dem oberen Winkel des Deckels ist ein Raum von nenn Wirbellängen; der Vor- deckel entspringt in der 3Iitte desselben , zieht sich vertikal herab, scheint aber nur gegen seinen unteren spitzen Winkel hin fein gezähnelt und gefurcht zu seyn. Die Entfernung vom ersten W ir bei bis zur Anlenkung des Unterkiefers oder die Höhe des starken Schultergnrtels entspricht y^ der ganzen # 239 (341) VVirbelsäuIeiilänge. Die R abe n seh iiab e I fortsetze sind gleichfalls stark und reiciien bis gegen die Mitte der kurzen Bauchhöhle hinab, so dass ihre Spitzen hinter den Becken- knochen stehen, die sich ganz kurz an den Schnitergürtel anheften. Die Bauch flössen selbst, Avelche einen massig starken knöchernen Randstrahl haben, scheinen kaum so lang gewesen zu seyn,dass ihrezuriickgelegtenSpitzen die Analflosse erreichen konnten. Die B rust f I oss en sitzen unter der Mitte des Schultergürtels, an der Basis der Rabenschnabel- fortsätze, ihre 11 — 12 zarten Strahlen erreichen den Anfang der Analflosse. Die verhältnissmässig ziemlich starke Wi r- belsäu le enthält in der Abdominalregion zehn, in derCaudal- region J8 Wirbel, diesämmtlich, besonders die ersteren, höher sind als lang und an den Seiten zwei kleine Längsleisten haben. Die Dornfortsätze des Rückens sind in der Gegend, wo beide Wirl)elregionen zusammenstossen, am längsten, hier erreichen sie die Mitte zwischen Wirbelsäule und Rückenfirste und stehen senkrecht, während sie gegen das Schwanzende zu immer kürzer werden und mehr liegen. Ueber den vordersten Dorn- fortsätzen stehen drei stärkere flache, oben vorwärts gekrümmte blinde Flossenträger, wonach jene der Rückenflosse folgen ; die ersteren wirklichen Flossenträger dringen nicht tief zwi- schen den Spitzen der Dornfortsätze ein, die nachfolgenden erreichen sie allmählich gar nicht mehr. Die unteren Dorn- fortsätze der Caudalwirbel sind stärker und länger als die oberen und sitzen weiter vorn am Wirbelkörper an. Der erste Flossenträger der Analflosse ist stark, doppelt und reicht bis auf die halbe Höhe zwischen Analflossenbasis und Wirbel- säule hinauf, an seiner hakenförmig vorgeschobenen Basis sitzen die vier ersten starken Knochenstrahlen. Die nach- folgenden Flossenträger sind schwach und kurz , hinter die erste und hinter die zweite Apophyse legen sich jedesmal zwei Flossenträger an , an die nachfolgenden meistens nur einer. Die Rippen umfassen nur die obere Hälfte der Bauch- höhle, sie sind kurz, zart und rückwärts gewendet; die öner- fortsätze, aufweichen sie ansitzen, biegen sich stark abwärts und verlängern sich allmählig so weit bis das hinterste Paar beinaiie die halbe Länge der nachfolgenden ersten Caudal- apophyse erreicht. 240 (342) Die Rückenflosse enthält acht dlclit aneinander j>e- lehntCjStnfenweise verlängerte, massig-starke Knochenstrahlen, deren hinterster scharf gespitzter so lang ist als die grösste Körperhöhe über der Wirbelsäule. Darauf folgen 19 bis 20 zweimal getheüte Gliederstrahlen, deren vorderste etwas länger sind als die Stachelstrahlen, aber rasch in der Art ab- nehmen, dass der Flossenrand concav erscheint. Die A n a I- flosse, welche, perpendiknlär genommen, ziemlich weit hinter dem Anfang der Rückenflosse entspringt, ist ebenso gestaltet nur etwas niederer, sie enthält fünf starke Stachel — und 18 Gliederstrahlen. Beide Flossen erreichen beinahe die stark ausgebuchtete Seh wa nzflosse, in welcher 16 Gliederstrah- len mit 4 oder 5 Stützenstrahlen von jeder Seite erkennbar sind. Die Schuppen sciieinen etwas kürzer und höher als an der v orhergehenden Art; Deckel, Wangen und die Basis aller Vertikalflossen , besonders aber die Schwanzflosse wird von ihnen überdeckt. Man kann beiläufig 30 Schnppenreihen zwischen Rücken- und Analflosse erkennen, 40 bis 50 Schup- pen dürften der Länge nach zwischen Schultergürtel und Schwanzöossenbasis liegen. Im Kalkmer^el unter dem Kloster S a ch e I Ä I ma. Isodu» HECK. VV ir erhielten, nebst den beiden vorher beschriebenen Pycnosferinx-^i'ten und zwar aus derselben Lokalität, die linke beinahe vollständige Hälfte eines Unterkiefers, welche mit ihren vereinzelt stehenden Zähnen auf den ersten Blick die grösste Aehnlichkeit mit den, in den Poissons fossiles ^ T. V. pl. 2it. fig. 2 und 3 dargestellten Kiefern des Enchodus halocyon hat. Bei genauerer Untersuchung ergab sich bald die sehr abweichende Gestalt der Zähne selbst, welche bei Enchodus dem Typus stark comprimirter zweischneidiger Thyrsites-Zähne angehören, während die gegenwärtigen offen- bar dem mehr konischen der Sphyraeniden weit näher sieben. Es wiire sogar möglich, dass der hier dargestellte Unterkiefer, in dem weissen Kalkmergel des Klosters Sa ch el Aalma, von einer grösseren Species aus der im Mo n te B ol c a vorkommen- » 241 (3i3) den (jattuiig Rhamphogmüliun, deren Zalinbau nicli( bekannt ist, lieiiiilire. Allein bis dieses näher erwiesen ist, halten nir es fi(r zweckdienlicher ihn als eine eigene, der Familie der Sphyruenoiden zugehörige Gattung zu betrachten , deren Kennzeichen einstweilen folgende sind : Unterkiefer stark, am Aussenrande mit einzeln stehenden langen spitzen Zähnen besezt ; die beiden Vorder- zähne, vorzüglich der zweite, am stärksten und längsten; lezterer an der Basis dreiseitig mit abgerundeten Kanten, die Aussen fläche convex, die beiden einwärts gewendeten concav. Isodu.^ suleatus. (Taf. XXHI. Fig. 4.) Der Kieferknochen hat auf das täuschendste die (ie- stalt und selbst die leistenartigen Erhabenheiten, wie Figur 3 des Enchodns halocyon Agassiz sie zeigt, nur sind die dadurch gebildeten Furchen an unserer vorliegenden Art etwas schärfer, die Leisten breiter und glatt. Die in mas- sigeren Zwischenräumen stehenden Zähne haben eine merklich nach vorwärts geneigte Richtung; Spuren von da- neben stehenden kurzen ßorstenzähuen sind durchaus nicht zu bemerken. Die beiden vordersten leider abgebrochenen Zähne sind an der Basis am stärksten und waren sicherlich auch die längsten, was vorzüglich vom zweiten Zahne, dessen ganze untere Hälfte wir anfangs noch unversehrt antrafen, gilt. Auf diesen folgen sechs schwächere Zähne, die aber nicht alle auf derselben Platte sichtbar sind, daher unter Fig. 4. b. die in beiden Gegenplatten enthaltenen Zähne und Kieferstncke als vereinigt gedacht dargestellt wurden. Der dritte Zahn und der lezte sind am niedrigsten, vom vierten an, welcher bedeutend höher ist, vserden alle nachfolgenden allmählig kleiner, bleiben aber immer sehr spitzig. Alle sechs sind etwas comprimirt und scharfkantig, nebstbei zieht sich an ihrer Innenseite eine schwache Hohl- kehle von der Basis bis gegen die Spitze. Der stehenge- bliebene Stumpf des zweiten Zahnes stellt ein dreiseitiges 242 (344) Prisma dar mit abgermideten Kanten, dessen nach aussen gewendete Fläche ein wenig convex, die beiden nach innen gekehrten dagegen concav erscheinen. Auf der Durchschnitts- ebene Fig. 4. a. bemerkt man als innere Textur ein sechs- seitiges Prisma mit etwas concaven Flächen; zwei dieser sich •reffenüberlieaenden Flächen sind merklich breiter als die anderen vier. Mitten erscheint das Ende der Zahnhöhle als eine kleine runde Oeffnung. Clupea inacroplitlialina. (Taf. XXIII. Fig 2.) Das einzige und dabei ziemlich nnvollständig erhaltene Exemplar dieses Fisches sezte der Stellung der Species manche Schwierigkeit entgegen, wir haben indessen vor- züglich wegen der unzweifelhaften Anwesenheit von so- genannten Cotes Sternales, die üeberzeugung erlangt, dass sie als zur Gattung C/i?/>e« gehörig betrachtet werden müsse. Das ganze Thier ist schlank gebaut, sein Körper, dessen grösste Höhe sechsmal in der Gesammtlänge ent- halten ist, scheint massig comprimirt gewesen zu seyn. Der lange zngespizte Kopf, an welchem der Maxillarknochen einen Theil des Mundrandes bildet, macht nur ~/i ^^^' ^^' sammtlänge aus. Die Mundspalte scheint nicht gross zu seyn; von Zähnen ist keine Spur vorhanden. Der Deckel ist etwas spitz gerundet und ziemlich lang. Auffallend gross ist die hoch an der Stirne liegende oval gedrückte Augen- höhle, deren Durchmesser einem Viertheile der Kopflänge gleicht. Wir zählen J{5 Wirbel, davon sind 19 abdo- minal und 16 caudal, die lezteren sind etwas länger als hoch. Viele Muskel gräten liegen nach oben und unten. Die Rippen sind lang und dünn, reichen bis zum Kiel des Bauches herab, wo sie mit den entgegentretenden Gabeln von 20 kleinen ßauchschildchen iCotes sternales~) in Verbindung kommen. Die Dornfortsätze sind ebenfalls schwach und lang, gegen den Schwanz zu kürzer und mehr geneigt. Die llück e n flösse steht in der Mitte, besteht aus eilf Strahlen , die sich auf schwachen Flossenträgern 243 (345) anlenken. Senkrecht unter der Rückenflosse entspringen, zwischen dem 17. und 18. Bauchschiidchen , die Banch- flossen, dann zwischen diesen und der Schwanzflosse in der Mitte die Anal flösse, welche gleichfalls 11 — 12 Strahlen enthält. Die Brustflosse erreicht % der Kopflänge und zeigt die Reste schwacher mehrfach getheilter Strahlen. Die Schwanzflosse, deren Ende zwar fehlt, dürfte die halbe Kopflänge nicht übertroflfen haben und scheint massig ausge- buchtet gewesen zu seyn. Die Schuppen waren mittelmässig gross und abgerundet; zwischen dem Anfang der Analflosse und dem Ende der Rückenflosse sind noch die zarten Eindrücke von eilf Reihen zu erkennen. Das abgebildete Exemplar, im Besitze des Herrn Profes- sors Dr. ünger in Gratz, kam aus der Nähe von H aael (Hakel) nächst Dschebel; die Steinmasse ist grauer Kalk. Auf derselben Steinplatte befinden sich noch zwei andere beinahe vollständig erhaltene Fischabdrücke, an welchen sich iWe Clnpea brevisslmaAg a.ss. durchaus nicht verkennen lässt. Ein anderer Stein aus demselben Fundorte enthält ein Stück Vorderrnmpf eines grossen mindestens 6 Zoll hohen Fisches, woran sich aber ausser 18 halbzerstörten Abdominal wirbeln, die höher sind als lang, langen dünnen gefurchten Rippen und ziemlich starken, mit einem Wald von Mnskelgrähten über- deckten Rückenapophysen nichts weiteres erkennen lässt. Wir geben ihm einstweilen den Namen Clupea gigantea. § 10 Ig iB u (s mir der bislier vom Libanon bekannten fossilen Fisclie. HOLOSTEI. Rhinellus für caftis Agass. Kloster Sach el Aalnia. SPÄRIDAE. Pagelhis leptosl eus Agass. ;; ;; ;, CHROMIDAE. V y cno slerinx Russeggerii Heck discoldes Heck. }y » » n et c Ol.»/ tu CO t.i.c.\.a.. „ fj pj SCOMBRIDAE. Vorne r p a r v u Ins Ag ass. SPHYRAENIDAE. Sphyraena Amici Agass. Isodus Silicat US Heck. HALECIDAE. Clupea B eurar di Agass. „ lata Agass. „ minima Agass. „ brevissima Agass. ;, macrophthalma Heck. ;, yiyantea Heck. }} }} n ;; ;; ;? ;; )•) )■) ;; ;; n V Dorf Hakel ;; }■) ;; » Index. Ables 134. Aboii Grata 223. 228. j\-Bou-Jprap 223. 233. ABRAMIS 21. 22. 42. 218. „ Brania ] 6. „ Friwaldszkyi 42. „ Leucartii 42. „ iiielanops 42. „ Schrpibersii 42. „ Votula 42. ABROSTOMüS 20. 22. 32. „ cappiisis 32. „ lunbratus 32. Abu Sukkanejn l gardonidrs 28. ,f gibbus 28. „ gobioidcs 29. „ Goro-oiuiri 29. 222. 226. „ Giypus 58. 112. „ bexagonolcpis 28. „ bexasticluis 28. „ bypsyloDotus 28. „ intcrmedius 28. 222. 226. „ Kakus 27. „ Kersiii 28. 59. 109. 112. „ Kölns 27. „ labecula 28. 112. „ lacerta 28. 54. 112. „ lacvis 29. „ lateri.striga 28. „ lepidofiKs 28. ,) Icplopog;oii 27. „ lonj^icops 30. 115. // loHgus 28. BARBÜS macrolepl-» 28. ,, niaeulatiis 29. „ inarginatn.s 28. „ Mayori 27. „ niei;alepi.s 28. „ micropogon 28. „ Mussiilali 28. „ niy.stacciis 61. „ ophioides 29. „ pallidus 28. „ pc'Ctoralis 28. 55. Il2, „ peleponensis 29. „ Perince 28. 222. 226, „ perniciosus 28. 57. 112. „ plebejus 27. „ Polydoiii 28. „ progeneius 29. „ Rajanorum 28. 59. 107. „ rododactylHS 27. „ roseipinnis 28. „ riibiipiiinis 29. „ sarana 27. „ Scincus 28. 59. 110. 112. „ setig;erus 29. „ setivinifiisis 28. „ Soro 29. „ spilopborus 27. „ subiiasufiis 27. „ Siirkis 28. 222. 226. ., Tambra 29. Baraati ÖO. Batcii-soda 229. Bayatte 220. Becbcrzjihne 13. 20. Belli 220. 226. „ abiad 73. „ a.spher 73. „ ebjaz 73. ßeniie 223. 231. Bfrak 89. 124. Beso 226. Bibi 226. Bibie 226. 227. Bifhir 233. BLICCA II. 22. 23. ., aigyrokiua 17. BLICCOPSIS 21. 22. 42. „ Buj^gcnbagii 17. Booara Bacliica 228. BoKi 220. 225. Bolty 225. Boiiri 220. 226. Brachycntri II. 21. Buii 225. Byniii 226. Caniboiit 205. 2J3. 231. CAPOETA ainpliibia 31, 184. 247 (349) CAPOETA clongafa 185. „ fuudiilus 68. 184. „ gracilis 185. „ intermedia 185. „ lanceolata 185. „ limbata 185. „ macrolepidofa 31. 185. „ rlionibea 185. CARASSIUS 20. 22. 24. „ buceplialus 24. „ Gibelio 14. „ liuaiiiis 24. Carniut 229. CARPIO 20, 22. 24. y, striatus 14. Casfhive 230. CATOSTOMÜS 20. 22. 32. 138. 175. „ auicolus 32 „ bostoniciisis 32. „ communis 32. „ Diiqiiesnii 32. „ clonfjatiis 33. „ gibbosus 32, „ liudsoniiis 23. „ longirostnini 32. „ macrolepidotus 32. „ maculosus 32. „ nigri-cans 32. >, oblongus 33. „ sucetta 33. „ Sueri 33. „ teres 14. 33. „ liiberculafiis 32. yy vittatus 32. Cava 231. CENTRISCUS nilüticus 220. 230. CHARACINÜS Bessc 223. 232. „ dentex 221. 232. „ INefasch 221. 233. „ iiiloticus 205. 221. 231. Chamnit 229. Charuf 228. CHELA 21. 22. 44. „ alburna 19. 44. „ Alkotee 44. „ Balookee 44. „ Joiab 44. „ Owenii 44. „ Teekonee 44. Chieta 223. Chilbe arabi 223. 228. „ cheriffie 223. 228. „ Zerege 223. 228. CHÜNDROCHYLUS 20. 22. 41, „ nasiciis 41. 187. CHONDROCHYLUS regiiis 15. 41. 87. 187, CHONDRORHYNCHUS 20. 22. 41. CHONDROSTOMA 20. 22. 40. 177. 186. 196. „ aciilcatum 183. 188. „ Boggut 40. 186. „ dembensis 40. 179 186. 188. 197. 198. 224. 227. „ Dillonii 183. 188. 224. 227. „ Duvaucellii 182. 188, „ Fulung-ee 40, 185, „ gangeticum 185. 188. „ Genei 187. „ jaculuni 187. „ Kawrus 40. 186. „ Kneiii 40. 187. „ Labeo 187. „ lipoclieilos 181. 188. „ Mulya 40. 186. „ NasHs 15. 40. 176. 186. 187. 188. „ nasutus 187. „ Pboxiniis 41. 187, „ regia 176. 187. „ Risela 186.187. 188. „ semilarvafa 182. 188. „ Sewa 187. 188. „ Soetta 41. 187. „ syiiacum 185. 188. „ Wattanah 40. 186. CHONDROSTOMUS 20. 22. 40. 177. 186. 196. CHROMIDEN 234. CHROMIS nilolica 214. 219. 220. 225. CIRRHINA breviceps 39. „ Dussuniieri 39. „ plumbca 39. „ rubripinnis 39. CIRRHINÜS Pausio 39. ClTHARINüSGeoffroyi214.22 1.232. „ latus 224. 232. „ Nefascli 232. CLARIAS 229. „ HasseTquistii 214. 218. 219. 220. 221. 229. „ Lazera 221. 223. 229. „ nilotica 218. CLUPEA Alosa 219. 232. 248 (350) CLUPEA Bcurardi 244. „ brevissima 243. 244. „ giganfea 243. 244. „ lata 244. „ macropliflialina 242, 244. „ minima 244. „ nilotica 221. 232. COBITIS argyrogramma 137. 140. 151. „ bai'batiila 151. „ frenata 96. 140. 151. 164. „ fossilis 151. „ Füi'stenbcrgii 151. j, insignis 97. 140. 164. „ Leopardus 99, 139. 140. „ malapterura 151. „ Pantbera 97. 140. 5, Persa 164. „ Tigris 98. 140. 151. Coracinus 218. COREGONÜS niloticus 223. Coubie 227. CYPRINION 20. 22. 25. 183. „ aculeatiis 183. 188. „ Cypns 25. 77. 122.183. ,5 Kais 25. 76. 122. 183. ,5 macrostomus 25. 122. 183. ., scmiplotus 183. ., tenuirarlius 159. 183, CYPRINUS 20. 22. 23. 5, abramoides 24. 55 alburni'.s 46. 55 angiilatus 23. 55 Anjana 53. ,. ApbyaSI. 55 apiatus 49. 55 Ariza 40. 186. 55 ationasiis 50. 5, auratus 24. 5, Bacailci 45. •5 Ballcrus 43. 55 baltcatiis 51. 55 Barila 53. 55 Bendilisis 53. 55 bipiinctatiis 46. 55 Blicca 42. 55 Boga 39. 55 Brama 42. 55 Buggenliagü 42. 55 Bynni 219. 226. 55 Calba.su 36. 55 capito 28. 5, Capocta 4. 30. 65. 5, Carassius 24. 5, Carpio 23. 5, Catla 24. CYPRINUS Catosfomus 33. „ cepbalus 49, 55 cbalcoides 46. 55 Cbangurio 36. 5, Chapalio 45. 55 Chedra 48. ,5 cblybeatiis 28. 55 cbrysoleucos 52. 55 cbrysoprasius 42. 55 cirrbosus 39. 5, tlupeoides 45. 55 Cocsa 48. 5, comprossus 51. 55 Cotis 43. 5, Cotyla 37, 182. 55 cuitratus 45. 55 Ciirmuca 39. 5, Danicoiiiciis 53. 55 Danrica 45. 55 Dannia 45. 55 Dero 39, •5 Devario 25. 184. 185. ., deiitox 205. 231. ,5 Dobiila 50. 55 clatus 23. 5, crytboplitbaliiius 47. •5 fimbriatus 36. ,5 flavipiiinis 23. 5, Fundulus 68. 5, gibbostis 42. 55 Gibelio 24, ,5 Gohama 36, „ Goiiius 36. 55 grislagiiie 49. 53. 55 hungaricus 13. 23. ,, Idus 48. 55 Jeses 49. ,5 Joalius 36. 5, Kadüoii 28. 55 Kollarii 24. 55 Kunnainvo 27. 55 Kur.sis 26. 55 laevigatus 52. 5, Lamta 37. 181. ,, Langsdoifii 24. ,5 latiiis 36. 55 lepidolus 220. 226. „ leptocepbalus 46. 5, Leuciscus 50. 219. 5, Lcutiscus Var. 227. 228. ., liiicatus 24. 5, Labeo 41. 5, Liimaiicul 50. 55 Mola 53. „ Müles 24. 5, Morala 36. Morar 48. * 2 49 (351) CYPRINUS Mrigala 39. Debs 1 hadziar 199. 227. 5J IVIursa 4. 29. 61. ., merdzian 199. 227. ?} Muscha 36. 181. 55 el Schellall 227. J> mystaceiis 61. Deutes agregati 12, 20. J> Nancar 25. 55 calycifoinies 13. 20. » Naiidina 36- 55 clavati 15. 21. J> niloticus 195. 197 . 198. 55 cochleariforuK-s 11. 20. 219. 220. 227. 35 contusorii 15. 21. t» Nordmannii 23. 55 cultrifornies 14. 20. ?) Novae ula 45. 55 excavati 11. J> Orientalis 4. 55 niasticatorii 11. 12. J> Orfiis 48. 55 molares 13. 20. 5J perenurus 39. 35 paleaeformes 11. 20. Potail 24. 55 pectiniformcs 14. 20. 5J Rasbora 53. 55 prelicnsiles 16. 21. J3 Reha 39. 53 laptatorii 17. 21. 5> regiiia 24. 55 scalpritormes 14. 20. 3> Richardsonii 31. 185. 55 uncinato-subcouiti 11. 17. 55 Rollita 36. 55 uncinato-subiHolares 11. 15 53 rostratus 34. 150. 55 voratorii 18. 21. J) rubripinnis 50. Dcntex 216. >3 rufesceiis 4. 34. 180. De(i^iiesiie 231. 5S rutilus 49. Deshog 228. JJ stliagra 48. DEVARIO 21. 22. 25. 184. >J semiplotiis 25. 183. 55 elongata 185. JJ Sniithii 43. 55 gracilis 185. 5> Sophore 27. 53 intermedia 185. ;) striatus 24. 35 lanceolata 185. JJ Tarichi 46. 55 limbata 185. 5} thcrmalis 23. 55 rhombea 185. S> thoracalus 24. DILLONIA 183. 55 Tila 49. 55 abyssinira 224. 227. 55 Tilea 53. 55 Dillonii 183. 188. 55 Tycto 27. DISCOGNATHUS 20. 22. 37. 182 55 Viaiba42. ,, bimaculatus 182. 55 vittatus 23. „ bracbypterus 182. CYPRINODON Hanionis 219. 221. ,, caudatus 182. 227. „ Cotyla 182. J5 Iberus 165. j, crenulatus 162. 55 lunatus 219. 221. 227. „ fusiformis 37. 182. „ hirticeps 122. 127. 5» Moseas 224. 228. 182. CYPvENE 55 ;5 55 20. 22. 34. 182. Cuvierii 183. cyanopareja 35. 183 festiva 35. 183. • 5, iiasutus 182. ,, obtusus 32. 37. 182 „ pctrophylus 182. „ quadrimaculatus 182. 35 Kuhlii 183. 222. 227. 53 Lcchenaultii 183. 5, rupeculus 182 33 - ocellata 35. 183. „ rufus 37. 81. 182. 33 pbilippina 35. 183. Disposil ,j variabilis 37. 79. 182. io systematica Cypriuornm. DANGILA 34. 179. 53 Cuvierii 35. 183. DISTICHODUS niloticus 214. 219. 53 Kublii 35. 183. 221. 232. 53 Lechenaiilfii 35. 183. Dombok 76. 33 Icptoiliciia 35. Douc M ajeg 229. 33 lipocbeiia 35. 183 . DoHcniajeg; 229. 250 i3d2) Douq-Majeo- 223. Diiukzälino 15. 21. Dsfliinv 201. Dubliarä 226. Diinibek 76. Eleotris 218. E?»CHODLS 234. ., lialocjoii 241. Eno^lese US. Englisi 14S. E.<:on)us 14S. Essekiid 21. 232. Etlira 67. EXOGLOSSUM 20. 22. 33. 17S. annulatum 33. ., Lesucrianum 33. jri^ ., niacroptcriini 33. nigrosccns 33. Faiifrzäluic 17. 21. Fische Etryptcns 189. 213. 225. 5, Peisieus 153. 169. „ Syiicus 54. 149. Fossile Fisdie des Libanon 334. 346. Gamour 223. 23o. Garafelie 223. 230. Gaimut 229. Garmoiit Lasera 223. .. Lazera 229. Gassur acliniar S2. j, dsiileki SO. ., Hadjar S3. ., iswid 80. Ghcrane 225. GIBELIOX 21. 22. 24. GLÜSSODOIV 21. 22. 43. GOBIO 21. 22. 3S. .; anisiirus 48. 186. ,. bicolor 40. 1S6. 5, cataractac 39. ., damasoiniis 39. 184. 59 fliiviatilis 3S. „ biiticeps 37. 182, 222. 227. }, litniiophilus 40. 5, lissorinnclms 40, ISO. „ obfusirostiis ,^9. „ qiiadrimaculatus 37. 84. 1S2. 222. 227. 5, ricnorhyncbus 34. 180. ., uranoscopus 38. ., venatiis 38. ., vulo-aiis 18. GOISORHYiNCHUS bimaculatus 37. 182, „ bracbypterus 37. 182. ,, brevis 36. 181. „ caiidatus 138. 182. „ fimbriatus 36. 18. GOXORHVXCHUS gobioides 36. 181. ,, macrosomus 36. 181. ., pctropbylus 38. 182. ,, rupeculus 38. 182. Gorguaii 226. Gouilc 231. Goiirgar callabe 229. cbami 229. „ gouazi 229. „ henaviii 229. '., Kcbir 229. Greifzähne 16. 21. GYMXARCHLS niloticus 191. 221. 223. 233. GYMNOSTOMUS 20. 22.V40. I85! „ anisurus 186. j, Ariza 186. 5, bicolor 186. ,, bog;i;iit 186. 55 dcmbensis 186, „ demhcnsis ? 222. 227. j, fuluni;ei 185, 5, jianjjeticus 185. 188. ,5 Kavnis 186. „ limnopliiiiis 186. 5, lissoriivnchiis 186. ., niullya 186. .5 senegalcnsis 233. ;, syriacus 1S5. 188. ,, watanah 186. Haie 229'. Hakenzähne mit Kaufl^ichen 11. 15. .. ohne Kaufläcbcn 11. 17. Hancsch el Bacher 212. 232. Harmouth arabi 229. ,. lazera 227. Hay JBahr 211, 223, Hepsctus 218. Herisse nasar 223. 233. Herse 220, -230. HETEROBRANCHUS anguiliaris 221. 223. 229. 230. ,5 bidorsalis 221. 229. „ Geoffroyi 221. 229. ., lonaiHIis 223. 230. HETEROtlS Ehreubergii 220. 222. 232. Hohlzäline II. Horii 204. 227. HYDROCYON Forskahlii 219. 221. 223. 232. HYPOPHTHALMUS nilodVus 222.* 228. Jahndi 103. IDUS 21. 22. 47. „ melnnatus 18. 251 (353) • #. IDU.S minialus 48. Jerfar 2'23. 233. ISOCEPHALLS 20. 22. 39. ISODUS 234. 240. ,5 falcatus 241. 144. JULIS vulf^aris 233. Kabouk 230. Kaschoue 231. Kais 76. Kammzäline 14. 20. Karafschi 229. Karmouth 220. 229. Karad acliniar 55. Kairid 55. ,, asrak 112. Ka.schoue 220. Kaschasch 92. Kauzähne 11. 12. Kebudi 99. 138. Kelb el baclier 232. ., „ moyeh 232. Kellur 118. „ dschileki 118. Kersin 110. „ handscherli 69. 108. Kescher 230. Keschere 220. 225. Keschr 225. Keulenzähne 15. 21. Kisch-Oue 230. 231. Kollur 71. 118. 5, achmar 118. 5, aschkar 118. 5, hadjiari 118. Kurzdärmcr 11. 21. LABEO 20. 22. 34. 179. 192. 196. j, cephalus 34. 179. „ Coubie 34.196. 197. 222.227. „ Cuichius 34. 180. „ diocheilos 37. 182. ), Dussumierii 34. 179. 5, erythropterus 34. 180. 182. „ falcifer 34. 181. „ fimbriatus 34. 180. „ Forskahlii 34. 179. 196. 198. 199. 219. 222. 227. „ hi.spidus 34. 180. 182. „ Horie 179. 202. 224. 227. „ microlepidotus 34. 180. „ niloticus 34. 179. 195. 197. 198. 219. 222. 227. „ oblon^us 34. 180. „ Raynoldii 34. 180. „ Selli 34. 179. „ senegalensis 34. 179. ,, Varicorhinus 226. ., vier Arten 192. H e r k e I , Ichthyologie. LABEO vulgaris 13. 179. 196. 198. 201. 220. 224. 227. LABEOBARBUS 20. 22. 29. 5, uiacrolepis 29. „ Nedgia29. 222.226. „ Kotsthyi 29. 59. LABRUS niloticus 219. 225. Lanffdärmer 11. 20. LATES 190. 225. „ niloticus 214. 218— 220. 225. Latos 189. 190. 218. 225. LEBIAS Cypris 100. 140. 5, ciystallodon 167. „ dispar 221. 227. 228. j, mento 99. „ punctatus 166. 5, Sophiae 165. Lebes 127. 195. Lebis 227. Lebse-cammeri 227. „ -scira 227. Lepidotus 189. 218. LEUCISCUS 21. 22. 149. „ argcnteus 51. 53. j, Bibie 45. 222. 227. „ brachiatus 48. j, cephalus 16. 5, Chitul 37. 182. j, distomus 47. „ dolabratus 5!. }, elongatus 51. „ Frisii 49. ,) Genei 49. „ Goha 53. j, gracilis 52. ,, Labeo 187. j, lividus 49. j, majalis 51. „ margarodes 49, „ Mola 53. ,f nasutus 1S7. „ ncgiectus 48. „ niloticus 45. 222. 226. 227. ,) Pausingerii 49. „ prasinus 49. „ pulchellus 49. „ rodeus 51. „ roseus 49. „ rostratus 51. „ rutiloides 48. 5, Sandkhol 37. 182. „ Selysii 48. „ thebeiLsis 53. 222. LEUCOS 21. 22. 48. „ adspcrsus 48. „ Basak 16. 45. 17 252 (354) LEUCOS cisalpimis 48. „ rubella 48. LEUCOSOMUS 21. 22. 52. ,, argyroleucus 18. Löffelzähne 11. 20. LUCIOBARBüS 20. 22. 29. „ elongatus 222. 226. „ esocinus 29. 114.264. „ Gorguari 222. 226. „ niystaceiis 61. 115. >*» 154. ., Schech 29. 65. 113. jj Xauthopterus 29. 63. 114. Macroentri 11. 20. Maeotes 189. 218. Mahlzähne 13. 20. MALAPTERURUS 190. „ electricus 218. 219. 220. 221. 223. 230. MALAPTERUS electricus 221. 230. Mainiahidschi 148. Marmaridsch 148. Marmid 86. „ abbiad 86. „ aspliar 86. 5, handsclicrli 86. „ mablue 87. 135. MASTACACEMBLUScatenatus 146. ,, halepensis 145. Meisselzähne 14. 20. Mese-Nacra 230. Messerzähne 14. 20. Meotes 218. Milchfisch 66. Mizdeh 230. Mochokus niloticus 223. Mons 223. 230. MORMYRIJS abbreviatiis 224. 231. „ anguillaris 220. 230. „ ang^iiilloides 219. 220. 223. 230. „ Bachi'qua 223. 230. „ Bane 231. „ Bebe 220, 231. „ Bovei 227. 231. 55 Caschive 213.219.220. 222. 230. j) cyprinoides 214. 219. 220. 221. 222. 223. 231. „ Dequesne 224. 231. „ dorsalis220.22l.231. 5, Ehrenbergii 224. 231. ,5 eloiigatus 213. 222. 231. 55 Geoffroyi 220. 230. j) Hasselquistii 220.230. MORMYRUS Herse 220. 230. j, Joannisii 224. 231. j, Jsidorii 224. 231. ,j Kanninne 219. 230. „ labiatus 220.222. 231. ,, longipinnis 222. 230. „ Nacra 224. 230. „ oxyrhynchus213.214. 218. 219. 220. 222. 230. MUGIL Abu 142. „ capifo 224. 225. „ cephalus 224. 225. 233. 5, cryptocheilos 224. 226. „ dubhara 224. 226. „ saliens 220. 225. Muscht 225. MYLETES 204. „ Baremoze 204. 206.223.231. „ denlex 208. ,, GouJle 223. 231. „ Hasselquistii 25. 231. „ Nurse 204. 222. Myouara 227. Mystüs 101. 104. 218. 226. „ cinis octo 101. 104. Nedgia 226. Nefasch 232. Nclkal 232. NURIA 44. ,, thenioicos 45. Nurse 231. Okr 225. Ophidium mastacacemblus 145. ,, Simak 145. OPSARIÜS 21. 22. 53. ,, acanthopterus 53. ,, albuius 45. 5, anisocheilos 53. 55 brachialis 53. 55 cirrhatus 53. 5, fasciatus 53. 5, isocheilos 53. 55 leucerus 45. 5, maculatus 53. 55 megastomus 53. 55 pholicephalus 45. „ thebensis 19. 222. 227. Orbis 189. 218. 233. Orchis 89. 218. 233. OREINÜS guttatus 21. 185. ,. maculatus 31. 185. 5, progastus 31. 185. OSTEOBRAMA 20. 22. 43. OSTRACION cubicus 233. Oxyrhynchus 189. 218. 230. Oued denne 223. 228. 253 (355) PACHYCHILAE 138. PACHYSTOMUS 21. 22. 48. PAGELLUS leptosteus 244. Pagrus 232. PELECUS 21. 22. 45. „ Bibie 222. 227. PERCA Lates 220. 225. „ iiilotica 219. PERILAMPUS 21. 22. 45. „ aequipinnatus 44. 5, guttatus 44. ,) macropteius 45. 5, macrourus 45. 5, Oütcographus 25. 184. 185. „ perseus 44. ,, psilopteronius 45. „ reticulatus 45. 3, striatus 45. ,, theriuophilus 45. Periiice 226. Pflasterzähne 12. 20. Phrif^orius 218. 232. Phagcr 218. 232. Phagrus 189. Pharg-ul-Bais 65. PHOXINELLUS 21. 22. 49. „ alepidotus 16. 50. „ Zercgi 50. 73. PHOXINUS 21. 22. 50. ,, laevis 50. „ Marsilii 50. Physa 189. 218. 233. PliVIELODUS auratus 221. 228. „ biscutatus 221. 223. 229. „ Ciarias 221. 229. ,5 Cous 104. 5, menibranaceus 221. 229. ,5 synodontis 221. 229. PLATYCARA nasuhi 38. 182. POLYPTERUSBichir208. 209. 210. 220. 221. 233. 5, Endlicherii 208. 224. 233. ,, scnegalus 208. PORCÜS Bajad 221. 228. ., Docmac 221. 228. PYCNOSTERINX 235. „ discoides 238. 244. „ Rus&cggci'ii 236.244. Raad 230. Raasch 230. Rarhis 231. Bahad 223. 230. Raja Torpedo 219. 230. Raii 231. RHAMPHOGNATIIUS 241. RHINCHOBDELLAhalepensis 145. RHINELLUS turcatiis234.238. 244. ,, nasalis 234. RHITIDOSTOMUS 20. 22. 33. 138. RHODEUS 20. 22. 26. „ aniarus 15. ROHITA 20. 22. 35. 150. „ Belangeri 36. 180. ,, brevis 181. „ Buchananii 180. „ Calbasu 180. „ Changurio 180. 5, clypeata 36. 181. „ Cursis 180. „ Dussuinierii 180. 5, Diivaucellii 36. 180. „ erytlirura 36. 181. „ fimbrinta 181. „ gobioides 181. „ Gonius 180. „ Hasseltii 36. 181. 5, Joaliiis 180. „ Lechenaultii 36. 180. „ lineata 180. 5, niacrosonia 181. „ microcephala 36. 18!. ,5 Moralius 180. „ Muscha 181. „ Nandina 180. ,, Reynoldii 36. 180. „ rostellata 36. 180. 5, Rouxii 36. 181. „ tiiicoides 36. 181. „ vittata 36. 181. ROHTEE Ogilbii 43. 5, Pangut 27. 5, Vigorsii 43. Roschal 232. Saale 227. Sagboga 232. Saide 232. Salclieyeh 231. SALMO 150. „ dentex 204. 205. 219. 23t. „ niloticus 219. 232. „ Roschal 219. 232. SALMOPHASIA oblonga 45. Salog 228. Sardine 220. 232. CAPHIODON 20. 22. 30. „ Amir 156. 185. „ Capoeta 12. 67. 115. 120. 184. 185, #. 254 (356) SCAPHIODON fratercula 30. 69. 120. 156. 184. jj macrolepis 156. 185. „ niger 156. 185. „ peregrinorum 30. 71. 117. 120. 184. „ Saadii 158. 185, „ socialis 30. 71. 115. 120. 156. 184. „ Tinea 30. 120. 185. „ Trutla 30. 66. 120.184. „ Umbia 30. 70. 120. 184. SCARDINIÜS 21. 22. 47. „ Dergle 47. „ crythrophtlialmus 18. „ Hegerii 47.. j, hesperidicus 47. „ Plotizza 47. „ Scardafa 47. Schal-Abou-Real 228. arabi 229. Batensodo 229. belidi 229. gaemol 229. g^oumari 229. karafsche 229. ^, senen 229. Schall 220. 229. Schaiifelzähne II. 20. Scheilan 229. Sehejch-San 62. 114. 115. Scberiffie 228. SCHILBE 228. „ aurafus 223. 228. „ Hasselquistii 224. 228. „ intermedius 214.220. 222. 224. 228. j, Isidorii 224. 228. „ Mystus 2 19. 221. 223.228. „ uranoscopus222.223.224. 228. Schilbi ?.20. 228. SCHIZOTHORAX 20. 22. 30. 183. 193. ,, curvifrons 30. 184. ,5 esocinus 30. 55 Hügelii 30. 5) longipinnis 30. 184. 5> micropogon 30. ,5 nasus 30. 184. 35 niger 30. 184, 55 plagiostomus 30. 182. 184. 35 planifrons 30. 55 sinuatus30.182.184. SCHIZOPYGE 183. 33 curvifron.s 184. SCHIZOPYGE longipinnis 184. 55 nasus 184. „ niger 18. ,5 plagiostomus 184. ,, sinuatus 184. SCLEROGNOTHnS 178. Sellal 93. 94. „ abiad 93. SERRASALMOCitharinus 221.232. Sjir-majie 66. SILURüS 218. 219. 55 anguillaris 219. 229. ,5 auritus 221. 223. 228. ., Bajad 219. 228. ,5 Ciarias 219. 229. „ Co US 3. 104. 5, Docmac 219. 228. „ Mystus 219. 221. 223. 228. ,5 Schall 220. 229. ,, triostegus 100. Siniak el inglese 145. SPARUS niloticus 233. SPHYRAENA Amici 244. „ vulgaris 233. SQUALIUS 21. 22, 50. „ albus 51. „ aula 51. „ Berag 51. 88. 127. 5, cavedanus 51. „ cephalopsis51. 90. 123. 5, delineatus 51. „ Dobula 18. „ elatus 51. 55 Fucini 51. „ lepidus 51. 59. 127. „ microlepis 52. ,5 orieutalis 123. 127. 55 Pareti 51. ,5 Rubella 51. 55 rubilio 51. 5, spurius 51.91. 125. 127. ,5 tenellus 52. 5, thyberinus 51. 55 trasimenicus 51. 5, Turskyi 51. „ Ukiiva 52. SUDIS Adansonii ? 232. „ niloticus 222. 232. Surkis 222. 226. Symus 218. SYNODONTIS 218. 5, arabi 214. 220.229. „ Botensoda 222.229. „ bunieratus 224. 229. „ macrodon 219. 22 1. 229. ,, maculosus 222. 229. 255 (357) SYNODONTIS membranaceus 221. 229. „ serratus 214. 222. 229. Systemarisches Verzeicliniss aller Nilfisclie 225. SYSTOMUS 20. 22. 26. „ albus 27. 73. ,, albus Var. alpina 155. 5, Beso 222. 226. ,, csocinus 26. „ Chola 26. „ chrysopterus 27. „ chrysosoraus 26. „ conchonicus 27. „ gelius 26. „ gibbosus 27. ,, leptosomus 26. „ luteus 27. 71. „ nialacopterus 27. „ pyrropterus 27. „ fetrarupagus 27. „ unimaculatus 27. Taban a grap 211. 223. 232. 5, affar gerdari 211. 223. 232. „ Lamat 211. 223. 232. „ Zeyde 211. 223. 232. Tafiaf 95. Takal handscherli 67. Tarandzie 225. Teftaf 95. „ asrak 95. TELESTES 51. 186. „ niulticellus 51. „ Rysela 186. „ Savygnii 51. TEMNOCHYLA 178. TEMNOCHYLAE 178. 179. Terris 88. ,, athmar meleki 58. T«'lay 97. TETRAODON nov. spec. 223. 233. „ Fahaca 214.218.219. 221. 223. 233. TETRAODON lineatus 219. 233. „ Physa 221. 223. Thrissa 218. 232. TINCA 21. 22. 38. „ chrysitis 15. ,, vulgaris 39. ^ Tongog 226. "^ Torpede 230. TORPEDO 190. 218. 219. Tumbiik 76. TYLOGNATHÜS 20. 22. 37. 198. „ barbatulus 181. „ ChituI 182. „ diocheilos 182. „ Duvancellül82. 185. „ falcifer 181. „ lipocbeilos 181. 188. „ Lamta 181. „ nanus 37. 83. 181. „ Sandkhol 182. „ semilarvatus 182. „ semivelatus 188. jf porcellus 37. 181. „ Valenciennesii 181. Typlc 218. VARICORHINUSBeso27. 222.226. „ Bobree 24. „ dipiostonius 37. 181. VOMER parvulus 244. Weissfische 174. Würgezähne 18. 21. Xaxoug-roumi 228. Zamar 223. 228. 229. Zagzug 103. Zahnsystem der Cyprinen 11, Zeregi 74. Zumbek 76. Zmri 130. # :# ;*■ Addeiida et Corrig'cuda^ Pag 13 17 18 IS 20 20 21 21 21 21 22 22 24 24 25 25 28 29 30 30 34 34 35 37 37 38 38 40 40 43 47 47 48, 49, 60, 51, 51, 53, 64, Zeile 10 von oben statt Labeo iiiloticus lies: Labeo vulgaris, zwischen Z. 18 und 19 v. o. setze: 2|5 — 4J2. Plioxinus. Z. 11 V. 0. statt Taf. H. lies: Taf. I. Z. 18 V. unten st. 3|5 — 5I2 lies: 3l5 — 5l3. Z. 7 V. o. Spalte rechts st. 3 ! 3 | 5— 5| 3 | 3. lies : 2 | 4 |5 — 5 | 4 | 2. Spalte rechts u. nach Rhodeus setze: 6. Devario Heck, Sp. links lösche: 6? Devario Heck. Sp. rechts Z. 10 v. 0. lösche: Phoxinus Rond. „ „ „ 20 V. 0. st. 3|5 — 5|2. lies: 3|5 — 5|3. „ „ zwischen Z. 21 und 22 v. o. setze: 2 | 5— 4 | 2. 50 Pho- xinus Rond. Telestes Bonapt. „ „ Z. 24 V. o. st. Roxinellus lies : Phoxinellus. „ „ Z. 25 V. o. st. Roxinus lies: Phoxinus Z. 13 V. u. vor Cyprinus auratus setze ein *. Z. 9 V. u. st. Catta lies: Catla. bei Cyprinion siehe: Pag. 183. bei Devario siehe: Pag, 184. Z, 22 V, 0. st. Barhus longus lies: Barbns Grypns Heck. Z. 1 V. u. lösche: Barbus affinis. Z. 20 V. o. st. nusus lies : nasus. Z. 7 V. u. st. Scapiodon lies : Scaphiodon. bei Labeo siehe: Pag. 177. b. Cyrene s. Pag. 182. b. Rohita s. Pag. 180. b. Tylngnathus s. Pag. I8I. b. Discognathus s. Pag. 182. b. Gobio damascenus s. Pag. 184. Z. 20 V. o. st. 3|5 — 5|2. lies: 3 | 5 — 5 | 3. bei Gymnostomus siehe: Pag. 185. b. Chondrostonius s. Pag. 186. Z. 7 V. o. st. Trachibrama lies: Acanthobrama. Z. 16 V. u. lösche: rarius duo in angulis oris. Z. 6. V. u. lösche : Cirrhi duo und setze : Leuciscus distonius auf Pag. 44 zu Chela. Z. 21 V. 0. st. Dentes ? — lies: Dentes? 3|5— 5|3. Z. 23 V.o. st. Leuc. Genei B on ap. setze : Leuc. Pigus De Fi lippi. Z. 4 V. 0. st. 2 I 5— 5 I 2 lies : 2 | 5 — 4 | 2. Squalius trasimenicus, riibclla und Aula stelle auf Pag. 48. zu Len- cos; Squal. rubilio zu Leuciscus. bei Telestes Bonapt. siehe: Pag. 186. — Cypr. Aphya und Squal. Turskyi gehören unter Squalius. Cypr. Mola ist eigene Gattung, Mola Heck. Dentes semilunares l|2| 3 — 3 I 2 I I. Luciobarbus esocinus wird im Flusse Zab bis zu 3 Centner schwer. .• 238 <360) *'*^' VIII XIII 68. Z. 3 V. 0. st. Lin. lat. 76-77. lies: Liii. lat. 76—77. X X 70, Z. 14 V. o. st. Scaphioidon lies: Scaphiodon. 72, Z. 11 V. o. lösche: etwas scharfen. 72j Z 12 V. 0. nach Nasenlöcher setze: der Rand des Unterkiefers ist weich und rund und wird von dem Oberkieferrande überdeckt, der sich an eine schmale etwas knorpelige lippenartige Falte des Unterkiefers anschlicsst. 72, Z. 24 V. o. st. nach lies : vor. 80, Z, 5 V. u. st. discileki lies : dscileki. 83, Z. 10 V. o. lösche: (Taf. VIII. Fig. 4.) 89, Z. 9 V. o. st. Hopfiänge lies : Kopflänge. 92, Z. 23 V. 0. st. dorso 1. antidorso 93, Z. 9 V. u. st. ventrali 1. anali. 95, Z. 18 V. 0. st. dritten 1. vierten. 146, Z. 2 v. 0. st. point ou par moi lies: point vu par moi. 146, Anmerkung st. eatenatus 1. catenatus. ♦ • Index plaiitariiiii. Genera et species fusius descriptae asterisco praefixo sunt expressae. *ACTINOLEMA 66. * „ eryngioides 67. ALSINE campestris 48. „ decipiens 47. „ fasciciilata 48. „ Smifliii 48. *ALYSSL1M pleiospermum 54. * AR AB IS andiosacea 52. „ procurrens 53. ARENARIA cretica 45. „ ecliiiiata 47. „ Frankiiiü 46. „ gracilis 45. „ hirta 45. * „ Kotschyuna 41. 47. „ Ledebouiiana 45. * „ Le.ssertiana 46. „ Meyeii 46. „ modesta 47. „ pungens 47. „ retusa 47. * „ subulinea 47. „ scabra 45. „ subiilafa 46. *ASTRAGALÜS acmonotricbus 12. " », an)oenus 9. " „ andraclinaefolius 8. ,, bicolor 13. „ leonfiiuis 13. „ lonj^ifolius 9. „ nig^iescens 10. „ oleaefoliiis 9. * „ pelli^er 10. „ Piimilio 10. >» pygmaeus 10. "BUPLEURUM croceum 70. „ gracile 71. * „ Koecliclii 70. „ tenuissimum 71. CARÜM divarica«uni 69. '•"' „ eleirans 68. CERASTIÜM alpinum 44. * „ gnapliJilodes 43. „ graiidifloi'um 44. CICER ervoidcs 8. * „ floribundum 6. ,, soongaricuni 8. *DIANTHUS actinopctalus 41. „ alpinus 43. „ axilliflorus 37. * „ brevicaulis 42. „ Caryophyllus 40. 42. „ diffiisus 39. „ ^lacialis 43. „ Jeucophaeus 43. „ libaiioticus 43. „ neglectus 43. „ racemosiis 38. „ serrulatus ß. grandi- florus 42. * „ striatellus 39. „ suaveolens 41. „ sylvestris 40. * „ zonafus 39. DICHOROPETALllM alpinum 75, *DRABA heterocoina 55. „ olympica 56. -ELAEOCHYTRIS 71. "■ „ meifolia 72. EUPHORBIA Characias 21. '•' „ Kotscbyana 20. „ veneta 21. „ Wulfenii 21. "TERULA pacbyloba 77. „ rijfidiila 79. GLOCHIDOTHECA 84. in obs. GYPSOPHILA aciiliflora 37. „ Arrostii 36. * „ curvil'olia 36. „ paniculata 36. „ perfoliata 36. „ teniiifolia 36. * „ veiiusla 35. „ violacpa 36. ^HAMMATOLOBIUM 1. * „ lotoides 1. •HELDREICHIA Kotschyi 59. HERACLEUIVl hiimile 80. * „ Pastinaca 79. HESPERIS bicuspidata 54. " „ Kütsrhyana 53. *HUTCHINSIA auiea 57. ^HYPERICUM niyrtiiloides 25. „ uanum 26. « HYPERICUM oii&anifoliiim 25. „ pulclirum 24. * „ pulvorulcntuiii 24. " „ veimstiiin 22. 'IBERIS brach ystyla 58. „ «axatilis 59. ' JOHREMA alpina 75. „ dirlioloma 77. „ Tordvliuni 81. ■RERAMOCARPUS 80. '■ „ Tordylium 81. -LATHYRUS amoenus 4. „ annuus 5. „ salivus 5. '^LEOBORDEA ^Piiistoides 15. „ lupinifolia 16. 'MENIOCl'S aureus 55. ONOBRYCHIS alba 4. „ ojracilis 4. * „ kotschyana 3. ONONIS ervoides 8. „ Kotschyana 15. „ vaginalis 15. OXYTROPIS moutana 13. PASTINACA saliva 80. -PELARGONICM Endlicherianum 18. PHACCA astragalina 13. PIMPINELLA sativa 80. POTENTILLA intermedia 17. „ geranoides 18. „ hirta 17. * „ Kotschyana 16. „ nevadensis ß. condensata 18. „ norwegica 17. * „ pulvinaris 17. „ salisburgensis 17. R^NUNCULUS grandiflorus 62. " „ lasiostemoii 61. „ Villarsii 62. '•SILENE arguta 30. „ auriculata 35. „ bupleuroides 27. „ caesia 26. „ chloraefolia 27. * „ crassipes 28. „ echinata 29, „ falcata 33. „ flavescens 27. „ inaperta 31. „ inflata 26. „ italica 27. * „ lasiopetala 27. 58. SILENE linearis 29, 30. „ linicola 29. „ linifülia 31. „ longiflora 27. „ longipetala 28. „ microspcrma 29. „ lanuginosa 35. „ nana 27. * „ odontopptala 34. * „ pharnacefülia 31. „ physocalyx 34. „ reticulata 29. * „ Sieberi 26. " „ stentoria 33. -TELMISSA 62. * „ sedoides 63. THLASPI annuum ß. viride „ drabaeflorum 58. „ n.itolicuni 58. TRIADENIA aegyptiaca 22. '■' „ Russeggeri 21. „ thymifolia 22. TRIFOLIUM ambigunm 14. „ comosuni 14. „ erubescens 14. „ mutabile 14. „ recnrviim 14. „ speciosum „ speciosum cens „ furgidum „ vesiculosum 14. '•' „ xerocpphalum 13. '^■■TüRGENIA foeniculacea 83. ÜMBILICUS Aizoon 64. „ globulariaefolius 65. VICIA grandiflora 6. „ hybrida 6. „ lutea 6. „ sericocarpa 5. VIOLA cenisia 50. „ crassifolia 50. „ crassiuscula 51. „ ebracteolata 49. „ niodcsta 48. „ modesta a. grandiflora 48. „ modesta ß. parviflora 49. ,, nevadensis 50. „ occulta 49. 50. * „ pentadactyla 51, „ tenella 50. „ tricolor £. appendiculata 50. „ tricolor /i. gracilescens 49, ZYGOPELTIS cardaminea 60. 14, ß. 14. 14. erubes« Index Coleopteroi'iim descriptorum. AMPHICOMA ciipiipeiniis 16. „ syrinca 16. APHODIUS sutuialis 16. BRUCH US signatus 17. CARABUS paphins II. CHALCOPHORA quadrioculata 13. CLYTHRA aleppensis 19. „ unifasciata 19. CYMINDIS adustu 9. „ serie-puuctata 9. DASYTES vulpinus 14. FERONIA punctata 72. GALLERUCA thoracica 19, JULODIS jntricata 12. „ sulrata 13. LABIDOSTOMIS lineola 20. MALACHIUS epliippiger 13. MONONYCHUS syiiacus 18. MOPvIO olympiciis 10. MYLABRIS cacruleo-maculata 17. „ sexuotata 17. ONTHOPHAGUS alcppen.sis 15. „ ceiitromaculatus 15. PHYTONOMLS pictus 18. PRISTON YCHUS cieiiatus 11. „ (juadricollis 11. PROCERUS syiiacus 10. SAPERDA humeralis 19. SCARITES puuctato-striatus 9. TELOPES (lispar 14. TYCHIUS alboo-uttatus 18. i : # # im ?^1^ f^, ^i A# S ' r. si'^lJ #^ •3 j ; ... 1 '®'i y 'VF I /i r 11 "^ 0: 1 A' i. '■'(im -^ t. h' ■nr r^ \ * i •mm ^#^ ''/Jij]\\\v '"'ilw 4S .^ m 1^ ■ mw^<^. 1 [■■y 1 1 ^ ', /^ >" I ^y.» '^ 4. :'^. i ■li 'S ** .1 7-vlA ^ ■'^ . I- A^*-* • « '^ ^ 4lil: ••tW' .A.. I Vi.»-»' illi ■"ilii^" I % \ ^ .#■ ♦ t '■« 1 M ^ ^%^ tv '®A f % "^ m\\\\ 0. '% ^. ^4 1^ «»a V.. .;^ f**3r,^ j5i^. '**■ # .^ms r ^'. ■J«: (^H^ *m -fo ^ H. r'J 1 / ! o\ i 'iO^, \ / ür 4 I vi. ^Jf ^^ /^^ i(0)\ 4 0^ MMm^ ir I? 4. 1 /\\// ^, jr^r M-v>!^ Mmmm B.r.'^'^r^'Bn^i p n'/ >hWW ^mPt Mi^r^-fsir^ frs^:r^m ,^<.Asi frrrr »a/ ^ÄÄ»'*: ^r^^^.' ^^^f\^r\\ ml^mx^i^^^.^^dSMMm^^m'^^Misdddi i''i'T"' I